Design & Aufbau: 330 mm Breite, kein Touchscreen
Mit 330 mm Breite, 530 mm Tiefe und 620 mm Höhe nimmt der Necta Koro Max Prime weniger Stellfläche ein als viele OCS-Tischgeräte in seinem Preissegment. Die 28 kg Gewicht verteilen sich auf ein stabiles Gehäuse, das auf einer Standard-Küchentheke ohne zusätzliche Befestigung sicher steht. Bei Türöffnung ragt das Gerät bis zu 724 mm in die Tiefe; enge Einbauküchen und Unterschrankaufstellungen erfordern eine Vorabmessung.
Das Bedienfeld kombiniert ein 128 × 64 Pixel-Grafik-Display mit Hintergrundbeleuchtung und berührungsempfindliche Wahltasten (Backlit). Einen kapazitiven Touchscreen gibt es nicht. Die resistiven Tasten reagieren auch mit leichten Schutzhandschuhen, was für Servicebetrieb-Umgebungen ein praktischer Nebeneffekt ist. Im reinen Bürokontext wirkt das Display gegenüber neueren OCS-Modellen mit Farbdisplay und kapazitivem Touch technologisch veraltet. Das Grafik-Display reicht für die acht Direktwahlen und Statusanzeigen aus, bietet aber keine mehrsprachige Menüführung oder anpassbare Kachelansichten.
Blaue LED-Beleuchtung an Tür und Ausgabebereich setzt das Gerät dezent in Szene. Das Gehäuse kommt in Standard-Grau-Schwarz ohne Farboptionen oder wechselbare Frontpanels. Für Standorte mit Corporate-Design-Anforderungen bietet das Koro Max Prime keine Anpassbarkeit.
Zwei Varianten stehen zur Wahl: Die Festwasservariante (ES+2IN Festwasser) schließt dauerhaft ans Wassernetz an; Anschlussdruck 0,5 bis 8,5 bar, Gewinde 3/4 Zoll. Die Tankversion (ES+2IN Tankversion) fasst 2,75 Liter und eignet sich für Standorte ohne direkten Wasseranschluss. Bei mehr als 50 Getränken täglich stößt die Tankversion an ihre Befüllungsgrenze und muss mehrfach täglich nachgefüllt werden. Preisunterschied zwischen beiden Varianten in DE: rund 200 Euro netto zugunsten der günstigeren Festwasservariante als Einstieg.
Zur Produktgeneration: Necta listet den Koro Max auf der aktuellen Herstellerwebsite (Stand August 2026) nicht mehr aktiv. Das Gerät entstammt der Evoca-Produktgeneration vor 2020. DE- und AT-Händler wie ECMshop, All4Vending und ATTIA verkaufen noch aus Lagerbestand. Das Gehäusekonzept trägt die für jene Ära typische Kompaktheit auf Kosten moderner Display- und Konnektivitätstechnik.
Für Standorte, die ein schmales Tischgerät mit echter Espressotechnik ohne Designanspruch suchen, erfüllt der Koro Max Prime seinen Zweck. Betreiber mit Anforderungen an moderne Bedienoberflächen, Fernwartung oder langfristige Herstellerunterstützung sollten aktuelle Geräte aus der Evoca-Linie prüfen.



