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Melitta· Kaffeemaschinen & Systemlösungen

Melitta Cafina C35/C50

7.7/ 10

Empfehlenswert

Datenreview — recherchiert aus Quellen, nicht physisch getestet. Wie wir bewerten

Design & Aufbau7.5
Technik & Funktionen8.0
Betrieb & Wartung7.8
Kapazität & Sortiment8.5
Preis / Leistung6.5
Auf Anfrage
  • Büro & Betrieb, Gastronomie
  • Theken-/Counterunit
  • Innen
  • Touchscreen

Öko-Label

ABCDE

Nennleistung

6800 W

Netzanschluss

3N 400 V, 16 A

1 Foto · Melitta Cafina C35/C50

Einsatzgebiete

Für welche Standorte sich das Gerät eignet, und für welche nicht.

Ideal

Bürostandorte ab 80 Mitarbeitenden

Der Stundenoutput lohnt erst ab permanent hoher Tassen-Nachfrage.

Ideal

Hotel- und Frühstücksbereiche

Cappuccino- und Café Crème-Betrieb für Frühstücksbuffets geeignet.

Ideal

Kantine/Großbäckerei

Durchsatz deckt Pausenchichten mit bis zu 200 Personen ab.

Nicht geeignet

Kleine Läden und Co-Working

❌ Gerät überdimensioniert und Anschlussaufwand zu hoch.

Unsere Bewertung im Detail

5 Achsen, datenbasiert gewichtet.

Design & Aufbau
7,5 / 10
Technik & Funktionen
8,0 / 10
Betrieb & Wartung
7,8 / 10
Kapazität & Sortiment
8,5 / 10
Preis / Leistung
6,5 / 10

Kurzfazit

7,7Gut

Kompakte 35 cm Breite, modularer Aufbau, bis zu 250 Espresso pro Stunde und zwei getrennte Bohnenbehälter: Die Melitta Cafina C35 (technisch identisch auch C50-Variante) ist für stark frequentierte Büros, Kantinen und Hotelbereiche mit 80 bis 200 Mitarbeitern oder Gästen pro Tag konzipiert. Der robuste Edelstahl-Aufbau und automatische Hygieneprogramme zielen auf Standorte ohne speziellen Barista. Schwächen: Die Maschine bringt bereits ohne Milchmodul 60 kg auf die Waage und benötigt einen 3-phasigen 400-V-Anschluss mit 16 A Absicherung. Die Reinigung erfordert fachgerechte Durchführung und tägliche Tablettenkosten, zudem sind Wartungen nur durch autorisierte Techniker möglich. Ein Festwasseranschluss ist obligatorisch; mobile Single-Office-Lösungen scheiden aus. Historische Neupreise lagen bei rund 13.000 EUR netto. Neu ist die C35 nicht mehr lieferbar; auf dem Gebrauchtmarkt fanden sich zwei private Schweizer Angebote, umgerechnet 535 bis 587 EUR — Einzelfälle, kein belastbarer Marktpreis. Die hohe Stundenleistung rentiert sich erst ab dauerhaftem Durchsatz, für kleine Standorte ist das Gerät klar überdimensioniert.

Auf einen Blick

Modell
Melitta Cafina C35/C50
Hersteller
Melitta
Kategorie
Heißgetränkeautomaten
Typ
Kaffeevollautomaten
Preisrahmen
Auf Anfrage
Gesamtscore
7.7 / 10
Herkunft
Melitta (DE)

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Touchscreen-Display, frei programmierbar, bis zu 100 Produkte belegbar.
  • 35 cm Gerätebreite; die 60 kg verlangen allerdings eine Stellfläche für mindestens 100 kg Last.
  • Nach jedem Milchprodukt automatischer Dampfstoß zur Leitungssäuberung.
  • Vollautomatische integrierte Milchreinigung mit HACCP-Konformität.
  • Mahlwerkscheiben aus Edelstahl, laut Prospekt auf 80.000 Mahlungen ausgelegt.
  • 250 Espresso oder 200 Cappuccino pro Stunde (Herstellerdoku).
  • Externer 4-l-Milchkühler einfach nachrüstbar, 150 mm Breite.

Nachteile

  • Nur autorisierter Service; kein Plug&Play-Tausch von Verschleißteilen durch Betreiber.
  • Kein Cardreader, keine Telemetrie, keine kassengestützte Zahlung ab Werk.
  • Historisch hohe Anschaffungskosten (ca. 13.000 EUR netto als Neugerät).
  • Nur 400 V/16 A (3-phasig) – keine Option für 230-V-Haushaltssteckdosen.
  • Auslaufmodell: Melitta Professional führt die c-Serie nicht mehr im Programm – die Produktübersicht listet ausschließlich XT-, CT- und Cafina-Modelle (Stand August 2026). Ersatzteilversorgung und Servicedauer vor einem Gebrauchtkauf schriftlich klären.
  • Reinigung nur mit Spezialreinigern (Combi-Tab / AMC-Pulver).
  • Einzel- oder Zweimahlwerk-Konfiguration – keine gleichzeitige Bezugsmöglichkeit von 2 Kaffees.

Testbericht

Design & Aufbau

Mit 350 mm Breite, 774 mm Höhe und 650 mm Tiefe beansprucht die Melitta Cafina C35 deutlich weniger Stellfläche als viele Großvollautomaten, bleibt aber eine massive Einheit. Das Leergewicht von etwa 60 kg ohne Milchkühler verlangt einen tragfähigen Standort – die Arbeitsfläche muss laut Hersteller mindestens 100 kg Last aufnehmen können. Wer den optionalen 4-l-Milchkühler nutzt, muss weitere 150 mm Breite vorsehen: Gerät und Kühler belegen gemeinsam rund einen halben Meter in der Breite. Im Umfeld sind 180 mm Freiraum nach oben nötig, damit der Bohnenbehälter befüllbar bleibt. Ein Blick auf den Aufbau offenbart: Die Maschine ist konsequent auf professionelle Umgebungen wie Hotellerie, Gastronomie oder Betriebskantinen zugeschnitten und für bewegliche Aufstellung weniger geeignet.

Die Außenverkleidung setzt vor allem auf Metall und robuste Kunststoffe. Werkstoffe und Verschraubungen sind auf langlebigen Dauerbetrieb getrimmt. Im Vergleich zu günstigeren Vollautomaten wirkt die Verarbeitung weniger verspielt, aber funktional. Auffällig: Die vier Zwischenfüße unter der c35 lassen sich höhenverstellen, um Niveauunterschiede bis 76 mm auszugleichen. Das erleichtert den Aufbau bei unebenen Flächen, dürfte aber in vielen Bestandscafeterien kaum ausgereizt werden. Wartungs- und Servicezugänge wurden im Konzept offenkundig mitgedacht: Die Anleitung verlangt explizit, das Gerät so zu platzieren, dass Servicetechniker freie Zugänglichkeit zu allen Seiten erhalten. Wer in eine Theke oder Möbellösung einbaut, muss dies schon bei der Planung berücksichtigen.

Das Touchscreen-TFT-Farbdisplay ist zentral in die Front eingelassen und gehört laut Prospekt zur Standardausstattung. Bis zu zehn Getränke lassen sich je Bildschirmseite direkt antippen, weitere lassen sich auf mehreren Bildschirmseiten organisieren. Anders als bei manchen HMI-Lösungen wird kein Tastendruck oder Drehrad gefordert. Das reduziert Verschleißteile, setzt aber voraus, dass das Personal oder die Gäste mit Touchbedienung klarkommen. Die Programmierbarkeit der Anzeige wird in der Dokumentation hervorgehoben: Betreiber können individuelle Getränkeseiten, Preislisten und Servicemeldungen einbinden. Ein USB-Anschluss an der Maschine erlaubt die Anpassung und Aktualisierung der Benutzeroberfläche – für rein analoge Standorte ohne IT-Anschluss ist das zwar kein Killerargument, aber für größere Systeme mit wechselndem Sortiment durchaus sinnvoll.

Materialqualität im Inneren lässt sich ohne Geräteeinblick schwer beurteilen, die Herstellerangaben verweisen aber auf Edelstahlmahlscheiben und verschleißarme Antriebe. Die gesamte Konstruktion spiegelt den Anspruch wider, mehrere Jahre ohne relevante Reparaturen durchzuhalten. Allerdings bleibt für kleinere Einsatzorte ein Restrisiko: Die Bauform und die geforderte Infrastruktur (400-V-Anschluss, 16 A, fester Standplatz, Zugang rundum) machen die c35 für flexible Standorte oder wechselnde Aufstellpositionen unattraktiv. Auf beengten Theken oder in engen Sozialräumen sind Größe, Anschluss und Wartungszugang nicht trivial.

Die klar segmentierte Front, wenigen Bedienelemente und die Möglichkeit, Display und Wartungszugänge frei zu platzieren, kommen vor allem professionellen Betreibern entgegen, die Servicezeit und Ausfallrisiko minimieren müssen. Wer auf schnelle Sichtbarkeit der Füllstände, klar nachvollziehbare Buttonvergabe und unkomplizierten Zugang Wert legt, findet hier eine taugliche, aber nicht fehlerverzeihende Arbeitsmaschine. Schwächen bei der Ergonomie für selten wechselndes Personal oder spontane Nutzerkonfiguration bleiben – das Konzept priorisiert Dauerbetrieb vor Einsteigerfreundlichkeit. Alle genannten Zahlen und Fakten basieren auf Herstellerangaben sowie originaler Betriebsanleitung und Prospekten aus 2010 und späteren Jahren (vgl. Cafina c35 Original Operating Instructions EN; Melitta c35 Prospekt DE, 04/2010).

Technologie & Funktionen

Automatische Kaffeetechnik auf dem Stand der späten 2000er: Die Cafina c35 bietet ein Zusammenspiel aus präziser Volumentechnologie, automatisierten Steuerungsalgorithmen und modularer Produktprogrammierung. Der zentrale Baustein ist das Advanced Control System (ACS), das Mahlgrad, Kaffeepulvermenge, Kolbendruck, Wassertemperatur und Brühzeit bei jeder Tasse kontinuierlich überwacht und nachreguliert. Schwankungen im Bohnenzustand, etwa durch Luftfeuchte oder Alterung der Mahlscheiben, werden laut Herstellerangabe im laufenden Betrieb ausgeglichen. Die stufenlose Dosierung geht offiziell bis 16 g Kaffeepulver; die Anpresskraft der Brühgruppe lässt sich produktspezifisch bis 1500 Newton einstellen (Quelle: Melitta c35 Prospekt DE, 04/2010).

Das integrierte Mahlwerk verwendet geschliffene Edelstahlmahlscheiben, vom Hersteller für Standzeiten bis zu 80.000 Mahlvorgänge spezifiziert. Ein zweites Mahlwerk steht als Option bereit: Betreiber können so mit einer oder zwei Bohnensorten arbeiten. Komplexe Mischvorgänge oder separate Mühlen, wie sie bei High-End-Vollautomaten neuerer Generation inzwischen Standard sind, entfallen vollständig. Das Brühsystem arbeitet mit voreingestellter Extraktion, die Anpassung an verschiedene Getränkespezialitäten geschieht über die Touchscreen-Programmierung. Ein Druckkessel oder Boiler-Konzept ist systemimmanent; präzise Zahlen zu Brühdruck oder -temperatur bleiben im offen einsehbaren Datenblatt ausgespart (Quelle: Cafina c35 Original Operating Instructions EN, S. 10 und 29).

Das Steuerungszentrum bildet ein farbiges Touchscreen-TFT-Display. Bis zu zehn Produkte passen auf eine Bildschirmseite; mehrere Seiten sind anwählbar, sodass sich ein Sortiment von über 100 Getränken ausrollen lässt. Bedienung geschieht ausschließlich am Display, keine physischen Tasten oder Knebel unterbrechen das Interface. Die Programmierung ist menügeführt, Produktparameter wie Tassengröße oder Rezept können direkt am Touchscreen angepasst werden (Calaméo – Melitta Kaffeevollautomaten, c35). Für Systembetreiber oder Servicepersonal erlaubt ein integrierter USB-Anschluss die Übertragung neuer Produktprofile, Software-Updates oder Rezeptänderungen. Eine direkte Fernüberwachung, Telemetrieanbindung oder Schnittstellen wie LAN/WiFi werden in keinem der einsehbaren Prospekte oder Handbücher ausgewiesen (Cafina c35 Originalprospekt DE).

Generelle Zahlungssysteme fehlen im Basismodell. Im untersuchten Quellenmaterial finden sich keine Hinweise auf integrierte Münzprüfer, Geldscheinakzeptoren oder MDB-Anbindung. Wer einen Verkauf außerhalb des Gratisbetriebs plant, muss Zusatzmodule extern einplanen und auf Kompatibilität achten. Milchgetränke werden durch ein externes 4-l-Kühlsystem unterstützt, ebenfalls ohne zentrale Steuerung oder HACCP-Telemetrie ab Werk.

Automatische Reinigungssysteme sind vorhanden: Cleaning-in-Place (CIP) sorgt für dampfgesteuerte Taktspülungen nach jedem Milchbezug, die vollständige Reinigung erfolgt jedoch zeitgesteuert und bleibt zum Teil Eingriffen des Bedienpersonals unterworfen. Ein Nutzungsprotokoll für Hygienebelege wird nicht automatisch generiert; digitale Monitoring-Lösungen bleiben Drittanbietern vorbehalten. Im B2B-Umfeld, in dem betriebliche Dokumentation und Nachverfolgung an Bedeutung gewinnen, ist diese technologische Standlinie im Jahr 2026 rückständig.

Modernere Assistenzsysteme wie cloudbasierte Wartungsprotokolle, Verbrauchsdatenanalysen oder App-Steuerung sind weder als Zubehör noch als optionale Module für die c35 dokumentiert. Die Limitation auf Touchscreen und lokale Datenübertragung via USB mag bei rein stationärem Betrieb in Hotellerie oder systemgastronomischen Filialen reichen; für filialübergreifende Betreiber mit Telemetriepflicht genügt dies nicht. Die c35 bleibt damit ein Vollautomat der klassischen Kategorie: hohe interne Technologieautomatisierung, weitgehend autarke Bedienung, aber keinerlei Connectivity oder Paymentabwicklung ohne individuelle Nachrüstung.

Kapazität & Sortiment

250 Espresso pro Stunde markieren die Obergrenze dessen, was im mittleren Automatenbereich ohne Doppeleinsatz umsetzbar ist. Parallel schafft die c35 bis zu 200 Café Crème oder 200 Cappuccino pro Stunde – jeweils laut Herstellerprospekt, bestätigt über mehrere Quellen. Offizielle Dokumente unterscheiden dabei zwischen Varianten mit einem und zwei Mahlwerken: Für Standorte, die Wert auf Produktvielfalt und gleichzeitigen Bezug legen, ist der Doppelbohnenbehälter mit je 1,3 kg Kapazität zentrale Voraussetzung. Eine Auswahl zweier verschiedener Bohnen eröffnet größere Flexibilität, erfordert aber eine sicherere Zuordnung durch das Personal, da jeder Bezug klar programmiert werden muss.

Die Echtkapazität hängt unmittelbar von der Einbindung des externen Milchkühlers ab. Der ab Werk empfohlene 4-Liter-Kühler begrenzt die Zahl der möglichen Milchgetränke: Wer das Gerät im Tagesverlauf nicht mehrfach nachfüllt, erreicht die theoretisch maximalen Cappuccino-Ausgaben nur bei optimalem Workflow und vorgekühlten Milchvorräten. Kleinere Tanklösungen unterbrechen den Betrieb, sobald das Milchreservoir leer ist – in Großbetrieben ein betrieblicher Engpass, vor allem zu Stoßzeiten.

Selbstbedienungsfähigkeit bleibt bis zu einem Punkt gegeben. Der Touchscreen fasst zehn individuell programmierbare Produkte pro Seite, durch Mehrseitenprogrammierung laut Prospekt über 100 anwählbare Produkte insgesamt. Offene Bedienfelder ermöglichen Einzel- und Doppelbezug, während die Zahl der tatsächlich ausgegebenen Sorten stark von der technischen Konfiguration und den gewählten Bohnen abhängt. Das könnte im Schichtbetrieb relevant werden, wenn sich die Präferenzen ändern oder mehrere Nutzer unabhängig voneinander agieren.

Für Büros, Kantinen oder Hospitality-Objekte mit 100 bis rund 250 Personen deckt die Kaffeeversorgung das erwartbare Bedarfsspektrum ab, rechnet sich aber nur bei regelmäßig hohem Durchsatz. In kleinen Standorten ist der Aufwand für Zubereitung und Reinigung – vor allem beim Milchsystem – verglichen mit der Kapazität überdimensioniert. Im Grenzfall zwischen mittlerem Hotel und größerem Gastronomiebetrieb dürften Faktoren wie Produktwechselhäufigkeit und maximale Getränkeanzahl je Stunde das ausschlaggebende Selektionskriterium sein.

Spezialisierte Getränke wählt das Personal über das Touch-Bedienfeld. Neben Standardgetränken wie Espresso, Café Crème oder Cappuccino sind auf Wunsch weitere Optionen programmierbar – eine Getränkekarte mit 15 bis 25 festen Artikeln pro Standort ist realistisch, sofern die Bohnenbehälter nicht vorzeitig leerlaufen. Milchbasierte Spezialitäten werden durch das Kühlsystem nur abgedeckt, wenn eine lückenlose Versorgung der Milchkühler gewährleistet ist. Fehlt dieses Nachfüllen, limitiert der Milchvorrat sowohl die Getränkezahl als auch die Schichteffizienz massiv.

Für Spezialanwendungen – etwa in Tagungsbereichen oder Open-Space-Büros – ist die Wahl zwischen Einzel- und Doppelmahlwerk mit Blick auf das Sortiment entscheidend. Zwei verschiedene Kaffeesorten sind für breite Zielgruppen von Vorteil, erhöhen aber den personellen Schulungsbedarf. Wer eine strikt standardisierte Produktpalette benötigt, kommt mit einfacher Ausstattung günstiger weg und verringert das Risiko von Fehlbedienungen im Alltag. Die c35 zielt deshalb eindeutig auf Standorte, die ein hohes, planbares Getränkepensum und wechselnde Nutzergruppen abbilden. Kleinbetriebe schöpfen die Kapazitäten selten aus.

Betrieb & Wartung

Die Bedienungsanleitung sieht für die Melitta Cafina C35 eine regelmäßige, strikt geregelte Reinigung vor. Vor jedem Ausschalten wird automatisch eine vollständige Reinigung von Kaffee- und – falls verwendet – Milchsystem eingeleitet. Die tägliche Hygiene orientiert sich an konkreten Zeitvorgaben: Mindestens einmal am Tag muss eine Zwischenreinigung erfolgen. Dieser Ablauf ist nicht optional, sondern durch das System programmiert und lässt sich nicht umgehen, da die Maschine ohne regelmäßige Reinigung keinen weiteren Bezug freigibt. Ein einfaches Durchspülen reicht nicht aus. Täglicher Aufwand: Den Reinigungsprozess mit geeigneten Tabletten manuell starten, alle relevanten Leitungen spülen lassen und anschließend das System abschließend kontrollieren. Die Dokumente beschreiben keine genaue Minutenzahl, orientieren sich aber am branchenüblichen Intervall von rund 10–15 Minuten für die Gesamtabfolge bei vergleichbaren Modellen. Wer sich nicht an das vorgeschriebene Intervall hält, riskiert hygienische Mängel und Garantierückfragen.

Für die Milchtechnik ist ein getrennter Reinigungsweg vorgeschrieben. Einmal pro Woche wird anstelle der Standard-Combi-Tablette ein spezielles AMC-Pulver verwendet, das im sauren Milchkühlerteil eingesetzt werden muss. Dieses Additiv reinigt das Milchteil gezielt und verhindert Bakterienwachstum, das bei herkömmlichen Tabletten nicht ausreichend abgedeckt ist. Milch muss stets mit einer Temperatur zwischen 3 und 5 °C eingefüllt werden, um die HACCP-Hygienevorgabe zu erfüllen. Der externe Milchkühler erfordert eigene Beaufsichtigung beim Nachfüllen und wöchentliche Reinigung des Behälters, um Reste und Biofilm zu vermeiden. Die notwendigen Reinigungsmittel (Combi-Tablette, AMC-Pulver) sind für die c35 gelistet und kosten (Stand Sommer 2026) rund 0,42 € pro täglicher, automatischer Vollreinigung. Dabei werden zwei Reinigungstabletten verwendet, jeweils zum Preis von ca. 0,208 € je Stück. Die aufgelistete Reinigung ist verpflichtend und nachweisbar einzuhalten, da die Protokolle als HACCP-Nachweis dienen.

Technische Wartung und Fehlerdiagnose dürfen laut Anleitung ausschließlich durch autorisierte Servicepartner erfolgen. Betreiber haben keinen Zugang zu relevanten Komponenten, da der Aufbau auf Fremdeingriffsschutz setzt. Typische Aufgaben bleiben dadurch auf das Personal beschränkt, das für tägliche und wöchentliche Grundhygiene geschult sein muss. Bei Störungen oder notwendigen Reparaturen (z. B. Austausch der Brühgruppe, Dichtungen oder Wasserfilter) ist stets ein qualifizierter Techniker zu rufen. Die Kosten für einen einfachen Einsatz oder Ersatzteile sind in den Quellen nicht öffentlich beziffert. Das erschwert die Vorkalkulation gerade für Standorte ohne festen Wartungsvertrag. Die Anleitung empfiehlt ausdrücklich, einen Servicevertrag mit regelmäßigen Kontrollen abzuschließen. Wartungsintervall und Preise variieren nach Standort, Verschleiß und Nutzung und müssen durch einen Servicepartner individuell angeboten werden. Im Programm erkennt das System relevante Verschleißteile wie Filter selbstständig und meldet diese an – eine funktionale Unterstützung, die Stillstandszeiten verringern kann.

Für alle Betriebsarten gilt: Die C35 ist nicht als Plug-and-Play-Lösung für ständig wechselnde Bediener oder ungeschultes Personal ausgelegt. Die Installation und laufende Betreuung setzt technisches Verständnis und klar zugeordnete Verantwortlichkeiten voraus. Wer diese Rahmenbedingungen nicht sicherstellt, wird langfristig mit erhöhtem Hygieneaufwand, Störfällen und abnehmender Getränkequalität konfrontiert. Das Servicenetz ist von der Melitta Professional Organisation abgedeckt, konkrete Reaktionszeiten oder Pauschalen sind aber nicht veröffentlicht. Ab der Auswahl muss klar sein: Hier sind sowohl regelmäßige Reinigung als auch professionelle Wartung kein optionaler Mehrwert, sondern integraler Bestandteil des Betriebsmodells.

Leistung & Energie

6,8 kW Nennleistung sind für einen Kaffeevollautomaten im Bereich bis zu 250 Tassen pro Stunde ein deutliches Leistungsstatement. Die Cafina c35 verlangt in der Regelausführung einen 3N 400 V-Anschluss mit 16 A Absicherung. Betreiber, die diese Maschine nachrüsten wollen, müssen explizit prüfen, ob die bestehende Elektroinfrastruktur ausreichend dimensioniert ist. Schon kleine gewerbliche Küchen, die auf 230-Volt-Leitungen setzen, scheiden so als Standort aus. Die leistungsreduzierte 1W-Variante mit 230 V und 2,8 kW bleibt eine Randnotiz – laut verfügbaren Datenblättern ist sie technisch und funktional abweichend und in Deutschland kaum verbreitet. Ein energiebezogenes Alleinstellungsmerkmal ergibt sich daraus nicht.

Im Prospekt und in der Originalanleitung finden sich keine Zahlen zum Standby-Verbrauch oder zum Energiebedarf auf Jahresbasis. Wer einen Kostenvergleich plant oder die Maschine in eine Green-Building-Zertifizierung einordnen möchte, erhält keine belastbaren kWh-Werte zur Hand. Im Betrieb stellen die 6.800 Watt den technischen Maximalwert dar. Die tatsächliche Last im Abruf hängt stark vom Bezugsmuster ab: Bei Stoßzeiten, etwa im Frühstücksbetrieb eines Mittelklassehotels oder einer Werkskantine, läuft die Maschine viele Minuten am Limit. Außerhalb dieser Zeiträume fällt der Verbrauch geringer aus, bleibt aber signifikant über kleineren Office-Lösungen. Betreiber müssen mit höheren Stromkosten pro Bezugseinheit rechnen als bei Geräten im Segment unter 3 kW Nennleistung.

Die Lärmemission bleibt offiziell unter 70 dB. Dieser Wert ist laut Bedienungsanleitung für Innenräume maßgeschneidert, stellt aber trotzdem eine kritische Schwelle dar. In offenen Kaffeebereichen mit viel Kundenkontakt oder in Durchgangszonen kann sich das Arbeitsgeräusch bei Last negativ bemerkbar machen. Eine akustische Abschottung wird in sensiblen Bereichen ratsam, ist aber nicht serienmäßig integriert. Im kleinen Konferenzraum oder ruhigen Backoffice ist die c35 erfahrungsgemäß zu laut – für Produktionsbereiche, Hotelfrühstück oder Foyers ist das Niveau üblich.

Zur Aufheizzeit liegt keine verifizierte Herstellerangabe vor. Typisch für Geräte dieser Leistungsklasse sind initiale Aufheizdauern um 120 bis 180 Sekunden bis zur vollständigen Betriebsbereitschaft. Ob die c35 diesen Bereich tatsächlich erreicht, bleibt mangels Daten unbestätigt. Wer auf schnelle Verfügbarkeit Wert legt, sollte sich den Ablauf eines Kaltstarts im Probebetrieb vorführen lassen.

Kühlaggregat oder Kompressor zur Milchkühlung beeinflussen den Gesamtenergiebedarf je nach Einsatzhäufigkeit und Raumtemperatur spürbar. Da der Milchkühler mit 4 l Fassungsvermögen extern angeschlossen wird, empfiehlt sich eine eigene Verbrauchsmessung, sofern Energiekosten im Reporting abgerechnet werden sollen. Der Kühler selbst benötigt eine konstant gekühlte Milchvorratstemperatur von 3 bis 5 °C, bleibt aber bei allen OPEX-Berechnungen eine unsichere Variable.

Wer klassische Büro-Kaffeeversorgung von maximal 70 Bezügen pro Tag plant, zahlt mit der c35 oft energetisch drauf. Der Leistungsüberschuss rechnet sich erst im Volumengeschäft ab etwa 150–200 Tassen täglich. Für kleinere Standorte fällt die Maschine allein schon wegen Elektrik und Energieverbrauch aus dem Raster.

Preise & Betriebskosten

Zwischen 535 und 587 EUR netto liegen aktuelle Gebrauchtangebote für die Melitta Cafina C35, basierend auf zwei Schweizer Plattformen, deren Einzelpreise nach Umrechnung mit dem EZB-Referenzkurs diese Spanne ergeben. Für neue Geräte ist kein Händler mit sofort lieferbarem Bestand auffindbar, historische Händlerlisten geben 12.989,00 EUR netto für eine c35-12M-2G an, der Artikelseite zufolge aber ohne Ausdruck aktueller Verfügbarkeit und ausdrücklich als ausverkauft markiert. Kleinere Standorte mit niedrigerer Auslastung finden auf dem Gebrauchtmarkt faktisch niedrigere Einstiegskosten, verzichten im Gegenzug auf Herstellergarantie und aktuellen Serviceanspruch.

Die laufenden Betriebskosten bei der C35 werden einerseits von der täglichen Reinigung, andererseits von Verbrauchsmaterialien wie Combi-Tabs und AMC-Milchsystemreiniger geprägt. Für eine automatische Vollreinigung sind pro Vorgang zwei Reinigungs-Tabletten einzusetzen. Ein 150er-Pack Combi-Tabs kostet laut ReinigungsExperte aktuell 31,20 EUR netto – das ergibt Kosten von exakt 0,4160 EUR pro Vollreinigung. AMC-Pulver, das die milchführenden Teile einmal wöchentlich zusätzlich reinigen soll, ist separat zu erwerben. Ein Wasserfilterwechsel steht jeweils an, sobald die Steuereinheit einen Filterwechsel anmahnt; diese Dienstleistung ist in der Anleitung dem technischen Kundendienst vorbehalten und nicht öffentlich beziffert.

Rechnet man über fünf Jahre bei einer gebrauchten C35 mit Anschaffungskosten von ca. 560 EUR, täglicher Nutzung (d.h. 365 Reinigungsvorgängen pro Jahr) und damit rund 152 EUR jährlich für Combi-Tabs, summieren sich die Fixkosten für Anschaffung und Reinigung auf etwa 1.320 EUR ohne Wartung, Ersatzteile oder Verbrauchsmaterialien wie AMC-Pulver und Wasserfilter. Energieverbrauch ist mit einer Nennleistung von 6,8 kW angegeben, daraus folgt bei angenommen 3 h Tagesbetrieb und 250 Betriebstagen/Jahr ein Jahresverbrauch von bis zu 5.100 kWh. Der tatsächliche Durchschnittswert hängt stark von der Standzeit und der Nutzung ab – energetische Optimierung ist nur in Abstimmung mit dem Betreiberprofil realistisch. Wartungskosten und Reparaturen bleiben schwer abschätzbar, da sie vertraglich auszuhandeln sind oder sich nach Zustand und Einsatzzeit richten.

Die Gesamtkosten über fünf Jahre können je nach Nutzungsprofil und Serviceumfang deutlich variieren. Wer hohe Standzeiten und großen Personaldurchsatz realisiert, kompensiert die Fixkosten rascher; für Standorte mit unter 100 Tassen pro Tag bleibt das Modell oft überdimensioniert. Ein gebrauchtes Gerät kann dann kurzfristig attraktiv sein, Langzeit-Risiken wie frühere Gebrauchsspuren und eingeschränkter technischer Support müssen einkalkuliert werden.

Quellen: Tutti – Melitta Cafina C35 Gebrauchtangebot, [Ricardo Gebrauchtangebot, nicht mehr abgerufen], EZB Referenzkurs CHF/EUR, Intergastro – Melitta c35-12M-2G (Restbestand 0), ReinigungsExperte – Cafina Combi-Tabs 24719, Melitta Professional Shop – AMC Milchsystemreiniger, Originalanleitung Cafina c35, Schilling Kaffee Prospekt.

Technisches Datenblatt

Alle erfassten Datenpunkte im Überblick.

Einsatz & Betrieb

Einsatzbereiche
Büro & Betrieb, Gastronomie
Aufstellung / Bauform
Theken-/Counterunit
Umgebung (Innen/Außen)
Innen

Technik

Bedienoberfläche
Touchscreen

Heißgetränke

Milchsystem
Externer Kühlkanister
Brühtechnologie
Bean-to-Cup (Frischbrüher)

Abmessungen & Gewicht

Abmessungen (B × H × T)
350 × 774 × 650
Gewicht (unverpackt)
60 kg
Nennleistung
6800 W
Netzanschluss
3N 400 V, 16 A

Kaffee-Technik

Netzspannung
400 V
Getränkevielfalt
100
Durchsatz Espresso
250 Tassen/h
Kaffeedosierung
bis 16
Bohnenbehälter
2 × 1,3 kg
Heizsystem
Boiler

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Nützliche Links und Dokumente

Weiterführende Quellen

  1. 1.ArchiExpo – Melitta c35 Herstellerkatalog — pdf.archiexpo.com/pdf/melitta-professional-coffee-solutions-gmbh-co-k/melitta-c35/10393-63151.html
  2. 2.Intergastro – Melitta c35-12M-2G — intergastro.de/vollautomatische-kaffeemaschine-c35-12m-2g-schwarzmetallic-400-volt-6800-watt-666393
  3. 3.Melitta Professional Shop – AMC Milchsystemreiniger — shop.melitta-professional.de/products/amc-milchsystemreiniger
  4. 4.Tutti – Melitta Cafina C35 Gebrauchtangebot — tutti.ch/de/vi/aargau/haushalt/geraete-utensilien/melitta-cafina-c35-professioneller-kaffeevollautomat/81863227
  5. 5.Europäische Zentralbank – CHF-Referenzkurs — ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates/html/eurofxref-graph-chf.en.html
  6. 6.Sustainable Resources – Cafina c35-12CMS-IS — sustainableresources.ch/service_corporatesolutions_cafina_product.php?lang=en&product=cafina_c35-12CMS-IS&product_type=cafina_c35
  7. 7.Appliancist – Melitta c35 coffee machine — appliancist.com/coffee_tea/coffee_makers/melitta-c35-coffee-machine.html
  8. 8.ManualsLib – Cafina C35 Original Operating Instructions — manualslib.com/manual/654052/Cafina-C35.html
  9. 9.Calaméo – Melitta Kaffeevollautomaten, c35 — calameo.com/books/00036552941defa3ae99c
  10. 10.Melitta Professional, Produktübersicht Kaffeemaschinen (c-Serie nicht mehr gelistet) — melitta-professional.com/de/de/kaffeemaschinen
Datenreview: KI-gestützte Quellenanalyse, kein eigener PraxistestZuletzt geprüft: VendingTests.com editorial teamBewertungskriterien transparent dokumentiert

Häufige Fragen zum Melitta Cafina C35/C50

Wie groß und schwer ist die Cafina c35?

Die Maschine misst 350 mm Breite, 774 mm Höhe und 650 mm Tiefe. Das Gewicht beträgt rund 60 kg (ohne Milchmodul). Für Aufstellung und Service ist ein Stellplatz mit mindestens 100 kg Tragfähigkeit erforderlich.

Welche Stromversorgung benötigt das Gerät?

Für die Standardvarianten ist ein 3-phasiger 400-V-Anschluss mit 16 Ampere Pflicht (3N 400 V, 16 A). Die 1W-Version lässt sich auch mit 230 V betreiben, ist aber weniger verbreitet.

Wie hoch ist die Stundenleistung für Kaffee und Milchgetränke?

Laut Hersteller werden 250 Espresso, 200 Café Crème und 200 Cappuccino pro Stunde erreicht. Der 4-l-Milchkühler reicht für den kurzen Peak-Betrieb, aber nicht für mehrere Schichten ohne Nachfüllen.

Wie hoch waren die Anschaffungskosten und wie sieht der Gebrauchtmarkt aus?

Historische Neupreise lagen bei 12.989 EUR netto (Intergastro-Liste), aktuell existieren Gebrauchtangebote für 535 bis 587 EUR aus der Schweiz. Ersatzteile und Service sind separat zu kalkulieren.

Was kostet die tägliche Reinigung und wie läuft sie ab?

Pro Reinigungsvorgang fallen etwa 0,42 EUR für zwei Combi-Tabs à 0,21 EUR an (31,20 € für 150 Tabs). Einmal wöchentlich wird ein AMC-Pulver zur sauren Reinigung des Milchteils benötigt. Die Reinigung läuft programmseitig automatisch, erfordert aber Personalaufsicht.

WMF 1100 S

WMF · Heißgetränkeautomaten

WMF 1100 S

7,3Gut

Bis zu 80 Tassen täglich, 7-Zoll-Touchdisplay und HACCP-fähige Reinigungsprotokolle: Der WMF 1100 S ist ein kompakter Kaffeevollautomat für Büros mit 20 bis 60 Mitarbeitenden. Das Gerät misst 325 × 500 × 571 mm, wiegt ca. 25,5 kg und passt auf die meisten Küchentheken ohne bauliche Anpassung. Die herausnehmbare Brüheinheit mit maximal 15 g Kaffeemehl pro Brühung liefert konsistente Ergebnisse; Reinigungsprotokolle lassen sich via USB für HACCP-Nachweise exportieren. Zwei Einschränkungen sind im Betrieb relevant: Das Milchsystem Basic Milk läuft über einen Schlauch zu einem externen Kühler oder einer Milchpackung, was mehr Handling bedeutet als ein integriertes System. Außerdem kennzeichnet WMF die 1100 S als Auslaufmodell, bestellbar nur noch bis 30.09.2026. Neugeräte kosten 3.495 bis 4.873 EUR netto je nach Konfiguration; auf fünf Jahre verteilt beträgt die Abschreibung 699 bis 975 EUR jährlich, zuzüglich Verbrauchsmaterialien und Servicekosten. Das Gerät empfiehlt sich für Betreiber, die eine pflegeleichte Büromaschine mit HACCP-Dokumentation suchen und keinen Hochdurchsatz-Standort betreiben.

ca. 3.495 – 4.873 €

Rhea Luce Zero

Rheavendors · Heißgetränkeautomaten

Rhea Luce Zero

7,2Gut

Die luce zero ist eine Leiter mit fünf Sprossen, und ihre Stärke ist, dass die Stellfläche über alle Stufen gleich bleibt: 640 mal 1.830 mal 705 Millimeter, egal welche Ausstattung. Die Entscheidung fällt an einer klaren Bruchstelle. Zwischen zero.1 und zero.2 verdoppelt sich die Leistung von 1.600 auf 3.200 Watt, die Becherausgabestationen gehen von einer auf zwei, die Mahlwerke von einem auf bis zu zwei, und erst hier wird das Varitherm-Induktionssystem verfügbar, für das Rheavendors 85 Prozent Energieeinsparung gegenüber einem Boiler angibt. Praktisch heißt das: die kleinen Stufen laufen mit rund 7 Ampere an einer normalen Steckdose, die großen brauchen 14 Ampere und einen eigenen Stromkreis. Schwachstelle ist die Dokumentation — Gewicht, Wasseranschluss, Becherkapazität, Tages- und Stundenleistung und jede Wartungsangabe fehlen öffentlich.

Auf Anfrage

Schaerer Coffee Skye

Schaerer · Heißgetränkeautomaten

Schaerer Coffee Skye

8,5Sehr gut

Kompakter Premium-Vollautomat der Schweizer Traditionsmarke Schaerer für Standorte mit mittlerem Bedarf bis rund 180 Tassen/Tag: video-fähiges 8-Zoll-Touchdisplay mit drei Bedienmodi, BestFoam-Milchsystem für heiße und kalte Spezialitäten und CoffeeLink-Telemetrie. Als Tischgerät mit Tank- oder Festwasserbetrieb bleibt die Skye flexibel aufstellbar — die Kapazität ist bewusst auf mittlere Standorte zugeschnitten, nicht auf Hochlast.

ab 7.670 €

Necta Koro Max

Necta · Heißgetränkeautomaten

Bild: Necta / Evoca Group - offizielles Produktfoto aus der Koro-Max-Prime-Broschuere

Necta Koro Max

6,8Gut

330 mm Gehäusebreite, echter Espressobrüher (Z3000 L, max. 12 g Dosiermenge) und acht Getränkeoptionen inklusive Schokolade: Der Necta Koro Max Prime von Evoca (Varese, IT) richtet sich an Büros mit 30 bis 80 Mitarbeitern sowie kleine Gastronomieaufstellorte mit überschaubarem Tagesbedarf bis etwa 50 Bezügen. Als Festwasservariante ab rund 3.105 Euro netto (All4Vending DE), Tankversion bis 4.429 Euro netto (NL-Markt). Zwei strukturelle Schwachpunkte: Die Milchbefähigung beschränkt sich auf Pulver, ein Frischmilchsystem fehlt. Telemetrie und Fernwartung sind nicht vorhanden, da das Gerät aus der Produktgeneration vor 2020 stammt. Das Türöffnen zum Nachfüllen löst einen vollständigen Geräterestart aus. Das Servicenetz im DACH-Raum ist dünn; Ersatzteile kommen über Fachhändler mit 3 bis 10 Tagen Lieferzeit. Für Bürostationen ohne hohe Durchsatzanforderungen und mit eigenem Reinigungspersonal ist das Gerät ein solides Angebot. Standorte mit mehr als 80 Bezügen täglich oder mit Anforderungen an digitale Serviceschnittstellen sollten neuere OCS-Modelle mit Konnektivität prüfen.

ca. 3.105 – 4.429 €