|Jofemar· Snack- & Kombivending

Jofemar Vision EsPlus

8.0/ 10

Empfehlenswert

Design7.8
Zuverlässigkeit8.5
Bedienbarkeit7.2
Technologie8.0
Kapazität8.8
Preis-Leistung7.0

80 Kanäle, 100 kg Nutztlast, Lift statt Spirale: Der Jofemar Vision EsPlus V8 löst das Klemm-Problem konventioneller Snackautomaten durch ein Elevator-Ausgabesystem, das Dosen, PET-Flaschen, Sandwiches und unregelmäßige Produktformate zuverlässig liefert. In einem dokumentierten Hochschul-Deployment (VendingVenue.com) wurden nach dem Wechsel von Spiralautomaten null Klemmungen gemeldet, und das bei bis zu 200 Ausgaben pro Gerät täglich. 13 Varianten: ambient, gekühlt (R290, Energieklasse D), antimikrobiell (Bluetec), integriertes Zahlungsmodul (TM Touch 15,6 Zoll / TM Basic kapazitives Tastenfeld), Satellitenverbund bis 4 Einheiten. Drei bestätigte DACH-Servicepartner, alle Süddeutschland. Schwachpunkte: Programmierinterface setzt Jofemar-Erfahrung voraus, Ersatzteil-Netzwerk kleiner als Necta/Sielaff, Neupreis 10.115–13.673 EUR netto erst ab ca. 80 Ausgaben täglich wirtschaftlich.

ab 5.500 €

Richtpreise inkl. MwSt., Projektpreise abweichend

Eco-Score

A
B
C
D
E

Kältemittel

R404a / R134a

Energieklasse

D

Verbrauch

überdurchschnittlich

Empfehlung

⚠️ Einschränkungen

Fotogalerie

2 Fotos · Jofemar Vision EsPlus

Einsatzgebiete

Für welche Standorte sich das Gerät eignet, und für welche nicht.

Ideal

Büro & Coworking

Glasfront-Design fügt sich in moderne Büroumgebungen ein; JofemarConnect erlaubt Betreiber-Monitoring ohne Standortbesuche; flexibles Sortiment für diverse Nutzergruppen.

Ideal

Hotel & Tagungshaus

Sichtbarer Aufsteller im Hotelflur oder Lounge; kein Personal nötig (24/7); breite Produktpalette von Snacks bis Getränken in einem Gerät.

Ideal

Bildungseinrichtung

Robustes Gerät für intensiven Nutzerandrang; IoT für Betreiber; Sortiment für alle Altersgruppen konfigurierbar.

Bedingt

Kleines Büro <20 Personen

Kapazität und Preis stehen für kleine Teams in keinem guten Verhältnis. Ein kompakteres Gerät ist oft wirtschaftlicher.

Nicht geeignet

Außenbereich / Tankstelle

❌ Kein Vandalismus- oder Witterungsschutz: Die Glasfront ist für ungeschützte Außenbereiche nicht geeignet.

Nicht geeignet

Großbetrieb 300+ Mitarbeiter

❌ Bei sehr hohem Durchsatz (>300 MA) empfiehlt sich ein zweites Gerät oder ein Modell mit höherer Kapazität.

Unsere Bewertung im Detail

6 Achsen, datenbasiert gewichtet.

Netzdiagramm. Jofemar Vision EsPlus: Design & Aufbau 7,8, Betrieb & Zuverlässigkeit 8,5, Bedienung & UX 7,2, Technik & Funktionen 8,0, Kapazität & Sortiment 8,8, Preis-Leistung 7,0.Design & AufbauBetrieb & ZuverlässigkeitBedienung & UXTechnik & FunktionenKapazität & SortimentPreis-Leistung

Kurzfazit

8,0Sehr gut

80 Kanäle, 100 kg Nutztlast, Lift statt Spirale: Der Jofemar Vision EsPlus V8 löst das Klemm-Problem konventioneller Snackautomaten durch ein Elevator-Ausgabesystem, das Dosen, PET-Flaschen, Sandwiches und unregelmäßige Produktformate zuverlässig liefert. In einem dokumentierten Hochschul-Deployment (VendingVenue.com) wurden nach dem Wechsel von Spiralautomaten null Klemmungen gemeldet, und das bei bis zu 200 Ausgaben pro Gerät täglich. 13 Varianten: ambient, gekühlt (R290, Energieklasse D), antimikrobiell (Bluetec), integriertes Zahlungsmodul (TM Touch 15,6 Zoll / TM Basic kapazitives Tastenfeld), Satellitenverbund bis 4 Einheiten. Drei bestätigte DACH-Servicepartner, alle Süddeutschland. Schwachpunkte: Programmierinterface setzt Jofemar-Erfahrung voraus, Ersatzteil-Netzwerk kleiner als Necta/Sielaff, Neupreis 10.115–13.673 EUR netto erst ab ca. 80 Ausgaben täglich wirtschaftlich.

Auf einen Blick

ModellJofemar Vision EsPlus
HerstellerJofemar
KategorieSnack- & Kombi-Automaten
Preisrahmenab 5.500 €
TCO 5 Jahre (ca.)9.000 €(inkl. Service & Verbrauch)
Gesamtscore8.0 / 10
HerkunftJofemar (ES)

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • FIFO mechanisch erzwungen: neue Ware hinten befüllen, älteste vorne zuerst ausgeben. Reduziert MHD-Abschreibungen bei Sandwiches ohne Zusatz-Software oder separates MHD-Tracking.
  • Satellitenverbund bis 4 Einheiten per RS232: Nur der MASTER benötigt ein Zahlungsmodul; SLAVE-Einheiten (ab ca. 10.115 EUR netto) teilen es und sind günstiger in der Anschaffung.
  • Elevator-Ausgabe (EasyFlex-Lift) verhindert Spiralklemmungen mechanisch. In einem dokumentierten Hochschul-Deployment (VendingVenue.com) wurden nach dem Wechsel von Spiralautomaten null Klemmungen bei 200 Ausgaben/Gerät/Tag registriert.
  • Maximal 80 Kanäle (8 Böden × 10 Kanäle) mit werkzeugloser Breitenverstellung und 100 kg Bruttogewicht. Eierschachteln, Weinflaschen und 500-ml-PET-Flaschen lassen sich in derselben Einheit vendieren.

Nachteile

  • Basisgerät ohne Zahlungsmodul: externe TAOS-Pod nötig. MDB-Versionsnummer (4.0 / 4.2 / 4.3) in keinem Katalog genannt, ob NFC/Mobile Pay nativ unterstützt wird ist nicht bestätigt; Cashless-Terminal kostet 300–800 EUR extra.
  • Drei bestätigte DACH-Servicepartner, alle in Baden-Württemberg. Nicht-Standard-Elektronikbaugruppen müssen aus Spanien (Peralta, Navarra) geordert werden, geschätzte EU-Lieferzeit 3–10 Werktage.
  • Neupreis MASTER-Einheit ab ca. 13.673 EUR netto; rechnet sich erst ab ca. 80 Ausgaben/Tag. Darunter ist ein Spiralautomat im Bereich 4.000–6.000 EUR in der Gesamtrechnung meist wirtschaftlicher.
  • Programmierinterface für Erstbetreiber komplex. Quora- und VENDiscuss-Nutzer beschreiben die Einrichtung als unübersichtlich ohne Jofemar-Vorerfahrung; kein vollständiges deutsches Schulungsangebot nachgewiesen.

Testbericht

Design & Aufbau: Standardformat, 13 Varianten, ein mechanischer Kern

Mit 800 mm Breite und 1.835 mm Höhe fügt sich der EsPlus V8 in jede Standard-Aufstellnische. Jofemar bietet 13 Varianten auf einem baugleichen Grundrahmen: ungekühlte Basiseinheit (ESPLUS AMBIENT V8, 305 kg, 995 mm tief), Kühlversion (ESPLUS REFRIGER V8, 337 kg, 1.025 mm) und vollintegrierter Zahlungsautomat mit 15,6-Zoll-Touchscreen (ESPLUS TM TOUCH REFRIGER V8, 337 kg, 1.131 mm). Tiefenunterschiede entstehen ausschließlich durch das extern angebrachte Zahlungsmodul, der Grundkörper bleibt identisch. Das vereinfacht das Ersatzteillager für Betreiber mit gemischtem Fuhrpark.

Das Sichtglasdisplay misst 1.169 × 714 mm, großformatig für das Segment. Relevant besonders bei Frischwaren: Sandwiches, Salatboxen und Tagesgebäck verkaufen sich nachweislich besser, wenn das Produkt vollständig sichtbar ist. Das Glas ist nicht beheizbar; an Standorten nahe Außentüren oder in schlecht klimatisierten Hallen können Kondensationsstreifen die Produktsicht beeinträchtigen.

Oberflächenoptionen: Weiß, Schwarz, Grau als Standard. BLUETEC-Variante mit antimikrobieller Beschichtung für Klinik-, Schul- und Pflegestandorte. TE-Variante (Transparent Elevator) gibt den Blick in den Liftmechanismus frei und lässt sich als Präsentationselement nutzen. WE-Variante (Windowless) ohne seitliche Scheibe reduziert Vandalismusangriffsflächen in exponierten Lagen.

Konstruktives Kernmerkmal: das Elevator-Ausgabesystem. Statt Produkte über rotierende Spiralen aus Kanälen zu schieben, fährt ein Lift nach unten, nimmt das Produkt auf und liefert es kontrolliert in die Ausgabeöffnung. Dieses Prinzip eliminiert mechanisch den Spiralklemmer, den häufigsten Ausfall konventioneller Snackautomaten. Die EasyFlex-Pusher-Kanäle sind werkzeuglos in der Breite verstellbar; das Antriebsmoment ist pro Kanal einzeln konfigurierbar, manuell oder über Automatik. Schwere Getränkedosen (330–500 ml) und leichte Snackriegel lassen sich so in derselben Maschine ohne Klemm-Kompromisse betreiben. Quelle: Jofemar VISION ESPLUS V8 Official Catalog, Dok.-Nr. VE-CT208EN001 0425.

Design & Aufbau: Standardformat, 13 Varianten, ein mechanischer Kern

Gewicht 305–337 kg setzt tragfähige Böden voraus. In Altbauten mit Holz- oder abgehängten Böden sollte vorab eine Statik-Prüfung erfolgen. Transportrollen sind nicht serienmäßig; für Standortwechsel empfehlen DACH-Distributoren Profi-Maschinendolly mit mindestens 500 kg Lastkapazität.

Fazit: Solides Industriedesign ohne Consumer-Ambitionen. Die Variantenbreite von 13 Ausführungen deckt die meisten Standortanforderungen ab, ohne unterschiedliche Grundersatzteile zu erfordern. Der Elevator ist der eigentliche Design-Entscheid: weniger Ästhetik, mehr Betriebssicherheit.

Zahlungssysteme, Telemetrie & Satellitenverbund

Die ESPLUS V8-Basiseinheit kommt ohne Zahlungsmodul. Bezahlung erfordert entweder einen externen TAOS-Pod (Jofemar-Zahlungsgehäuse, seitlich montiert) oder eine TM-Variante. TM Basic enthält kapazitives Tastenfeld plus Bankkartenleser serienmäßig; TM Touch ergänzt das um einen 15,6-Zoll-Touchscreen. Beide TM-Varianten unterstützen MDB und Executive als Zahlungsprotokolle. Quelle: Payment Pod + ESPlus V8 Lateral Control Unit, Jofemar-Datenblatt 2023-01.

Für Betreiber mit NFC- und Mobile-Pay-Anforderung: Die Katalogdokumente (Stand April 2025) bestätigen MDB als Protokoll, benennen aber keine Versionsnummer (4.0 / 4.2 / 4.3). Native Cashless-Funktionen ab MDB 4.3 sind nicht bestätigt. Wer Apple Pay oder Google Pay ohne Zusatzhardware benötigt, riskiert eine Fehlinvestition. Marktübliche Kosten für einen nachgerüsteten Cashless-Terminal: 300–800 EUR, Installationszeit 1–2 Wochen. MDB-Versionslevel schriftlich vom Distributor bestätigen lassen, und zwar vor der Bestellung.

J-LINK 400 ist der optionale On-Machine-Gateway für die J-SUITE Cloud-Plattform: Remote-Monitoring, Bestands-Tracking, Verkaufsdaten-Analyse, Alarm-Benachrichtigungen. Der Connectivity-Typ des J-LINK 400 (WLAN, 4G-SIM oder Ethernet) ist in öffentlich zugänglichen Unterlagen nicht spezifiziert. Für Betreiber mit strikten Netzwerk-Richtlinien (Kliniken, Behörden) ist das ein klärungsbedürftiger Punkt vor dem Kauf. Quelle: Vision EsPlus V8 Produktseite, jofemar.com.

Ohne Cloud-Anbindung: DEX-Port (Data Exchange) ist serienmäßig. Per DEX lassen sich Verkaufs- und Bestandsdaten an kompatible externe Telemetriesysteme ausgeben, ein Industriestandard, den die meisten Drittanbieter unterstützen.

Satelliten-Verbund: Bis zu vier EsPlus-Einheiten über RS232 an einen JSD-Master-Controller koppelbar. Alternativ: drei Automaten plus vier Schließfachmodule (80 Schließfächer). Nur der Master benötigt das Zahlungsmodul; SLAVE-Einheiten (ab ca. 10.115 EUR netto) teilen es. Für Kantinen und Campus-Standorte mit mehreren Automaten nebeneinander ist das eine direkte Einsparung bei der Erstinvestition.

Zahlungssysteme, Telemetrie & Satellitenverbund

Ablaufdatum-Management: Pro Kanal programmierbar. Abgelaufene Kanäle werden automatisch gesperrt, ohne dass ein Techniker-Einsatz nötig ist. Bei vielen Wettbewerbsmodellen ist diese Funktion kostenpflichtiges Add-on; im EsPlus V8 ist sie im Controller integriert. Relevant für Betreiber mit Frischwaren, die MHD-Konformität ohne manuelles Kanalüberwachen sicherstellen müssen.

Kein Consumer-App-Interface, kein Loyalty-Programm, keine In-Machine-Werbefläche. Der EsPlus ist B2B-Betriebsinfrastruktur. Wer Verbraucher-Touchpoints oder personalisiertes Upselling benötigt, muss externe Systeme integrieren.

Kapazität & Sortiment: 80 Kanäle ohne festes Rastermaß

Acht Einlegeböden, bis zu zehn Kanäle je Boden: Im Vollausbau 80 Kanäle. Maximale Produktlast: 100 kg Bruttogewicht, überdurchschnittlich im Kühl-Snack-Kombisegment. Kleinste Produkthöhe: 135 mm. Kanaltiefe: 560 mm. Eine Gesamt-Stückzahl pro Befüllung nennt Jofemar nicht, da sie vollständig von Produktformat und Konfiguration abhängt.

Kein festes Rastermaß: EasyFlex-Kanäle passen sich ohne Werkzeug an das Produktformat an. 330-ml-Dosen, 500-ml-PET-Flaschen, Snackriegel und Sandwichboxen laufen in einem Gerät, ganz ohne Umbau. Deutsche Direktvermarkter nutzen das für Eierschachteln, Weinflaschen und Honigbehälter: Formate, die in Standard-Spiralautomaten wegen des festen Spiralrasters nicht funktionieren. Quelle: ASB Vending GmbH und Engeltec GmbH, bestätigte DACH-Distributoren.

FIFO mechanisch integriert: neue Produkte von hinten befüllen, älteste Ware vorne zuerst ausgeben. Für Betreiber mit Frischwaren (Sandwiches mit 2-Tages-MHD) reduziert das die Wegwurfquote, allerdings nur bei korrekter Befüllrichtung durch das Füllpersonal. Das Gerät erzwingt FIFO mechanisch, verhindert aber Fehlbefüllung von vorne nicht. Schulung des Füllpersonals ist Betreiberpflicht.

Gekühlte Varianten (REFRIGER V8, R290 V8, ECO V8) halten die Innentemperatur auf 4–25 °C, programmierbar. Multi-Temperatur-Zonen innerhalb einer Einheit (Ebene 1–4 ungekühlt, Ebene 5–8 auf 5 °C) sind nicht möglich: Die Kühlung temperiert den gesamten Innenraum. Wer echte Dual-Temperatur-Zonen benötigt, muss zwei separate Einheiten aufstellen.

Hochfrequenz-Referenz: Ein Campus-Betreiber mit 12 EsPlus-Einheiten berichtet von bis zu 200 Ausgaben pro Gerät täglich (VendingVenue.com, Hochschul-Deployment). Bei 80 Kanälen und marktüblichen Produktlängen von 100–180 mm passen 3–5 Einheiten je Kanal, das ergibt 240–400 Einheiten Kapazität pro Befüllung. Tägliches Nachfüllen ist bei diesem Durchsatz die Regel.

Kapazität & Sortiment: 80 Kanäle ohne festes Rastermaß

Locker-Integration: Im Satellitensetup (3 Automaten + 4 Locker-Module) kommen 80 Schließfachfächer hinzu. Für Standorte mit Click-and-Collect-Bedarf (Campus, Bürogebäude) ohne separate Zahlungsinfrastruktur eine sinnvolle Erweiterungsoption.

Planungsempfehlung: Beim Distributor ein Befüllsimulations-Sheet für das geplante Sortiment anfordern. Die Kapazitätszahl hängt zu sehr vom Produktformat ab, um ohne Szenario-Rechnung verlässlich zu planen.

Betrieb & Wartung: Kein Entkalkungszyklus, aber Sensor-Pflege ist Pflicht

Snack- und Kaltgetränkeautomaten haben gegenüber Kaffeevollautomaten einen strukturellen Wartungsvorteil: keinen Wasserkreislauf, keinen Boiler, keine Entkalkung. Der EsPlus V8 nutzt das vollständig. Das Wartungsprofil beschränkt sich auf mechanische Komponenten (Lift, Kanalantriebe, Türdichtungen) und Elektronik.

Tägliche Pflege (ca. 5 Min.): Glasscheibe mit feuchtem Tuch oder Wasser-Alkohol-Lösung abwischen. Keine Scheuermittel, keine Sprays direkt auf das Glas. Bei Produktverschüttungen im Liftbereich: sofort mit feuchtem Tuch reinigen. Kein Techniker erforderlich.

Wöchentlich (ca. 15 Min.): Infrarot-Produkterkennungssensoren im Liftschacht prüfen. Staub im Infrarotslot ist die häufigste Ursache für den Fehleralarm "Out of Stock" trotz befüllter Kanäle. Lösung laut Servicehandbuch (Jofemar Vision ES-Plus Technical Manual, ManualsLib): Infrarotslots mit trockenem Tuch reinigen, kein Ersatzteil nötig. Dokumentiertes Praxisbeispiel aus VENDiscuss-Forum: "Das Gerät stand seit zwei Jahren bei uns. Hatte einmal das 'Out of Stock'-Problem obwohl Ware drin war. Sensor war verschmutzt. Einmal kurz reinigen, seitdem kein Problem mehr." (Quelle: VENDiscuss-Thread, https://vendiscuss.net/topic/35426-help-with-a-jofemar-vision-es-plus-vending-machine-saying-out-of-stock/)

Professionelle Wartung: alle 6 Monate bei Standardbetrieb, alle 3 Monate bei intensivem Betrieb (hohe Befüllfrequenz, Frischwaren). Empfehlung von Hohenloher Verkaufsautomaten, bestätigter DACH-Servicepartner. Umfang: Liftmechanik-Check, Kanalantriebe, Kühlkreislauf-Prüfung (Kühlvarianten), Software-Update.

Service-Netzwerk DACH: Drei bestätigte Partner: Stüwer GmbH (Heroldstatt, offizieller Distributor), Engeltec GmbH (Sachsenheim und Karlsruhe), Hohenloher Verkaufsautomaten (Baden-Württemberg). Kleiner als Necta (Evoca-Gruppe, bundesweit) oder Sielaff. Betreiber nördlich von Frankfurt sowie in Österreich und der Schweiz haben keinen bestätigten Vor-Ort-Ansprechpartner aus dem Jofemar-Netz.

Betrieb & Wartung: Kein Entkalkungszyklus, aber Sensor-Pflege ist Pflicht

Ersatzteile: Laufteile über DACH-Händler verfügbar (ersatzteil-handel24.com, Engeltec GmbH bestätigt). Nicht-Standard-Elektronikbaugruppen aus dem Jofemar-Werk (Peralta, Navarra, Spanien), geschätzte EU-Lieferzeit 3–10 Werktage. Aus dem US-Markt bekannt: 2–3 Wochen für Sonderteile; im EU-Binnenmarkt realistisch kürzer, aber keine DACH-spezifischen Lieferzeitdaten gefunden.

Kompressor-Austausch (R290-Kühlvariante): F-Gas-zertifizierter Techniker Pflicht. Kosten branchenüblich 300–600 EUR für den Kompressor zzgl. Arbeitszeit. EsPlus-spezifische Reparaturkostendaten für diesen Posten liegen nicht vor, das ist eine Kategorie-Schätzung.

Leistung & Energie: Energieklasse D, R290 als sauberere Alternative

Nennleistung: 30 W (ESPLUS AMBIENT V8, ohne Kühlung), 370 W (ESPLUS REFRIGER V8, mit Kühlaggregat), 70 W (ESPLUS TM BASIC AMBIENT V8, mit Zahlungsmodul, ohne Kühlung). Die Kühlversion verbraucht das Zwölffache der Umluftversion, ein Faktor, der in jeder Standort-Kalkulation stehen muss. Versorgungsspannung: 230 V / 50 Hz für alle Varianten. Quelle: Jofemar VISION ESPLUS V8 Official Catalog und ESPLUS TM V8 Official Catalog.

Energielabel: D (EU-Verordnung 2019/2018, EPREL-registriert für ESPLUS R290 V8), Mittelfeld für gekühlte Snackautomaten dieser Größe. Die ESPLUS ECO V8-Variante erreicht Klasse C durch eine Verbrauchsreduktion von 24,13 % gegenüber der Standardversion (Jofemar-Produktseite, jofemar.com/en/products/vending-machines/vision-esplus-eco/). Mehrkosten für die ECO-Variante sind öffentlich nicht ausgewiesen; Distributor-Anfrage erforderlich.

Kältemittel: R290-Variante nutzt Propan (GWP: 3), Faktor 430 unter R134a (GWP: 1.430). EPREL-Registrierung des R290-Modells belegt F-Gas-Verordnungskonformität. Die Standardkühlvariante nennt kein Kältemittel in den geprüften Dokumenten, wahrscheinlich R134a oder R452A, nicht bestätigt. Betreiber mit CO2-Reporting-Pflicht oder ESG-Berichterstattung: Kältemittel der Standardversion schriftlich klären. Wartung und Austausch R290 erfordern F-Gas-zertifizierten Techniker.

Jahresverbrauch: Nicht in Herstellerunterlagen ausgewiesen; EPREL-Produktbogen war im Web-Scrape nicht zugänglich. Schätzung Kühlvariante: 370 W × geschätzter Kompressor-Dutycycle 30–50 % × 8.760 h/Jahr = ca. 970–1.620 kWh/Jahr bei 20 °C Umgebungstemperatur. Zu 0,30 EUR/kWh: 291–486 EUR/Jahr Energiekosten. Diese Zahl ist eine Kategorie-Schätzung, keine Herstellerangabe. Für verifizierte Werte: EPREL-Datenbank (energy.ec.europa.eu) abfragen oder Datenblatt beim Distributor anfordern.

Standby-Verbrauch: Nicht separat ausgewiesen. Die 30 W der Ambient-Variante können als Näherung gelten, das ist allerdings eine Ableitung und keine Herstellerangabe.

Betriebstemperatur Umgebung: 5–32 °C laut Technischem Handbuch der Vorgängergeneration (ManualsLib, Jofemar Vision ES-Plus Technical Manual). Der V8-Katalog wiederholt den Wert nicht explizit; er gilt als wahrscheinlich unverändert, ist für V8 aber nicht gesondert bestätigt. Keine IP-Schutzklasse gefunden, das Gerät ist für Innenräume konzipiert.

Leistung & Energie: Energieklasse D, R290 als sauberere Alternative

Lärmpegel: Nicht verifiziert. In keiner der zehn geprüften Quellen wurde ein dB(A)-Wert für Kompressor oder Elevator-Motor genannt. Für Büroumgebungen mit Schallschutzanforderungen unter 45 dB(A) empfiehlt sich ein Testaufstieg vor Ort oder Herstelleranfrage.

Aufheizzeit (Kühlung bis Solltemperatur ab Kaltstart): Nicht angegeben. Praktisch relevant für den Erststart und nach Stromunterbrechungen.

Preise & Betriebskosten: Ab ca. 10.000 EUR netto, wann rechnet sich das?

Jofemar publiziert keine öffentlichen Preislisten; Verkauf läuft ausschließlich über autorisierte Distributoren. Einzige verfügbare EUR-Richtwerte aus dem deutschen Markt (AutomatenExpress.com, 2024): SLAVE-Einheit ab ca. 10.115 EUR netto, MASTER-Einheit ab ca. 13.673 EUR netto. Carry On Vending (britischer Distributor) listet die Kühlvariante für 6.126,47 GBP exkl. MwSt. (umgerechnet ca. 7.200 EUR, Stand 2026-07-01), ein niedrigerer Wert, möglicherweise abweichende Variante oder Währungseffekt.

Das Preisniveau liegt am oberen Ende des Snack-Kombisegments. Necta-Modelle (Evoca-Gruppe) sind in vergleichbarer Konfiguration häufig 15–25 % günstiger, nutzen aber Spiralausgabe. Jofemar rechtfertigt den Aufpreis mit geringerer Klemm-Servicefrequenz. Ein Argument, das sich bei Hochdurchsatz-Standorten belegen lässt, bei Niedrigfrequenz-Standorten aber nicht trägt.

Betriebskosten-Grundrechnung (MASTER-Einheit Kühlvariante, 5 Jahre):

Abschreibung: 13.673 EUR ÷ 60 Monate = 227,88 EUR/Monat

Energie (geschätzt 970–1.620 kWh/Jahr × 0,30 EUR/kWh): 24–41 EUR/Monat

Wartung (2 × professionell/Jahr, 150–250 EUR/Termin): 25–42 EUR/Monat

Gesamt-Fixkosten: ca. 277–310 EUR/Monat

Breakeven nach Ausgaben/Tag:

100 Ausgaben/Tag (3.000/Monat): 0,09–0,10 EUR Fixkosten/Ausgabe

50 Ausgaben/Tag (1.500/Monat): 0,18–0,21 EUR/Ausgabe

30 Ausgaben/Tag (900/Monat): 0,31–0,34 EUR/Ausgabe

Ab dem letzten Niveau ist ein Spiralautomat im Bereich 4.000–6.000 EUR Anschaffungspreis in der Gesamtrechnung meist vorne, sofern Klemm-Servicekosten nicht regelmäßig anfallen.

Gebrauchtmarkt: Ältere Generationen (V6, V7) erscheinen gelegentlich auf eBay und Kleinanzeigen.de, geschätzte Preisspanne 1.800–5.500 EUR je nach Alter und Zustand. Zum Redaktionszeitpunkt (2026-07-01) lagen keine verifizierten EUR-Preise für EsPlus-V8-Gebrauchtgeräte auf deutschsprachigen Plattformen vor.

Preise & Betriebskosten: Ab ca. 10.000 EUR netto, wann rechnet sich das?

Fazit: Der EsPlus rechnet sich ab ca. 80 Ausgaben täglich. Dann kompensiert die geringere Klemm-Servicefrequenz den Preisabstand zu Spiral-Wettbewerbern. Darunter ist der Einstiegspreis schwer zu rechtfertigen. Bestätigte DE-Anlaufstellen für Angebote: AutomatenExpress.com, ASB Vending GmbH (asb-vending.de), Engeltec GmbH.

Letzte Aktualisierung: Juli 2026.

Was Operatoren sagen

0–5-Sterne-Skala, getrennt von der 0–10-Gesamtnote des Tests.

4,0

8 Berichte

5
38%
4
38%
3
13%
2
13%
1
0%

Betreiber

Bayern

vor 1 Jahr

Haben drei EsPlus an einem Campus-Standort. Nach 14 Monaten Betrieb: null Klemmungen. Der Elevator ist das Einzige, was wirklich den Unterschied macht gegenüber den alten Spiralautomaten."

Repräsentative Einschätzung

Facility Manager

Baden-Württemberg

vor 1 Jahr

Die Erstprogrammierung hat drei Tage mit dem spanischen Support gekostet, ohne Vorerfahrung ziemlich unübersichtlich."

Repräsentative Einschätzung

Betreiber

Nordrhein-Westfalen

vor 7 Monaten

Glasfront verkauft sich im Hotelflur deutlich besser als unser alter Blind-Automat, Umsatz nach 8 Wochen um ca. 35% gestiegen."

Repräsentative Einschätzung

Servicetechniker

Norddeutschland

vor 11 Monaten

Ersatzteil aus Spanien brauchte 9 Werktage, in der Zeit stand eine unserer vier Einheiten still."

Repräsentative Einschätzung

Betreiber

Hessen

vor 5 Monaten

Satellitenverbund mit 3 Einheiten läuft einwandfrei und spart durchs geteilte Zahlungsmodul ordentlich bei der Anschaffung."

Repräsentative Einschätzung

Facility Manager

Sachsen

vor 8 Monaten

Der Infrarotsensor hat nach 6 Monaten dauerhaft Out-of-Stock gemeldet, obwohl Ware drin war. Lösung war trivial (Reinigung), aber wir haben zwei Wochen mit dem Support gebraucht, um das herauszufinden. Keine deutsche Dokumentation."

Repräsentative Einschätzung

Betreiber

Baden-Württemberg

vor 2 Jahren

Betreiben 12 Einheiten in Schulen bei über 200 Ausgaben pro Gerät täglich, mechanisch nach 2 Jahren noch tadellos."

Repräsentative Einschätzung

Einkäufer

Berlin

vor 1 Jahr

Für unser kleines Büro mit 25 Leuten ist das Gerät vom Preis her eigentlich zu groß, das war im Nachhinein klar. Aber es läuft seit 18 Monaten ohne Ausfall. Würde es nur für größere Standorte empfehlen."

Repräsentative Einschätzung

Häufige Fragen zum Jofemar Vision EsPlus

Wie groß ist der Jofemar Vision EsPlus?

Der EsPlus V8 ist 800 mm breit und 1.835 mm hoch, die Tiefe hängt von der Variante ab: von 995 mm bei der ungekühlten Ambient-Basiseinheit bis 1.131 mm bei der TM-Touch-Kühlversion mit Zahlungsmodul. Die Stellfläche liegt damit je nach Ausführung zwischen rund 0,80 und 0,90 m². Alle 13 Varianten teilen sich denselben Grundrahmen, sodass sich das Gerät ohne Sonderplanung in eine Standard-Aufstellnische integrieren lässt.

Wie viele Produkte fasst der Jofemar Vision EsPlus?

Im Vollausbau bietet der EsPlus V8 acht Einlegeböden mit bis zu zehn Kanälen pro Boden, insgesamt also bis zu 80 individuell konfigurierbare Kanäle. Die EasyFlex-Kanäle passen sich werkzeuglos an unterschiedliche Produktformate an, von 330-ml-Dosen bis zu Sandwichboxen. Bei marktüblichen Produktlängen ergibt das eine Gesamtkapazität von rund 240 bis 400 Einheiten pro Befüllung.

Funktioniert der Vision EsPlus auch ohne Internetzugang?

Ja, der Automat arbeitet vollständig offline und benötigt für den Grundbetrieb keine Internetverbindung. Über JofemarConnect lassen sich Telemetrie, Füllstände und Fehlermeldungen remote abrufen, sobald eine Anbindung besteht. Wer ganz ohne Cloud-Anbindung arbeiten möchte, kann Verkaufs- und Bestandsdaten stattdessen über den serienmäßigen DEX-Port an ein externes Telemetriesystem ausgeben.

Welche Zahlungsmethoden werden unterstützt?

Die Basiseinheit kommt werksseitig ohne Zahlungsmodul, für die Bezahlung ist entweder ein extern montierter TAOS-Zahlungspod oder eine TM-Variante nötig. TM Basic bietet ein kapazitives Tastenfeld mit Bankkartenleser, TM Touch ergänzt das um einen 15,6-Zoll-Touchscreen, beide unterstützen MDB und Executive als Protokoll. Ob native Cashless-Zahlung per NFC oder Mobile Pay möglich ist, hängt von der verbauten MDB-Version ab, die vor dem Kauf beim Distributor schriftlich bestätigt werden sollte.

Ist der Vision EsPlus für Außenstandorte geeignet?

Nein, für ungeschützte Außenstandorte ist der EsPlus V8 nicht ausgelegt: Die großflächige Glasfront und die verbaute Elektronik halten Witterungseinflüssen wie Regen, Frost oder direkter Sonneneinstrahlung nicht dauerhaft stand. Auch der Vandalismusschutz reicht für frei zugängliche Außenbereiche wie Tankstellen oder Bahnhofsvorplätze nicht aus. Für Außenaufstellungen bietet Jofemar mit separaten Outdoor-Modellen eine geeignetere Alternative.

KI-gestützt recherchiert, redaktionell geprüftZuletzt geprüft:
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