Maschinentypen
Kombiautomat
Begriff aus dem Vending-Glossar
Vending-Automat, der mehrere Warengruppen — meist gekühlte Getränke und Snacks, teils auch Frischeprodukte — in einem Gehäuse mit gemeinsamem Bezahlsystem kombiniert. Spart Stellfläche und Anschlüsse gegenüber getrennten Geräten.
Definition und Bauform
Nach der Definition des europäischen Branchenverbands EVA (European Vending & Coffee Service Association) ist eine Kombi-Maschine ein Spiral- oder Bandautomat, der mehr als eine Warengruppe verkauft — in der Regel gekühlte Getränke zusammen mit Snacks, teils ergänzt um Frischeprodukte wie belegte Brötchen. Technisch teilen sich die Warengruppen dabei das Gehäuse, aber nicht zwingend dieselbe Klimazone: Der Getränke- und Kühlbereich muss unabhängig vom trockenen Snackfach temperiert werden, was höhere Anforderungen an Isolierung und Kältetechnik stellt als bei einem reinen Snackautomaten.
Wirtschaftlichkeit gegenüber getrennten Geräten
Ein Stellplatz, ein Stromanschluss, ein Bezahlterminal, eine Servicefahrt: Für Standorte mit begrenzter Fläche oder überschaubarer Nutzerzahl ist der Kombiautomat gegenüber zwei separaten Geräten die kapitalsparendere Lösung. Der Kompromiss liegt in der Kapazität je Warengruppe — wer beides in einem Gehäuse unterbringt, hat von jedem Segment weniger Fächer und muss bei der Bestückung über das Planogramm entscheiden, welche Seite die stärkere Nachfrage bedient. Oberhalb einer gewissen Standortfrequenz kippt die Rechnung deshalb zugunsten getrennter Geräte mit jeweils höherer Fachtiefe und geringerer Out-of-Service-Quote je Artikel.
Energieeffizienz des Kühlteils
Für den gekühlten Teil eines Kombiautomaten gilt dieselbe europäische Regulierung wie für reine Kaltgetränkeautomaten: die CENELEC-Norm EN 50597 (baugleich mit IEC 63252) zur Messung des Energieverbrauchs gekühlter Verkaufsautomaten, gepflegt vom Branchenverband EVA gemeinsam mit CEN/CENELEC. Sie bildet die Grundlage für Effizienzangaben, an denen sich Betreiber bei der Beschaffung orientieren können — ein Faktor, der bei kombinierten Geräten wegen der geteilten Kühlfläche und häufigerer Türöffnungen (Zugriff auf beide Warengruppen im selben Gehäuse) stärker ins Gewicht fällt als bei einem reinen Kühlautomaten.