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Allensbach-Studie 2025 – Karte schlägt Bargeld
Begriff aus dem Vending-Glossar
Die Allensbach-Studie 2025 zum Zahlungsverhalten ist eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, die erstmals zeigt, dass eine Mehrheit der Deutschen Kartenzahlung oder digitale Zahlmethoden gegenüber Bargeld bevorzugt. Sie markiert den Wendepunkt des deutschen Zahlungsverhaltens und gilt als Referenzdokument für Investitionsentscheidungen über Cashless-Systeme im Automaten- und Einzelhandelssektor.
Was die Studie misst
Das Institut für Demoskopie Allensbach befragte 2025 eine repräsentative Stichprobe der deutschen Bevölkerung zu Zahlgewohnheiten und Präferenzen an der Kasse. Der Befund, der dem Titel den Namen gibt: Erstmals gab eine Mehrheit der Befragten an, beim täglichen Einkauf lieber mit Karte oder digital zu zahlen als mit Bargeld. Damit endet eine Ausnahmestellung Deutschlands, die Ökonomen und Zahlungsdienstleister jahrelang beobachtet hatten.
Historische Einordnung
2021 dokumentierte die Bundesbank-Studie "Zahlungsverhalten in Deutschland" noch einen Bargeldanteil von rund 58 % aller Kassenzahlungen nach Transaktionsstückzahl. Deutschland galt damit als eine der letzten Bargeld-Hochburgen Westeuropas: In Großbritannien und den skandinavischen Ländern hatte Kartenzahlung diesen Schwellenwert bereits 2015 überschritten. Die Allensbach-Erhebung 2025 schließt diese Lücke auf der Präferenzseite. Nicht mehr die tatsächlich ausgeführten Transaktionen, sondern die erklärte Zahlungsvorliebe hat sich gedreht.
Bedeutung für Automaten-Betreiber
Für Vending-Betreiber zieht die Studie eine klare operative Konsequenz nach sich. Wer ausschließlich auf Münzeinwurf setzt, erreicht strukturell nur noch die Minderheit der bevorzugten Zahler. Die Nachrüstung einer MDB-kompatiblen Cashless-Einheit kostet je nach Gerät und Anbieter zwischen 300 und 800 Euro netto. Kontaktloses Bezahlen per NFC und EMV-Chip gilt seit 2025 branchenweit als Mindestausstattung für Neuaufstellungen in Bürogebäuden, Schulen und öffentlichen Einrichtungen. Betreiber, die Standortentscheidungen ausschließlich auf Bargelddaten stützen, unterschätzen das Nachfragepotenzial an Standorten mit jüngerem oder urban geprägtem Publikum.