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Bibliotheca SelfCheck 1000

6.7/ 10

Empfehlenswert

Herstellerdaten — nur Herstellerangaben, keine externe Prüfung. Wie wir bewerten

Design & Aufbau8.0
Technik & Funktionen6.0
Betrieb & Wartung6.0
Kapazität & Sortiment7.0
Preis / Leistung6.5

Der hybrid selfCheck 1000 hat ein Argument, das kein anderes Modell der Reihe hat: Er liest elektromagnetische Sicherung und RFID gleichzeitig. Für eine Bibliothek, die beide Bestände im Umlauf hat, ist das der Kaufgrund. Das Datenblatt ist vorbildlich vollständig — drei Bauformen mit Maßen und Gewichten von 88,5 bis 165,5 Kilogramm, 268 Millimeter Höhenhub während der Nutzung, 130 Watt, Betrieb von 0 bis 40 Grad, Anbindung über SIP2. Zwei Angaben darin sind aber Warnzeichen: 225 Candela ohne Entspiegelung sind für helle Räume knapp, und als Rechnerplattform steht dort Windows 7 Embedded, dessen Sicherheitspflege 2021 endete. Wer heute beschafft, lässt sich die aktuelle Plattform schriftlich geben. Wer die RFID-Umstellung hinter sich hat, prüft besser den 2500 oder 3000.

Auf Anfrage
  • Standgerät
  • Touchscreen
  • 747,5 × 1476 × 635 mm
  • 153.5 kg
🌿

Kein EU-Energielabel
für diese Kategorie

Nennleistung

130 W

Bibliotheca SelfCheck 1000 — Frontansicht · Quelle: bibliotheca.com

4 Fotos · Bibliotheca SelfCheck 1000

Einsatzgebiete

Für welche Standorte sich das Gerät eignet.

Geeignet

Bibliotheken mitten in der RFID-Umstellung

Das Gerät liest elektromagnetische Sicherung und RFID gleichzeitig und verweigert damit keinen der beiden Bestände.

Geeignet

Standorte mit gemischtem Publikum

268 Millimeter Höhenhub, Schriftgrößenwahl und Sprachumschaltung sind ab Werk vorhanden.

Geeignet

Kleine Flächen

Die Tischvariante braucht 690 × 700 Millimeter Thekenfläche und wiegt 88,5 Kilogramm.

Geeignet

Nicht für Neubeschaffung nach der Umstellung

Ohne Mischbestand fehlt das Hauptargument, und 2500 und 3000 haben entspiegelte Bildschirme und Rückgabebehälter.

Unsere Bewertung im Detail

5 Achsen, datenbasiert gewichtet.

Design & Aufbau
8,0 / 10
Technik & Funktionen
6,0 / 10
Betrieb & Wartung
6,0 / 10
Kapazität & Sortiment
7,0 / 10
Preis / Leistung
6,5 / 10

Kurzfazit

6,7Gut

Der hybrid selfCheck 1000 hat ein Argument, das kein anderes Modell der Reihe hat: Er liest elektromagnetische Sicherung und RFID gleichzeitig. Für eine Bibliothek, die beide Bestände im Umlauf hat, ist das der Kaufgrund. Das Datenblatt ist vorbildlich vollständig — drei Bauformen mit Maßen und Gewichten von 88,5 bis 165,5 Kilogramm, 268 Millimeter Höhenhub während der Nutzung, 130 Watt, Betrieb von 0 bis 40 Grad, Anbindung über SIP2. Zwei Angaben darin sind aber Warnzeichen: 225 Candela ohne Entspiegelung sind für helle Räume knapp, und als Rechnerplattform steht dort Windows 7 Embedded, dessen Sicherheitspflege 2021 endete. Wer heute beschafft, lässt sich die aktuelle Plattform schriftlich geben. Wer die RFID-Umstellung hinter sich hat, prüft besser den 2500 oder 3000.

Auf einen Blick

Modell
Bibliotheca SelfCheck 1000
Hersteller
Bibliotheca
Kategorie
Spezial- & Nischenautomaten
Preisrahmen
Auf Anfrage
Gesamtscore
6.7 / 10
Herkunft
Bibliotheca

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Verarbeitet elektromagnetische Sicherungsstreifen und RFID gleichzeitig — das einzige Modell der Reihe, das den Mischbestand während einer Umstellung abdeckt.
  • Belegdrucker von vorn zugänglich, Rolle laut Hersteller in Sekunden ohne Werkzeug tauschbar — das ist die häufigste Kioskstörung.
  • Schriftgrößenwahl und Sprachumschaltung sind sichtbar Teil der Oberfläche, nicht Aufpreisoption.
  • 268 Millimeter Höhenhub, laut Hersteller auch während des Ausleihvorgangs verstellbar — deckt sitzende und stehende Nutzung ab.
  • Anbindung über SIP2 und Ethernet, also einen offenen Standard statt eines herstellereigenen Wegs.
  • Datenblatt nennt alle drei Bauformen einzeln mit Maßen und Gewichten: 747,5 × 635 × 1.476 mm bei 153,5 kg, höhenverstellbar 165,5 kg, Tischgerät 690 × 700 × 880 mm bei 88,5 kg.
  • Schräge „open V"-Ablage positioniert das Medium durch sein Eigengewicht und erhöht die Trefferquote beim ersten Versuch.
  • Nur 130 Watt an einer gewöhnlichen Steckdose; bei 60 Öffnungsstunden je Woche rund 118 bis 138 Euro Strom im Jahr.
  • Weite Umgebungsgrenzen: Betrieb 0 bis 40 °C, Lagerung −20 bis 60 °C, bis 85 Prozent Luftfeuchte ohne Kondensation.

Nachteile

  • In der Normenliste fehlt EN 301 549, die europäische Norm für barrierefreie IT; genannt sind DDA und ADA.
  • Kein öffentlicher Preis.
  • Keine eigene Produktseite beim Hersteller mehr — das Datenblatt ist nur über einen Händler erhältlich und trägt kein Datum.
  • 225 Candela pro Quadratmeter ohne genannte Entspiegelung; beim neueren 2500 wirbt bibliotheca ausdrücklich mit entspiegelten Bildschirmen.
  • Welche Zahlungsmittel möglich sind, geht aus den Unterlagen nicht hervor; beim 2500 nennt bibliotheca ausdrücklich „nur Karte".
  • Das Datenblatt nennt Windows 7 Embedded als Plattform — die Sicherheitspflege dieser Fassungen endete im Oktober 2021, das Gerät hängt aber per SIP2 am Bibliothekssystem.
  • Kein Ruhestromverbrauch, keine Wartungsintervalle, kein WLAN im Datenblatt.
  • Keine Rückgabe in Mengen und keine integrierten Rückgabebehälter — beim 3000 gibt es sie als Option.

Testbericht

Drei Bauformen: 1.476 Millimeter hoch, 153,5 Kilogramm — oder 88,5 auf der Theke

Den hybrid selfCheck 1000 gibt es in drei Ausführungen, und das Datenblatt trennt sie sauber. Die freistehende Variante misst 747,5 Millimeter in der Breite, 635 in der Tiefe und 1.476 in der Höhe und wiegt 153,5 Kilogramm. Die höhenverstellbare Variante hat dieselbe Grundfläche, wiegt 165,5 Kilogramm und fährt bis 1.744 Millimeter aus. Die Tischvariante ist mit 690 mal 700 Millimetern fast quadratisch, 880 Millimeter hoch und wiegt 88,5 Kilogramm.

Die Höhenverstellung ist der interessanteste Punkt dieser Aufstellung, und zwar wegen des Hubs: 268 Millimeter zwischen 1.476 und 1.744 Millimetern. Das ist genug, um zwischen einem sitzenden und einem stehenden Nutzer zu wechseln, und bibliotheca schreibt ausdrücklich, dass sich das Gerät während der Ausleihe verstellen lässt, nicht nur bei der Montage. Für zwölf Kilogramm Mehrgewicht ist das ein guter Tausch, wenn der Standort gemischtes Publikum hat.

Die freistehende Ausführung belegt 0,47 Quadratmeter Boden und bringt damit rund 323 Kilogramm pro Quadratmeter auf die Fläche. Das ist für ein Standgerät dieser Größe viel und liegt daran, dass der Sockel als Gegengewicht arbeitet: Ein Kiosk, an dem sich Menschen abstützen, darf nicht kippen. In einem Obergeschoss ist der Wert unkritisch, auf einem Hohlraumboden gehört er geprüft.

Konstruktiv fällt eine Entscheidung auf, die bibliotheca „open V" nennt: Die Ablagefläche unter dem Bildschirm ist schräg, sodass ein hineingelegtes Buch durch sein eigenes Gewicht in die richtige Position rutscht. Das Foto des Herstellers zeigt diese Fläche mit LED-Beleuchtung und einer Schlitzblende darunter, unter der die Lese- und Entsicherungstechnik sitzt. Der Zweck ist nicht Optik, sondern Trefferquote beim ersten Versuch — wer ein Medium schief hinlegt, bekommt sonst eine Fehlermeldung statt einer Ausleihe.

Für die Optik bietet bibliotheca Folienbeklebung an, im Datenblatt als Aufpreisoption geführt. Das Einsatzfoto aus der Cincinnati Main Library zeigt, wie weit das geht: Die Seitenfläche trägt dort das komplette Bibliothekslogo. Wer mehrere Standorte bestückt, kann damit die Wiedererkennung erzwingen, ohne am Gerät etwas zu ändern.

Die Glasablage links neben dem Bildschirm ist Standard und praktisch wichtiger, als sie aussieht: Ohne sie muss der Nutzer den Stapel, den er ausleihen will, in der Hand halten, während er tippt.

Technik: 22 Zoll im Hochformat, EM und RFID gleichzeitig — und Windows 7

Das Display ist ein 22-Zoll-Touchscreen im Hochformat mit 1.920 mal 1.080 Bildpunkten und projiziert-kapazitiver Technik, also derselben Bauart, die Mobiltelefone verwenden. Das Datenblatt nennt eine nutzbare Breite von 275 Millimetern; bei 16 zu 9 im Hochformat ergibt das eine Bildhöhe von 489 Millimetern und rechnerisch eine Diagonale von 561 Millimetern, was die 22 Zoll bestätigt. Die Pixeldichte liegt damit bei rund 100 Punkten je Zoll — für ein Gerät, das aus Armlänge bedient wird, ausreichend.

Ein Wert fällt aus dem Rahmen: 225 Candela pro Quadratmeter Helligkeit. Büromonitore liegen üblicherweise bei 250 bis 300, Geräte für helle Räume bei 400 und mehr. Eine Bibliothek mit Glasfassade und Südlicht ist genau der Fall, in dem 225 nits knapp werden, und das Datenblatt nennt keine Entspiegelung. Dass bibliotheca beim neueren selfCheck 2500 ausdrücklich mit entspiegelten Bildschirmen wirbt, legt nahe, dass dieser Punkt in der Praxis aufgefallen ist.

Der eigentliche Grund für das Wort „hybrid" im Produktnamen ist die Medienerkennung: Das Gerät verarbeitet elektromagnetische Sicherungsstreifen und RFID gleichzeitig. Für Bibliotheken, die von Tattle-Tape auf RFID umstellen, ist das der entscheidende Punkt, weil beide Bestände parallel im Umlauf sind. Die RFID-Seite arbeitet auf 13,56 Megahertz mit maximal 1,2 Watt Sendeleistung. Angemeldet wird über Barcode, Chipkarte oder manuelle Eingabe auf dem Bildschirm; das Datenblatt nennt beim Barcodeleser ausdrücklich die volle Bandbreite der Codearten.

Erkannt wird ein Medium zur Zeit. Liegen mehrere in der Zone, weist das Gerät den Nutzer darauf hin, einzeln zu verbuchen. Das ist keine Schwäche der Erkennung, sondern die Voraussetzung dafür, dass jedes Medium sauber entsichert wird — nur muss man es bei der Standortplanung wissen: Ein Nutzer mit zwölf Bilderbüchern braucht hier zwölf Vorgänge.

Auf der Softwareseite läuft quickConnect, vorinstalliert und laut Datenblatt mit dem vollen Funktionsumfang aus Ausleihe, Rückgabe und Kontofunktionen. Die Anbindung an das Bibliothekssystem läuft über SIP2 per Ethernet, die Verwaltung optional über libraryConnect, für das eine eigene Lizenz nötig ist. Das Produktfoto zeigt sechs Kacheln — Ausleihe, Verlängerung, Rückgabe, Konto, Zahlung — sowie eine Leiste mit Schriftgrößenwahl und Sprachumschaltung auf Spanisch und Französisch. Mehrsprachigkeit und Schriftgröße sind also nicht Aufpreis, sondern sichtbar Teil der Oberfläche.

Und dann steht dort ein Satz, der für einen Kauf 2026 der wichtigste des ganzen Datenblatts ist: Als Rechnerplattform nennt bibliotheca Windows 7 Embedded mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher und einer 128-Gigabyte-SSD.

Was das Gerät verarbeitet: vier Medienarten, ein Vorgang, ein Beleg

Bei einem Verkaufsautomaten steht an dieser Stelle die Kapazität. Bei einem Selbstverbuchungskiosk gibt es keine Ware im Gerät, deshalb ist die richtige Frage: Was kann hinein, und was kommt heraus?

Das Datenblatt nennt vier Medienarten ausdrücklich: Buch, Zeitschrift, CD und DVD. Das ist keine Kapazitätsangabe, sondern eine Formatangabe, und sie erklärt die schräge Ablagefläche — CD- und DVD-Hüllen sind zu leicht, um sich selbst zu positionieren, weshalb die Schräge und die Anzeige der Erkennungszone hier mehr leisten müssen als bei einem Hardcover.

Was das Gerät ausgibt, ist ein Papierbeleg. Der Drucker ist von vorn zugänglich, und bibliotheca hebt hervor, dass die Belegrolle ohne Werkzeug in Sekunden getauscht werden kann. Das klingt nebensächlich, ist aber die häufigste Störung an jedem Kiosk: Papier ist leer, Gerät steht, Personal muss ran. Eine Frontklappe statt eines Schlüsselschranks entscheidet darüber, ob das eine Minute oder eine Viertelstunde kostet.

Zahlung ist eine eigene Baugruppe. Das Produktfoto zeigt rechts ein separates Modul mit einem Ausgabeschlitz und einem Kartenschlitz; das Datenblatt listet Zahlungsfunktionen unter den Kontofunktionen der Software. Welche Zahlungsmittel konkret möglich sind — Karte, Bargeld, beides — geht aus dem Datenblatt nicht hervor. Beim neueren selfCheck 2500 schreibt bibliotheca ausdrücklich „card-only", also ausschließlich Karte. Für den 1000 lässt sich das aus den öffentlichen Unterlagen nicht sagen, und wer Mahngebühren in Münzen kassieren will, muss das im Angebot klären.

Ergänzend lassen sich digitale Bestände einbinden: Über cloudLibrary können Nutzer am Kiosk E-Books und Hörbücher ausleihen, die dann in der App bereitstehen. Das ist der Versuch, den physischen Standort zum Einstieg in das digitale Angebot zu machen — sinnvoll für Bibliotheken, die beides betreiben, und ohne Nutzen für die, die es nicht tun.

Nicht vorgesehen ist eine Rückgabe in Mengen. Wer Medien in einen Behälter schütten und automatisch verbuchen lassen will, braucht eine Sortieranlage; der selfCheck 1000 ist ein Ausleih- und Rückgabeplatz für einzelne Medien. Beim selfCheck 3000 nennt bibliotheca inzwischen integrierte Rückgabebehälter als Option — beim 1000 gibt es sie nicht.

Betrieb: 130 Watt, Ethernet, 0 bis 40 Grad — und ein Betriebssystem ohne Sicherheitsupdates

Elektrisch ist das Gerät unauffällig und genau dokumentiert: Eingang über C13-Kaltgerätestecker, 110 bis 240 Volt Wechselspannung, 130 Watt, 50 Hertz, 5-Ampere-Sicherung. Für Europa nennt bibliotheca 240 Volt, für Nordamerika 110. Das ist eine gewöhnliche Steckdose, und die 130 Watt sind für ein Gerät mit 22-Zoll-Bildschirm und eingebautem Rechner plausibel.

Auf die Betriebskosten gerechnet bleibt das überschaubar. Eine Bibliothek mit 60 Öffnungsstunden je Woche kommt bei 130 Watt auf rund 406 Kilowattstunden im Jahr, also 118 bis 138 Euro bei 29 bis 34 Cent je Kilowattstunde. Läuft das Gerät durch, weil niemand es abschaltet, sind es 1.139 Kilowattstunden und 330 bis 387 Euro. Der Unterschied von rund 200 bis 270 Euro im Jahr je Gerät ist der Grund, warum eine Zeitschaltung oder ein automatischer Ruhezustand bei mehreren Standorten schnell relevant wird. Eine Angabe zum Verbrauch im Ruhezustand macht das Datenblatt nicht.

Die Umgebungsgrenzen sind weit gefasst: Betrieb zwischen 0 und 40 Grad, Lagerung zwischen minus 20 und 60 Grad, Luftfeuchte 0 bis 85 Prozent ohne Kondensation. Für eine Aufstellung im Eingangsbereich, wo im Winter kalte Luft hereinkommt, ist die Null-Grad-Untergrenze eine brauchbare Zusage.

Angebunden wird über 10/100-Ethernet. Das ist für die Datenmenge eines Verbuchungsvorgangs mehr als ausreichend, bedeutet aber: Der Standort braucht eine Netzwerkdose. WLAN nennt das Datenblatt nicht.

An Normen führt bibliotheca DDA, ADA, CE, FCC, IC, ANATAL, MET und RCM auf — also die britische und die amerikanische Behindertengleichstellung, das europäische CE-Zeichen und mehrere Funk- und Sicherheitszulassungen. Was in dieser Liste nicht steht, ist EN 301 549, die europäische Norm für die Barrierefreiheit von IT-Produkten. Wer als öffentliche Stelle in Deutschland ausschreibt, sollte deshalb vorab klären, welche Nachweise der Hersteller dafür beibringen kann, statt sich auf DDA und ADA zu verlassen.

Der Punkt, an dem dieser Bericht deutlich werden muss, ist die Rechnerplattform. Windows 7 Embedded erhielt seine letzten regulären Sicherheitsupdates im Januar 2020, der verlängerte Support für die Embedded-Fassungen endete im Oktober 2021. Dieses Gerät hängt per Ethernet im Netz der Bibliothek und spricht per SIP2 mit dem Bibliothekssystem, in dem Ausleihdaten und damit personenbezogene Daten liegen. Ein Betriebssystem ohne Sicherheitspflege ist in dieser Position kein Schönheitsfehler. Das ist keine Aussage über die Sicherheit des Geräts im Einzelfall — bibliotheca kann es längst auf eine neuere Plattform gestellt haben, ohne das Datenblatt zu ändern —, aber genau das ist der Punkt: Aus den öffentlich verfügbaren Unterlagen geht die Plattform nicht anders hervor. Wer dieses Modell beschafft, muss sich die aktuelle Plattform schriftlich geben lassen.

Zu Wartungsintervallen, zu Verschleißteilen außer der Belegrolle und zu Reinigung macht das Datenblatt keine Angaben.

Einordnung: das älteste Modell der Reihe, mit dem breitesten Medienbestand

Einen Preis nennt bibliotheca nicht, weder auf der Website noch im Datenblatt. Diese Seite gibt deshalb keine Zahl weiter.

Die Einordnung ergibt sich aus der Reihe. bibliotheca führt neben dem selfCheck 1000 den kompakten 2500 und den 3000, und die Unterschiede sind benennbar. Der 2500 hat entspiegelte Bildschirme, unterstützt 74 Sprachen, soll die Bedienung um bis zu 30 Prozent beschleunigen und nimmt ausschließlich Karten. Der 3000 setzt auf Modularität: Höhenverstellung, modulare Zahlungseinheiten, zusätzliche Ablagen und integrierte Rückgabebehälter, dazu Sprachausgabe, taktile Tastenfelder und mehrsprachige Führung von Anfang an.

Damit bleibt für den 1000 ein Argument, und es ist ein gutes: Er ist das Modell, das elektromagnetische Sicherung und RFID gleichzeitig verarbeitet. Eine Bibliothek mitten in der Umstellung hat zwei Bestände im Umlauf, und ein Gerät, das nur RFID liest, verweigert genau die Hälfte davon. Wer diese Übergangsphase vor sich hat — und viele öffentliche Bibliotheken haben sie —, kauft den 1000 nicht aus Sparsamkeit, sondern weil er der Einzige ist, der beides kann.

Wer die Umstellung dagegen hinter sich hat, sollte die neueren Modelle prüfen. Die drei Schwächen des 1000 — 225 Candela ohne Entspiegelung, eine im Datenblatt genannte Plattform ohne Sicherheitspflege, keine Rückgabebehälter — sind genau die Punkte, an denen 2500 und 3000 nachgelegt haben.

Was für das Gerät spricht, hängt nicht am Preis: die vollständig dokumentierten Maße und Gewichte für alle drei Bauformen, ein Höhenhub von 268 Millimetern während der Nutzung, Mehrsprachigkeit und Schriftgrößenwahl sichtbar in der Oberfläche statt als Aufpreisoption, ein von vorn wechselbarer Belegdrucker und eine Anbindung über SIP2, also einen offenen Standard statt eines herstellereigenen Wegs.

Was fehlt, ist ebenfalls benennbar: kein Preis, keine eigene Produktseite beim Hersteller mehr — das Datenblatt ist nur über einen Händler zu bekommen und trägt kein Datum —, keine Angabe zu möglichen Zahlungsmitteln, kein Ruhestromverbrauch, keine Wartungsintervalle und kein Nachweis zu EN 301 549. Bei einem Gerät, das über Jahre im öffentlichen Raum steht, sind das zusammen genug offene Punkte, um sie vor der Bestellung schriftlich klären zu lassen.

Öffentlich nachprüfbare Erfahrungsberichte von Bibliotheken, die einer Quelle zuordenbar wären, ließen sich nicht finden; der Abschnitt dazu bleibt deshalb leer statt mit Zitaten gefüllt.

Stand: Letzte Aktualisierung am 8. September 2026. Technische Angaben aus dem Spec-Datenblatt zum hybrid selfCheck 1000, Vergleichsangaben von den Herstellerseiten zu selfCheck 2500 und 3000.

Technisches Datenblatt

Alle erfassten Datenpunkte im Überblick.

Einsatz & Betrieb

Aufstellung / Bauform
Standgerät

Technik

Bedienoberfläche
Touchscreen

Abmessungen & Gewicht

Abmessungen (B × H × T)
747,5 × 1476 × 635 mm
Gewicht (unverpackt)
153.5 kg
Nennleistung
130 W

Nutzerstimmen

Verifizierte Community-Bewertungen und klar gekennzeichnete externe Betreiberstimmen, getrennt von unserer 0–10-Redaktionsnote.

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Nützliche Links und Dokumente

Weiterführende Quellen

  1. 1.bibliotheca, Loesungsseite Selbstverbuchung — nennt selfCheck 1000, 2500 und 3000 als aktuelle Reihe und ordnet die Modelle einbibliotheca.com/solutions/self-service-checkout/
  2. 2.bibliotheca, Produktseite selfCheck 2500 — RFID und Barcode, ausschliesslich Kartenzahlung, kompakte Steh- und Tischvariante mit entspiegelten Bildschirmen, 74 Sprachen, vereinfachte Schritte, einstellbare Schriftgroessen, bis zu 30 Prozent schnellere Bedienungbibliotheca.com/selfcheck-2500/
  3. 3.bibliotheca, Produktseite selfCheck 3000 — Modularitaet mit Hoehenverstellung, modularen Zahlungseinheiten, zusaetzlichen Ablagen und integrierten Rueckgabebehaelternbibliotheca.com/selfcheck-3000/
  4. 4.bibliotheca, Vorstellung des selfCheck 3000 — Sprachausgabe, taktile Tastenfelder, verstellbare Hoehen und mehrsprachige Fuehrung als Ausgangsausstattungbibliotheca.com/exploring-the-selfcheck-3000-bibliotheca-newest-library-self-service/
  5. 5.bibliotheca, Vorstellung des selfCheck 2500 — Einordnung des kompakten Modells innerhalb der Reihebibliotheca.com/bibliotheca-introduces-selfcheck-2500/
  6. 6.bibliotheca, quickConnect — Bedienoberflaeche und Verwaltungsplattform der selfCheck-Geraete, Unterstuetzung von mehr als 70 Sprachen und Sprachausgabebibliotheca.com/quickconnect/
  7. 7.bibliotheca, quickConnect ueber die Ausleihe hinaus — Werbeflaechen, Veranstaltungshinweise und Einbindung digitaler Bestaende am Kioskbibliotheca.com/quickconnect-beyond-self-checkout/
  8. 8.bibliotheca, Produktmeldung zu neuen Barrierefreiheitsfunktionen der selfCheck-Geraeteinfo.bibliotheca.com/en/product-updates/selfcheck-accessibility-options
  9. 9.bibliotheca, Produktmeldung zur verbesserten Sichtbarkeit des Barcodelesers bei selfCheck 2500 und 3000info.bibliotheca.com/en/product-updates/selfcheck-improved-barcode-scanner-visibility
  10. 10.bibliotheca, Beitrag zu Barrierefreiheitsanforderungen als Treiber fuer Geraeteerneuerung in Bibliothekenbibliotheca.com/library-accessibility-self-service-upgrades/
  11. 11.bibliotheca, Unternehmensseite — Anbieter der selfCheck-Reihe, fuehrt die 1970 eingefuehrte Tattle-Tape-Sicherung von 3M weiterbibliotheca.com/
Herstellerdaten-Review: Basiert auf HerstellerangabenZuletzt geprüft: Redaktion AutomatenTests.deBewertungskriterien transparent dokumentiert

Häufige Fragen zum Bibliotheca SelfCheck 1000

Was bedeutet „hybrid" beim selfCheck 1000?

Das Gerät verarbeitet elektromagnetische Sicherungsstreifen und RFID gleichzeitig. Für Bibliotheken, die von Tattle-Tape auf RFID umstellen, ist das entscheidend, weil während der Umstellung beide Bestände im Umlauf sind. Die RFID-Seite arbeitet auf 13,56 Megahertz mit maximal 1,2 Watt Sendeleistung.

Welche Bauformen und Maße gibt es?

Drei. Freistehend 747,5 × 635 × 1.476 Millimeter bei 153,5 Kilogramm, höhenverstellbar mit derselben Grundfläche und 165,5 Kilogramm bei bis zu 1.744 Millimetern Höhe, und als Tischgerät 690 × 700 × 880 Millimeter bei 88,5 Kilogramm. Die freistehende Variante belegt 0,47 Quadratmeter Boden.

Wie viel Strom braucht das Gerät?

Das Datenblatt nennt 130 Watt bei 110 bis 240 Volt und 50 Hertz, für Europa 240 Volt, mit 5-Ampere-Sicherung. Bei 60 Öffnungsstunden je Woche sind das rund 406 Kilowattstunden im Jahr, also 118 bis 138 Euro bei 29 bis 34 Cent je Kilowattstunde. Läuft das Gerät durchgehend, sind es 1.139 Kilowattstunden und 330 bis 387 Euro. Einen Wert für den Ruhezustand nennt der Hersteller nicht.

Wie wird das Gerät an das Bibliothekssystem angebunden?

Über SIP2 per 10/100-Ethernet. Die vorinstallierte Software quickConnect deckt Ausleihe, Rückgabe und Kontofunktionen ab, die Verwaltung läuft optional über libraryConnect, wofür eine eigene Lizenz nötig ist. WLAN nennt das Datenblatt nicht, der Standort braucht also eine Netzwerkdose.

Lassen sich mehrere Medien gleichzeitig verbuchen?

Nein. Das Gerät erkennt ein Medium zur Zeit und weist den Nutzer darauf hin, einzeln zu verbuchen, wenn mehrere in der Zone liegen. Das stellt sicher, dass jedes Medium sauber entsichert wird, bedeutet aber bei zwölf Büchern zwölf Vorgänge. Eine Rückgabe in Mengen ist nicht vorgesehen.

Ist das Modell noch aktuell?

bibliotheca führt den selfCheck 1000 weiter neben dem kompakten 2500 und dem 3000. Eine eigene Produktseite hat der 1000 allerdings nicht mehr, und das Spec-Datenblatt ist nur über einen Händler erhältlich und undatiert. Die darin genannte Rechnerplattform Windows 7 Embedded deutet darauf hin, dass die Unterlage älter ist — wer beschafft, sollte sich die aktuelle Plattform schriftlich bestätigen lassen.

Was kostet der bibliotheca hybrid selfCheck 1000?

bibliotheca veröffentlicht keinen Preis, weder auf der Website noch im Datenblatt. Preistreibend sind die Bauform, die Höhenverstellung, das Zahlungsmodul, die Folienbeklebung als Aufpreisoption und die Lizenzen für quickConnect und libraryConnect.