Abverkaufsquote
BetriebAnteil der in einem Zeitraum oder Befüllzyklus bereitgestellten Produktmenge, der tatsächlich verkauft wird. Bei Frischware ist eine falsch bemessene Quote unmittelbarer Warenverlust, nicht nur gebundenes Kapital.
93+ Begriffe
Von MDB bis Pfandverordnung — alle Fachbegriffe der DACH-Vending-Branche, verständlich erklärt.
Jeder Begriff mit Definition und verwandten Einträgen.
Anteil der in einem Zeitraum oder Befüllzyklus bereitgestellten Produktmenge, der tatsächlich verkauft wird. Bei Frischware ist eine falsch bemessene Quote unmittelbarer Warenverlust, nicht nur gebundenes Kapital.
Die EU-KI-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/1689, in Kraft seit 1. August 2024) klassifiziert KI-Systeme nach Risikostufen und knüpft daran abgestufte Compliance-Pflichten. Für Vendingbetreiber bestimmt sie, ob ein Gerät mit Kamera-KI, Biometrie oder adaptiver Preislogik einer Konformitätsbewertung, technischer Dokumentation und EU-Datenbankregistrierung bedarf.
Filtermedium aus poröser Aktivkohle, das gelöste organische Verbindungen – vor allem Chlor, Chloramine sowie Geschmacks- und Geruchsstoffe – aus dem Leitungswasser adsorbiert. Das Wechselintervall richtet sich nach der vom Hersteller getesteten Literzahl bzw. einem Zeitintervall, meist im Bereich weniger Monate.
Die Allensbach-Studie 2025 zum Zahlungsverhalten ist eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme (IDZ), die erstmals seit Beginn der Zeitreihe 2006 zeigt, dass beim letzten Einkauf mehr Befragte mit Karte (47 Prozent) als mit Bargeld (41 Prozent) bezahlt haben. Sie markiert den Wendepunkt des deutschen Zahlungsverhaltens und gilt als Referenzdokument für Investitionsentscheidungen über Cashless-Systeme im Automaten- und Einzelhandelssektor.
Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und automatisiert geprüft. Eine menschliche Prüfung vor Veröffentlichung ist nicht dokumentiert. Die Allensbach-Studie 2025 zum Bezahl- und Einkaufsverhalten zeigt erstmals seit Beginn der jährlichen Erhebungen, dass mehr Befragte bei ihrem letzten Einkauf mit Karte als mit Bargeld bezahlt haben. 47 Prozent nannten Kartenzahlung, 41 Prozent Scheine oder Münzen.
Standardisierte Programmierschnittstelle, über die Vending-Management-Systeme (VMS) Verkaufs-, Bestands- und Maschinendaten mit ERP-, Buchhaltungs- oder Warenwirtschaftssystemen austauschen. Historisch basiert der Datenaustausch auf dem EVA-DTS-Standard der European Vending & Coffee Service Association, moderne Anbindungen laufen zunehmend über REST-APIs mit OAuth-2.0-Authentifizierung.
Bundesverband der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft e.V.: bundesweiter Branchenverband der deutschen Vending- und Kaffeeautomatenwirtschaft mit rund 440 Mitgliedern aus Betreiber-, Hersteller- und Zulieferseite. Vertritt die Branche gegenüber Politik und Behörden auf Bundes- und EU-Ebene und ist die deutsche Mitgliedsorganisation im europäischen Verband EVA.
Kaffeevollautomat-Bauart, die ganze Bohnen unmittelbar vor der Zubereitung frisch mahlt und in der Brühgruppe unter Druck extrahiert. Liefert im Automatensegment die höchste erreichbare Tassenqualität, verlangt dafür aber eine aufwendigere Wartung als Instant- oder Frischbrühsysteme.
Barrierefreiheitsstärkungsgesetz – deutsches Gesetz zur Umsetzung des European Accessibility Act (Richtlinie (EU) 2019/882). Seit dem 28. Juni 2025 müssen neu aufgestellte Selbstbedienungsterminals mit Zahlungsfunktion, wozu kartenfähige Verkaufs- und Getränkeautomaten zählen, barrierefrei bedienbar sein.
BFSG-Konformität bezeichnet die Erfüllung aller Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG), das seit dem 28. Juni 2025 für Selbstbedienungsterminals und Zahlungssysteme in Deutschland verbindlich gilt. Das Gesetz setzt die EU-Richtlinie 2019/882/EU (European Accessibility Act) in deutsches Recht um und verpflichtet Hersteller sowie Betreiber, ihre Produkte und Schnittstellen für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu gestalten.
Geschäftskundenmarke der BRITA SE (Sitz Taunusstein) für leitungsgebundene Trinkwasserspender in Büro, Gastronomie, Bildung und Gesundheitswesen. Vertrieb überwiegend im Miet-/Full-Service-Modell inklusive Wartung und Filterwechsel; Kernserie ist die BRITA-Vivreau-Top-Reihe.
Druck, mit dem heißes Wasser durch das verdichtete Kaffeemehl in der Brühgruppe gepresst wird. International hat sich 9 bar als Referenzwert für Espresso etabliert; in den kompakten Brühgruppen von Kaffeevollautomaten liegt der tatsächlich erreichte Druck oft spürbar darunter. Zu hoher Druck (über ca. 11 bar) führt zu bitterem Überextrakt, zu niedriger (unter ca. 7 bar) zu dünnem, saurem Unterextrakt.
Zentrales Bauteil des Kaffeevollautomaten: verdichtet Kaffeemehl zu einem Puck und presst Heißwasser mit geregeltem Druck von rund 9 bar hindurch, bevor der Trester automatisch ausgeworfen wird. Je nach Bauart herausnehmbar oder fest verbaut.
Bargeldlose Bezahlung am Automaten per Girocard, Kredit-/Debitkarte, kontaktlosem NFC-Chip, Mobile Payment oder Mitarbeiter-/Prepaid-Ausweis. Reduziert Bargeldhandling und Vandalismusrisiko und ist inzwischen an der großen Mehrheit der europäischen Automaten Standard.
Geschlossenes Zahlungssystem: Guthaben auf Karte, Chip oder App ist ausschließlich bei einem bestimmten Betreiber oder Standort einlösbar. Keine Anbindung an ein Kartennetzwerk wie Visa oder Mastercard und damit kein Interchange-Entgelt je Transaktion – dafür eingeschränkte Nutzbarkeit außerhalb dieses Kreises.
Corporate Sustainability Reporting Directive (Richtlinie (EU) 2022/2464): EU-Regelwerk zur Nachhaltigkeitsberichterstattung nach ESRS-Standards. Durch die Omnibus-I-Reform (in Kraft seit 18.03.2026) gilt die Pflicht erst ab dem Geschäftsjahr 2027 und nur noch für Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitenden und über 450 Mio. EUR Nettoumsatz — deutlich weniger Betriebe als ursprünglich vorgesehen.
Der Deckungsbeitrag ist der Verkaufserlös abzüglich der variablen Kosten je Verkauf und steht zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung. Der Break-even-Punkt zeigt, welche Verkaufsmenge oder welcher Umsatz erforderlich ist, damit die Gesamtkosten vollständig gedeckt sind.
DEX (Data Exchange) ist die serielle Schnittstelle, über die ein Automat seine Zähler-, Verkaufs- und Ereignisdaten an ein Auslesegerät oder Telemetriemodul überträgt – physikalisch historisch ein 3-poliger 6,35-mm-Klinkenstecker, protokollseitig auf Basis von ANSI X3.28.
Anzahl der Verkäufe (Bezüge) eines Automaten pro Zeiteinheit — Stunde oder Tag. Bürogeräte für Heißgetränke schaffen laut Herstellerangaben meist 30–80 Tassen pro Tag, Hochleistungsgeräte für stark frequentierte Standorte 200–250 Tassen pro Stunde. Der Wert ist maßgeblich für die Maschinenklassenwahl und die Wirtschaftlichkeitsberechnung — ein zu kleines Gerät für den tatsächlichen Bedarf führt zu Dauerlast und vorzeitigem Verschleiß.
Automatische, regelbasierte Preisanpassung am Automaten nach Uhrzeit, Nachfrage oder Restlaufzeit der Ware — etwa günstigere Frischeprodukte kurz vor Ablauf oder teurere Heißgetränke zur Stoßzeit. Technisch über Fernpreissteuerung im VMS umgesetzt. Rein zeit- oder bestandsbasierte Preisregeln sind preisrechtlich unproblematisch; personalisierte, nutzerbasierte Preisbildung unterliegt seit 2022 eigenen Informationspflichten.
Energiesparbetrieb von Automaten: reduziert Heizleistung, Beleuchtung und Kühl-Sollwert außerhalb der Nutzungszeiten. Die Messmethode für gekühlte Automaten ist europaweit in EN 50597 / IEC 63252 harmonisiert; für neue Geräte gelten seit 2021 zusätzlich verbindliche EU-Ökodesign- und Energielabel-Vorgaben.
Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und automatisiert geprüft. Eine menschliche Prüfung vor Veröffentlichung ist nicht dokumentiert. Ecodesign bezeichnet bei netzbetriebenen Kühlgeräten mit Direktverkaufsfunktion Anforderungen an energiebezogene Produkteigenschaften. Für gekühlte Verkaufsautomaten gelten die entsprechenden EU-Regeln seit dem 1. März 2021.
Die Ecodesign-Energieeffizienzklasse nach Verordnung (EU) 2019/2024 klassifiziert Kühlgeräte mit Direktverkaufsfunktion (gekühlte Vending-Automaten) anhand eines berechneten Energieeffizienzindex (EEI), der den genormten Jahresenergieverbrauch des Geräts ins Verhältnis zu einem kategoriebezogenen Referenzwert setzt. Seit dem 1. September 2023 dürfen neue Geräte (mit Ausnahme gekühlter Trommelautomaten) nur noch in Verkehr gebracht werden, wenn ihr EEI den gesetzlichen Höchstwert von 80 nicht überschreitet (Eiscremetruhen: 50).
Rechtlicher Rahmen aus Mess- und Eichgesetz (MessEG, in Kraft seit 1. Januar 2015) und Mess- und Eichverordnung (MessEV), der die Richtigkeit von Messgeräten im geschäftlichen Verkehr sicherstellt. Für Vending relevant, sobald der Preis aus einer gemessenen Menge folgt — literweise abgerechnetes Wasser, gewichtsbasierte Losware oder kWh-Abrechnung an Ladesäulen —, nicht beim klassischen Stückverkauf zum Festpreis.
Verfahren zur Reduzierung von Calcium- und Magnesium-Ionen im Wasser (Wasserhärte) durch Ionentausch. Schützt Thermoblock, Ventile und Brühgruppe von Kaffeemaschinen vor Kalkablagerungen; ab dem amtlichen Härtebereich „hart" (über 14 °dH bzw. 2,5 mmol/l) gilt sie für Hochleistungsautomaten als sinnvoll.
EPS v2 (Electronic Payment Specification Version 2) ist ein offener Schnittstellenstandard der European Vending & Coffee Service Association (EVA), der die Kommunikation zwischen Automatensteuerung und Cashless-Terminal für kontaktlose EMV-Transaktionen normiert. Zertifizierte Terminals nach diesem Standard sind herstellerunabhängig austauschbar, ohne dass die Maschinensteuerung angepasst werden muss.
European Vending & Coffee Service Association: 1994 gegründeter europäischer Dachverband der Vending- und Office-Coffee-Service-Branche mit Sitz in Brüssel. Entwickelt technische Standards (EVA-DTS, EVA-EPS, EN 50597) und veröffentlicht die jährliche europäische Marktstatistik; nationale Vertretung in Deutschland ist der BDV.
EVA-DTS (European Vending Association Data Transfer Standard) ist das von EVA und NAMA gemeinsam gepflegte, herstellerübergreifende Datenformat für Verkaufs-, Bestands- und Ereignisdaten aus Automaten. Aktuell gepflegte Fassung: Version 6.2, zuletzt als Revision 6.2.2 veröffentlicht.
Serielles Kommunikationsprotokoll zwischen Automat und Peripherie (Münzprüfer, Kartenterminal), Anfang der 1980er von Mars Electronics International (MEI) entwickelt. In Italien, Frankreich und Spanien bis heute der dominante Standard; bei Modernisierung des Cashless-Angebots führt der Weg meist über die Migration auf MDB.
FEFO steht für „First Expired, First Out“ und bedeutet: Produkte mit dem frühesten Ablaufdatum werden zuerst verkauft oder nach vorne gelegt. Bei Automaten reduziert die Methode das Risiko, dass ältere Chargen hinter später ablaufender Ware liegen bleiben.
Funktion von Vending-Management-Systemen, Produktpreise am Automaten per Fernzugriff statt durch Technikerbesuch zu ändern – auf Datenebene meist über EVA-DTS-Preisbefehle. Ermöglicht flottenweite Preisanpassung an Rohstoffkosten, Tageszeit (Dynamic Pricing) oder Standortgruppen.
Feste Rohrverbindung eines Automaten oder Wasserspenders mit der Kaltwasserleitung anstelle eines Wechseltanks. Eliminiert manuelles Nachfüllen, verlangt aber eine normgerechte Absicherung gegen Rückfließen ins Trinkwassernetz nach DIN EN 1717 / DIN 1988-100.
Schweizer Marke der Franke Gruppe (Sitz Aarburg, im Mehrheitsbesitz der Unternehmerfamilie Pieper über die Artemis Group) für professionelle Kaffeevollautomaten im Premiumsegment. IoT-Plattform FrankeConnect für Fernwartung und zentrales Rezeptmanagement; seit Oktober 2025 neue Gerätegeneration „New A Line“ (A600, A800).
Zubereitungsverfahren, bei dem eine dosierte Menge bereits gemahlenen Kaffees (oder loser Tee) mit Heißwasser durch einen Filter gebrüht wird. Geschmacklich frischer als Instant-Pulver, aber ohne das Bohnenmahlwerk eines Bean-to-Cup-Geräts – die mittlere Stufe zwischen beiden Systemen.
Gekühlter Verkaufsautomat für kurz haltbare Frischware — Sandwiches, Salate, Milchprodukte, Fertiggerichte. Kompressorkühlung hält die Produkttemperatur durchgängig im für kalte Speisen vorgeschriebenen Bereich; er gehört zu den hygienisch anspruchsvollsten Automatentypen und unterliegt anders als reine Trockenware-Automaten der HACCP-Pflicht.
Vollwartungsvertrag, bei dem der Operator Gerät, Befüllung, Wartung, Ersatzteile und Störungsdienst komplett übernimmt; Gegenmodell zum Teilservice oder Eigenbetrieb. Vergütung über monatliche Pauschale, Umsatzbeteiligung oder eine Kombination. Verlagert Kapitalrisiko und Personalaufwand vollständig auf den Operator — bei entsprechend geringerer Marge für den Standort.
In der Automatenbranche der zum Telemetrie-Zeitpunkt gemessene Anteil belegter Ausgabeschächte oder Kapazität eines Automaten (auch Füllgrad) – nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Logistik-Kennwert für die Bedarfsdeckung aus Lagerbestand. Dient als zentraler Auslöser für die Routenplanung.
Snack- oder Getränkeautomat mit durchgehender, meist LED-hinterleuchteter Glasfront, hinter der die gesamte Ware sichtbar präsentiert wird. Warenausgabe über Wendel- oder Liftsysteme statt geschlossenem Fach; häufig mit Touchscreen für Produktinfos statt physischer Auswahltasten kombiniert.
Global Warming Potential: Maßzahl für das Treibhauspotenzial einer Substanz relativ zu CO₂ (GWP = 1) über einen festgelegten Zeithorizont, meist 100 Jahre. Die EU-F-Gase-Verordnung verbietet für hermetisch geschlossene gewerbliche Kühlgeräte — also auch Kühlautomaten — bereits seit 2022 den Einsatz von Kältemitteln mit GWP ≥ 150 bei Neugeräten, was R290 (Propan, GWP 3) zum De-facto-Standard gemacht hat.
Hazard Analysis and Critical Control Points — vom Codex Alimentarius standardisiertes Risikomanagementsystem für lebensmittelführende Automaten, das die EU-Verordnung (EG) Nr. 852/2004 für alle Lebensmittelunternehmer verbindlich vorschreibt. Betrifft Automatenbetreiber insbesondere bei Frischmilch-, Frische- und Heißgetränkesystemen.
Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und automatisiert geprüft. Eine menschliche Prüfung vor Veröffentlichung ist nicht dokumentiert. HACCP ist ein vorbeugendes Eigenkontrollsystem, mit dem Lebensmittelunternehmen biologische, chemische und physikalische Gefahren erkennen, überwachen und durch dokumentierte Maßnahmen beherrschen. Für Automatenbetreiber übersetzt es Hygieneanforderungen in konkrete Abläufe für Warenannahme, Kühlung, Reinigung, Wartung und Störfälle.
Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und automatisiert geprüft. Eine menschliche Prüfung vor Veröffentlichung ist nicht dokumentiert. Ideen sind noch nicht umgesetzte Vorschläge für neue oder verbesserte Produkte, Abläufe, Services oder Geschäftsmodelle. Im Automatenbetrieb werden sie erst dann zu Innovationen, wenn sie geprüft, umgesetzt und mit einem messbaren Nutzen verbunden werden.
Heißgetränkeautomat, der lösliches Kaffee-, Milch- und Kakaopulver direkt im Wasser auflöst statt Bohnen zu mahlen und zu brühen. Geringerer Wartungsaufwand und schnellere Ausgabe, aber niedrigeres Geschmacksniveau als bei Frischbrühsystemen.
Cloud-Backend, das Echtzeit-Gerätedaten (Verkäufe, Temperaturen, Füllstände, Störungen) vernetzter Automaten sammelt, normalisiert und auswertet – Basis für Predictive Maintenance, Routenoptimierung und KPI-Reporting. Herstellerspezifisch (z. B. WMF CoffeeConnect) oder herstellerunabhängig (z. B. Nayax, Cantaloupe).
Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und automatisiert geprüft. Eine menschliche Prüfung vor Veröffentlichung ist nicht dokumentiert. Die IP-Schutzart nach IEC 60529 beschreibt den Schutz, den ein Gehäuse gegen Berührung, feste Fremdkörper und Wasser bietet. Die erste Ziffer steht für Fremdkörper- und Berührungsschutz, die zweite für den Wasserschutz.
Die verdichtete, ausgelaugte Kaffeemehl-Scheibe, die eine Brühgruppe nach jedem Brühvorgang aus dem Sieb auswirft. Seine Beschaffenheit — fest und trocken oder nass und krümelig — ist der einfachste sichtbare Indikator dafür, ob Mahlgrad, Dosierung und Brühdruck der Maschine zusammenpassen.
Gerät, das den gesamten Kaffeezubereitungsprozess automatisiert ausführt: Bohnen mahlen, dosieren, mit Druck brühen und ausgeben. Im Vending-Kontext durchgängig als unbeaufsichtigter Selbstbediener ausgelegt.
Einbringen von CO₂ unter Druck in gekühltes Wasser zur Erzeugung von Kohlensäure. POU-Dispenser beziehen das Gas aus Wechselzylindern (typisch 425 g bis 10 kg); ab bestimmten Mengen gelten für den Aufstellraum Vorgaben zu Belüftung und Gaswarnung.
Vending-Automat, der mehrere Warengruppen — meist gekühlte Getränke und Snacks, teils auch Frischeprodukte — in einem Gehäuse mit gemeinsamem Bezahlsystem kombiniert. Spart Stellfläche und Anschlüsse gegenüber getrennten Geräten.
Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitenden (seit 1. Januar 2024) dazu, Menschenrechts- und Umweltrisiken entlang ihrer Lieferkette zu identifizieren, zu bewerten und zu dokumentieren. Eine Gesetzesnovelle zur Entschärfung – unter anderem Wegfall der jährlichen Berichtspflicht – befand sich Stand September 2026 im Bundestag in der Ausschussberatung; für Vending-Operator ist das Gesetz meist nur mittelbar über Lieferantenfragebögen von Röstereien und Großhändlern relevant.
Lebensmittelinformationsverordnung — Verordnung (EU) Nr. 1169/2011: EU-weit unmittelbar geltendes Recht seit dem 13. Dezember 2014, verpflichtet zur Kennzeichnung von Zutaten, den 14 Hauptallergenen (Anhang II), Nährwerten und Herkunft. Am unbedienten Automaten erfolgt das über Aushang, Display oder QR-Code statt auf der Einzelverpackung — geregelt über die nationale Durchführungsverordnung LMIDV.
Schließfach-System für die sichere, zeitversetzte Warenübergabe — vom Paket bis zum vorbestellten Medikament. Jedes Fach wird einzeln elektronisch verriegelt und per PIN, QR-Code, App oder NFC-/RFID-Karte freigegeben; verbreitet in Apotheken, Kliniken, Industriebetrieben und im Paket-Self-Service.
Multi-Drop Bus — der seit den 1990er-Jahren etablierte serielle Standardbus zwischen Automatensteuerung und Peripherie wie Münzwechsler, Banknotenleser oder Kartenterminal, gepflegt von der NAMA. Ermöglicht die herstellerunabhängige Kombination von Automat und Zahlungstechnik.
Aktuelle MDB-Protokollversion, am 22. August 2019 von der NAMA veröffentlicht, mit überarbeiteten Cashless-Befehlen für Remote Vend, Teil-Rückbuchungen und Coupon-Unterstützung. De-facto-Standard in europäischen Vending-Operationen.
Preislogik, bei der ein Automat je Schacht, Uhrzeit oder Nutzergruppe unterschiedliche Preise abrechnet — etwa subventionierte Mitarbeiterpreise per Ausweis oder zentral ferngesteuerte Preisänderungen ohne Vor-Ort-Termin.
Wiederverwendbares Bechersystem für Heißgetränkeautomaten: Kunden nutzen ein mitgebrachtes Gefäß oder ein Pfand-Depotsystem wie RECUP. Für öffentlich zugängliche Automaten schreibt § 33 VerpackG seit 2023 ein Mehrwegangebot vor; das Einwegkunststofffondsgesetz verteuert Einwegbecher seit 2024 zusätzlich für deren Hersteller.
Personalfreier Mini-Convenience-Store mit offenen Regalen und Kühlung, abgerechnet per Self-Checkout-Kiosk oder App — statt physischer Sperren setzt das Konzept auf Vertrauen und Überwachung. Wächst laut EVA-Marktdaten spürbar langsamer als das benachbarte Smart-Fridge-Konzept.
Baugruppe zur Milchaufbereitung im Getränkeautomaten: Instant-Pulver, gekühlte Frischmilch oder ein Dual-Milk-System mit zwei parallelen Behältern. Bestimmt Getränkequalität und Reinigungsaufwand maßgeblich und zählt bei Frischesortimenten zu den größten laufenden Kostentreibern.
Bezahlmodul, das eingeworfene Münzen prüft, in Röhren einzieht und aus denselben Röhren das Wechselgeld ausgibt. Meist per MDB an die Automatensteuerung angebunden — und trotz wachsendem Cashless-Anteil weiterhin eine der häufigsten Ausfallursachen ohne Warenbezug.
Israelischer Anbieter von Cashless-Bezahlterminals und einer Cloud-Management-Plattform für unbeaufsichtigten Verkauf, seit September 2022 zusätzlich zur Tel Aviv Stock Exchange an der Nasdaq notiert (NYAX). Terminals werden häufig per MDB nachträglich in Bestandsautomaten integriert.
Near Field Communication — kontaktloser Funkstandard auf 13,56 MHz mit einer praktischen Reichweite von wenigen Zentimetern. Grundlage für Tap-to-Pay mit Karte, Smartphone oder Mitarbeiterausweis am Cashless-Terminal des Automaten.
Offenes Zahlungssystem am Automaten, das gängige Zahlungsmittel ohne vorherige Registrierung akzeptiert — girocard, Debit-/Kreditkarte, NFC-Wallets wie Apple Pay oder Google Pay. Gegenstück zum geräte- oder betreibergebundenen Closed-Loop-System. In Europa inzwischen der De-facto-Standard im Vending.
Dienstleister, der Automaten aufstellt, befüllt, wartet und abrechnet und dabei das unternehmerische Risiko trägt — im Unterschied zum Eigenbetrieb durch den Standortinhaber. In Deutschland ein Markt mit über 1.000 überwiegend mittelständischen Betrieben.
Zeitraum, in dem ein Automat durch Störung, leere Bestände, fehlendes Wechselgeld oder eine gestörte Zahlungsverbindung nicht verkaufen kann. Wirkt sich direkt auf Umsatz und Standortbeziehung aus; branchenübliche Zielwerte für die Geräteverfügbarkeit liegen bei rund 98–99 %.
Reverse Vending Machine — Rücknahmeautomat, der Einweg- und Mehrweggebinde erkennt, entwertet oder sortiert und den Pfandbetrag als Bon auszahlt. Für Einweggebinde im DPG-System durchläuft jeder Gerätetyp eine eigene, zeitlich befristete Zertifizierung.
Rechtsrahmen zur Einweg- und Mehrwegpfandpflicht in Deutschland, seit 2019 im Verpackungsgesetz (§ 31 VerpackG) statt in einer eigenen Verordnung geregelt. Die Einwegpfandpflicht wurde 2022 auf nahezu alle Kunststoffflaschen und Dosen und 2024 auf Milch- und Milchmischgetränke in Einweg-Kunststoffflaschen ausgeweitet.
Verbindlicher Bestückungsplan eines Automaten: welches Produkt in welchem Schacht bzw. auf welcher Spirale liegt, in welcher Menge und zu welchem Preis. Grundlage für Disposition, Nachfüllung und den Vergleich der Abverkaufszahlen zwischen Standorten.
Point-of-Use: Wasserspender mit integrierter Filtration, der direkt an die Trinkwasserleitung angeschlossen wird und stilles, medium und sprudelndes sowie oft heißes Wasser liefert. Kein Flaschentransport, kein Pfand — aber Teil der meldepflichtigen Trinkwasserinstallation.
Vorausschauende Wartung: Telemetrie- und Sensordaten werden ausgewertet, um Ausfälle zu prognostizieren und Wartungstermine bedarfsgerecht zu planen — statt nach festen Intervallen. In der Praxis 2026 überwiegt regelbasierte Anomalieerkennung (Vibration, Temperaturdrift); vollwertige ML-Vorhersagemodelle rechnen sich meist erst bei sehr großen, datenreichen Flotten.
Vorauszahlungsmodell für Automaten- und Kantinen-Zahlungssysteme: Der Nutzer lädt Guthaben auf ein digitales Konto – verknüpft mit Karte, Wristband oder NFC-Token – statt es auf einem Chip zu speichern. Das erlaubt Kartensperrung mit Guthabenrettung, zentrale Zuschusslogik und Auswertung je Kostenstelle.
Kältemittel Propan: extrem niedriges Treibhauspotenzial, da als Naturkältemittel nicht von der EU-F-Gase-Verordnung erfasst. Ersetzt in Kühlautomaten und Smart Fridges zunehmend klimaschädliche HFKW, verlangt wegen der Brennbarkeit (Sicherheitsklasse A3) aber besondere Auslegung und Wartung.
Retrograde Verkeimung bezeichnet die Rückwanderung von Mikroorganismen aus der Zapfstelle (Düse oder Hahn) entgegen der Fließrichtung in das Innere eines Wasserspenders oder einer Trinkwasser-Installation. Auslöser sind Kapillarkräfte, Unterdruckeffekte und Tropfenrückstand nach dem Zapfvorgang, durch die Keime aus der Umgebungsluft oder von kontaminierten Oberflächen in den Leitungsweg oder Vorratsbehälter gelangen.
Geplante Besuchsabfolge eines Service-Technikers für mehrere Automaten-Standorte. Die zentrale Kostengröße im Automatengeschäft: Fahrt- und Standzeit fallen unabhängig vom Umsatz je Gerät an. VMS-Systeme können Routen statisch nach Kalender oder dynamisch anhand gemeldeter Füllstände planen.
Indirekte Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette eines Unternehmens (vor- und nachgelagert), abzugrenzen von direkten Scope-1- und energiebedingten Scope-2-Emissionen. Automaten und ihre Befülllogistik fallen für den Standortinhaber typischerweise unter Scope 3, Kategorie 1 (eingekaufte Waren/Dienstleistungen); berichtspflichtige Unternehmen müssen wesentliche Scope-3-Emissionen unter den ESRS-Standards der CSRD offenlegen.
Ein Secret-Pack-Automat verkauft versiegelte Überraschungspakete, deren konkreter Inhalt beim Kauf nicht vollständig bekannt ist. Der Begriff beschreibt die Verkaufsform, nicht automatisch eine bestimmte rechtliche Kategorie: Ob ein Modell als Warenverkauf oder als Glücksspiel im Sinne von § 3 GlüStV 2021 einzuordnen ist, hängt von Entgelt, Zufallsmechanik und einer echten Gewinnchance im Einzelfall ab.
Festgelegter Zeitabstand zwischen Besuchen eines Technikers oder Fahrers an einem Automaten — zum Nachfüllen, Reinigen oder wegen gesetzlich vorgeschriebener Hygienevorgaben. Nachfüllintervalle richten sich nach dem Absatz, Hygieneintervalle nach der EU-Lebensmittelhygiene-Verordnung (EG) 852/2004 unabhängig vom Umsatz. IoT-Plattformen ersetzen feste Kalenderintervalle zunehmend durch bedarfsgerechte, telemetriegestützte Wartung (Predictive Maintenance).
Deutscher Hersteller von Verkaufsautomaten und Leergutrücknahmeautomaten (RVM) mit Sitz in Herrieden (Mittelfranken, Bayern); die Unternehmensgeschichte reicht bis 1886 zurück. Im RVM-Segment ist der norwegische Konzern Tomra international führend, Sielaff positioniert sich im deutschsprachigen Raum als etablierter Mittelstandsanbieter mit kurzen Servicewegen.
Sensor- oder kameragestützter Kühlschrank für Grab-and-Go: Nach vorheriger Autorisierung öffnet sich die Tür, der Automat erkennt die entnommenen Artikel selbstständig und rechnet erst beim Schließen ab.
Klassischer Snack-Verkaufsautomat, bei dem Produkte auf rotierenden Metall- oder Kunststoffwendeln (Coils) liegen und durch eine Umdrehung der Wendel ausgegeben werden. Seit Jahrzehnten der günstigste und wartungsärmste Automatentyp; Industriestandard für Riegel, Chips und Flaschen in öffentlichen Bereichen.
Umsatzbeteiligung oder Pauschale, die ein Operator dem Standortgeber für die Aufstellfläche eines Automaten zahlt. In der Branche kursieren für die prozentuale Variante Bandbreiten von rund 5–20 % des Nettoumsatzes, in stark frequentierten oder exklusiven Lagen mitunter mehr; alternativ eine feste monatliche Pauschale statt Umsatzbeteiligung. Die Höhe ist Verhandlungssache und hängt von Frequenz, Exklusivität und Vertragslaufzeit ab.
Erwartete tägliche Bezugsmenge an einem Heißgetränkeautomaten — die zentrale Auslegungsgröße für Mahlwerk, Boiler-Leistung, Wasser-/Bohnenbehälter und die Frage, ob ein zweites Gerät nötig ist.
Total Cost of Ownership: Summe aller Kosten eines Automaten über seine gesamte Nutzungsdauer — Anschaffung oder Leasing, Energie, Verbrauchsmaterial, Wartung, Ausfallzeiten und Entsorgung abzüglich Restwert. Entscheidend für den Modellvergleich, weil ein günstigerer Anschaffungspreis über mehrere Jahre durch höhere Verbrauchs- oder Servicekosten mehr als ausgeglichen werden kann.
TCO steht für Total Cost of Ownership und beschreibt die gesamten Kosten eines Automaten über Anschaffung, Nutzung, Wartung und Entsorgung. Für Betreiber ist TCO aussagekräftiger als der reine Kaufpreis, weil auch laufende und spätere Kosten sichtbar werden.
Fernüberwachung von Automaten über Mobilfunk oder LAN: Füllstände, Störungen, Temperatur und Umsätze laufen laufend im Backend zusammen. Reduziert Leerfahrten und verkürzt Reaktionszeiten bei Störungen.
Durchlauferhitzer-System in Kaffeemaschinen: Wasser wird beim Durchfließen eines beheizten Metallblocks auf Brühtemperatur gebracht, statt wie beim Boiler dauerhaft vorgehalten zu werden. Vorteil: kurze Bereitschaftszeit und geringerer Stand-by-Verbrauch.
Norwegischer Hersteller von Leergutrücknahmeautomaten (Reverse Vending Machines) mit einem in Marktanalysen geschätzten Marktanteil von rund 90 % in Europa. Prägt mit seiner Erkennungstechnik die Pfandlogistik im deutschen Einzelhandel.
Trinkwasserverordnung (TrinkwV): setzt die EU-Trinkwasserrichtlinie (EU) 2020/2184 um und legt Grenzwerte für Keime, Schadstoffe und chemische Parameter in Trinkwasser fest. Die zweite Novelle trat am 24. Juni 2023 in Kraft und führte erstmals verbindliche PFAS-Grenzwerte ein; für POU-Wasserspender mit Festwasseranschluss gelten Betreiber ab dem Anschlusspunkt in der Nachweispflicht für Filterwechsel und Hygienekontrolle.
Wasserfiltertechnik, die Leitungswasser unter Druck durch eine halbdurchlässige Membran presst und dabei gelöste Salze, Schwermetalle und die meisten Keime zurückhält — die weitestgehende Aufbereitungsstufe im Gerätebau. Kleinanlagen für POU-Dispenser arbeiten meist mit 4–8 bar, gewerbliche Anlagen mit 10–15 bar Betriebsdruck; das sehr reine, mineralarme Ergebnis wird für Trink- und Kaffeewasser in der Regel remineralisiert.
Verpackungsgesetz (gültig seit 2019, löste die bisherige Verpackungsverordnung ab, mehrfach novelliert): Hersteller und Erstinverkehrbringer befüllter Verpackungen müssen sich im Verpackungsregister LUCID registrieren und sich an einem dualen System beteiligen. Betrifft Automatenbetreiber, sobald sie Ware selbst konfektionieren oder verpackte Ware in Verkehr bringen.
Die Verpackungssteuer ist eine kommunale Abgabe auf Einwegverpackungen für Speisen und Getränke zum Mitnehmen, die einzelne deutsche Städte seit 2022 eigenständig erheben. Steuerpflichtig ist der Betreiber, der die Einwegverpackung erstmalig ausgibt – bei Tübingen etwa gestaffelt nach Becher (0,50 €), Geschirr (0,50 €) und Besteck (0,20 €); Mehrwegbehälter sind in allen bisher verabschiedeten Satzungen ausdrücklich befreit.
Vending Management System: Software-Plattform zur zentralen Verwaltung einer Automatenflotte – von Telemetrie und Verkaufsstatistik über Routenplanung bis Fernpreissteuerung. Marktprägend sind laut Branchenpresse u. a. Cantaloupe (USA) und Nayax (Israel, seit 2005), daneben herstellergebundene und europäische Anbieter.
Maß für den Calcium- und Magnesiumgehalt (Erdalkaliionen) im Leitungswasser, in Deutschland meist in Grad deutscher Härte (°dH) angegeben. Nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz gelten drei Härtebereiche: weich <8,4 °dH, mittel 8,4–14 °dH, hart >14 °dH. Hohe Werte beschleunigen Kalkablagerungen in Boiler und Thermoblock und verkürzen Entkalkungsintervalle — der aktuelle Wert steht im jährlichen Trinkwasserbericht des örtlichen Versorgers.
Marke von SEB Professional (Groupe SEB) für professionelle Kaffeevollautomaten; Entwicklung und Fertigung sind am Stammsitz Geislingen an der Steige gebündelt. Digitale Plattform WMF CoffeeConnect für Fernwartung und Monitoring; bekannte Modelle sind WMF 1500 S+, WMF 5000 S+ und WMF 9000 S+.