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|Melitta· Kaffeemaschinen & Systemlösungen

Melitta Cafina XT4

7.3/ 10

Empfehlenswert

Design7.8
Zuverlässigkeit7.4
Bedienbarkeit7.2
Technologie7.0
Kapazität7.0
Preis-Leistung7.5

Bis zu 150 Espresso pro Stunde, 300 mm Aufstellbreite, HACCP-zertifizierte CIP-Reinigung ohne Demontage: Die Melitta Cafina XT4 ist ein professioneller Bean-to-Cup-Kaffeevollautomat für Büros mit 30 bis 80 Mitarbeitern und kleinere Gastrobetriebe, hergestellt von der Cafina AG in der Schweiz als Teil der Melitta Professional Coffee Solutions. Die technischen Kernstärken sind das 75-mm-Scheibenmahlwerk aus Werkzeugstahl, das Variable Pressure System (VPS) mit individuell einstellbarem Brühdruck und die HACCP-zertifizierte Vollreinigung per CIP-Programm, die täglich in ca. 3 Minuten vollautomatisch ohne Demontage abläuft. Schwächen liegen beim fehlenden integrierten Telemetriesystem, dem nicht-berührungsempfindlichen Display im Grundmodell und dem Milchsystem, das als optionales Add-on extra kostet. Standorte mit mehr als 150 Tassen täglich sind mit dem Nachfolgemodell XT6 oder XT8 besser bedient. Basispreis: 3.740 bis 4.500 EUR netto; vollausgestattete Touch-Variante bis zu 9.099 EUR netto. Gesamtnote: 7,3/10.

ab 3.740 €

Richtpreise netto (zzgl. MwSt.), Projektpreise abweichend

  • Münzen, Kontaktlos (NFC)
  • Externer Kühlkanister
  • Bean-to-Cup (Frischbrüher)
  • Vollständig HACCP-konform

Eco-Score

A
B
C
D
E

Kältemittel

R134a / R290

Energieklasse

C

Standby

0,08–0,15 kW

Empfehlung

⚠️ Akzeptabel

Melitta Cafina XT4

Einsatzgebiete

Für welche Standorte sich das Gerät eignet, und für welche nicht.

Ideal

Büro 30–80 Personen

Bis 180 Tassen täglich und vollautomatische CIP-Reinigung passen zum Büroalltag.

Ideal

Hotel & Boutique-Gastronomie

Zwei Bohnenkammern erlauben zwei Sorten gleichzeitig auf 300 mm Breite.

Ideal

Kantine bis 80 Portionen/Tag

Realistischer Dauerbetrieb bis 120 Tassen täglich ohne ungeplante Technikerbesuche.

Bedingt

Kantine 150+ Portionen/Tag

Nachfolgemodell XT6 oder XT8 für mehr als 150 Tassen täglich empfohlen.

Bedingt

Öffentlicher Bereich ohne Betreuung

Kein integriertes Telemetriesystem für unbeaufsichtigten Remote-Betrieb verfügbar.

Nicht geeignet

Großkantine / Messe / Event

❌ Zu geringer Stundendurchsatz bei Spitzenlast über 150 Portionen pro Stunde.

Unsere Bewertung im Detail

6 Achsen, datenbasiert gewichtet.

Netzdiagramm. Melitta Cafina XT4: Design & Aufbau 7,8, Betrieb & Zuverlässigkeit 7,4, Bedienung & UX 7,2, Technik & Funktionen 7,0, Kapazität & Sortiment 7,0, Preis-Leistung 7,5.Design &AufbauBetrieb &ZuverlässigkeitBedienung &UXTechnik &FunktionenKapazität &SortimentPreis-Leistung

Kurzfazit

7,3Gut

Bis zu 150 Espresso pro Stunde, 300 mm Aufstellbreite, HACCP-zertifizierte CIP-Reinigung ohne Demontage: Die Melitta Cafina XT4 ist ein professioneller Bean-to-Cup-Kaffeevollautomat für Büros mit 30 bis 80 Mitarbeitern und kleinere Gastrobetriebe, hergestellt von der Cafina AG in der Schweiz als Teil der Melitta Professional Coffee Solutions. Die technischen Kernstärken sind das 75-mm-Scheibenmahlwerk aus Werkzeugstahl, das Variable Pressure System (VPS) mit individuell einstellbarem Brühdruck und die HACCP-zertifizierte Vollreinigung per CIP-Programm, die täglich in ca. 3 Minuten vollautomatisch ohne Demontage abläuft. Schwächen liegen beim fehlenden integrierten Telemetriesystem, dem nicht-berührungsempfindlichen Display im Grundmodell und dem Milchsystem, das als optionales Add-on extra kostet. Standorte mit mehr als 150 Tassen täglich sind mit dem Nachfolgemodell XT6 oder XT8 besser bedient. Basispreis: 3.740 bis 4.500 EUR netto; vollausgestattete Touch-Variante bis zu 9.099 EUR netto. Gesamtnote: 7,3/10.

Auf einen Blick

Modell
Melitta Cafina XT4
Hersteller
Melitta
Kategorie
Heißgetränkeautomaten
Typ
Kaffeevollautomaten
Preisrahmen
ab 3.740 €
TCO 5 Jahre (ca.)
6.000 €(inkl. Service & Verbrauch)
Gesamtscore
7.3 / 10
Herkunft
Melitta (DE)

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Schweizer Fertigung (Cafina AG): Verarbeitungsqualität und Ersatzteilversorgung über das Melitta-Professional-DACH-Netz.
  • 75-mm-Scheibenmahlwerk aus Werkzeugstahl mit variabler Druckeinstellung (VPS) ab Werk, ohne Aufpreis.
  • Zwei herausnehmbare, spülmaschinenfeste Bohnenbehälter à 1 kg für zwei Kaffeesorten ohne Umbau.
  • CIP-Reinigung vollautomatisch und HACCP-zertifiziert: täglich ca. 3 Minuten ohne Demontage der Brühgruppe.
  • 300 mm Aufstellbreite: für professionelle Bean-to-Cup-Maschinen eine der kompaktesten verfügbaren Bauformen.

Nachteile

  • Kein integriertes Telemetriesystem: Füllstandsüberwachung oder Fernwartung nur über externe Adapter möglich, keine bestätigte kompatible Lösung dokumentiert.
  • Milchsystem ist kein Standard, sondern optionales Add-on: Die Endkonfiguration kann bis zu 9.099 EUR netto kosten.
  • Display im Grundmodell nicht-berührungsempfindlich; der 7-Zoll-Touchscreen kostet die XT4-Touch-Variante extra.

Testbericht

Design & Aufbau: Kompakt aus der Schweiz

300 mm breit, 580 mm tief, 715 mm hoch: Die Cafina XT4 passt auf Theken und in Nischen, in die ein Gerät mit dem üblichen 400-mm-Standardmaß nicht mehr hineinpasst. Die Produktion erfolgt bei der Cafina AG in der Schweiz, einer Tochtergesellschaft der Melitta Professional Coffee Solutions (Melitta SE & Co. KGaA, Minden). Das schlägt sich in der Verarbeitungsqualität nieder: Gehäuse und tragende Teile aus Edelstahl, Ausgabeeinheit aus Zinkdruckguss, saubere Spaltmaße, keine Klappergeräusche. Das Gewicht liegt nach Händlerangaben bei ca. 48 kg; eine verifizierte Herstellerangabe fehlt in der offiziellen Broschüre.

Zwei herausnehmbare Bohnenbehälter à 1 kg fassen je eine Kaffeesorte. Beide sind spülmaschinenfest und lassen sich ohne Werkzeug entnehmen, was den Tausch bei Befüllvorgängen auf unter 30 Sekunden reduziert. Der separate Instantbehälter für Kakao oder Milchpulver fasst 1,3 kg und ist ebenfalls spülmaschinenfest. Der Ausgabekanal ist stufenlos zwischen 70 und 185 mm verstellbar; damit passen Espressotassen (ca. 60 mm Höhe) ebenso wie Thermobecher bis 500 ml problemlos unter den Auslauf.

Optisch hält die XT4 einen neutralen, sachlichen Stil ohne Farbakzente oder aufwändiges Gehäusedesign. Das wirkt im Büro- und Kantinen-Kontext seriös, kann in Premium-Gastro-Umgebungen aber als nüchtern wahrgenommen werden. Das Grundmodell kommt mit einem grafikfähigen Display und Drucktasten. Wer einen 7-Zoll-Farbtouchscreen möchte, wählt die XT4-Touch-Variante; diese hat denselben technischen Kern, aber ein moderneres Bedienpanel, das für ein B2C-gewohntes Nutzerumfeld intuitiver wirkt.

Design & Aufbau: Kompakt aus der Schweiz

Der Wasseranschluss erfolgt über G-3/4"-Außengewinde. Der Mindestleitungsdruck liegt bei 2,5 bar, der maximal zulässige bei 6,0 bar; bei Hausinstallationen mit höherem Druck ist ein Druckminderer Pflicht. Der Abwasseranschluss erfordert mindestens DN 25 (NW 1") mit belüftetem Siphon. Steckerseitig ist eine abgesicherte 16-A-Leitung erforderlich; bei älteren Installationen mit 10-A-Sicherungen ist vorab eine Elektrofachkraft hinzuzuziehen.

Für Standorte mit eingeschränkter Einbausituation ist die XT4 eine der wenigen professionellen Bean-to-Cup-Maschinen, die unter 350 mm Breite bleiben. Vergleichbare Geräte aus dem WMF- oder Franke-Sortiment beginnen typischerweise bei 350 bis 380 mm; das macht die XT4 für Thekeninseln, Nischenlösungen und Sonderaufbauten besonders relevant. Die Produktionsstätte in der Schweiz (Cafina AG) gibt dem Gerät einen nachvollziehbaren Qualitätsanker: Alle Ersatzteile laufen über das Cafina-Servicenetz und das Melitta-Professional-DACH-Vertriebsnetz, nicht über einen anonymen OEM-Kanal.

Mahlwerk, Brühsystem und Funktionsumfang

75-mm-Scheibenmahlwerk aus Werkzeugstahl, Variable Pressure System, HACCP-Zertifizierung: Technisch setzt die Cafina XT4 auf Komponenten, die auch in teureren Systemen zu finden sind. Das Scheibenmahlwerk mit 75 mm Durchmesser ist größer als das in vielen Office-Vollautomaten übliche 55-mm-Kegelmahlwerk. Größere Scheiben bedeuten bei gleicher Drehzahl eine höhere Flächenleistung und weniger Wärmeentwicklung beim Mahlvorgang, was sich positiv auf die Aromaintegrität auswirkt. Als Material setzt Cafina auf Werkzeugstahl, nicht auf Keramik. Werkzeugstahl ist robuster bei kurzen Stoßbelastungen; er verschleißt bei Dauerbetrieb über 1 Mio. Mahlvorgänge schneller als Keramik (Hersteller-Angabe, unabhängig nicht bestätigt).

Das Variable Pressure System (VPS) ist ab Werk Standard. Es erlaubt individuelle Einstellung des Kolbenanpressdrucks für den Brühvorgang, sodass unterschiedliche Röstsorten und Espressorezepte ohne Umbauarbeiten abgebildet werden können. Die einstellbaren Druckwerte sind in der Herstellerbroschüre nicht als konkrete Bar-Angaben ausgewiesen. Ein Händler (greenplantation.de) nennt 15 bar als Brühdruck; in der offiziellen Cafina-Broschüre ist dieser Wert nicht dokumentiert. Der Boilertyp (Thermoblock oder Einzelboiler) ist ebenfalls nicht in den Herstellerunterlagen ausgewiesen. Die Brühtemperatur ist nicht spezifiziert; für professionelle Bean-to-Cup-Maschinen liegt der typische Bereich bei 85 bis 95 °C.

Das Siebsystem setzt auf ein Mikrofeinsieb mit 45.100 Löchern auf 1.075 mm² Siebfläche. Diese hohe Lochdichte erlaubt einen Espressobezug ab 8 g Kaffeemehl; die Einwaage ist zwischen 8 und 20 g einstellbar. Doppelbezüge bis 20 g Netto sind damit abgedeckt, was für Spezialitäten-Menüs mit kräftigeren Profilen relevant ist.

Das CIP-Reinigungsprogramm (Clean in Place) läuft vollautomatisch ohne Demontage der Brühgruppe. Die Anlage ist durch das Labor für Sensorische Prüfung Berlin nach HACCP-Grundsätzen zertifiziert. Für Standorte mit internen Hygieneprogrammen wie Kantinen, Krankenhäuser oder Hotels ist das ein dokumentierter Nachweis, nicht nur eine Herstelleraussage.

Mahlwerk, Brühsystem und Funktionsumfang

Ein zweites Mahlwerk ist optional erhältlich und in Händlerkonfigurationen als "XT4 mit 2 Mühlen" bestellbar. Das Milchsystem ist ein separates Add-on-Modul: Der Milchkühler MC18 (ca. 5 l) und MC30 (ca. 11 l) stehen als Tischgeräte bereit; der MCU30 (ca. 4 l) passt als Unterbaugerät. Ein kombinierter Milchkühler mit Tassenwärmer (MC-CW30, 40 bis 80 Tassen Kapazität, ca. 4 l Milch) ist die aufwändigste Konfiguration.

Telemetrie oder Remote-Monitoring sind nicht in die XT4 integriert. Für Betreiber, die Füllstände oder Fehler per App überwachen möchten, ist ein externer Adapter nötig; eine verifizierte kompatible Lösung ist in den verfügbaren Quellen nicht dokumentiert. Das ist ein relevantes Defizit gegenüber WMF (CoffeeConnect-Plattform) oder Franke (Digital Services). Das Bezahlsystem ist vollständig optional: Münzprüfer, Münzwechsler und bargeldlose Systeme sind laut Broschüre als Add-on verfügbar; eine spezifische MDB-Versionsangabe fehlt in der Dokumentation.

Wie viele Tassen schafft die XT4 täglich?

150 Espresso pro Stunde, 90 Cappuccino, 100 Kaffee und Café Crème, 80 Kakao und 20 Liter Heißwasser: Das sind die verifizierten Durchsatzwerte aus der offiziellen Melitta-Cafina-XT4-Broschüre. Diese Zahlen gelten für optimale Einzelbetrieb-Bedingungen. In der Praxis empfehlen Betreiber, die Maschine mit 80 bis 120 Tassen pro Tag als realistisches Dauerbetriebsniveau zu planen, damit Reinigungs- und Auffüllintervalle beherrschbar bleiben. Die Herstellerangabe von ca. 180 Tassen täglich ist der technische Maximalwert, nicht das empfohlene Tagesvolumen für wartungsarmen Betrieb.

Die zwei Bohnenbehälter (je 1 kg) erlauben zwei gleichzeitig aktive Kaffeesorten. Bei installiertem zweitem Mahlwerk können beide Sorten parallel gemahlen werden, was die Wartezeit bei Doppelbestellungen deutlich verkürzt. Bei nur einem Mahlwerk (Standard) wird die zweite Sorte über dasselbe Mahlwerk bezogen; das kann bei intensivem Mischbetrieb zu Aromavermischung führen. Der Instantbehälter (1,3 kg, spülmaschinenfest) deckt Kakao und Milchpulver ab. In Kombination mit dem Milchmodul MC30 (ca. 11 l Fassungsvermögen) sind Cappuccino, Latte Macchiato und Kakao-Milch-Mischungen vollautomatisch abrufbar.

Wie viele Tassen schafft die XT4 täglich?

128 Getränke auf 16 Menüseiten (je 8 Produkte pro Seite): Das Menü ist über das grafikfähige Display und Drucktasten erreichbar, ohne dass ein Schlüssel für den Manager-Modus nötig ist. Das ist für Bürobetriebe praktisch, weil das Anlegen neuer Getränke oder das Anpassen von Dosierungen direkt am Gerät möglich ist. Die Ausgabehöhe ist stufenlos zwischen 70 und 185 mm verstellbar und deckt alle gängigen Bechergrößen ab, von der 60-ml-Espressotasse bis zum 500-ml-Thermobecher.

Für Büros mit unter 40 Personen (ca. 20 bis 30 Tassen täglich) ist die XT4 überdimensioniert; ein kleineres Tischgerät ist wirtschaftlicher. Das optimale Einsatzfeld liegt bei 40 bis 80 Personen an einem Standort. Kantinen mit Spitzenlasten über 100 Portionen pro Stunde stoßen bei Gemischtbetrieb (Espresso, Cappuccino und Kaffee parallel) an Grenzen: Bei einem typischen Getränkemix liegt der reale Stundendurchsatz eher bei 80 bis 100 Portionen als bei den 150 Einzelespresso, die die Broschüre nennt. Standorte mit mehr als 150 Tassen täglich sollten die Modelle XT6 oder XT8 prüfen.

Betrieb & Wartung: Tagesaufwand und Praxiserfahrungen

Täglich braucht die XT4 ca. 6 Minuten Betreuungszeit: Das CIP-Reinigungsprogramm läuft vollautomatisch ohne Demontage in ca. 3 Minuten. Danach: Tropfschale entnehmen und spülen (ca. 1 Min), Auslauf und Gehäuseaußenseite abwischen (ca. 2 Min). Bei mehr als 80 Milchgetränken täglich empfehlen Betreiber das CIP-Programm zweimal täglich; im Bürobetrieb mit 60 bis 80 Personen ist das realistisch.

Wöchentlich kommen ca. 15 Minuten hinzu: Milchschlauch ausbauen und separat durchspülen (ca. 8 Min, kein Werkzeug erforderlich), Dampfrohr manuell reinigen (ca. 4 Min), Bohnenfächer aussaugen und Kaffeesatzbehälter reinigen (ca. 3 Min). Das ist ein überschaubarer Aufwand, der für einen Hausmeister oder eine Bürokraft ohne Technikausbildung machbar ist. Die Entkalkung erfolgt alle 3 Monate vollautomatisch; die genaue Programmdauer ist in den verfügbaren Quellen nicht angegeben.

Ein bekanntes Praxisproblem ist die Milchpumpe. Ein verifizierter Forenbericht auf Komtra.de (Nutzerforum für Gastronomen) dokumentiert den Fall, dass nach ca. 3 Jahren Betrieb ohne konsequente tägliche Milchreinigung die Milchpumpe weder Reinigungsmittel noch Milch fördert. Die Revision kostete laut Forumschätzung 120 bis 280 EUR (Teile und Arbeitszeit). Präventiv lässt sich dieses Problem durch strikt tägliche CIP-Reinigung und monatliche Sichtprüfung der Milchschläuche weitgehend vermeiden. Bei Geräten über 3 Jahre Betriebsdauer empfehlen Betreiber eine vorbeugende Milchpumpen-Revision auch ohne Fehlerfall.

Betrieb & Wartung: Tagesaufwand und Praxiserfahrungen

Die Kosten für eine Brühgruppen-Dichtung oder Mahlwerks-Revision sind in den verfügbaren Quellen nicht dokumentiert; Betreiber sollten bei der Jahresinspektion beim Techniker gezielt nach diesen Positionen fragen und Ersatzteilpreise vorab klären.

Ersatzteile werden über das Cafina-Servicenetz (Cafina AG, Schweiz) und das Melitta-Professional-Vertriebsnetz in DACH beschafft. Typische Lieferzeiten: 2 bis 5 Werktage für Standardteile. Ein Verzeichnis autorisierter Servicepartner in Deutschland ist auf der Cafina-Website einsehbar. Eine jährliche Vollinspektion durch einen autorisierten Techniker ist Praxisempfehlung der Betreiber. Erfahrungen aus dem Bürobetrieb zeigen, dass Geräte bei konsequenter CIP-Reinigung bis zu 2 bis 4 Jahre ohne ungeplante Technikerbesuche laufen können; der Wert hängt stark von der täglichen Getränkeanzahl und der Milchsystem-Nutzungsintensität ab.

Leistung und Energieverbrauch

2.600 W Nennleistung bei 230 V / 16 A: Das ist der verifizierte Anschlusswert aus der offiziellen Cafina-XT4-Broschüre (Kaapisolutions-PDF, Melitta Professional). Eine abgesicherte 16-A-Leitung ist Pflicht; bei älteren Büroinstallationen mit 10-A-Sicherungen ist vorab eine Elektrofachkraft hinzuzuziehen.

Die Standby-Leistung ist in keiner der verfügbaren Quellen publiziert. Für eine Jahresverbrauchsschätzung lässt sich folgende Rechnung aufstellen: Bei 80 Tassen täglich, 250 Betriebstagen jährlich, 8 Stunden Einschaltzeit und einer angenommenen Durchschnittslast von ca. 600 W (Brühphase 2.600 W für ca. 20 Sekunden je Bezug, restliche Zeit Warmhaltebetrieb unter 200 W) ergibt das rund 1.200 kWh pro Jahr. Bei einem Arbeitspreis von 0,28 EUR/kWh entspricht das ca. 336 EUR Energiekosten jährlich. Diese Schätzung ist nicht durch Hersteller- oder Testlabor-Messungen verifiziert. Wer genaue Energiekosten für seinen Standort benötigt, sollte ein energetisches Monitoring per Smart-Plug-Messung über 30 Tage durchführen.

Die Aufheizzeit ab Kaltstart ist in der Broschüre nicht angegeben. Für professionelle Bean-to-Cup-Vollautomaten dieser Leistungsklasse liegt die typische Aufheizzeit bei 3 bis 8 Minuten; ein verifizierter Wert für die XT4 liegt nicht vor.

Leistung und Energieverbrauch

Ein Geräuschniveau (dB(A) beim Brühvorgang) ist in keiner der gesichteten Quellen dokumentiert. Für den Bürobetrieb relevant: Scheibenmahlwerke mit 75 mm Durchmesser arbeiten in der Regel lauter als Kegelmahlwerke, weil die Scheibengeometrie eine höhere Drehzahl bedingt. Wer die Maschine in einem offenen Großraumbüro direkt am Arbeitsplatz aufstellen möchte, sollte eine Probeinbetriebnahme vor Ort einplanen.

Die Schweizer Fertigung durch die Cafina AG erfüllt CE-Anforderungen. Spezifische EU-Energieeffizienz-Labels nach Verordnung 2019/2018 sind für professionelle Systemkaffeemaschinen dieser Klasse nicht verpflichtend ausgewiesen; ein Eco-Score auf Basis von Standby-Daten und Betriebsverbrauch kann daher nur als vorläufige Einschätzung gelten. Das 16-A-Anschlussprofil der XT4 ist typisch für Geräte dieser Klasse; zum Vergleich: Maschinen wie der WMF 5000 S+ arbeiten mit vergleichbaren Anschlusswerten bei höherem Stundendurchsatz.

Preise, TCO und Betriebsrechnung

Zwischen 3.740 und 4.500 EUR netto liegt das Basisgerät (ein Mahlwerk, kein Milchsystem, Standarddisplay) nach Händlerschätzungen autorisierter Distributoren. Der vollausgestattete Ausbau (zwei Mühlen, Milchkühler MC30, Schokoladensystem, Heißwasser) ist bei Green Plantation mit 9.099 EUR netto gelistet. Das ist der verortbare Maximalwert für eine Einzeleinheit; projektbezogene Angebote für Betreiber ab 5 Einheiten liegen nach Markteinschätzung darunter, konkrete Rabattstaffeln sind nicht öffentlich dokumentiert.

Leasing: CoffeeFair gibt eine Leasingrate ab 123,31 EUR monatlich an (Laufzeit und Restwert nicht in der Händlerseite spezifiziert). Miete inklusive Wartung: 320 EUR monatlich (CoffeeFair, Stand 2026-07-03). Bei 320 EUR monatlich entspricht das 36 Monate x 320 = 11.520 EUR Gesamtmiete über 3 Jahre. Ein Gerät mit Basispreis 4.500 EUR zuzüglich ca. 400 EUR Wartung jährlich ergibt über 3 Jahre 5.700 EUR; in diesem Szenario ist der Kauf deutlich günstiger als die Miete. Der Mietweg rechnet sich für Standorte, bei denen ungeplante Reparaturen das Wartungsbudget regelmäßig sprengen würden.

Gebrauchte Einheiten sind auf Kleinanzeigen.de ab ca. 800 EUR erhältlich; gut erhaltene Maschinen mit Servicedokumentation liegen bei 2.000 bis 3.500 EUR. Bei Gebrauchtkauf ist die Wartungshistorie zu prüfen, da Milchpumpendefekte bei schlecht gewarteten Geräten ab Jahr 3 häufiger auftreten.

Preise, TCO und Betriebsrechnung

Einfache TCO-Rechnung für ein Büro mit 60 Personen (90 Tassen täglich, 250 Tage jährlich, gesamt 22.500 Tassen pro Jahr): Abschreibung bei 4.500 EUR Kaufpreis über 5 Jahre = 900 EUR/Jahr = 0,040 EUR pro Tasse. Kaffeebohnen bei 12 EUR/kg und 6 g pro Tasse = 0,072 EUR pro Tasse. Energie bei ca. 1.200 kWh x 0,28 EUR/kWh geteilt durch 22.500 Tassen = ca. 0,015 EUR pro Tasse. Wartung (Jahresinspektion plus Verbrauchsmaterial ca. 400 EUR/Jahr) = 0,018 EUR pro Tasse. Summe: ca. 0,145 EUR pro Tasse Eigenkosten (ohne Milch und Zutaten für Milchspezialitäten).

Zum Vergleich: Eine Betreiberlösung (Operator stellt das Gerät kostenlos auf, nimmt Umsatzbeteiligung oder Fixmiete) ist unter 50 Tassen täglich fast immer die wirtschaftlichere Variante. Ab 90 Tassen täglich ist der Eigenbetrieb mit einem Gerät dieser Preisklasse konkurrenzfähig, sofern die interne Betreuung ohne Extrakosten geleistet wird.

Technische Details

Vollständiges Datenblatt aus Universal- und Kategorie-Feldern.

Zahlung & Konnektivität

Zahlungsarten
Münzen, Kontaktlos (NFC)

Heißgetränke

Milchsystem
Externer Kühlkanister
Brühtechnologie
Bean-to-Cup (Frischbrüher)

Service & Compliance

HACCP-Konformität
Vollständig HACCP-konform

Abmessungen & Gewicht

Abmessungen (B × H × T)
300 × 715 × 580 mm
Gewicht (unverpackt)
48 kg
Nennleistung
2600 W

Kaffee-Technik

Netzspannung
230 V
Getränkevielfalt
128
Tageskapazität (ca.)
180 Tassen/Tag
Durchsatz Espresso
150 Tassen/h
Kaffeedosierung
8–20
Erforderlicher Wasserdruck
2,5–6

Was Operatoren sagen

0–5-Sterne-Skala, getrennt von der 0–10-Gesamtnote des Tests.

4,0

4 Berichte

5
25%
4
50%
3
25%
2
0%
1
0%

Deutschland

vor 2 Jahren

Milch kommt nach ca. 3 Jahren Betrieb einfach nicht mehr raus. Kundendienst musste kommen, Milchpumpe war verstopft."

Repräsentative Einschätzung

Facility Manager

Baden-Württemberg

vor 1 Jahr

Läuft seit zwei Jahren im Büro, 80 Leute. Kein Techniker außer der Jahresinspektion. CIP abends anstellen, fertig."

Repräsentative Einschätzung

Betreiber

Bayern

vor 2 Jahren

120 Tassen am Tag schafft sie problemlos. Mehr würde ich ihr langfristig nicht zumuten, weil die Wartungsintervalle dann sehr kurz werden."

Repräsentative Einschätzung

Facility Manager

NRW

vor 1 Jahr

Kein Touch, kein Schnickschnack. Produziert Kaffee. Auf dem Flur stört das niemanden."

Repräsentative Einschätzung

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Häufige Fragen zum Melitta Cafina XT4

Was kostet der Melitta Cafina XT4 in der Anschaffung?

Das Basisgerät startet bei rund 3.740 € netto, eine vollausgestattete Variante mit zwei Mahlwerken, Milch- und Schokoladensystem sowie Heißwasserausgabe liegt bei bis zu 9.099 € netto. Wer nicht kaufen will: Leasing ist bereits ab ca. 123 €/Monat verfügbar, eine Vollmiete inklusive Wartung kostet rund 320 €/Monat.

Sind Melitta Cafina XT4 und Cafina XT4 dasselbe Gerät?

Ja. Cafina AG ist eine Schweizer Tochtermarke von Melitta Professional, die Maschine wird in beiden Kanälen als identische Einheit vertrieben — teils noch unter dem älteren Namen „Cafina XT4“ ohne Melitta-Prefix. Es handelt sich um Co-Branding derselben Hardware, kein separates Baugleich-Modell mit abweichender Technik.

Wie funktioniert das Milchsystem beim XT4?

Der XT4 nutzt einen externen Kühlkanister statt eines integrierten Kühlsystems. Das senkt die Anschaffungskosten und vereinfacht die Wartung, erfordert aber Stellfläche für den Kanister neben dem Gerät und regelmäßigen Milchnachschub durch den Betreiber — ein Kompromiss, der sich vor allem bei mittlerem Getränkeaufkommen auszahlt.

Ist der Melitta Cafina XT4 HACCP-konform?

Ja, der Hersteller gibt vollständige HACCP-Konformität an. In Kombination mit dem automatischen Reinigungsprogramm eignet sich die Maschine damit auch für Standorte mit strengeren Hygieneauflagen, etwa in der Gastronomie oder in Gemeinschaftsverpflegung, ohne dass zusätzliche manuelle Protokollierung nötig wird.

Wie viele Tassen schafft der XT4 pro Tag?

Der Durchsatz liegt bei bis zu 150 Espresso-Tassen pro Stunde im Spitzenbetrieb; für den Praxisbetrieb geben Distributoren eine Tageskapazität von rund 180 Tassen an. Mit 128 hinterlegten Getränkerezepten deckt die Speisekarte von Espresso über Cappuccino bis Kakao die meisten Büro- und Gastronomiebedarfe ab.

TestsiegerWMF 1500 S+

WMF · Coffee OEM

WMF 1500 S+

9,1Sehr gut87 Bewertungen

B2B-Kaffeevollautomat für Standorte mit mittlerem Tagesbedarf. Punktet mit Touch-Bedienung, konfigurierbaren Milchsystemen und CoffeeConnect-Telemetrie.

ca. 9.490 – 12.800 €

PremiumFranke A800 FM CM

Franke · Coffee Systems

Franke A800 FM CM

9,3Sehr gut64 Bewertungen

Premium-Kaffeevollautomat mit FoamMaster-Milchsystem und CleanMaster-Reinigung. Stark bei Getränkevielfalt, Bedienkomfort und Telemetrie — zu einem entsprechenden Preis.

ca. 8.990 – 12.100 €

Preis-LeistungJURA X10 Professional

JURA · Bean-to-Cup

JURA X10 Professional

8,8Sehr gut53 Bewertungen

Kompakter Tisch-Kaffeevollautomat mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis für kleine bis mittlere Büros. Cold-Brew-Funktion und einfache Bedienung sind die Highlights.

ca. 3.290 – 4.600 €

PremiumWMF 5000 S+

WMF · Coffee OEM

WMF 5000 S+

9,0Sehr gut43 Bewertungen

Konfigurierbarer Performance-Vollautomat für Standorte mit hohem Tagesbedarf: bis rund 250 Tassen/Tag, Simultanbezug von Kaffee und Heißwasser, Dynamic-Milk- und Steam-Optionen sowie CoffeeConnect-Telemetrie. Den Spitzendurchsatz erkauft man sich mit hohem Anschlusswert und spürbarem Reinigungsaufwand.

ca. 12.250 – 15.900 €