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Betrieb

Tassen pro Tag

Begriff aus dem Vending-Glossar

Erwartete tägliche Bezugsmenge an einem Heißgetränkeautomaten — die zentrale Auslegungsgröße für Mahlwerk, Boiler-Leistung, Wasser-/Bohnenbehälter und die Frage, ob ein zweites Gerät nötig ist.

Warum die Tassenzahl die Geräteklasse bestimmt

Hersteller staffeln ihre Kaffeevollautomaten-Baureihen konsequent nach empfohlener Tagesleistung: Einstiegsgeräte für Kleinbüros sind auf rund 50 Tassen/Tag ausgelegt, mittlere Gastro-Geräte auf 80 bis 150 Tassen/Tag, Hochleistungsmaschinen für Kantinen, Kliniken oder Self-Service-Bereiche auf 250 Tassen/Tag und mehr. Diese Herstellerangaben sind keine reine Marketingzahl, sondern beziehen sich auf die nach DIN 18873-2 (Energieverbrauch und Ausbringungsleistung gewerblicher Heißgetränkebereiter) gemessene Leistung. Dieselbe Normreihe bildet auch die Basis für die Energieverbrauchskennzeichnung, die beim Gerätevergleich neben der Tassenleistung zunehmend mitentscheidet. Die Norm unterscheidet zwischen der theoretischen Stundenleistung bei Einzel- und bei Parallelbezug — ein Gerät der Franke-A300-Klasse erreicht laut Werksdatenblatt rechnerisch bis zu 163 Espressi pro Stunde im Parallelbetrieb, was für die empfohlene Tagesleistung von rund 80 Tassen einen deutlichen Sicherheitspuffer für Stoßzeiten lässt.

Spitzenlast statt Tagesmittel

Entscheidend für die richtige Geräteauswahl ist nicht die Tagessumme, sondern die Verteilung über den Tag. Ein Standort mit 200 Tassen/Tag, von denen 80 zwischen 8:30 und 9:00 Uhr abgerufen werden, stellt andere Anforderungen als einer mit derselben Tagessumme, aber gleichmäßiger Nachfrage über acht Stunden. Wer nur den Tagesdurchschnitt zugrunde legt, kauft häufig ein Gerät, das auf dem Papier passt, aber morgens eine Warteschlange vor Brühgruppe und Boiler erzeugt, weil dessen Regenerationszeit zwischen zwei Bezügen nicht mithält.

Auswirkungen auf Wartung und Kalkulation

Die erwartete Tassenzahl bestimmt nicht nur die Anschaffung, sondern auch laufende Kosten: Serviceintervalle für Entkalkung, Brühgruppenreinigung und Verschleißteile geben Hersteller meist in bezogenen Tassen an, nicht in Kalendermonaten — ein Gerät mit doppelter Tagesleistung erreicht sein Wartungsintervall entsprechend doppelt so schnell. Für die Tassenpreiskalkulation ist die erwartete Tassenzahl zugleich die Bezugsgröße, über die sich Fixkosten wie Miete, Standortprovision und Abschreibung auf den Einzelbezug umlegen: Bei niedriger Auslastung verteilen sich dieselben Fixkosten auf weniger Tassen, was den kalkulatorischen Tassenpreis überproportional steigen lässt, sobald die tatsächliche Frequenz die Prognose verfehlt.

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Quellen & Weiterführendes

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Bean-to-CupKaffeevollautomat-Bauart, die ganze Bohnen unmittelbar vor der Zubereitung frisch mahlt und in der Brühgruppe unter Druck extrahiert. Liefert im Automatensegment die höchste erreichbare Tassenqualität, verlangt dafür aber eine aufwendigere Wartung als Instant- oder Frischbrühsysteme.MilchsystemBaugruppe zur Milchaufbereitung im Getränkeautomaten: Instant-Pulver, gekühlte Frischmilch oder ein Dual-Milk-System mit zwei parallelen Behältern. Bestimmt Getränkequalität und Reinigungsaufwand maßgeblich und zählt bei Frischesortimenten zu den größten laufenden Kostentreibern.KaffeevollautomatGerät, das den gesamten Kaffeezubereitungsprozess automatisiert ausführt: Bohnen mahlen, dosieren, mit Druck brühen und ausgeben. Im Vending-Kontext durchgängig als unbeaufsichtigter Selbstbediener ausgelegt.BrühgruppeZentrales Bauteil des Kaffeevollautomaten: verdichtet Kaffeemehl zu einem Puck und presst Heißwasser mit geregeltem Druck von rund 9 bar hindurch, bevor der Trester automatisch ausgeworfen wird. Je nach Bauart herausnehmbar oder fest verbaut.DurchsatzAnzahl der Verkäufe (Bezüge) eines Automaten pro Zeiteinheit — Stunde oder Tag. Bürogeräte für Heißgetränke schaffen laut Herstellerangaben meist 30–80 Tassen pro Tag, Hochleistungsgeräte für stark frequentierte Standorte 200–250 Tassen pro Stunde. Der Wert ist maßgeblich für die Maschinenklassenwahl und die Wirtschaftlichkeitsberechnung — ein zu kleines Gerät für den tatsächlichen Bedarf führt zu Dauerlast und vorzeitigem Verschleiß.

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