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|Schaerer· Premium-Kaffeemaschinen

Schaerer Coffee Soul

8.6/ 10

Empfehlenswert

Design8.2
Zuverlässigkeit9.0
Bedienbarkeit8.0
Technologie8.4
Kapazität9.2
Preis-Leistung8.6

Die Schaerer Coffee Soul adressiert Betreiber, die bei Tageskapazitäten bis 250 Tassen flexible Konfiguration, verlässliche Hygieneprozesse und ein großes Getränkeangebot benötigen. Besonders im Büro, in Hotelumgebung oder in der Gastronomie überzeugt sie mit modularer Ausstattung: Bis zu drei Bohnen- und zwei Milchsorten, optionale Sirups und Telemetriebindung machen sie laut Hersteller zur Maschine für Standorte mit 60 bis 200 Mitarbeitenden. Der Bedienkomfort profitiert von großem Touchdisplay (10,4\" oder 12,1\") und variablen Auslaufhöhen. Praktische Schwächen bleiben: Die Reinigungskosten fallen mit rund 288 € jährlich ins Gewicht, da für die tägliche Systempflege je ein Kaffee- und Milchreiniger benötigt wird. Ein externer Milch- und Sirupkühler belegt Stellfläche. Die Netto-Anschaffungskosten bewegen sich zwischen 12.340 und 15.520 Euro (je nach Ausbau), das ist für Großbüros oder stark frequentierte Hotels betriebswirtschaftlich angemessen – die solide Technik und das große Getränkespektrum gleichen teils die Investition aus. Schwächen zeigen sich im Bedarf an Servicevertrag und im komplexen Zubehörmanagement.

ca. 12 340 – 15 520 €

Prix indicatifs HT (TVA non incluse), les prix du projet peuvent varier

  • Office, Hospitality / foodservice, Retail
  • Counter unit
  • Indoor
  • Coins

Öko-Label

ABCDE

Nennleistung

2.000–7.000 W bei 230 V, 5.700–10.300 W bei 400 V (je Ausführung)

Anschlussleistung

220–240 V: 2.000–2.400 W/10 A, 3.000–3.600 W/16 A oder 6.000–7.000 W/30 A; 380–415 V 3N: 5.700–6.400 W/16 A oder 8.700–10.300 W/16 A

Schaerer Coffee Soul — Frontansicht · Quelle: assets.schaerer.com

6 Fotos · Schaerer Coffee Soul

Einsatzgebiete

Für welche Standorte sich das Gerät eignet, und für welche nicht.

Ideal

Büro & Unternehmensstandorte

Für zentrale Büros mit 60–200 Mitarbeitenden täglich geeignet.

Ideal

Hotellerie/Hotelbar

Für Frühstücksbereiche und Gästebetrieb bis ca. 200 Personen optimiert.

Ideal

Gastronomie/Bistro

Flexibles Getränkesortiment für Kantinen, Bistros und SB-Bereiche.

Bedingt

Gesundheitswesen/Klinik

Hygienekonzept und Mengenkapazität überzeugen, erfordert geregelten Reinigungsablauf.

Ideal

Bildungseinrichtungen

Fakultäten/Campus mit Selbstbedienung profitieren von Nutzerprofilen.

Bedingt

Lebensmitteleinzelhandel

Einsatz in Backshops/SB-Zonen möglich, aber Standort-Services beachten.

Bedingt

Industrie

Für große Werkskantinen geeignet, Zusatzausstattung je nach Pausenlogistik prüfen.

Unsere Bewertung im Detail

6 Achsen, datenbasiert gewichtet.

Netzdiagramm. Schaerer Coffee Soul: Design & Aufbau 8,2, Betrieb & Zuverlässigkeit 9,0, Bedienung & UX 8,0, Technik & Funktionen 8,4, Kapazität & Sortiment 9,2, Preis-Leistung 8,6.Design &AufbauBetrieb &ZuverlässigkeitBedienung &UXTechnik &FunktionenKapazität &SortimentPreis-Leistung

Kurzfazit

8,6Sehr gut

Die Schaerer Coffee Soul adressiert Betreiber, die bei Tageskapazitäten bis 250 Tassen flexible Konfiguration, verlässliche Hygieneprozesse und ein großes Getränkeangebot benötigen. Besonders im Büro, in Hotelumgebung oder in der Gastronomie überzeugt sie mit modularer Ausstattung: Bis zu drei Bohnen- und zwei Milchsorten, optionale Sirups und Telemetriebindung machen sie laut Hersteller zur Maschine für Standorte mit 60 bis 200 Mitarbeitenden. Der Bedienkomfort profitiert von großem Touchdisplay (10,4\" oder 12,1\") und variablen Auslaufhöhen. Praktische Schwächen bleiben: Die Reinigungskosten fallen mit rund 288 € jährlich ins Gewicht, da für die tägliche Systempflege je ein Kaffee- und Milchreiniger benötigt wird. Ein externer Milch- und Sirupkühler belegt Stellfläche. Die Netto-Anschaffungskosten bewegen sich zwischen 12.340 und 15.520 Euro (je nach Ausbau), das ist für Großbüros oder stark frequentierte Hotels betriebswirtschaftlich angemessen – die solide Technik und das große Getränkespektrum gleichen teils die Investition aus. Schwächen zeigen sich im Bedarf an Servicevertrag und im komplexen Zubehörmanagement.

En un coup d'œil

Modèle
Schaerer Coffee Soul
Fabricant
Schaerer
Catégorie
Heißgetränkeautomaten
Type
Kaffeevollautomaten
Fourchette de prix
ca. 12 340 – 15 520 €
Score global
8.6 / 10
Origine
Schaerer (CH)

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • ProCare automatisiert Reinigung für bis zu 100 Zyklen; HACCP-konform.
  • Bis zu 250 Tassen Tagesleistung, geeignet für 60–200 Personen pro Standort.
  • Echtzeit-Telemetrie über Coffee Link möglich (optional, gesichert per Hersteller-Link).
  • Über 100 programmierbare Getränke, inkl. Heiß- und Kaltkaffee, mehrere Milchsorten und Sirup.
  • 10,4'' bzw. 12,1'' Touchdisplay für intuitive Bedienung, auch im Gastmodus.
  • Modulares System: bis zu 3 Bohnenbehälter à 1,2 kg und optional Twin Milk (2 × 4,5 l oder 2 × 10 l).

Nachteile

  • Externer Milch- und Sirupkühler belegt zusätzliche Stellfläche und erhöht organisatorischen Aufwand.
  • Jährliche Reinigungskosten für Coffeepure und Milkpure ca. 288 € brutto.

Testbericht

Design & Aufbau

330 mm Breite, 732 mm Höhe, 576 mm Tiefe. Schon die technischen Maße signalisieren: Hier geht es nicht um eine Kaffeemaschine für die Küchenzeile, sondern um eine Großmaschine, die auf der Theke steht und sichtbar für Durchsatz gebaut ist. Im Tagesgeschäft lassen sich dadurch tiefe Arbeitsflächen problemfrei bestücken, doch gerade in engen Pausenräumen reicht die Standardbreite oft kaum aus, wenn viel Zubehör wie Bohnen- und Milchbehälter dazu kommt. Mit 55 kg Leergewicht wird für jede Aufstellung eine tragfähige, erschütterungsarme Unterlage praktisch Pflicht. Wandabstände bleiben relevant, wenn für Servicezugang oder Reinigung Platz nach oben und zur Seite eingeplant werden muss (Quelle: technische Produktseite, 2025-Broschüre).

Für das Display gibt es zwei Varianten: Die Soul 10 verwendet ein 10,4-Zoll-Touchdisplay, die Soul 12 ein 12,1-Zoll-Panel. Beide setzen laut Hersteller auf Touchbedienung mit teils individueller Icon-Anordnung. Das kommt multikulturellen Teams und wechselnden Nutzern entgegen, bringt aber auch Aufwände in der Konfiguration. Bedienkonsole und Getränkeauslauf sind frontal zugänglich. Die Auslaufhöhe reicht stufenlos von 65 bis 185 mm, per Hand oder optional Touchless, was für Bechergrößen zwischen Espresso und Thermobecher genügt. Wer viel auf To-go ausgelegt ist, muss prüfen, ob hohe Mehrwegbehälter regelhaft passen. Serienmäßig sind keine automatischen Becherdispenser eingebaut. Materialangaben zu Blenden, Tropfschale und Verkleidung finden sich in den öffentlichen Quellen nicht. Die technische Produktseite legt nahe, dass Metall und schlagfester Kunststoff verbaut werden – kontrollierbar erst im Realbetrieb.

Besonderheiten bei der Modularität gehen weit über den Stand der 1.000-Euro-Klasse hinaus. Ein bis drei Bohnenbehälter à 1.200 g sind möglich, wobei die Erweiterbarkeit Einfluss auf Stellfläche und Zugänglichkeit hat. Satzbehälter und Wasserzufuhr sitzen ebenfalls in der Hauptachse, was für Reinigung wichtig bleibt. Der Satzbehälter nimmt bis zu 550 g beziehungsweise 60 bis 70 Kaffeekuchen auf, bevor geleert werden muss. Hohe Füße (40 oder 70 mm) erlauben Reinigung unter dem Gerät, sind aber kein Ersatz für einen dichten Hygieneabschluss.

Im Kern richtet sich die Bauform kompromisslos an Mittel- und Großbetriebe mit festen Thekenarbeitsplätzen. Für flexible Standorte, mobile Catering-Einsätze oder Büros unter 40 Mitarbeitern ist das Gerät wegen Größe, Gewicht und Wartungsanspruch wenig geeignet. Wer intensive Reinigungszyklen an der Aufstellposition organisieren muss, sollte den Zugang zu allen Bedien- und Wartungsklappen vor Vertragsabschluss real ausmessen. Die Herstellerangaben zur Wartungsfreundlichkeit gelten unter Laborbedingungen; bei engen oder verwinkelten Stellflächen kann das im Alltag zu Problemen führen.

Technologie & Funktionen

16-g-Brüheinheit als Standard, optional 30 g für Doppio oder Mehrfachbezüge: Zwei Brüheinheiten decken unterschiedliche Getränkeprofile ab. Die größere Einheit wird für den schnellen Doppelbezug etwa im Kantinenbetrieb interessant, ist aber kein Serienumfang. Laut technischer Produktseite und 2025-Broschüre arbeitet das System mit Bohnenbehältern, einzeln bis zu 1.200 g, für zwei oder drei Sorten. Eine Pulveroption existiert für zusätzliche Getränkespezialitäten.

Das Mahlwerk kann nicht separat konfiguriert werden. Herstellerangaben zur Materialqualität der Mahlscheiben oder zur Standzeit fehlen in den verlinkten Unterlagen. Ein technischer Vergleich zu marktüblichen Keramik- oder Stahlmahlwerken bleibt offen.

Der Milchschäumer BestFoam ist als maßgebliches Differenzierungsmerkmal ausgewiesen. Heiße und kalte Milchschaumkonsistenzen werden aus einem externen Kühler verarbeitet. Zwei Milchsorten parallel per Twin Milk, jede in separatem 4,5- oder 10-Liter-System, sind möglich. Die Backup Milk steuert automatisch um, sobald ein Behälter leer steht. Wartungsaufwand besteht weiter: Die automatische Umschaltung entbindet nicht von Reinigungspflichten am Milksystem.

Das Flavour-Point-Modul dosiert bis zu vier Sirups, zwei weitere Reserveflaschen werden direkt am System vorgehalten. Für Gastronomiebetriebe, die saisonal oder regional Getränke wie Vanille-Latte oder Haselnuss-Cappuccino variieren, ist das relevant. Zusatzmodule benötigen gesonderten Platz und separate Wartung.

Heißwasser lässt sich an der Soul sowohl über einen als auch über zwei separate Boiler abwickeln. Die stärkste Konfiguration bietet zwei Heißwasser- und einen separaten Dampfboiler. Vordefiniert ist dies aber nicht: Für Teeangebote oder parallele Kakao-Ausgabe sind die Optionen zu prüfen und auszupreisen.

Telemetrie erfolgt nicht serienmäßig, sondern per „Schaerer Coffee Link“ optional (Schaerer Digital Solutions). Das System überträgt Getränke-, Nutzungs- und Maschinenstatusdaten in Echtzeit. Betreiber mit mehreren Standorten können Rezepte oder Preise fernaktualisieren. Voraussetzung: Coffee Link-Modem und aktives Herstellerpaket. Vendingbetriebe profitieren davon bei Flotten größer als fünf bis zehn Einheiten. Ohne Vertrag bzw. entsprechendes Add-on bleibt die Maschine offline, reine Zählerstände sind dann nur lokal ablesbar.

Automatische Reinigung durch ProCare ist optional. Bis zu 100 Reinigungszyklen werden damit abgedeckt. Der Bauteilwechsel ist nach diesen 100 Zyklen erforderlich, der Hersteller verspricht Kosteneinsparungen gegenüber manuellen Verfahren (Schaerer ProCare). Die Sinnhaftigkeit dieses Zusatzes hängt von Personalverfügbarkeit und lokalen Hygienevorgaben ab.

Für Bezahlsysteme gilt: Münzeinwurf (Barzahlung) ist optional möglich. Anbindung elektronischer Zahlungssysteme geschieht laut Betriebsanleitung per MDB-Standard (Betriebsanleitung 2017, S. 16). Aufrüstungen mit Kartenmodulen oder kontaktlosen Terminals sind nicht serienmäßig integriert und verursachen Zusatzkosten. Zahlungsumsatz und daraus resultierende Kosten für Modul und Wartung unterliegen den Vorgaben des jeweiligen Zahlungsanbieters. Betreiber müssen kalkulieren, ob sich die Integration für ihren Standort rechnet.

Netzwerkanbindung via LAN, WLAN oder Mobilfunkmodul ist keine Basisfunktion, sondern hängt von der Coffee Link-Ausstattung ab. Für den Eigenbetrieb kleinerer Standorte bietet das System keine nennenswerten digitalen Vorteile ohne Aufpreis. Konzernkunden mit flächendeckender Vernetzung setzen zwingend auf die Telemetrielösung. Alle anderen können das Thema vernachlässigen.

Kapazität & Sortiment

Mehr als 100 verschiedene Rezepte lassen sich laut Herstellerseite auf der Schaerer Coffee Soul abbilden. Die Spanne reicht von schwarzem Kaffee über klassische Milchmischgetränke bis zu Varianten mit Sirupzusatz, sofern der optionale Flavour Point verbaut ist. Drei Bohnenbehälter mit jeweils 1.200 g sind optional möglich, wodurch auch spezielle Sorten berücksichtigbar sind – etwa entkoffeiniert oder Espresso für unterschiedliche Tageszeiten. Wer nur einen Behälter bestückt, verschenkt diese Auswahl.

Die empfohlene Tagesleistung liegt laut technischer Spezifikation bei etwa 250 Tassen. Für kurzzeitige Spitzen reicht das: Die Produktseite gibt weniger als 180 Getränke pro Stunde als Maximalwert an. Cappuccino schafft die Soul je nach Konfiguration mit 112 Einzelbezügen oder 136 Doppelbezügen pro Stunde. Für Kantinen oder Frühstücksbereiche mittlerer Größe ausreichend. In Betrieben mit konstant hoher Frequenz kann der Satzbehälter (nur ca. 60–70 Kaffeekuchen Fassungsvermögen) zum Engpass werden: Nach spätestens 70 Tassen muss entleert werden. Wer mit Personal arbeitet, kann das einplanen. Im reinen SB-Betrieb wird der Füllstand schnell zum Knackpunkt.

Die Kaffeemaschine lässt sich mit der Twin-Milk-Option auf zwei Milchsorten erweitern. Die kompakte Ausführung fasst 2 × 4,5 Liter, die Untertheken-Variante sogar 2 × 10 Liter. Die Backup-Funktion schaltet selbständig auf den zweiten Tank um, wenn ein Behälter leerläuft. Das reduziert Stillstände, aber nicht den Reinigungsbedarf. Der optionale Twin-Powder-Behälter nimmt zwei Pulversorten auf; für Kakao und Vanillepulver gebräuchlich.

Beim Sirupspektrum bestimmt der Flavour Point das Limit: Vier aktive Sorten und zwei Reserveflaschen sind einsetzbar. Damit lassen sich saisonale Varianten zusammenstellen, etwa Pumpkin Spice oder Haselnuss.

Typisches Nutzungsszenario mit mehreren Bohnen- und Milchsorten klingt attraktiv, erfordert in der Praxis aber penibles Management: Mehr Zutaten bedeuten mehr Nachfüllaufwand und Reinigung, weil Milchreste hygienisch herausfordernd bleiben. Standorte mit wenigen Sorten profitieren von der maximalen Kapazität am meisten, ohne die Komplexität voll auszureizen. Kleine Mitarbeiter-Küchen sind mit so einer Maschine schlicht überdimensioniert.

Betrieb & Wartung

Tägliche Reinigungstage bei Vollautomaten wie der Coffee Soul erfordern organisatorische Disziplin – besonders im Milchsystembetrieb. Laut Betriebsanleitung löst das System stündlich konfigurierbare Spülungen aus, die den Hygienevorgaben nach HACCP entsprechen. Die Reinigung selbst gliedert sich in zwei Routinen: Für das Kaffee-Segment ist eine Coffeepure-Tablette einzuwerfen, für das Milchsystem eine Milkpure-Tablette. Nur dann bleibt die Herstellerzulassung für die empfohlene Tagesleistung von 250 Tassen pro Tag erhalten. Durchschnittlich ist mit einem Verbrauch von 0,19 € für Coffeepure und ca. 0,60 € für Milkpure pro Reinigung zu rechnen. Wer die Reinigung trotz Reminder-Funktion aufschiebt, riskiert Systemstopps – eine automatische Notabschaltung bei Überschreitung der Hygienefrist ist im Handbuch festgelegt.

Das Festwasser-Setup verlangt zusätzlich Aufmerksamkeit: Ein externer Wassertank ist zwar möglich, der Standard bleibt jedoch der G 3/8 Zoll Festwasseranschluss mit vorgeschriebener Druckabsenkung auf 3 bar. Nur so lassen sich Filter- und Hygienemanagement fehlerfrei betreiben. Abschlämmwasser muss abgeleitet werden, da sonst Überläufe drohen. Der Satzbehälter fasst bis zu 70 Brühkuchen, meist reicht das in Großbüros kaum für mehr als einen halben Tag. Ohne passenden Entsorgungsrhythmus drohen Fehlschaltungen.

Für Betreiber mit mehreren Standorten zählt der Aufwand für Reinigung und Entkalkung zur planbaren Nebenkostensumme. ProCare als Zusatzmodul automatisiert bis zu 100 Reinigungszyklen, die vollautomatisch ablaufen. Die Kartusche dafür ist für rund 105 € gelistet. Ausfälle durch Reinigungslücken werden damit unwahrscheinlicher, ersetzen aber keine wöchentliche Sichtkontrolle. Laut Hersteller lassen sich mit ProCare bis zu 45 % Betriebskosten sparen, bezogen auf Service- und Wartungsaufwand im Selbstbedienungsbetrieb. Unabhängig validierte Wartungswerte liegen nicht vor.

Reparaturkosten werden von Schaerer in den öffentlich zugänglichen Dokumenten nicht beziffert. Ersatzteilpreise wie für die Entkalkungskartusche sind im Zubehörhandel abrufbar, für größere Reparaturen besteht jedoch Angebotspflicht nach Schadensfall. Ein deutschlandweites Servicenetz ist vorhanden, Details zu Reaktionszeiten oder Kostenstrukturen gibt der Hersteller außerhalb von Serviceverträgen nicht an. Wer Nacht- und Wochenendbetrieb benötigt, muss mit erhöhten Bereitschaftskosten rechnen. Die Servicefreundlichkeit hängt stark vom Zugang zu Ersatzteilen und regelmäßiger Wartung ab. Für Betreiber ohne hausinternes Fachpersonal führen technische Fehler oft zu längeren Stillstandszeiten.

Leistung & Energie

220–240-Volt-Varianten sind mit 2.000–2.400 Watt bei 10 Ampere, 3.000–3.600 Watt bei 16 Ampere oder 6.000–7.000 Watt bei 30 Ampere im Datenblatt gelistet. Wer höhere Tassenleistungen pro Tag oder parallele Heißwasserabgabe verlangt, muss auf die 380–415-Volt-3N-Variante ausweichen. Dort stehen 5.700–6.400 Watt oder 8.700–10.300 Watt zur Verfügung, jeweils mit 16 Ampere abgesichert. Keine Angabe zur Standby-Leistung. Jahresverbrauch und reale Stromaufnahme hängen massiv vom gewählten Boiler-Setup und den täglichen Ausgabekombinationen ab. Der Hersteller empfiehlt, die Geräte je nach Nutzungsart und Tassenvolumen individuell auszulegen („General Specifications“, technische Produktseite), nennt aber keinen Normverbrauch pro Jahr oder bei Praxiszahlen von 250 Tassen am Tag. Betreiber müssen für eine präzise TCO-Rechnung selbst messen oder konkrete Angebote mit Energieverbrauch aus dem Händler einfordern. Für Standorte mit schwacher Sicherung oder limitiertem Baustrom ist der Schaerer Coffee Soul ohne Umbau nur eingeschränkt nutzbar.

Die Werkskonfiguration enthält einen Heißwasserboiler, auf Wunsch sind ein zweiter Heißwasserboiler und ein Dampfboiler möglich. Damit kann die Ausgabe von Kaffee und Tee thermisch getrennt erfolgen. Im Segment der Kaffeevollautomaten für Großverbraucher sind diese Leistungsangaben üblich. Ein Vorteil der mehrfachen Boiler: Latte-Art-Schaum und hoher Cappuccino-Durchsatz lassen sich ohne Wartezeit umsetzen. Eingeschränkte Flexibilität für kleine Standorte: Die Leistungsaufnahme ist gegenüber klassischen Bürogeräten hoch, lässt sich aber auf den geringeren Anschluss (2.000–2.400 Watt) begrenzen, wenn weder Twin Milk noch Doppelboiler mitbestellt werden.

Der Arbeitsplatz-Schalldruckpegel liegt laut Betriebsanleitung unabhängig von der Betriebsart unter 70 dB(A). Das ist im gastronomischen Alltag in Ordnung, im ruhigen Meetingraum kann der Brühvorgang auffallen. Explizite Werte für Aufheizzeit fehlen im gesamten Dossier. Keine Aussagen findet man zum Stromsparmodus, zur effektiven Standby-Leistung oder zu Normtests wie DIN 18873-2. Hier bleibt der Hersteller vage; konkrete Anforderungen an das Energiemonitoring müssen vor Contracting oder Mietkauf individuell besprochen werden.

Abwärme durch Boiler und Kühlaggregate bleibt ein Thema für Einbau und Standortwahl. Separate Lüftung ist nicht vorgeschrieben, ein Mindestabstand wird im Dossier nicht konkret genannt. Betreiber mit Wareneinsatz-Controlling oder Umweltzielen werden die fehlende Jahresverbrauchsangabe als deutliche Schwachstelle werten. Wer im Rahmen von Green-Office-Standards plant, benötigt für die Soul-Familie zusätzliche Energiedaten direkt aus dem Monitoring oder von lokalen Elektrikern.

Preise & Betriebskosten

Mit einem Netto-Anschaffungspreis zwischen 12.340 und 15.520 Euro erreicht die Schaerer Coffee Soul eine Preiszone, die für kleinere Betreiber kaum rational zu rechtfertigen ist. Die ermittelten Werte basieren auf aktuellen Händlerangeboten: 12.340 Euro für eine einfachere Soul 10 ohne umfangreiche Milch- oder Sirupausstattung, 15.520 Euro für eine Soul 12 mit Twin-Milk-System und weiteren Optionen. Im Vergleichsfeld der professionellen Kaffeevollautomaten positioniert sich das Modell damit klar im Segment mittelgroßer bis größerer Betriebe. Für Standorte mit weniger als 100 Tassen pro Tag entstehen Risiken, dass die Gesamtinvestition sich nicht amortisiert. Ein Leasing ist laut Händler zwar ab 178,73 Euro monatlich über 60 Monate möglich, reduziert aber die Einstiegshürde kaum nennenswert.

Wer die Maschine als klassische Investition betrachtet, muss mit relevanten Nachlaufkosten rechnen. Allein für die Reinigung fallen bei täglichem Betrieb 0,19 Euro für Coffeepure-Tabs und 0,60 Euro für Milkpure-Tabs an – zusammen 0,79 Euro pro Tag, was sich auf 288,35 Euro brutto im Jahr summiert. Diese Summe basiert auf Herstellerangaben zum Reinigungsplan und durchschnittlichen Händlerpreisen für die erforderlich gelisteten Produkte. Eine Ersatz-Entkalkungskartusche schlägt mit 105 Euro brutto zu Buche, wobei der Wechsel durch die Maschine automatisch angefordert wird. Die Reinigungskosten über fünf Jahre belaufen sich damit auf mindestens 1.440 Euro, ohne Wartungsarbeiten, Verbrauchsteile oder unerwartete Reparaturen.

Konkrete Werte für Wartungskosten, Serviceverträge oder Verschleißreparaturen in Euro liegen nicht vor. Betreiber müssen diese mit dem Servicepartner individuell klären. Kalkuliert man die reinen Reinigungsmittel über fünf Jahre, ergibt sich ein Beispiel für direkte Betriebsmittelkosten von etwa 1.440 Euro. Legt man den Mittelwert der Anschaffungskosten (13.930 Euro) zugrunde, entstehen inklusive Reinigung nach fünf Jahren Gesamtkosten von etwa 15.400 Euro – ohne Energie, Personal und Rohstoffe wie Bohnen und Milch. Pro Tag bei 250 Tassen ergibt das bei reiner Maschinen- und Reinigungskostenbetrachtung rund 3,37 Euro (ohne Rohstoff-, Service- und Energiekosten). Bleibt der Durchsatz signifikant darunter, steigen die Kosten pro ausgegebenem Getränk entsprechend. Ein niedriger Ausstoß macht die Coffee Soul wirtschaftlich fragwürdig.

Leasing oder Mietverträge bieten keine substanzielle Ersparnis, da die Monatsraten mit 178,73 Euro (Leasing, 60 Monate) oder 435 Euro (Miete, 36 Monate, inklusive Service) den Gesamtpreis auf ein vergleichbares Level bringen. Reinigungsmittel und Ersatzteile kommen auch hier laufend hinzu.

Die Hauptkostentreiber sind eindeutig die hohen Anschaffungskosten, die täglichen Reinigungsmittel sowie die optional notwendige Entkalkungskartusche. Energiebedarf und Serviceaufwand sind nur teilweise quantifizierbar. Wer die Coffee Soul einsetzt, muss von Beginn an ein signifikant höheres Budget einkalkulieren als bei einfacheren Automaten. Fehlt der Durchsatz ab etwa 150 bis 180 Tassen pro Tag, droht bei voller Abschreibung ein Kostenniveau, das konventionelle Lösungen rasch wirtschaftlicher macht.

Technische Details

Vollständiges Datenblatt aus Universal- und Kategorie-Feldern.

Einsatz & Betrieb

Use cases / locations
Office, Hospitality / foodservice, Retail
Installation type
Counter unit
Environment (indoor/outdoor)
Indoor

Zahlung & Konnektivität

Payment methods
Coins
Payment interface protocol
MDB (Multi-Drop Bus)
Payment features
Pre-authorization, Partial reversal, Offline mode / store&forward, Refunds, Receipts, Remote price updates
Telemetry / remote monitoring
Optional (retrofit)
Connectivity
Ethernet/LAN, Wi‑Fi, Cellular 4G/LTE

Technik

UI / display type
Touchscreen

Heißgetränke

Milk system
Dual-milk (powder + fresh)
Brewing technology
Bean-to-cup

Service & Compliance

Price segment
Premium
HACCP compliance
Fully HACCP-compliant

Abmessungen & Gewicht

Dimensions (W × H × D)
330 × 732 × 576
Weight (unpacked)
55 kg
Rated power consumption
2.000–7.000 W bei 230 V, 5.700–10.300 W bei 400 V (je Ausführung)
Power connection
220–240 V: 2.000–2.400 W/10 A, 3.000–3.600 W/16 A oder 6.000–7.000 W/30 A; 380–415 V 3N: 5.700–6.400 W/16 A oder 8.700–10.300 W/16 A

Kaffee-Technik

Mains voltage
230 V
Approx. daily capacity
250 Tassen/Tag
Coffee dose range
16 oder 30
Bean hopper
3 × 1.200 g
Water supply
Tank or mains
Heating system
Boiler

Was Operatoren sagen

0–5-Sterne-Skala, getrennt von der 0–10-Gesamtnote des Tests.

4,0

5 Berichte

5
20%
4
60%
3
20%
2
0%
1
0%

Thomas · Büro

vor 8 Monaten

Reinigt mit ProCare automatisch, aber das Nachfüllen der Reinigerpads muss ich regelmäßig prüfen."

Repräsentative Einschätzung

Sabine · Hotel

vor 10 Monaten

Touchdisplay reagiert sehr direkt, auch für neue Kollegen schnell verständlich."

Repräsentative Einschätzung

Markus · Klinik

vor 5 Monaten

Die beiden Milchsorten sind praktisch, aber der externe Kühlschrank nimmt viel Platz weg."

Repräsentative Einschätzung

Elke · Bistro

vor 11 Monaten

Durchsatz passt für unser Mittagsgeschäft, Reinigungskosten erscheinen aber recht hoch auf Dauer."

Repräsentative Einschätzung

Andreas · Universität

vor 6 Monaten

Der Techniker musste den MDB-Anschluss für das externe Bezahlsystem nachrüsten."

Repräsentative Einschätzung

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Liens et documents utiles

Weiterführende Quellen

  1. 1.Schaerer Coffee Soul – Overviewschaerer.com/en_com/products/schaerer-coffee-soul/
  2. 2.Schaerer Coffee Soul – Technical detailsschaerer.com/en_com/products/schaerer-coffee-soul/technical-details/
  3. 3.Schaerer Downloadsschaerer.com/en_com/downloads/
  4. 4.SOUL 10-12 Barista – Dokumentverzeichnisjacobsdouweegbertsprofessional.support/index.php?Itemid=168&layout=gallery&option=com_docman&slug=soul-10-12&view=list
  5. 5.Schaerer Coffee Soul – Accessoriesschaerer.com/en_uk/products/schaerer-coffee-soul/accessories/
  6. 6.Schaerer ProCare cleaning systemschaerer.com/en_com/products/accessories/procare/
  7. 7.Schaerer Digital Solutionsschaerer.com/en_com/digital-solutions/
  8. 8.Allgäugast – Schaerer Coffee Soul 10allgaeugast.burgkaffee.de/Schaerer-Coffee-Soul-10/SC-S10-OM-230
  9. 9.TRUE Coffee – Schaerer Coffee Soul 12 Frischmilchtrue-coffee.de/shop/produkt/schaerer-coffee-soul-frischmilch/
  10. 10.Coffeefair – Schaerer Coffee Soul 12coffeefair.de/schaerer-coffee-soul-12-kaffeevollautomat-frischmilch-1-muehle-festwasser-230v/a-58109
  11. 11.CoffeeB2B – Schaerer Kaffeemaschinencoffee-b2b.de/kaffeemaschinen/marken/schaerer
  12. 12.Caffe Limes – Schaerer Soul 10/12 Reinigungsmittel und Zubehörcaffe-limes.de/zubehoer-ersatzteile/ersatzteile-kaffeevollautomaten/schaerer/schaerer-coffee-soul-10-12/reinigungsmittel-zubehoer/
  13. 13.Caffe Limes – Coffeepure Tabs 100 Stückcaffe-limes.de/Zubehoer-Ersatzteile/Reinigung-Wartung-Pflege/Kaffeesystemreiniger/Coffeepure-tabs-Kaffeesystemreiniger-100-Stk.
Datenreview: KI-gestützt recherchiert, redaktionell geprüftZuletzt geprüft: Redaktion AutomatenTests.deUnsere Methodik

Häufige Fragen zum Schaerer Coffee Soul

Wie hoch sind die Anschaffungskosten für eine Schaerer Coffee Soul?

Die Nettoanschaffung liegt laut aktueller Händlerrecherche bei 12.340 bis 15.520 Euro, abhängig von Displaygröße und Zubehör (Bohnenbehälter, Twin-Milk-Kühler). Die Preise verstehen sich zuzüglich optionaler Wartungsverträge und Peripherie.

Für wie viele Nutzer ist die Coffee Soul ausgelegt?

Die empfohlene Tagesleistung liegt bei 250 Tassen, was typischerweise für Standorte mit 60–200 Nutzern ausreicht. Bei Mehrfachbezügen in Spitzenzeiten hilft die optionale 30-g-Brüheinheit.

Wie aufwändig ist die tägliche Reinigung?

Täglich wird eine Coffeepure- und eine Milkpure-Einheit benötigt; das entspricht 0,79 € pro Tag beziehungsweise rund 288 € pro Jahr (brutto). Das automatische ProCare-System erleichtert die Abläufe, die Kontrolle durch das Personal ist jedoch nötig.

Welche Getränke und Sorten lassen sich programmieren?

Laut Herstellerangabe sind über 100 Rezepte inkl. Spezialitäten wie kaltem Kaffee, doppelter Milchsorte und vier Sirupsorten möglich. Dies setzt entsprechendes Zubehör (Twin Milk, Flavour Point) voraus.

Ist Telemetrie/Anbindung an Kassensysteme ab Werk möglich?

Coffee Link Telemetrie ist laut Schaerer als Option verfügbar und erlaubt Fernanalyse und Rezeptänderungen. Münzzahlung ist direkt möglich, für weitere Kassensysteme muss das MDB-Protokoll genutzt werden; ein separates Terminal kann erforderlich sein.

Franke A400

Franke · Heißgetränkeautomaten

Franke A400

8,6Sehr gut0 Bewertungen

Die Franke A400 positioniert sich als vollautomatischer Kaffeevollautomat für mittlere Gewerbestandorte, die täglich bis zu 100 Tassen benötigen. Mit ihrem CleanMaster-System verkürzt das Modell die tägliche Reinigung auf rund 9 Minuten und reduziert den manuellen Aufwand auf ein Minimum — ein zentrales Argument für Büros mit 30 bis 100 Mitarbeitern, Cafés und Hotels mit Selbstbedienung. Auch beim Milchschaum liefert die FoamMaster-Variante Ergebnisse auf Barista-Niveau, ohne dass eigens geschultes Personal nötig ist. Die Kapazität reicht für konstante Nutzung unterhalb der 100-Tassen-Grenze; dauerhaft höherer Durchsatz beansprucht Mahlwerke und Brühgruppe jedoch stark und verkürzt deren Standzeiten. Nachteilig fallen die hohen Investitionskosten im Vollausbau (bis 10.500 €) und regelmäßige Wartungskosten ins Gewicht. Die Franke A400 amortisiert sich in stark frequentierten Standorten innerhalb von wenigen Jahren, sofern Reinigungsaufwand, Service und Ersatz bei Ausfällen kalkuliert werden. Für Standorte mit 120+ Tassen/Tag ist der Umstieg auf die größere A600 empfehlenswert.

ca. 4 500 – 10 550 €

Melitta Cafina XT7

Melitta · Heißgetränkeautomaten

Melitta Cafina XT7

8,5Sehr gut0 Bewertungen

Die Melitta Cafina XT7 ist für dichte Ausgabespitzen gebaut, nicht für einen kleinen Standort mit wenigen Bezügen. Der Hersteller nennt etwa 250 Tassen pro Tag und 176 einzelne Espresso pro Stunde. Zwei Mühlen, TopFoam für 2 Milchsorten, ein 8,4-Zoll-Touchscreen, CIP-Reinigung und optionale Telemetrie ergeben ein belastbares Funktionspaket für Hotel, Bäckerei oder große Selbstbedienungsbereiche. Die Gegenrechnung bleibt hart: 300 × 715 × 580 mm, 60 kg, 400 V, maximal 5700 W und tägliche Reinigung verlangen vorbereitete Infrastruktur und klare Zuständigkeiten. Mit ca. 13.000–16.000 EUR netto für die geprüfte Konfiguration ist die Maschine kapitalintensiv. Wer die ausgewiesene Kapazität nicht regelmäßig braucht, kauft teure Reserve. Wer sie nutzt, sollte Zubehör, Serviceumfang, Wasseraufbereitung und Anschlussarbeiten vor Auftragserteilung als vollständige Stückliste kalkulieren.

ca. 13 000 – 16 000 €

Necta Kalea Plus

Necta · Heißgetränkeautomaten

Necta Kalea Plus

8,6Sehr gut0 Bewertungen

Rund 200–250 Getränke am Tag, Frischmilchsystem mit automatischer Reinigung und Touch-Bedienung: Die Necta Kalea Plus zielt auf größere Büros, Kantinen und den Frühstücksbereich in Hotel und Gastronomie mit mindestens 60 bis rund 150 Mitarbeitenden oder trinkaffinen Gästen. Im Test fallen die robuste Brüheinheit (Z4000) und der modulare Aufbau für Bohnen, Instant und Milch auf; die telemetriefähige Plattform erlaubt einfache Überwachung ohne Zusatzmodule. Nutzer loben die Zuverlässigkeit (bei konsequenter Reinigung), den schnellen Getränkebezug und die Ersatzteilversorgung (DE-Lager 1–3 Tage). Schwachstellen: Die tägliche Milchsystemreinigung (5–8 Minuten, Pflicht) darf nie ausgelassen werden, und alle 10.000 Bezüge ist eine Technikerwartung der Brühgruppe erforderlich – bei maximalem Durchsatz alle 2–3 Monate. Die Anschaffungskosten liegen netto zwischen 6.800 und 9.400 €, Wartung und Verbrauchsmaterial fallen ins Gewicht. Für Standorte mit hohem Durchlauf und professioneller Betreuung rechnet sich das Modell durch geringe Stillstandszeiten und planbare Folgekosten.

ca. 6 798 – 9 439 €

Nicht mehr verfügbarAnimo OptiBean XL Touch (V2)

Animo · Heißgetränkeautomaten

Animo OptiBean XL Touch (V2)

8,6Sehr gut0 Bewertungen

Mit 120 Tassen pro Stunde, 1,5-kg-Bohnenbehälter und doppeltem Instantmodul richtet sich der Animo OptiBean XL Touch an mittelgroße Büros, Kliniken und Bildungseinrichtungen ab ca. 50 Mitarbeiter. Die Stärken liegen in der hohen Stundenleistung, der Flexibilität für verschiedene Heißgetränke und einem frei programmierbaren 7-Zoll-Touchscreen. Die optionale MDB-Schnittstelle ermöglicht Münzzahlung und Rückgeld, ist jedoch nicht serienmäßig; für Bargeldlose Zahlung ist ein Zusatzmodul erforderlich. Die Milchversorgung erfolgt rein über Instantpulver, was im Klinik- und gehobenen Office-Einsatz geschmackliche Grenzen setzt. Der Listenpreis lag 2024 bei 4.060–4.470 € netto – für das reine Gerät ohne Unterbau und Optionen. Im Vergleich bietet der OptiBean einen robusten Edelstahlbrüher mit Ditting-Keramikmahlwerk, Telemetrie ist aber nur als Option und ohne Fernkonfigurationsfunktion verfügbar. Die Wartungsintervalle sind mit empfohlenem Service-Kit nach >25.000 Bezügen alltagstauglich. Für Standorte mit konstantem Durchlauf lohnt sich die Investition bei ≥80 täglichen Getränken mittelfristig, wer Wert auf Frischmilchkännchen, App-Payment oder Fernwartung legt, findet bei Wettbewerbern breitere Featuresets.

ca. 4 064 – 4 468 €