Branche
WMF Professional Coffee Machines
Begriff aus dem Vending-Glossar
Marke von SEB Professional (Groupe SEB) für professionelle Kaffeevollautomaten; Entwicklung und Fertigung sind am Stammsitz Geislingen an der Steige gebündelt. Digitale Plattform WMF CoffeeConnect für Fernwartung und Monitoring; bekannte Modelle sind WMF 1500 S+, WMF 5000 S+ und WMF 9000 S+.
Unternehmen
Die Württembergische Metallwarenfabrik (WMF) wurde 1853 in Geislingen an der Steige gegründet und war um 1900 zeitweise der weltgrößte Hersteller von Haushaltsmetallwaren. Das Geschäft mit gewerblichen Kaffeemaschinen — für Restaurants, Kantinen und später auch Kreuzfahrtschiffe — entstand 1955. Nach der Übernahme durch die Private-Equity-Gesellschaft KKR 2012 kaufte die französische Groupe SEB das Unternehmen 2016; seither firmiert die Kaffeemaschinen-Sparte als WMF Professional Coffee Machines, eine Marke von SEB Professional. Schwestermarken im selben Konzernbereich sind u. a. Schaerer, Curtis, La San Marco und Zummo — WMF gehört damit zu Groupe SEB und nicht, wie mitunter behauptet, zur Electrolux Professional Group.
Produktportfolio & Technologie
Entwicklung, Fertigung, Einkauf, Vertrieb und Logistik sind laut Unternehmensangaben am Standort Geislingen gebündelt. Das Modellprogramm reicht vom kompakten Einstiegsgerät WMF 1100 S (rund 80 Tassen Tageskapazität) über die 1300 S und 1500 S+ bis zu den Hochleistungsmodellen 5000 S+ und 9000 S+ mit bis zu 350 Tassen pro Tag; ergänzend gibt es mit der WMF 1500 F ein Filterkaffeegerät. Eigene Technologien wie Plug & Clean (automatisierte Reinigung), SteamJet und ein Frischmilchsystem sollen Wartungsaufwand und Geschmackskonsistenz verbessern. Für Fernwartung und Monitoring bietet WMF die digitale Plattform CoffeeConnect an.
Relevanz für Betreiber
Im gewerblichen Markt gilt WMF als einer der bekanntesten Hersteller professioneller Kaffeevollautomaten im deutschsprachigen Raum, mit Schwerpunkt auf Geräten der mittleren und oberen Leistungsklasse. Für die Beurteilung im Betrieb sind zwei Punkte wichtiger als die Modellbezeichnung: die Verfügbarkeit von Vor-Ort-Service in der jeweiligen Region und die Frage, wie lange Ersatzteile für eine Baureihe geführt werden. Nach dem Wechsel der Konzernzugehörigkeit von KKR zu Groupe SEB lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die aktuelle Ersatzteil- und Servicestruktur vor Ort, da sich Vertriebs- und Servicewege bei Markenwechseln erfahrungsgemäß verschieben können.