Operator-Ökosystem
TCO bei Automaten: Was die Total Cost of Ownership umfasst
Begriff aus dem Vending-Glossar
TCO steht für Total Cost of Ownership und beschreibt die gesamten Kosten eines Automaten über Anschaffung, Nutzung, Wartung und Entsorgung. Für Betreiber ist TCO aussagekräftiger als der reine Kaufpreis, weil auch laufende und spätere Kosten sichtbar werden.
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Welche Kosten gehören in die Rechnung?
Zur Anschaffung kommen Lieferung, Aufstellung und Inbetriebnahme. Im Betrieb entstehen je nach Vertrag Kosten für Energie, Befüllung, Reinigung, Wartung, Ersatzteile, Reparaturen, Zahlungsabwicklung, Software und Finanzierung. Für einen vollständigen Betriebsvergleich sind außerdem Waren- und Verbrauchsmittel einzubeziehen. Wichtig: Den gewählten Umfang für alle Vergleichsgeräte gleich festlegen.
Die Europäische Kommission nennt für Lebenszykluskosten Anschaffung, Betrieb, Wartung und Kosten am Nutzungsende. Für Automaten lässt sich daraus folgende vereinfachte Betreiberrechnung ableiten:
TCO = Anschaffung und Installation + laufende Betriebs- und Instandhaltungskosten + Kosten am Nutzungsende − Restwert.
Der Restwert ist ein möglicher Erlös aus dem späteren Verkauf des Geräts, nicht der Umsatz aus verkauften Getränken oder Snacks. Verkaufserlöse gehören in die getrennte Rentabilitätsrechnung. Wer den Kaufpreis ansetzt, darf Abschreibungen nicht zusätzlich als Kosten desselben Geräts addieren. Bei Leasing müssen enthaltene Leistungen berücksichtigt werden, damit etwa Wartung nicht doppelt auftaucht.
So werden Angebote vergleichbar
Ein frei gewählter Beispielzeitraum von fünf Jahren ist keine vorgegebene Nutzungsdauer. Für alle Angebote dieselben Annahmen zu Verkäufen, Betriebstagen und Serviceumfang verwenden. Bei Kühlgeräten den dokumentierten Jahresverbrauch und dessen Prüfbedingungen heranziehen; die EU-Informationen zu gewerblichen Kühlgeräten erläutern Energiekennzeichnung und Produktdaten.
Eine Rechenhilfe ohne Marktpreisbehauptung: 1.000 kWh pro Jahr mal angenommenen 0,30 Euro je kWh ergeben 300 Euro jährliche Stromkosten. Tatsächlichen Tarif und passenden Verbrauch einsetzen. Bei längeren Zeiträumen außerdem Preisänderungen und den Zeitpunkt der Zahlungen berücksichtigen. Das Ergebnis zeigt Kosten, nicht automatisch den wirtschaftlich besten Standort.