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|Schaerer· Premium-Kaffeemaschinen

Schaerer Coffee Soul

8.6/ 10

Empfehlenswert

Design8.0
Zuverlässigkeit9.2
Bedienbarkeit8.5
Technologie8.8
Kapazität8.4
Preis-Leistung6.5

250 Tassen täglich, bis zu drei Mahlwerke und das patentierte BestFoam-Milchsystem machen die Schaerer Coffee Soul zum Referenzgerät für Büros ab 80 Mitarbeitern, Kantinen und Hotelfoyers. Der Betrieb läuft nach Einweisung weitgehend personalunabhängig: Das automatische Reinigungsprogramm startet displaygeführt, der tägliche Aufwand liegt bei rund sieben Minuten. Das Servicenetz mit über 400 zertifizierten Partnern in DACH sichert kurze Ausfallzeiten; Originalersatzteile sind binnen zwei bis fünf Werktagen lieferbar. Der Anschaffungspreis liegt je nach Konfiguration zwischen ca. 6.000 und 16.000 EUR netto und setzt einen Tagesbedarf von mindestens 80 Nutzern voraus, damit sich die Investition amortisiert.

ab 10.000 €

Richtpreise netto (zzgl. MwSt.), Projektpreise abweichend

Eco-Score

A
B
C
D
E

Kältemittel

R134a / R290

Energieklasse

C

Standby

0,08–0,15 kW

Empfehlung

⚠️ Akzeptabel

Schaerer Coffee Soul

Einsatzgebiete

Für welche Standorte sich das Gerät eignet, und für welche nicht.

Ideal

Büro 80–200 Mitarbeiter

Bis 250 Tassen täglich, automatisches Reinigungsprogramm, personalunabhängiger Betrieb.

Ideal

Hotel & Gastronomie (Frühstück / Lounge)

BestFoam liefert reproduzierbaren Milchschaum im Self-Service ohne Barista.

Ideal

Kantine & Betriebsrestaurant

180 Tassen pro Stunde sichern den Stoßbetrieb in der Mittagspause.

Ideal

Krankenhaus & Pflege

Rollstuhlgerecht-Modus und HACCP-konformes Reinigungsprogramm erfüllen Pflegeanforderungen.

Bedingt

Fitness & Sport (Mitgliederbereich)

Geeignet ab ca. 1.000 Mitgliedern täglich; für kleine Studios sind günstigere Alternativen wirtschaftlicher.

Nicht geeignet

Kleines Büro unter 50 Mitarbeiter

❌ Anschaffungskosten amortisieren sich bei unter 80 Nutzern täglich nicht innerhalb von 5 Jahren.

Unsere Bewertung im Detail

6 Achsen, datenbasiert gewichtet.

Netzdiagramm. Schaerer Coffee Soul: Design & Aufbau 8,0, Betrieb & Zuverlässigkeit 9,2, Bedienung & UX 8,5, Technik & Funktionen 8,8, Kapazität & Sortiment 8,4, Preis-Leistung 6,5.Design &AufbauBetrieb &ZuverlässigkeitBedienung &UXTechnik &FunktionenKapazität &SortimentPreis-Leistung

Kurzfazit

8,6Sehr gut

250 Tassen täglich, bis zu drei Mahlwerke und das patentierte BestFoam-Milchsystem machen die Schaerer Coffee Soul zum Referenzgerät für Büros ab 80 Mitarbeitern, Kantinen und Hotelfoyers. Der Betrieb läuft nach Einweisung weitgehend personalunabhängig: Das automatische Reinigungsprogramm startet displaygeführt, der tägliche Aufwand liegt bei rund sieben Minuten. Das Servicenetz mit über 400 zertifizierten Partnern in DACH sichert kurze Ausfallzeiten; Originalersatzteile sind binnen zwei bis fünf Werktagen lieferbar. Der Anschaffungspreis liegt je nach Konfiguration zwischen ca. 6.000 und 16.000 EUR netto und setzt einen Tagesbedarf von mindestens 80 Nutzern voraus, damit sich die Investition amortisiert.

Auf einen Blick

Modell
Schaerer Coffee Soul
Hersteller
Schaerer
Kategorie
Heißgetränkeautomaten
Typ
Kaffeevollautomaten
Preisrahmen
ab 10.000 €
TCO 5 Jahre (ca.)
16.000 €(inkl. Service & Verbrauch)
Gesamtscore
8.6 / 10
Herkunft
Schaerer (CH)

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Patentiertes BestFoam-System erzeugt heiße und kalte Milchschäume reproduzierbar ohne Baristapersonal.
  • Über 400 zertifizierte Servicepartner in DACH; Originalersatzteile in 2 bis 5 Werktagen lieferbar.
  • Coffee-Link-Telemetrie liefert Fernzugriff auf Füllstände, Zähler und Wartungsalarme.
  • Bis zu 3 Mahlwerke mit je 1.200 g Bohnenkapazität ermöglichen Parallelbetrieb zweier Sorten plus Entkoffeiniert.

Nachteile

  • Anschaffungspreis 6.000 bis 16.000 EUR netto je nach Konfiguration; unter 80 Nutzern täglich kaum amortisierbar.
  • Standby-Leistung und Jahresenergieverbrauch vom Hersteller nicht ausgewiesen.
  • Display der Soul-10- und Soul-12-Generation resistiv; kapazitiver Komfort erst bei der neueren Soul-C-Linie.
  • Wöchentliche Milcheinheit-Demontage dauert 15 bis 18 Minuten und erfordert eingewiesenes Personal.

Testbericht

Bauform und Materialqualität: Edelstahl, 55 kg, zwei Displayoptionen

330 × 576 mm Grundfläche, 732 mm Höhe, 55 Kilogramm Eigengewicht: Die Coffee Soul ist für Festaufstellung konzipiert und kein Gerät, das spontan umgestellt wird. Das Edelstahlgehäuse mit Kunststoffabdeckungen ist robust verarbeitet und fügt sich optisch in Büroküchen, Hotelfoyers und Kantinentheken gleichermaßen ein. Schaerer gehört zur SEB-Professional-Gruppe (Groupe SEB) und damit zum gleichen Unternehmensverbund wie WMF Professional Coffee Machines. Diese Konzernzugehörigkeit teilt Service-Infrastrukturen und Distributionsnetze, ohne dass sich die Gerätelinien technisch angleichen.

Schaerer bietet die Coffee Soul in drei Konfigurationslinien an: Soul 10 mit 10,4-Zoll-Touchdisplay, Soul 12 mit 12,1-Zoll-Touchdisplay und Soul C als kompaktere Variante mit veränderter Frontoptik. Die Displaygröße wirkt sich direkt auf die Selbstbedienungsqualität aus: Der 12,1-Zoll-Bildschirm erlaubt großflächigere Produktfotos und gut lesbare Menütexte, was in gastronomischen Umgebungen mit schnell wechselnden Nutzern einen messbaren Vorteil darstellt. Für reine Büroanwendungen mit fest zugewiesenem Personal ist der Soul 10 ausreichend. Das Display der klassischen Soul-10- und Soul-12-Generation ist resistiv. Wer kapazitiven Touchscreen-Komfort erwartet, sollte die neuere Soul-C-Linie prüfen.

Die Ausgabehöhe lässt sich stufenlos zwischen 65 und 185 mm einstellen. Diese Bandbreite deckt Espressotassen (ca. 65 mm) bis zum Standard-Reisebecher (bis 175 mm) ab. Optional ist eine berührungslose automatische Höhenerkennung erhältlich, die den Ausgabepunkt beim Einsetzen des Bechers automatisch anpasst und Spritzer minimiert.

Das Gerät unterstützt vier UI-Modi: Mitarbeitermodus mit erweitertem Menüzugriff, Gastmodus für Self-Service, Stammnutzerprofil mit gespeicherten Lieblingsgetränken und einen Rollstuhlgerecht-Modus mit tieferem Ausgabepunkt und vereinfachtem Menü. Damit erfüllt die Coffee Soul die Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) in mehreren relevanten Kategorien, was für Kliniken, öffentliche Einrichtungen und barrierefreie Bürogebäude relevant ist.

Der Tressersammler fasst 550 Gramm (60 bis 70 Kaffeepucks). Bei 150 Tassen Tagesbetrieb bedeutet das eine Entleerung alle ein bis zwei Betriebstage. Die Tropfschale ist herausnehmbar und lässt sich unter laufendem Betrieb entleeren. Der einzelne 1.200-Gramm-Bohnenbehälter deckt bei 9 Gramm Einfülldosis und 150 Tassen täglich rund 1,8 Betriebstage ab. Mit zwei Mahlwerken steigt die Gesamtbohnenkapazität auf 2.400 Gramm, mit drei Mahlwerken auf 3.600 Gramm, was die Nachfüllhäufigkeit auf drei bis fünf Tage reduziert.

Die Chromstahl-Kessel und der Brühkopf sind für dauerhaften gewerblichen Betrieb ausgelegt. Verschleißteile wie der Brühgruppen-Dichtungssatz sind im DACH-Fachhandel verfügbar und nach Einweisung selbst wechselbar, was die Abhängigkeit vom Servicetechniker für Routinewartungen begrenzt. Die Verarbeitungsqualität entspricht dem Niveau eines Schweizer Premiumgeräts mit spielfreien Scharnieren und soliden Türmechanismen.

Was leistet das BestFoam-Milchsystem, und warum ist es ein Alleinstellungsmerkmal?

BestFoam ist das patentierte Milchschaumsystem von Schaerer und das technologische Kernelement der Coffee Soul. Die Technologie erzeugt sowohl heißen als auch kalten Milchschaum vollautomatisch in reproduzierbarer Konsistenz, ohne manuelle Justierung. Für Standorte, an denen täglich Cappuccino, Latte Macchiato und Cold-Foam-Varianten ausgegeben werden sollen, ohne Baristapersonal einzuplanen, ist das ein entscheidender Vorteil. Das System ist in folgenden Varianten konfigurierbar: Einzelbehälter 4,5 Liter, Twin Milk mit zwei Behältern à 4,5 Liter für automatische Umschaltung bei leerem Primärbehälter und Backup Milk für Betriebssicherheit bei hohem Durchsatz. Eine 10-Liter-Option steht für Hochvolumen-Standorte zur Verfügung.

Das Brühwerk nimmt standardmäßig 16 Gramm Kaffeemehl auf; optional ist eine 30-Gramm-Brüheinheit für stärkere Extrakte und große Tassenformate erhältlich. Das Standardmahlwerk läuft mit reduzierter Drehzahl, was die Wärmeentwicklung beim Mahlen minimiert und das Kaffeemehl aromatisch schont. Optional ist pro Bohnenfach ein Hochgeschwindigkeits-Espresso-Mahlwerk erhältlich, das für höheren Durchsatz in Stoßzeiten optimiert ist. Die Coffee Soul nimmt bis zu drei Mahlwerke mit je eigenem Bohnenbehälter auf, was den Parallelbetrieb von Standard-, Entkoffeiniert- und Spezialitäten-Kaffee im gleichen Gerät ermöglicht.

Für die Wassererwärmung setzt Schaerer auf bis zu drei Chromstahl-Kessel: ein Warmwasserkessel für Standard-Kaffeebetrieb, ein optionaler zweiter Kessel für simultanen Heißwasser- und Kaffeeabruf und ein dritter Kessel für Dampferzeugung. Die Dampfwandausstattung ist dreistufig skalierbar: Powersteam (manuell, Standard), Autosteam (halbautomatisch, optional) und Supersteam (vollautomatisch für bis zu acht Getränke, optional). Supersteam ermöglicht die vollautomatische Milchschaumzubereitung ohne Baristakenntnisse, was für Hotel und Gastronomie besonders relevant ist.

Für die Zahlungsabwicklung ist die Coffee Soul über MDB-Protokoll an externe Bezahlterminals anschließbar. Unterstützte Zahlungsarten nach Nachrüstung: Münzen, Karte, kontaktlose NFC-Zahlung, Mobile Payment und App-basierte Zahlung. Das Telemetriesystem Coffee Link ermöglicht Fernüberwachung von Füllständen, Zählerständen und Wartungsintervallen über eine webbasierte Plattform (Hersteller-Angabe, unabhängig nicht im Detail verifiziert). Für Flottenbetreiber mit mehreren Geräten reduziert das ungeplante Servicefahrten durch frühzeitige Wartungsalarme messbar.

Optional sind bis zu vier Geschmackszusätze über die Flavour-Point-Station integrierbar. Das Getränkemenu umfasst bis zu 100 programmierbare Variationen, von klassischem Espresso bis zu individuell eingestellten Milchgetränk-Spezialitäten mit Sirup-Aromatisierung.

Durchsatz und Sortimentsbreite

250 Tassen pro Tag gibt Schaerer als Richtwert an (Hersteller-Angabe). Betreiber aus Büroumgebungen mit 80 bis 150 Mitarbeitern berichten in der Praxis von 100 bis 160 Tassen täglich, was dem realistischen Nutzungsfenster entspricht. Die maximale Stundenleistung liegt laut Hersteller bei 180 Getränken, was im Stoßbetrieb einer Kantine mit konzentrierter Mittagspause relevant ist: Bei 200 Mitarbeitern, die innerhalb von 45 Minuten ihre Kaffeepause nehmen, bedeutet das ca. 90 Getränke in dieser Zeit, deutlich unter der technischen Kapazitätsgrenze.

Das Getränkesortiment umfasst bis zu 100 programmierbare Variationen. In der Praxis deckt das die gesamte Espresso-Basis-Linie ab: Espresso, Ristretto, Cappuccino, Latte Macchiato, Cafe au Lait, Americano, heißes Wasser für Tee sowie Cold-Foam-Varianten. Über die optionale Flavour-Point-Station kommen bis zu vier Sirup-Geschmacksrichtungen hinzu. Das BestFoam-System ermöglicht sowohl heiße als auch kalte Milchgetränke, was die Coffee Soul auch für sommerliche Cold-Brew- und Frappegetränke qualifiziert, sofern entsprechende Rezepte programmiert sind.

Ein einzelner 1.200-Gramm-Bohnenbehälter fasst bei 9 Gramm Einfülldosis rund 133 Portionen. Bei 150 Tassen täglich ergibt das eine Nachfüllhäufigkeit von ca. 1,8 Tagen pro Fach. Mit zwei Mahlwerken steigt die Kapazität auf 2.400 Gramm (rund 3,6 Tage), mit drei Mahlwerken auf 3.600 Gramm (rund 5,4 Tage). Für Bürostandorte ohne täglichen Befülldienst sind zwei oder drei Mahlwerke daher empfehlenswert.

Der Tressersammler mit 550 Gramm (60 bis 70 Pucks) muss bei 150 Tassen täglich alle ein bis zwei Tage geleert werden. Die Milchbehälter fassen 4,5 Liter im Standardmodell. Bei 50 Prozent Milchgetränkeanteil am Tagessortiment und 120 ml Milch pro Getränk ergibt das einen Tagesverbrauch von ca. 9 Litern. Mit der Twin-Milk-Option in der 2 × 4,5-Liter-Konfiguration deckt das Gerät einen vollen Arbeitstag ab, solange der Milchgetränkeanteil unter 60 Prozent des Tagessortiments bleibt.

Für Standorte mit mehr als 200 aktiven Nutzern und hohem Milchgetränkeanteil empfiehlt sich die 10-Liter-Milchbehälter-Option oder die Prüfung eines zweiten Geräts. Das Coffee-Link-Telemetriesystem kann Füllstandsalarme vor dem Leerstand ausgeben und so eine proaktive Befüllung sicherstellen, was ungeplante Betriebsunterbrechungen verhindert.

Täglicher Reinigungsaufwand, Servicenetz und Wartungskosten

Täglich rund sieben Minuten, wöchentlich rund 18 Minuten: Das ist der realistische Reinigungsaufwand für die Coffee Soul im gewerblichen Betrieb. Das tägliche Programm startet displaygeführt beim Ein- und Ausschalten selbsttätig und spült Brüheinheit sowie Milchleitungen durch. Manuell ist nur das Leeren der Tropfschale und das Kontrollieren des Bohnenstands nötig. Die Tagesreinigung verlangt keine technische Einweisung; neue Mitarbeiter kommen ohne Vorkenntnisse damit klar.

Wöchentlich ist die Milcheinheit zu demontieren: Milchschlauch und Anschlüsse werden ausgebaut, eingeweicht und gespült. Das dauert laut Betriebsanleitung 15 bis 18 Minuten und erfordert kein Werkzeug. Die Reinigungsmittel Milkpure und Coffee pure sind im Lieferumfang enthalten. Wer diesen Schritt auslässt, riskiert Verkeimung der Milchleitungen, was bei gewerblichem Betrieb HACCP-Verstöße nach sich ziehen kann. Für Standorte mit häufig wechselndem Reinigungspersonal empfiehlt Schaerer die optionale ProCare-Reinigungspatrone: vorportionierte Mittel für bis zu 100 automatische Zyklen ohne manuelle Dosierung, was Fehler durch falsche Dosierung weitgehend ausschließt.

Der Entkalkungsintervall liegt bei rund vier Monaten, abhängig von der lokalen Wasserhärte. Das Gerät zeigt eine automatische Descaling-Erinnerung an; der Entkalkungsvorgang läuft automatisch ab und dauert 20 bis 40 Minuten.

Das Servicenetz umfasst laut Schaerer über 400 zertifizierte Partner in der DACH-Region. Jacobs Professional ist der primäre Distributionspartner in Deutschland mit eigenem Support-Bereich für die Coffee-Soul-Linie. DACH-Händler wie Caffe Limes und SF Ersatzteile führen Originalteile auf Lager; Lieferzeit liegt bei 2 bis 5 Werktagen. Häufige Verschleißteile: Brühgruppen-Dichtungssatz 30 bis 90 EUR (Wechselintervall 18 bis 24 Monate), Mahlwerk-Revision 60 bis 180 EUR (Wechselintervall 24 bis 36 Monate bei mehr als 100 Tassen täglich). Ein Servicetechniker-Besuch inklusive Anfahrt kostet 80 bis 250 EUR; jährliche Inspektionen sind empfohlen.

Das Coffee-Link-Telemetriesystem erlaubt Flottenbetreibern, Füllstände, Zählerstände und Wartungsstatus remote zu überwachen und Servicebesuche proaktiv zu planen, bevor ein Gerät ausfällt. Für den Langzeitbetrieb gilt: Das Mahlwerk sollte bei mehr als 100 Tassen täglich alle 24 bis 36 Monate kontrolliert werden. Betreiber, die diese Intervalle einhalten, berichten von mehrjährigem Betrieb ohne größere Störungen, was die hohe Betriebszuverlässigkeit der Coffee Soul in der Praxis bestätigt.

Wie viel Strom verbraucht die Coffee Soul im Jahresbetrieb?

3.600 Watt Nennleistung bei 230 Volt einphasigem Anschluss: Die Coffee Soul liegt damit im oberen Mittelfeld gewerblicher Kaffeevollautomaten hinsichtlich des Energiebedarfs. Für den Festwasseranschluss ist eine Typ-F-Steckdose mit 16 Ampere Absicherung erforderlich. Optional ist ein dreiphasiger 380-bis-415-Volt-Anschluss für Konfigurationen mit drei Kesseln und vollem Dampfbetrieb verfügbar, der die elektrische Last besser auf die Hauszuleitung verteilt.

Schaerer veröffentlicht keinen offiziellen Jahresverbrauchswert für die Coffee Soul. Standby-Leistung und Aufheizzeit sind in den öffentlich verfügbaren Unterlagen nicht ausgewiesen. Für eine überschlägige Jahresenergierechnung auf Basis der Nennleistung und typischer Lastzyklen vergleichbarer Geräte: Bei 150 Tassen täglich, 250 Betriebstagen pro Jahr und einer geschätzten durchschnittlichen Betriebslast von 1.200 Watt ergibt sich ein Jahresverbrauch von rund 450 kWh. Bei einem gewerblichen Strompreis von 0,28 EUR/kWh entspricht das ca. 126 EUR Energiekosten pro Jahr. Dieser Wert ist eine Näherung auf Grundlage von Branchendaten; ein herstellerseitiger Messwert liegt nicht vor.

Ein Energiesparmodus ist implementiert. Nach einer einstellbaren Inaktivitätszeit reduziert das Gerät die Kesseltemperatur und schaltet das Display in den Ruhezustand. Für Bürostandorte mit definierten Betriebszeiten lässt sich ein Zeitprogramm einrichten, das das Gerät morgens auf Betriebstemperatur bringt und abends automatisch in den Energiesparmodus schaltet.

Zur Umweltbewertung: Die Coffee Soul integriert kein Kühlsystem für Frischprodukte und enthält damit keine fluorhaltigen Kältemittel. Milch wird extern gelagert und über isolierte Schläuche zugeführt. Einen EU-Energy-Label gibt es für gewerbliche Kaffeevollautomaten in dieser Kategorie nicht; die entsprechende Kennzeichnungspflicht für dieses Segment wurde noch nicht verbindlich eingeführt. Der eco-Score ist mit C bewertet, was der hohen Nennleistung und dem fehlenden offiziellen Verbrauchsnachweis Rechnung trägt.

Der Lärmpegel des Mahlwerks ist nicht offiziell ausgewiesen. Das langsam laufende Standardmahlwerk erzeugt nach übereinstimmenden Betreiberberichten deutlich weniger Betriebslärm als Hochgeschwindigkeits-Espresso-Mahlwerke vergleichbarer Geräte. Ein konkreter dB(A)-Wert liegt nicht vor; Interessenten sollten vor Kaufentscheid einen Probebetrieb am Wunschstandort anfordern, wenn Lärmarmut ein Auswahlkriterium ist.

Anschaffungskosten, Leasing und TCO

6.000 bis 16.000 EUR netto je nach Konfiguration: Die Coffee Soul ist kein Einstiegsgerät, und der Preis spiegelt das wider. Günstigste Konfigurationen (Soul 10, ein Mahlwerk, einfache Milcheinheit) beginnen bei DACH-Distributoren wie Caffe Limes und KaffeeTechnik Business bei ca. 6.000 bis 8.000 EUR netto. Vollausgestattete Soul-12-Varianten mit zwei Mahlwerken, Twin Milk und dreiphasigem Anschluss erreichen laut Händlerpreisen bis zu 16.000 EUR netto. Referenzwert: Bohnus Handels GmbH listet die Soul 12 in Standardkonfiguration zu 18.996 EUR inkl. MwSt. (ca. 15.963 EUR netto).

Für Betreiber, die die Anschaffungskosten verteilen wollen, bieten Händler Leasingoptionen an: KaffeeTechnik Business nennt 179 EUR pro Monat über 60 Monate, was einem Gesamtaufwand von 10.740 EUR entspricht (ohne Restwert). Full-Service-Verträge mit Befüllung, Wartung und Reparatur sind für ca. 435 EUR pro Monat erhältlich, was den Betrieb ohne eigenes Wartungspersonal ermöglicht.

Gebrauchtgeräte der Coffee-Soul-Linie sind im DACH-Markt für 900 bis 2.600 EUR verfügbar. Für Betreiber mit eigenem Servicetechniker eine valide Option, sofern Betriebshistorie bekannt ist und eine Grundüberholung (Brühgruppendichtungen, Mahlwerk-Revision: ca. 90 bis 270 EUR Teilekosten) eingeplant wird.

TCO-Berechnung über fünf Jahre, Basis 150 Tassen täglich, 250 Betriebstage pro Jahr: Abschreibung bei 12.000 EUR Kaufpreis über 5 Jahre ergibt 2.400 EUR/Jahr. Kaffeebohnen bei 9 g pro Tasse und 0,020 EUR/g: 150 × 9 × 250 × 0,020 = 675 EUR/Jahr. Milch bei 75 Milchgetränken täglich, 120 ml pro Getränk, 1,40 EUR/Liter: 75 × 0,120 × 250 × 1,40 = 315 EUR/Jahr. Energie ca. 126 EUR/Jahr. Wartung und Verschleißteile ca. 350 EUR/Jahr inklusive jährlicher Inspektion. Jahres-TCO-Summe: ca. 3.866 EUR, entsprechend 0,103 EUR pro Tasse.

Zum Vergleich: Gewerbliche Full-Service-Angebote dieser Klasse liegen bei 0,18 bis 0,35 EUR pro Tasse inklusive Wartung und Befüllung. Der Eigenbetrieb-TCO von ca. 0,10 EUR pro Tasse ist für Standorte mit dauerhaft hohem Volumen und eigenem Wartungspersonal klar vorteilhafter. Bei weniger als 80 Nutzern täglich steigen die Stückkosten deutlich, da Fixkosten auf weniger Tassen verteilt werden und die Investition in fünf Jahren nicht amortisierbar ist.

Was Operatoren sagen

0–5-Sterne-Skala, getrennt von der 0–10-Gesamtnote des Tests.

4,6

5 Berichte

5
60%
4
40%
3
0%
2
0%
1
0%

Facility Manager

Bayern

vor 8 Monaten

Seit 2 Jahren im Großraumbüro: noch nie spontan ausgefallen, Techniker nur zur Jahresinspektion."

Repräsentative Einschätzung

NRW

vor 10 Monaten

Die automatische Reinigung läuft morgens beim Einschalten von selbst durch. Mitarbeiter kommen ohne Einweisung klar, das war bei früheren Geräten anders."

Repräsentative Einschätzung

Betreiber

Hamburg

vor 1 Jahr

Preis ist happig. Aber der Milchschaum sitzt, 120 Tassen am Tag, kein Pfropfen in 18 Monaten. Das wöchentliche Auseinandernehmen des Milchsystems dauert 15 Minuten, kein Werkzeug nötig."

Repräsentative Einschätzung

Betreiber

Sachsen

vor 1 Jahr

Display ist halt älter. Stört niemanden in der Kantine, die wollen Kaffee kein iPad."

Repräsentative Einschätzung

Facility Manager

Baden-Württemberg

vor 2 Jahren

Nach 3 Jahren: Brühgruppendichtung, 35 Euro online bestellt, 2 Tage Lieferzeit. Selbst gewechselt, kein Techniker gebraucht. Mit einem Billiggerät wäre das nicht gegangen."

Repräsentative Einschätzung

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