Branche
Franke Coffee Systems
Begriff aus dem Vending-Glossar
Schweizer Marke der Franke Gruppe (Sitz Aarburg, im Mehrheitsbesitz der Unternehmerfamilie Pieper über die Artemis Group) für professionelle Kaffeevollautomaten im Premiumsegment. IoT-Plattform FrankeConnect für Fernwartung und zentrales Rezeptmanagement; seit Oktober 2025 neue Gerätegeneration „New A Line“ (A600, A800).
Unternehmen
Die Franke Gruppe wurde 1911 von Hermann Franke in Rorschach (Schweiz) als Blechverarbeitungsbetrieb gegründet und siedelte in den 1930er-Jahren nach Aarburg um, wo bis heute der Sitz der Sparte Coffee Systems liegt. Mehrheitseigner ist die Unternehmerfamilie Pieper über die Beteiligungsgesellschaft Artemis Group (Michael Pieper). Neben Coffee Systems umfasst der Konzern die Sparten Home Solutions (Küchentechnik), Foodservice Systems und Water Solutions, mit rund 70 Gesellschaften weltweit.
Produktportfolio & Technologie
Im Oktober 2025 stellte Franke Coffee Systems mit der New A Line eine neue Gerätegeneration vor: Der A600 ist für Selbstbedienung und bedienten Betrieb ausgelegt (8-Zoll-Touchscreen), der A800 ergänzt dies um parallele Getränkeausgabe über einen Dreifach-Boiler für Hochvolumen-Standorte (10,4-Zoll-Touchscreen, gleichzeitige Espresso-, Milchschaum- und Teezubereitung). Beide Geräte nutzen die patentierte Extraktionstechnologie iQFlow, die die Extraktionskurve laufend regelt, sowie FoamMaster für die Milchschaumbereitung. Daneben führte Franke mit Mytico eine neue Produktlinie außerhalb des klassischen Vollautomaten-Formats ein. Die IoT-Plattform FrankeConnect verbindet die Geräte werkseitig mit der Cloud und ermöglicht Fernkonfiguration, Software-Updates sowie zentrales Rezept-, Menü- und Preismanagement über mehrere Standorte hinweg.
Relevanz für Betreiber
Franke positioniert sich im Premiumsegment und ist stark in Systemgastronomie, Hotellerie, Gesundheitswesen und Büro-Vending vertreten. Die Software-Tiefe — zentrale Steuerung von Rezepten, Mahlgrad und Preisen über FrankeConnect — ist im Mehrstandort-Betrieb ein Vorteil, macht aber eine strukturierte Einweisung des Standortpersonals notwendig: Fehlbedienung wirkt sich bei komplexen Geräten stärker auf Ausfallzeiten aus als bei einfacheren Automaten. Der globale Rollout der A600/A800-Reihe erfolgt laut Hersteller schrittweise bis Ende 2026, sodass Vorgängerbaureihen in der Übergangszeit parallel im Feld bleiben — bei einer Neuausschreibung lohnt sich daher die Nachfrage, welche Generation konkret angeboten wird.