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|Necta· Vending Machines (Evoca Group)

Necta Kalea Plus

8.6/ 10

Empfehlenswert

Design8.3
Zuverlässigkeit8.6
Bedienbarkeit8.2
Technologie8.8
Kapazität9.2
Preis-Leistung7.9

Rund 200–250 Getränke am Tag, Frischmilchsystem mit automatischer Reinigung und Touch-Bedienung: Die Necta Kalea Plus zielt auf größere Büros, Kantinen und den Frühstücksbereich in Hotel und Gastronomie mit mindestens 60 bis rund 150 Mitarbeitenden oder trinkaffinen Gästen. Im Test fallen die robuste Brüheinheit (Z4000) und der modulare Aufbau für Bohnen, Instant und Milch auf; die telemetriefähige Plattform erlaubt einfache Überwachung ohne Zusatzmodule. Nutzer loben die Zuverlässigkeit (bei konsequenter Reinigung), den schnellen Getränkebezug und die Ersatzteilversorgung (DE-Lager 1–3 Tage). Schwachstellen: Die tägliche Milchsystemreinigung (5–8 Minuten, Pflicht) darf nie ausgelassen werden, und alle 10.000 Bezüge ist eine Technikerwartung der Brühgruppe erforderlich – bei maximalem Durchsatz alle 2–3 Monate. Die Anschaffungskosten liegen netto zwischen 6.800 und 9.400 €, Wartung und Verbrauchsmaterial fallen ins Gewicht. Für Standorte mit hohem Durchlauf und professioneller Betreuung rechnet sich das Modell durch geringe Stillstandszeiten und planbare Folgekosten.

ca. 6 798 – 9 439 €

Prix indicatifs HT (TVA non incluse), les prix du projet peuvent varier

  • Office, Hospitality / foodservice
  • Counter unit
  • Indoor
  • Coins

Öko-Label

ABCDE

Nennleistung

3200 W

Anschlussleistung

230/240 V, 50/60 Hz, 15 A

Necta Kalea Plus — Frontansicht · Quelle: kaffeevollautomaten.org

2 Fotos · Necta Kalea Plus

Einsatzgebiete

Für welche Standorte sich das Gerät eignet, und für welche nicht.

Ideal

Büro 60–120 Mitarbeiter

Durchsatz von 150+ Tassen/Tag und Fernüberwachung reduzieren Betreuungsaufwand.

Ideal

Hotel & Gastronomie

Frischmilchsystem für Cappuccino in 35 Sekunden, Touchscreen-Selbstbedienung für Gäste.

Ideal

Kantine & Campus

Zwei Mahlwerke, schnelle Ersatzteilversorgung – minimiert Ausfallzeiten im Stoßbetrieb.

Bedingt

Einzelhandel & Bäckerei

Kompakt für SB-Zonen, aber tägliche Reinigung und regelmäßige Wartung zwingend.

Ideal

Krankenhaus/Altenheim

Automatisches Reinigungsprogramm unterstützt hygienische Anforderungen.

Bedingt

Catering/Lounge

Gute Option für Events mit hoher Getränkevielfalt, aber hohe Stromaufnahme beachten.

Nicht geeignet

Produktion/Werkstatt

❌ Nur für trockene Innenräume, keine Freiaufstellung bei Feuchtigkeit.

Unsere Bewertung im Detail

6 Achsen, datenbasiert gewichtet.

Netzdiagramm. Necta Kalea Plus: Design & Aufbau 8,3, Betrieb & Zuverlässigkeit 8,6, Bedienung & UX 8,2, Technik & Funktionen 8,8, Kapazität & Sortiment 9,2, Preis-Leistung 7,9.Design &AufbauBetrieb &ZuverlässigkeitBedienung &UXTechnik &FunktionenKapazität &SortimentPreis-Leistung

Kurzfazit

8,6Sehr gut

Rund 200–250 Getränke am Tag, Frischmilchsystem mit automatischer Reinigung und Touch-Bedienung: Die Necta Kalea Plus zielt auf größere Büros, Kantinen und den Frühstücksbereich in Hotel und Gastronomie mit mindestens 60 bis rund 150 Mitarbeitenden oder trinkaffinen Gästen. Im Test fallen die robuste Brüheinheit (Z4000) und der modulare Aufbau für Bohnen, Instant und Milch auf; die telemetriefähige Plattform erlaubt einfache Überwachung ohne Zusatzmodule. Nutzer loben die Zuverlässigkeit (bei konsequenter Reinigung), den schnellen Getränkebezug und die Ersatzteilversorgung (DE-Lager 1–3 Tage). Schwachstellen: Die tägliche Milchsystemreinigung (5–8 Minuten, Pflicht) darf nie ausgelassen werden, und alle 10.000 Bezüge ist eine Technikerwartung der Brühgruppe erforderlich – bei maximalem Durchsatz alle 2–3 Monate. Die Anschaffungskosten liegen netto zwischen 6.800 und 9.400 €, Wartung und Verbrauchsmaterial fallen ins Gewicht. Für Standorte mit hohem Durchlauf und professioneller Betreuung rechnet sich das Modell durch geringe Stillstandszeiten und planbare Folgekosten.

En un coup d'œil

Modèle
Necta Kalea Plus
Fabricant
Necta
Catégorie
Heißgetränkeautomaten
Type
Kaffeevollautomaten
Fourchette de prix
ca. 6 798 – 9 439 €
Score global
8.6 / 10
Origine
Necta (IT)

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • 2 Mahlwerke ermöglichen gleichzeitigen Betrieb von Kaffee + entkoffeiniert, Konfiguration wechselbar.
  • Integriertes WiFi & Bluetooth serienmäßig, Echtzeit-Status ohne externe Telemetriebox.
  • Tagesleistung 200–250 Getränke (Hersteller/Handel), geeignet für hohe Frequenz ohne Stillstand.
  • Ersatzteile in Deutschland innerhalb 1–3 Tagen (Kaffeetechnik-Shop.de, Liberty, Gerds-Coffeehome).
  • Automatisches Milchsystem-Reinigungsprogramm, 5–8 Minuten, Touch-geführte Bedienung ohne Werkzeug.
  • Z4000-Brüher: langlebige Baugruppe mit bis zu 10.000 Ausgaben zwischen den Pflichtwartungen.

Nachteile

  • Keine offizielle Cashless-Option ab Werk, nur MDB-Münzmodul laut Anleitung verfügbar.
  • Gebrauchtgeräte ohne belegte Servicehistorie riskant (Zähler/PWD-Reset/Unbekannte Verschleißteile).
  • Brühgruppenwartung alle 10.000 Bezüge erforderlich – bei 150 Tassen/Tag alle 2–3 Monate.
  • Kesselentkalkung ausschließlich vom Techniker zulässig, kein Benutzerintervall/Kostenplan vorgesehen.

Testbericht

Design & Aufbau

368 Millimeter Breite, 586 Millimeter Tiefe und 783 Millimeter Höhe gibt das aktuelle Herstellerdatenblatt für die Kalea Plus an. Im Gegensatz zu vielen Gastro-Kaffeevollautomaten bleibt das Gerät damit deutlich unter einem Meter Höhe, erreicht aber durch das Gewicht von 47 Kilogramm eine Kategorie, in der Transport und Aufstellung nicht mehr von einer Einzelperson bewältigt werden können. Wer die Tür öffnet, muss mit 854 Millimeter Tiefe rechnen. Für die Belüftung verlangt der Hersteller mindestens vier Zentimeter Abstand zur Wand, ein Punkt, der insbesondere in Möbeleinschüben übersehen wird. Die Aufstellung ist strikt auf trockene Innenräume zwischen 2 und 32 Grad Celsius begrenzt – Außenstationen oder offene Foyers sind damit ausgeschlossen, ein Klassiker der Office- und HoReCa-Serie.

Auffällig bleibt das Bedienkonzept: Das Display misst laut deutschem Datenblatt sieben Zoll und ist als Touchscreen ausgeführt. Die Auswahl der Getränke erfolgt entweder über zehn Direktwahltasten pro Bildschirmseite oder durch Blättern; die Seitenzahl ist laut Dokumentation unbegrenzt. Der Bereich für den Höhenauslauf ist mit 75 bis 170 Millimeter nutzbar und deckt damit Espressotassen wie hohe Kaffeebecher ab. Individualisierbare Hintergründe und Icons kann der Betreiber selbst festlegen – vieldiskutierte, automatisierte Sprachausgabe oder Sensorik sind nicht dokumentiert.

Wer Zusatzmodule einplant, muss Platz für optionale Kühleinheiten und die Roll-Unterschränke schaffen. Der Hersteller gibt für optionale Kühlschränke 190 oder 290 Millimeter Breite an. Die Option, das Gerät auf mobile Unterschränke mit 700 oder 1.000 Millimeter Breite zu setzen, richtet sich erkennbar an wechselnde Einsatzorte oder Standorte mit Reinigungsbedarf unter dem Gerät. Ein typischer Mehrwert in Büros mit hoher Frequenz und Servicepersonal.

Die äußere Materialqualität bleibt bei der reinen Datenlage offen. Das Herstellerdatenblatt legt Wert auf technische Aufbau-Skizzen, nicht auf Marketingfotos zum Materialkonzept. Sichtprüfung im Auslieferungszustand empfiehlt sich deshalb vor Abnahme, gerade bei Großaufträgen. Sichtbare Kunststoffteile etwa am Tastenfeld oder Dispensausschnitt sind in der Hotellerie ein typisches Verschleißrisiko, Erfahrungsberichte hierzu sind im geprüften Recherche-Zeitraum jedoch rar.

Das Betriebsgewicht und die notwendige Wartungsfreiheit zur Seite und nach vorne bestimmen die Praxis: Wer die Maschine in eine Nische einbauen will, riskiert Einschränkungen bei der Wartung etwa der Brühgruppe oder beim Austausch des Milchkanisters. Modellfotos zeigen Ausführungen in Schwarz und Silber, wobei der Farbumschlag keine technischen Auswirkungen hat. In Summe verlangt die Kalea Plus ein site survey vor Installation, besonders in beengten Räumen – aufstellende Betreiber unterschätzen sonst Aufwand und Servicezugang.

Technologie & Funktionen

Zwei Mühlen mit selbstregulierender Mahlgradeinstellung liefern jeweils bis zu 1,2 kg Bohnenvorrat. Die Mahlwerke greifen auf die in der Evoca-Gruppe mehrfach eingesetzte Z4000-Brüherplattform zu, die 7–14 g Dosierung pro Brühvorgang abbildet (vgl. Necta, Datenblatt 2024, S. 4). Pulverzubereitung ist für Schokolade (1,8 kg), Milchpulver (0,75 kg) oder Instantgetränke (0,5 kg Gerste) vorgesehen. Welche Kombination ausgeliefert wird, hängt von der gewählten Konfiguration ab. Der parallele Betrieb mit zwei Bohnen und einer Instant-Komponente beseitigt für größere Standorte das übliche Engpassproblem in Stoßzeiten. Flexibilität gibt es beim Getränkemenü nur insoweit, wie die Konfigurationshardware dies vorsieht.

Der Touchscreen misst sieben Zoll, löst klar lesbar auf, unterstützt laut Hersteller individuelle Hintergründe und Menüführung (Datenblatt 2024, S. 3). Für wechselnde Nutzerkreise wie Hotelgäste im Frühstücksbereich wird so zumindest Bedienfehlern vorgebeugt. Menüvielfalt bleibt trotzdem hardwareseitig eingegrenzt: Nur die gewählten Produktbehälter lassen sich als Auswahl abbilden. Der Getränkeauslauf wird elektronisch gesteuert, deckt Gefäßgrößen von 75 bis 170 mm ab (Deutsches Datenblatt L543D0, S. 3) und bremst damit den Einsatz an Sonderstandorten wie Coffee-to-go-Service mit größeren Bechern.

Beim Milchsystem setzt Necta auf den „Milk PerFoamer“, der Frischmilch über externe Kühleinheiten automatisch bezieht und separat temperiert. Die Anbindung externer Kühlschränke ist Pflicht, ein eingebautes Kühlsystem existiert nicht (Datenblatt 2024, S. 2, 4). Funktionierende Frischmilchausgabe steht und fällt mit dieser Peripherie. Eine Abschalt-Funktion sperrt Milchausgabe nach Schichtende bei nicht erfolgter Reinigung – Bedienungsfehler werden so an der Maschine abgefangen, sind aber bei ausgelassenen Reinigungszyklen nicht auszuschließen.

Konnektivität besteht serienmäßig aus WLAN und Bluetooth, erkennbar im Datenblatt und in der Originalanleitung. Die Telemetrie wird als Fernüberwachung für Servicemeldungen genutzt, komplexe Fernsteuerung oder Konfigurationsänderung über das Internet ist nach den Quellen nicht implementiert (Datenblatt 2024, S. 4, Deutsches Datenblatt L543D0, S. 2). Analoge Logger, vollautomatische Bestandserfassung oder Alarmfunktionen fehlen. Für Betreiber ohne eigenen Support bedeutet das: Keine Komplett-Fernbedienung, aber zumindest Statusübertragung und Grunddaten für Serviceeinsätze.

Zahlung nimmt die Kalea Plus ausschließlich über eine optionale MDB-Platine mit Münzmodul und Wechselgeldfunktion an (Originalanleitung H5035EN01, S. 65, 68–70, 88). Kartenzahlung oder mobile Payment sind ab Werk nicht vorgesehen. Die Nachrüstung bargeldloser Systeme bleibt damit Sache des Betreibers und bedeutet neben Aufpreis auch zwingende Abstimmung mit Fachpartnern auf Basis der jeweiligen Protokoll- und Schnittstellenlage.

Boileraufbau: Die Plus-Konfiguration arbeitet mit ein oder zwei 800-cc-Edelstahl-Durchlauferhitzern. Mischbetrieb (Kaffee, Heißwasser, Milch) ist dabei möglich, Dampfbezug in der Frischmilchvariante explizit als Spezialfall mit erhöhter Leistungsaufnahme im Standby dokumentiert (Originalanleitung, S. 45). Die Brühgruppe basiert auf einem gewerblichen Kolbenzylinderwärtsystem und verlangt – anders als viele Gastro-Kaffeevollautomaten – halbjährlich einen Komplettservice; Sensorik und Fehlermeldungen erinnern an das Intervall.

Eigenständige Besonderheiten fehlen. Rotationspumpe, Touch und Milchsystem gibt es in ähnlicher Form seit Jahren im Evoca-Portfolio. Der künftige Betreiber bekommt bewährte, aber keine disruptiven Features. Die Integration ins Gesamtgebäude oder in Bestands-Kassensysteme unterliegt strengen Voraussetzungen: Ausdrücklich ist die Kalea Plus nicht als off

Kapazität & Sortiment

Zwei Bohnenbehälter mit jeweils 1,2 Kilogramm Volumen – für viele Betreiber liegt hier das Maß. Die Kapazität reicht laut offiziellem deutschen Datenblatt für etwa 200 Getränke pro Tag, das aktuelle internationale Herstellerblatt nennt vergleichbare Behälter- und Leistungswerte, ohne exakte Tassenangabe. Schokoladenpulver fasst der Behälter laut 2024er Datenblatt 1,8 Kilogramm, für Gersten-Instantprodukte stehen 0,5 Kilogramm bereit, Milchpulver bis zu 0,75 Kilogramm. Damit richtet sich die Maschine an Standorte mit dauerhaft hohem Bedarf, klassische Bürokaffeemaschinen für zehn Angestellte liegen weit darunter. Wer einen Durchsatz unter 100 Tassen anpeilt, treibt mit diesem Gerät hauptsächlich Fixkosten hoch.

Ob Büro-Flur, Frühstücksraum im Hotel oder Kantinen-Nische: Konfigurationen lassen sich zwischen einem und zwei Espressomahlwerken (ES), einem oder zwei Instantbehältern (IN) und Frischmilchsystem frei skalieren. Das ist eine Programmieraufgabe beim Kauf, keine spontane Bedienerfunktion. Die Menüführung via Touchscreen erlaubt laut deutschen Herstellerangaben zehn Direktwahlen pro Seite, die Zahl der Menüseiten ist nicht begrenzt. Unterschiedliche Getränke – etwa Kaffee, Cappuccino, Schokolade, Espresso, auf Wunsch auch Gerstenkaffee – lassen sich so in nahezu beliebiger Sortimentsbreite implementieren.

Die tägliche Leistung wird vom Hersteller großflächig als 200 Tassen spezifiziert, auf Vertriebspartnerseiten taucht teilweise die Angabe von 250 Tassen/Tag auf, die jedoch auf keine Primärquelle verweist. Betreiberberichte nennen realistisch Durchsätze von 90 bis 150 Getränken pro Gerät im Büroalltag, ohne dass die Maschine an ihre Grenzen stößt. Bei höheren Anforderungen ist die doppelt bestückte Bohnen- und Instantkonfiguration Pflicht. Der limitierende Faktor bleibt dann häufig das Auffüllen des Frischmilchkühlschranks sowie die Wartungszyklen der Brühgruppe. Spätestens ab etwa 150–180 Tassen/Tag alle 2–3 Monate setzt eine technisch vorgeschriebene Wartung ein. Bei Standorten mit sprunghaftem Gästeaufkommen – etwa Frühstückshotels zwischen 6:30 und 9:30 Uhr – muss vor dem Kaffeebetrieb sichergestellt werden, dass alle Vorratsbehälter und der Kaffeesatzcontainer genügend Restkapazität haben.

Kleine Standorte und dezentrale Filialen sind mit der Kalea Plus überdimensioniert. Die Vielzahl der Getränkerezepte und der große Frischmilch-Fokus lohnen sich wirtschaftlich erst bei einer gewissen Mindestnutzung. Wer parallel koffeinfreien und normalen Kaffee bereitstellen möchte, kann mit der Doppelmahlwerkskonfiguration tatsächlich zwei Sorten gleichzeitig anbieten. Die Einschränkung: Für Filterkaffee oder große Becher (über 270 ml) geben Hersteller und Betreiber keine verlässlichen Mengen an.

Die Kombination aus Bohnenkaffee und Instantmodul erlaubt Mischspezialitäten; die Individualisierung der Getränke ist aber auf die programmierten Varianten begrenzt. Einfache Bediensequenzen sind möglich, spontane Modifikationen wie die Bohnensorte während des Bezugs zu wechseln, kennt das Gerät nicht. Im Mittelfeld der Großautomaten zeigt sich: Eine Kapazität von rund 200 Tassen/Tag ist für Betriebe mit 60–120 Mitarbeitern, Hotelfrühstück und kleinere Kantinen die relevante Marke. Für Einzelbüros oder Standorte mit weniger als 30 Getränken täglich fehlt die Wirtschaftlichkeit, das Sortiment bleibt dann unausgeschöpft.

Betrieb & Wartung

Täglich zwingende Routine: Das automatische Milchsystem-Reinigungsprogramm läuft nach Betriebsende, dauert laut Handbuch etwa fünf bis acht Minuten. Reinigungs-Tablet einlegen, das System führt den Zyklus selbstständig aus. Ohne diesen Vorgang sperrt die Elektronik alle Milchgetränke für den Folgetag. Tropfschale leeren und Kaffeesatzbehälter ausleeren gehören zum Tagesabschluss, genau wie das Abwischen des Auslaufbereichs. Der Hersteller nennt für die komplette tägliche Reinigung einen Gesamtaufwand von rund acht Minuten, wobei der Hauptanteil auf das Milchsystem entfällt. Bei hohem Durchsatz – mehr als 100 Milchgetränke pro Tag – empfiehlt Necta, das Programm optional zweimal durchzuführen. Wöchentlich empfiehlt sich laut Handbuch die Demontage und Desinfektion von Mixer- und Milchschlauch, Aufwand: etwa 20 Minuten.

Brühgruppe und Dichtungen verlangen mehr Aufmerksamkeit als viele Wettbewerber. Nach jeder Schicht fordert das Display die sogenannte Brühgruppenwäsche (Pulver-Tablet und Spülgang). Sie ist Pflicht, sonst sperrt sich die Kaffeeausgabe. Die Wartung der Z4000-Brühgruppe fällt alle 10.000 Getränke oder alle sechs Monate an (je nachdem, was zuerst eintritt, siehe Handbuch S. 28–29). Bei 150 Tassen täglich ist der Service also alle zwei bis drei Monate fällig. Laut Ersatzteilshops kosten Dichtungssets für die Brühgruppe fünf bis 15 Euro, eine komplette Austauschbrühgruppe liegt bei rund 475 bis 601 Euro zzgl. Arbeitszeit (Gerds-Coffeehome.de).

Typische Verschleißteile aus dem Bereich Volumenzähler (Durchflussmesser) sind einzeln erhältlich, Standpreis ca. 94 Euro (Kaffeetechnik-Shop.de), Lieferung meist innerhalb von ein bis drei Werktagen. Wer diese Arbeiten selbst vornimmt, spart die Technikerpauschale von ca. 80 bis 120 Euro pro Besuch. In der Praxis empfiehlt sich das nur, wenn eine hausinterne Werkstatt vorhanden ist oder bei Vertragskunden mit Servicepauschale. Gröbere Eingriffe wie Boiler-Entkalkungen und Hydraulikreparaturen sind laut Handbuch dem Fachpersonal vorbehalten; genaue Stundensätze und Wartungsvertragskosten werden seitens Evoca und seiner autorisierten Partner wie ATW-Technik nicht öffentlich genannt (atwtechnik.de/evoca-kundendienst/). Ein öffentliches Angebot mit festen Kalkulationswerten existiert nicht, Betreiber müssen dies individuell verhandeln.

Das Servicenetz ist dicht. Teile für das Kalea-Plus-System sind in Deutschland bei mindestens drei Großhändlern (Liberty Vertriebs GmbH, Gerds-Coffeehome.de, Kaffeetechnik-Shop.de) ab Lager verfügbar, Lieferzeiten typischerweise ein bis drei Tage (Libertyshop.de). Die Z4000-Plattform teilt Komponenten mit anderen Necta- und Wittenborg-Modellen, was Ausfallzeiten reduziert, wenn Standardteile benötigt werden. Explizite Technikerpflicht besteht bei Eingriffen ins Heizsystem oder bei Kesselentkalkung.

Jede Auslassung der Pflichtreinigung führt sofort zu Funktionssperren im Touchscreen-Menü. Fehler im Bereich Volumenzähler und „Brühgruppe reinigen“ sind die am häufigsten genannten Störungsmeldungen im Betreiberforum (Kaffee-Netz). Ein Betreiber dokumentiert dort konkrete Mehrkosten bei sofortigem Ersatzteilkauf sowie die schnelle Fehlerbehebung nach Austausch.

Wer die Maschine gebraucht kauft, sollte unbedingt auf eine klar belegte Servicehistorie achten. Geräte ohne belegten Wartungsstand oder mit altem Passwortschutz bergen das Risiko ungeplanter Ausfallzeiten und zusätzlicher Technikerkosten. Ein Wartungsvertrag wird für Standorte ab mittlerem Getränkedurchsatz dringend empfohlen, da außerplanmäßige Servicebesuche sonst schnell den Kalkulationsrahmen sprengen können.

Leistung & Energie

3.200 Watt maximale Leistungsaufnahme. Die Kalea Plus zählt damit klar zur leistungsintensiven Klasse der Kaffeevollautomaten im Büro- und Gastronomieumfeld. Der Hersteller nennt im aktuellen Datenblatt konkret 3.200 W als Peakwert bei Vollbetrieb (Quelle: Evoca Group, Technisches Datenblatt 2024, S. 4), was Wartung und Installation auf einen 230/240 V-Anschluss mit 15 A zwingt. Einphasig, aber kein typischer Bürosteckdosen-Verbrauch – Betreiber müssen die Stromzuleitung und Sicherung prüfen lassen. Für kleinere Teeküchen ist das zu viel.

Die Standby-Leistung wird differenziert in der Bedienungsanleitung beziffert: Für die reine Espresso-Variante fallen 1.171 Wh pro 24 Stunden an, für die Plus-Ausführung mit Dampf rund 2.400 Wh (Quelle: Evoca Handbuch H5035EN01, S. 31). Das bedeutet im Jahresmittel einen Verbrauch von etwa 428 kWh (nur Espresso) bis 876 kWh (Espresso plus Dampf), Grundlage ist ein Tag Standbybetrieb. Wer die Deep-Sleep-Funktion nutzt, kann definierte Zeitfenster mit abgesenkter Wassertemperatur programmieren. Das reduziert die Bereitschaftsverluste, konkrete Einsparwerte nennt der Hersteller nicht. Aufheizzeit aus dem Kaltzustand liegt laut Handbuch bei 63 Wh bis zum Erreichen der Betriebstemperatur für die Standardkonfiguration und bei 173,7 Wh inklusive Dampfboiler. Zeitangaben in Sekunden oder Minuten fehlen im Datenblatt – Betreiber müssen je Einbauumfeld testen.

Lautsprecherangaben für den Lärmpegel gibt es in keiner der verfügbaren Primärdokumente. Die Praxisberichte und Forenmeldungen schweigen zum Thema Lautstärke. Für empfindliche Bereiche wie Bibliotheken oder Vorstandsetagen ist ein Testbetrieb vor dem Rollout obligatorisch.

Die Energieeffizienzklasse wird nicht ausgewiesen. Messgrößen für Ökodesign fehlen vollständig. Angesichts der 3.200 W Anschlussleistung empfiehlt sich die Integration in den Gebäudestrommonitoring-Prozess. Bei 200 bis 250 Ausgaben pro Tag, die für dieses Modell realistisch sind, verteilt sich der hohe Grundverbrauch auf viele Getränke. In kleinen Betrieben mit weniger als 60 Getränken täglich fällt die Energiekostenbelastung pro Tasse deutlich höher aus als bei Großnutzerstandorten. Die Kalkulation muss im Gesamtkontext Energiepreis, Betriebszeit und Auslastung erfolgen.

Direkt gekühlte Milchsysteme und Zusatzkühlschränke als Zubehör sind beim Stromverbrauch hinzuzurechnen. Zahlen dazu liefert das Datenblatt nicht. Wer mit energieintensiven Spülprogrammen oder langen Standzeiten kalkuliert, muss Erfahrungswerte vor Ort sammeln – vom Hersteller sind keine Benchmarks veröffentlicht. Technischer Betrieb setzt Absprache mit Elektrofachkraft voraus.

Preise & Betriebskosten

Die Nettopreise für die Necta Kalea Plus liegen je nach Ausführung zwischen 6.798,32 und 9.439,20 Euro laut aktuellen Angeboten von Munich Coffee Company und ECM SanRemo. Die schwarze Variante kostet knapp 7.201 Euro netto. Geräte aus Ausstellungsbestand sind für deutlich weniger zu finden, bergen jedoch das Risiko fehlender Servicehistorie und ungeklärter Zählerstände. Im Leasing oder Ratenkauf sind diese Maschinen im Markt teils zu 150–250 Euro monatlich bei drei bis fünf Jahren Laufzeit erhältlich, Konditionen müssen stets individuell verhandelt werden. Nicht enthalten im Neupreis: Kühlschrank, Installation, Wartung, Wasserfilter und Verbrauchsmaterialien. Anwender sollten alle Optionen vor Bestellung spezifizieren und schriftlich fixieren (siehe mcc.ag/…/necta-kalea-plus-2-muehlen--1-instant und ecmshop.de).

Beispielrechnung Gesamtkosten 5 Jahre, täglicher Durchsatz 150 Tassen (37.500/Jahr):

- Kaufpreis (Mittelwert): ca. 8.120 Euro netto

- Installation/Wasserfilter/Ersteinweisung: pauschal 800 Euro

- Brühgruppenwartung alle 10.000 Bezüge oder 6 Monate: mindestens 5–15 Euro je Dichtungsset + Techniker (Stundensatz oft 80–120 Euro, Häufigkeit bei 150 Tassen/Tag alle 2–3 Monate, Details kaffee-netz.de/…/kalea-plus-volumenzaehler.153727)

- Milchsytstem- und Brühgruppenreinigertabletten: 0,60 bis 0,26 Euro/Stück (aktuelle Bruttopreise hotcoffee.de)

- Ersatzteile wie Volumenzähler (ca. 94 Euro/Stück), Brühgruppe (475–601 Euro; gerds-coffeehome.de/…/Necta-Kalea-Plus)

- Strombedarf (3.200 W maximal, Standby-Verbrauch Espresso-Version: 1.171 Wh/24 h, Espresso + Dampf: 2.400 Wh/24 h – laut Anleitung, manualslib.com/…/Evoca-Kalea.html) Bei angenommenen 13 Cent/kWh und realistischer Nutzung liegen die Energiekosten pro Jahr etwa bei 111 bis 228 Euro.

Über 5 Jahre summieren sich damit reine Betreiberkosten (ohne Bohnen/Rohstoffe und ohne Serviceereignisse außerhalb des Wartungsplans) schnell auf 10.000 bis 13.500 Euro. Pro Getränk entstehen so fix 13–18 Cent nur für Maschinenbetrieb und Wartung, je nach Nutzungsintensität. Rohstoffe wie Bohnen und Milch kommen hinzu und schwanken individuell je nach Café, Büro oder Hotelstandard.

Haupttreiber der laufenden Kosten sind die turnusmäßigen Wartungen (Brühgruppe, Ventile, Dichtungen), das Milchsystem-Reinigungsprogramm und qualitätssensible Ersatzteile wie Volumenzähler. Kesselentkalkungen sind nicht nutzerwartbar und erzeugen ungeplante Technikerkosten. Gebrauchtkäufe ohne Blockwartungsnachweis sind problematisch. Ohne Overhaul können Maschinen nach 5 Jahren und 200.000 Bezügen in der Preisklasse aus dem wirtschaftlichen Betrieb kippen. Wer die Maschine mit geringem Durchsatz fährt, zahlt überproportional viel je Kaffeeausgabe. Die Kalkulation bleibt Stand 2026, etwaige Preissprünge für Ersatzteile sind möglich (alle Preise und Details: mcc.ag/…/necta-kalea-plus-2-muehlen--1-instant, ecmshop.de, gerds-coffeehome.de/…/Necta-Kalea-Plus, kaffee-netz.de/…/kalea-plus-volumenzaehler.153727).

Technische Details

Vollständiges Datenblatt aus Universal- und Kategorie-Feldern.

Einsatz & Betrieb

Use cases / locations
Office, Hospitality / foodservice
Installation type
Counter unit
Environment (indoor/outdoor)
Indoor

Zahlung & Konnektivität

Payment methods
Coins
Payment interface protocol
MDB (Multi-Drop Bus)
Telemetry / remote monitoring
Basic (sales/faults)
Connectivity
Wi‑Fi, Bluetooth

Technik

UI / display type
Touchscreen

Heißgetränke

Milk system
External chilled canister
Brewing technology
Combi (bean + instant)

Abmessungen & Gewicht

Dimensions (W × H × D)
368 × 783 × 586
Weight (unpacked)
47 kg
Rated power consumption
3200 W
Power connection
230/240 V, 50/60 Hz, 15 A

Kaffee-Technik

Mains voltage
230 V
Drink menu size
40
Approx. daily capacity
200 Tassen/Tag
Coffee dose range
7–14
Required water pressure
1,2–8,5
Pump pressure
20 bar
Bean hopper
2 × 1,2 kg
Heating system
Boiler

Was Operatoren sagen

0–5-Sterne-Skala, getrennt von der 0–10-Gesamtnote des Tests.

4,1

7 Berichte

5
43%
4
29%
3
29%
2
0%
1
0%

Meddy · Büro

vor 4 Monaten

Geht regelmäßig abends in den außer Betrieb Zustand, meistens nach fehlender Reinigung."

Repräsentative Einschätzung

Andreas · Büro

vor 7 Monaten

18 Monate, 130 Tassen täglich. Kein Ausfall, nur Jahresinspektion gebraucht."

Repräsentative Einschätzung

Frank · Büro

vor 9 Monaten

Volumenzähler getauscht, nach drei Tagen lief wieder alles fehlerfrei."

Repräsentative Einschätzung

Sabine · Hotel

vor 6 Monaten

Tägliche Milchsystemreinigung ist Pflicht, dauert aber nur wenige Minuten."

Repräsentative Einschätzung

Thomas · Kantine

vor 9 Monaten

Bei 90+ Tassen pro Tag muss die Brühgruppe knapp jedes Quartal gemacht werden."

Repräsentative Einschätzung

Martina · Einzelhandel

vor 6 Monaten

Gebraucht gekauft, später Passwort- und Zählerprobleme – nie wieder ohne Servicehistorie."

Repräsentative Einschätzung

Holger · Krankenhaus

vor 5 Monaten

Alle Routinearbeiten ohne Werkzeug, Reparaturteile sind meistens schnell da."

Repräsentative Einschätzung

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Liens et documents utiles

Weiterführende Quellen

  1. 1.Evoca Kalea/Kalea Plus Originalanleitung – Seitenansichtmanualslib.com/manual/2097612/Evoca-Kalea.html
  2. 2.Evoca Store – Kalea Plus Technical Manualstore.evocagroup.com/product/kalea-plus-technical-manual/01t7U000000pIJoQAM
  3. 3.Evoca Store – Kalea Plusstore.evocagroup.com/product/kalea-plus/01tSX000000dHbCYAU
  4. 4.Necta Pure Zone kitnecta.evocagroup.com/en/news-media/necta-news/news/necta-presents-new-pure-zone-kit-practical-and-immediately-effective
  5. 5.Evoca Group – Nectaevocagroup.com/en/our-brands/necta
  6. 6.Munich Coffee Company – Kalea Plus 2 Mühlen + 1 Instantmcc.ag/necta-kalea-plus-2-muehlen--1-instant
  7. 7.Munich Coffee Company – Kalea Plus Blackmcc.ag/necta-kalea-plus-black-2-muehlen--1-instant
  8. 8.ECM SanRemo – Kalea Plus 2ES + IN FMecmshop.de/p/necta-kalea-plus-2es-in-fm-festwasser-mit-heisswasserlanze
  9. 9.All4Vending – Kalea Plus ES + 2 INall4vending.de/product-ger-12722-Necta-Kalea-Plus-ES-2-IN-Festwasser-mit-Heisswasserlanze.html
  10. 10.Macatec – Kalea Plus Ausstellungsstückmacatec.com/produkt/necta-kalea-plus-vollautomat-mit-2-kaffeemuehlen/
  11. 11.Kaffee-Netz – Kalea Plus Volumenzählerkaffee-netz.de/threads/kalea-plus-volumenzaehler.153727/
  12. 12.Gerds-Coffeehome.de – Ersatzteile Necta Kalea Plus (verifizierte Preise)gerds-coffeehome.de/EVOCA/Necta-Kalea-Plus/
  13. 13.Kaffeetechnik-Shop.de – Volumenzähler Necta 94 EUR, 1–3 Tage Lieferzeitkaffeetechnik-shop.de/Ersatzteile/Ersatzteile-Gastromaschinen/Ersatzteile-Necta/
  14. 14.ATW-Technik – EVOCA-autorisierter Kundendienst Deutschlandatwtechnik.de/evoca-kundendienst/
  15. 15.Necta YouTube – Kalea Plus Daily Usage & Cleaningyoutube.com/watch?v=FmPDP0dot3c
  16. 16.Caffia Coffee Group – Necta Kalea Plus Bean To Cup And Fresh Milk (UK Distributor)caffia.com/product/necta-kalea-plus-coffee-machine/
Datenreview: KI-gestützt recherchiert, redaktionell geprüftZuletzt geprüft: Redaktion AutomatenTests.deUnsere Methodik

Häufige Fragen zum Necta Kalea Plus

Wie viel kostet die Necta Kalea Plus als Neugerät?

Die Maschine kostet je nach Konfiguration zwischen 6.798 € und 9.439 € netto (ohne Kühlschrank/Bohnen/Installation). Gebrauchte Exemplare starten bei etwa 4.000 €; Wartungs- und Verbrauchskosten sollten im Budget berücksichtigt werden.

Wie häufig muss die Brühgruppe der Kalea Plus gewartet werden?

Laut Hersteller nach 10.000 Ausgaben oder spätestens alle 6 Monate. Bei 150 Getränken täglich ist etwa alle 2–3 Monate eine Technikerwartung mit Dichtungswechsel fällig (ca. 5–15 € Material, 80–120 € Lohn).

Ist das Reinigungsprogramm zeitaufwendig?

Das automatische Milchsystem-Reinigungsprogramm dauert täglich rund 5–8 Minuten inkl. Tablettenzugabe und Spülung. Zusätzliche Zeit für Tropfschale und Kaffeesatzbehälter einplanen. Wöchentlich sind Mixer und Schlauch manuell zu reinigen (ca. 20 Min.).

Kann die Kalea Plus kontaktlos oder mit Karte bezahlt werden?

Ab Werk unterstützt das Modell nur eine MDB-Schnittstelle für Münzmodule, laut Anleitung keine serienmäßige Cashless-Lösung. Ein externer Kartenterminal kann nachgerüstet werden, Aufwand/Preis sind installationsabhängig.

Für welche Standorte ist die Kalea Plus nicht geeignet?

Nicht empfohlen sind Außenflächen oder feuchte Räume, da das Gerät explizit für trockene Innenaufstellung bei 2–32 °C konstruiert ist. Bei unregelmäßigen Bezugszahlen rechnet sich das Modell wegen Wartungsintervallen und Investition weniger.

Franke A400

Franke · Heißgetränkeautomaten

Franke A400

8,6Sehr gut0 Bewertungen

Die Franke A400 positioniert sich als vollautomatischer Kaffeevollautomat für mittlere Gewerbestandorte, die täglich bis zu 100 Tassen benötigen. Mit ihrem CleanMaster-System verkürzt das Modell die tägliche Reinigung auf rund 9 Minuten und reduziert den manuellen Aufwand auf ein Minimum — ein zentrales Argument für Büros mit 30 bis 100 Mitarbeitern, Cafés und Hotels mit Selbstbedienung. Auch beim Milchschaum liefert die FoamMaster-Variante Ergebnisse auf Barista-Niveau, ohne dass eigens geschultes Personal nötig ist. Die Kapazität reicht für konstante Nutzung unterhalb der 100-Tassen-Grenze; dauerhaft höherer Durchsatz beansprucht Mahlwerke und Brühgruppe jedoch stark und verkürzt deren Standzeiten. Nachteilig fallen die hohen Investitionskosten im Vollausbau (bis 10.500 €) und regelmäßige Wartungskosten ins Gewicht. Die Franke A400 amortisiert sich in stark frequentierten Standorten innerhalb von wenigen Jahren, sofern Reinigungsaufwand, Service und Ersatz bei Ausfällen kalkuliert werden. Für Standorte mit 120+ Tassen/Tag ist der Umstieg auf die größere A600 empfehlenswert.

ca. 4 500 – 10 550 €

Melitta Cafina XT7

Melitta · Heißgetränkeautomaten

Melitta Cafina XT7

8,5Sehr gut0 Bewertungen

Die Melitta Cafina XT7 ist für dichte Ausgabespitzen gebaut, nicht für einen kleinen Standort mit wenigen Bezügen. Der Hersteller nennt etwa 250 Tassen pro Tag und 176 einzelne Espresso pro Stunde. Zwei Mühlen, TopFoam für 2 Milchsorten, ein 8,4-Zoll-Touchscreen, CIP-Reinigung und optionale Telemetrie ergeben ein belastbares Funktionspaket für Hotel, Bäckerei oder große Selbstbedienungsbereiche. Die Gegenrechnung bleibt hart: 300 × 715 × 580 mm, 60 kg, 400 V, maximal 5700 W und tägliche Reinigung verlangen vorbereitete Infrastruktur und klare Zuständigkeiten. Mit ca. 13.000–16.000 EUR netto für die geprüfte Konfiguration ist die Maschine kapitalintensiv. Wer die ausgewiesene Kapazität nicht regelmäßig braucht, kauft teure Reserve. Wer sie nutzt, sollte Zubehör, Serviceumfang, Wasseraufbereitung und Anschlussarbeiten vor Auftragserteilung als vollständige Stückliste kalkulieren.

ca. 13 000 – 16 000 €

Nicht mehr verfügbarAnimo OptiBean XL Touch (V2)

Animo · Heißgetränkeautomaten

Animo OptiBean XL Touch (V2)

8,6Sehr gut0 Bewertungen

Mit 120 Tassen pro Stunde, 1,5-kg-Bohnenbehälter und doppeltem Instantmodul richtet sich der Animo OptiBean XL Touch an mittelgroße Büros, Kliniken und Bildungseinrichtungen ab ca. 50 Mitarbeiter. Die Stärken liegen in der hohen Stundenleistung, der Flexibilität für verschiedene Heißgetränke und einem frei programmierbaren 7-Zoll-Touchscreen. Die optionale MDB-Schnittstelle ermöglicht Münzzahlung und Rückgeld, ist jedoch nicht serienmäßig; für Bargeldlose Zahlung ist ein Zusatzmodul erforderlich. Die Milchversorgung erfolgt rein über Instantpulver, was im Klinik- und gehobenen Office-Einsatz geschmackliche Grenzen setzt. Der Listenpreis lag 2024 bei 4.060–4.470 € netto – für das reine Gerät ohne Unterbau und Optionen. Im Vergleich bietet der OptiBean einen robusten Edelstahlbrüher mit Ditting-Keramikmahlwerk, Telemetrie ist aber nur als Option und ohne Fernkonfigurationsfunktion verfügbar. Die Wartungsintervalle sind mit empfohlenem Service-Kit nach >25.000 Bezügen alltagstauglich. Für Standorte mit konstantem Durchlauf lohnt sich die Investition bei ≥80 täglichen Getränken mittelfristig, wer Wert auf Frischmilchkännchen, App-Payment oder Fernwartung legt, findet bei Wettbewerbern breitere Featuresets.

ca. 4 064 – 4 468 €

Franke A600

Franke · Heißgetränkeautomaten

Franke A600

8,6Sehr gut0 Bewertungen

Die Franke A600 positioniert sich als vielseitiger Kaffeevollautomat für anspruchsvolle Büros, Kantinen und große Standorte mit täglichem Bedarf von bis zu 200 Tassen. Durch ihr 10,4-Zoll-Touchdisplay, modulare Brühgruppen und ein leistungsfähiges Milchsystem ist die Maschine sowohl für bediente Ausgabe als auch für reine Selbstbedienung ausgelegt. Besonders Unternehmen mit 60 bis 200 Mitarbeitenden profitieren von der hohen Stundenleistung (z.B. 240 Espressi/h) und dem zentralen Flottenmanagement via FrankeConnect. Schwächen liegen bei den nicht öffentlich einsehbaren Kaufpreisen in Deutschland für die neue Generation und bei der Komplexität der Reinigung bei IndividualMilk- oder CleanMaster-Ausführung. Die Investition rechnet sich für Standorte mit breitem Heißgetränkesortiment, hoher Ausgabefrequenz und digitalisierter Verwaltung. Im gebrauchten Zustand kann eine klassische A600 schon ab 4.000 € netto erhältlich sein; für die aktuelle Generation nennen deutsche Händler keine Listenpreise. Die hier ausgewiesene Spanne von rund 9.700 bis 10.800 € stammt von zwei britischen Händlern, gilt der klassischen A600 und ist zum EZB-Referenzkurs umgerechnet. Günstigere Total Cost of Ownership ergeben sich vor allem durch zentrale Steuerung und reduzierte Standzeiten bei Störungen oder Service.

ca. 9 733 – 10 809 €