Kontaktlos (NFC), Mobile Wallet (Apple/Google Pay)
Öko-Label
ABCDE
Energieklasse
B
1 Foto · Carpigiani 191
Einsatzgebiete
Für welche Standorte sich das Gerät eignet.
⚡Geeignet
Einkaufszentrum & Einzelhandel
Hohe Frequenz + Impulskauf: Glasfront-Sichtfenster weckt Begehren; 300 Portionen/h Kapazität für Stoßzeiten
⚡Geeignet
Freizeit- & Tourismusstandort
Freizeitparks, Tierparks, Ferienanlagen: saisonale Hochlast, kein Personaleinsatz, automatische Pasteurisierung
⚡Geeignet
Transit & Raststätten
Raststätten, Bahnhöfe: Impulsprodukt für Reisende; robustes Edelstahlgehäuse für hohe Beanspruchung
Unsere Bewertung im Detail
5 Achsen, datenbasiert gewichtet.
Design & Aufbau
8,6 / 10
Technik & Funktionen
8,8 / 10
Betrieb & Wartung
8,8 / 10
Kapazität & Sortiment
8,6 / 10
Preis / Leistung
7,6 / 10
Kurzfazit
8,5Sehr gut
Der Carpigiani 191 ist der meisteingesetzte vollautomatische Soft-Eis-Automat in Europa: bis zu 300 Portionen/Stunde, Dual-Flavour-Option, automatischer Reinigungszyklus und MDB-Zahlungssystem. Carpigiani ist Weltmarktführer für professionelle Eismaschinen; das 191-Modell bringt diese Expertise erstmals in die vollautomatische Vending-Welt für unbeaufsichtigte Standorte.
Auf einen Blick
Modell
Carpigiani 191
Hersteller
Carpigiani
Kategorie
Tiefkühl- & Eisautomaten
Preisrahmen
ab 18.000 €
Gesamtscore
8.5 / 10
Herkunft
Carpigiani (IT)
Vorteile & Nachteile
Vorteile
Weltmarktführer-Technologie im Vending: Carpigiani baut seit 1946 professionelle Eismaschinen; die 191-Plattform nutzt dieselben Kompressor- und Pasteurisierungssysteme wie Profi-Gelaterie-Maschinen für die Gastronomie
Bis zu 300 Portionen/Stunde mit automatischem Nachfüllsystem: für frequenzstarke Standorte (Freizeitparks, Einkaufszentren, Raststätten) kein manuelles Eingreifen zwischen den Befüllungen nötig
Automatischer Reinigungs- und Pasteurisierungszyklus: HACCP-konforme Lebensmittelhygiene ohne täglichen Technikereingriff – Zyklus läuft nachts selbstständig ab
Nachteile
Hoher Anschaffungspreis (18.000–22.000 EUR) und intensiverer Wartungsvertrag als konventionelle Vending-Automaten: Kompressor, Pasteurisierungsheizung und Mix-Zuführung erfordern 2× jährlich zertifizierte Technikerwartung
Saisonale Abhängigkeit: An Outdoor-Standorten oder klimatisch ungünstigen Standorten (keine Kühlung im Sommer) sinkt die Verkaufsrate außerhalb der Saison stark; Standortwahl und Frequenzprognose sind entscheidend
Testbericht
Design & Aufbau
Carpigiani (Teil der Ali Group) fertigt seit 1946 professionelle Eismaschinen in Bologna (IT) und ist mit einem globalen Marktanteil von über 35 % die führende Marke für Gelaterie- und Soft-Serve-Anlagen. Das 191-Modell ist die erste vollautomatische Vending-Plattform des Unternehmens für den unbeaufsichtigten Betrieb: ein freistehender Automat mit 190 cm Höhe, 85 cm Breite und 90 cm Tiefe, der das Produktions- und Ausgabe-Know-how der Gastronomiemodelle in ein MDB-fähiges Vending-Format überführt.
Die Frontpartie zeigt ein großes Sichtfenster zur Eisausgabe sowie ein 10-Zoll-Farbtouchscreen für die Produktauswahl. Das Gehäuse ist aus lebensmittelkonformem Edelstahl (AISI 304) gefertigt – hygienisch und langlebig. Das Gerät ist in zwei Farbvarianten erhältlich (Weiß/Teal, Silber/Schwarz) und optional mit Branding-Wraps anpassbar.
Technologie & Eisproduktion
Das Herzstück des Carpigiani 191 ist ein Doppelkompressor-System mit zwei getrennten Kühlkreisläufen: Einer hält den Mix-Tank (Flüssig-Eismix aus dem Bag-in-Box-System) bei 4 °C, der andere betreibt den Soft-Serve-Zylinder bei –6 bis –8 °C. Die Pasteurisierungs-Automatik erhitzt den Mischungsbehälter einmal täglich auf 85 °C für 30 Minuten (HTST-Verfahren) und kühlt danach wieder ab – HACCP-konform ohne manuelles Eingreifen.
Das Dual-Flavour-System (optional) erlaubt zwei parallele Eisgeschmacksrichtungen aus getrennten Tanks. Klassisch: Vanille und Schokolade; konfigurierbar auf saisonale Sondersorten. Die Ausgabemenge pro Portion (80–150 ml) ist programmierbar. Tageskapazität: bis zu 2.400 Portionen bei Vollbetrieb.
Kapazität & Betrieb
Bag-in-Box-Mix-System: Ein 10-Liter-Bag ergibt ca. 80–120 Portionen (je nach Ausgabemenge). Bei einem Standort mit 200 Portionen/Tag benötigt man täglich 2–2,5 Bag-Einheiten; Befüllung dauert ca. 5 Minuten. Das Bag-in-Box-System ermöglicht hygienisches, berührungsfreies Befüllen ohne direkte Kontamination des Mixes.
Für Standorte mit mehr als 300 Portionen/Tag kann das optionale zweite Bag-in-Box-Magazin das Befüllintervall verdoppeln. Reinigungszyklus läuft automatisch nachts (ca. 90 Minuten). Betreiber können Betriebsstatus, Temperatur und Verkaufsdaten per GSM-Telemetrie einsehen.
Betrieb & Wartung
Der Carpigiani 191 ist wartungsintensiver als konventionelle Vending-Automaten, aber deutlich weniger als eine bemannte Gelateria: Der automatische Pasteurisierungszyklus ersetzt die tägliche Handwäsche der Eismaschine. Empfohlene Wartungsintervalle: alle 6 Monate Inspektion des Kompressor-Systems, jährlich Dichtungen und Scraper-Klingen der Soft-Serve-Zylinder tauschen.
Carpigiani bietet in DACH Wartungsverträge über autorisierte Partner an (2× jährlich Technikereinsatz + Notfall-Hotline). Servicetechniker sind in DE an 20+ Standorten verfügbar; Reaktionszeit bei Ausfall typisch 24–48 h Werktage. Für Betreiber ohne Vending-Erfahrung empfehlen wir einen Full-Service-Vertrag mit Befüllung, Reinigung und Wartung durch den Partner.
Energiebedarf & Hygiene
Stromanschluss: 230 V, 16 A. Leistungsaufnahme im Betrieb: ca. 1,8–2,5 kW (Produktion + Pasteurisierung). Jahresverbrauch bei Ganztagsbetrieb (16 h/Tag, 365 Tage): ca. 4.500–6.000 kWh. Das ist vergleichbar mit einem hochwertigen Kaffeevollautomaten, aber deutlich mehr als ein normaler Snackautomat – der integrierte Heizungspasteurisierungszyklus ist der Hauptverbraucher.
Das Gerät ist CE-konform und erfüllt die EU-Lebensmittelhygieneverordnung (EG) Nr. 852/2004. Betreiber benötigen eine HACCP-Dokumentation (Carpigiani stellt Vorlage bereit) und ggf. eine Anmeldung beim Veterinäramt, je nach Bundesland und Standort.
Preise & Wirtschaftlichkeit
Neupreis: 18.000–22.000 EUR je nach Konfiguration (Single/Dual Flavour, Zahlungsmodul). Leasing-Optionen sind über Carpigiani-Finanzierungspartner verfügbar (ca. 350–450 EUR/Monat über 60 Monate). Gebrauchtgeräte: 8.000–12.000 EUR für 3–5 Jahre alte Maschinen in gutem Zustand.
Wirtschaftlichkeit: Bei einem Verkaufspreis von 2,50–3,50 EUR pro Portion und 150 Portionen/Tag ergibt sich ein Monatsumsatz von ~11.000–16.000 EUR. Rohwarenkosten (Bag-in-Box-Mix): ca. 20–30 % des Umsatzes. Nach Wartung (~400–600 EUR/Monat Full-Service) und Standortkosten verbleiben bei optimaler Standortwahl 3.000–6.000 EUR Deckungsbeitrag/Monat. Break-even auf den Neupreis: 12–24 Monate.
Technisches Datenblatt
Alle erfassten Datenpunkte im Überblick.
Einsatz & Betrieb
Einsatzbereiche
Handel, ÖPNV/Stationen, Gastronomie
Aufstellung / Bauform
Standgerät
Umgebung (Innen/Außen)
Innen
Zahlung & Konnektivität
Zahlungsarten
Kontaktlos (NFC), Mobile Wallet (Apple/Google Pay)
Payment-Interface (Protokoll)
MDB (Multi-Drop Bus)
Payment-Features
Beleg/Receipt, Remote Preis-Updates
Telemetrie/Cloud
Basis (Umsatz/Fehler)
Konnektivität
Mobilfunk 4G/LTE
Technik
Sensorik
Temperatur
Bedienoberfläche
Touchscreen
Kühlung
Kühlung
Gekühlt
Service & Compliance
Altersverifikation
Nicht erforderlich
Preissegment
Premium
Nutzerstimmen
Verifizierte Community-Bewertungen und klar gekennzeichnete externe Betreiberstimmen, getrennt von unserer 0–10-Redaktionsnote.
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Bei 150–200 Portionen/Tag: täglich 1–2 Bag-in-Box-Einheiten (je 10 Liter = ca. 80–120 Portionen). Befüllzeit: ca. 5 Minuten. Der Reinigungszyklus läuft automatisch nachts; manuelle Reinigung alle 6 Monate empfohlen.
Brauche ich eine behördliche Genehmigung für den Betrieb?
In Deutschland unterliegt der Betrieb eines Lebensmittelautomaten mit frischen Produkten der Lebensmittelhygiene-Verordnung. Der Betreiber muss ein HACCP-Konzept nachweisen und das Gerät ggf. beim Veterinäramt anmelden. Carpigiani stellt HACCP-Dokumentationsvorlagen bereit.
Was ist ein Bag-in-Box-Mix und warum ist er hygienischer als Pulvermix?
Bag-in-Box enthält flüssigen, pasteurisierten Eismix (Milch, Zucker, Stabilisatoren) in einem versiegelten Folienbeutel. Befüllung ohne direkten Kontakt mit dem Maschinentank. Pulvermix muss hingegen mit Wasser gemischt werden und ist anfälliger für Kontamination beim Anmischen. Carpigiani 191 nutzt ausschließlich Bag-in-Box.
Wie viel Umsatz kann man mit einem Eisautomaten erzielen?
Bei einem Verkaufspreis von 2,50–3,50 EUR/Portion und 150 Portionen/Tag: ~11.000–16.000 EUR/Monat Umsatz. Nach Rohwarenkosten (~25 %), Wartung (~500 EUR/Monat) und Standortkosten verbleiben typischerweise 3.000–6.000 EUR Deckungsbeitrag/Monat. Saisonal kann dieser Wert im Sommer deutlich höher liegen.
Tiefkühl-Spiralautomat mit –18 °C Betriebstemperatur und 180 Produktplätzen für Speiseeis, Frozen Food und gekühlte Getränke. Überzeugt durch hohe Kapazität und robuste Bauweise; der Energieverbrauch und das ältere Kältemittel R404a sind die größten Schwachstellen.