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Envipco Quantum / Optima

7.1/ 10

Empfehlenswert

Herstellerdaten — nur Herstellerangaben, keine externe Prüfung. Wie wir bewerten

Design & Aufbau7.5
Technik & Funktionen8.5
Betrieb & Wartung5.0
Kapazität & Sortiment8.5
Preis / Leistung6.0

Envipco führt eine ungewöhnlich vollständige Reihe: von 400 Behältern am Tag beim Compact bis zu 7.200 in der Stunde bei der Quantum. Die Bulk-Feed-Geräte nehmen unsortiert an und erkennen nach vier Kriterien — Material, Form, Größe und Gewicht —, dazu kommen Selbstdiagnose, Selbstreinigung und selbsttätige Wiederherstellung. Für jede Baugröße nennt der Hersteller Stellfläche und Speichermenge, sodass sich die richtige Größe vorab rechnen lässt: Ein Quantum XXL ist bei Volllast nach elf Stunden voll, ein Quantum Indoor nach 83 Minuten. Zwei Dinge trüben das Bild. Envipco veröffentlicht keine einzige elektrische Angabe und keine Maße in Millimetern. Und Glas nimmt nur der Einzeleinwurf — wer Glas zurücknehmen muss, kommt an Optima oder Flex Tri nicht vorbei, unabhängig von der Menge.

Auf Anfrage
  • Standgerät
  • Touchscreen
🌿

Kein EU-Energielabel
für diese Kategorie

Envipco Quantum / Optima — Frontansicht · Quelle: envipco.com

5 Fotos · Envipco Quantum / Optima

Einsatzgebiete

Für welche Standorte sich das Gerät eignet.

Geeignet

Märkte mit Schlange am Rückgabeautomaten

120 Behälter je Minute lösen den Engpass zur Stoßzeit, den ein Einzeleinwurfgerät nicht bewältigt.

Geeignet

Standorte mit Vorplatz

Die Außenausführungen brauchen 15,1 bis 36,1 Quadratmeter, dafür bleibt die Verkaufsfläche frei.

Geeignet

Kleine Rückgabestellen

Der Compact ist für weniger als 400 Behälter am Tag gedacht, passt unter ein Regal und braucht keine feste Installation.

Geeignet

Nicht für Standorte mit Glasrücknahme

Glas lässt sich nicht kompaktieren und ist in der Bulk-Feed-Reihe nicht vorgesehen — dort führen nur Optima Tri und Flex Tri weiter.

Unsere Bewertung im Detail

5 Achsen, datenbasiert gewichtet.

Design & Aufbau
7,5 / 10
Technik & Funktionen
8,5 / 10
Betrieb & Wartung
5,0 / 10
Kapazität & Sortiment
8,5 / 10
Preis / Leistung
6,0 / 10

Kurzfazit

7,1Gut

Envipco führt eine ungewöhnlich vollständige Reihe: von 400 Behältern am Tag beim Compact bis zu 7.200 in der Stunde bei der Quantum. Die Bulk-Feed-Geräte nehmen unsortiert an und erkennen nach vier Kriterien — Material, Form, Größe und Gewicht —, dazu kommen Selbstdiagnose, Selbstreinigung und selbsttätige Wiederherstellung. Für jede Baugröße nennt der Hersteller Stellfläche und Speichermenge, sodass sich die richtige Größe vorab rechnen lässt: Ein Quantum XXL ist bei Volllast nach elf Stunden voll, ein Quantum Indoor nach 83 Minuten. Zwei Dinge trüben das Bild. Envipco veröffentlicht keine einzige elektrische Angabe und keine Maße in Millimetern. Und Glas nimmt nur der Einzeleinwurf — wer Glas zurücknehmen muss, kommt an Optima oder Flex Tri nicht vorbei, unabhängig von der Menge.

Auf einen Blick

Modell
Envipco Quantum / Optima
Hersteller
Envipco
Kategorie
Pfandautomaten (RVM)
Typ
Rücknahmeautomat
Preisrahmen
Auf Anfrage
Gesamtscore
7.1 / 10
Herkunft
Envipco (US)

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Bulk-Feed: der Kunde schüttet unsortiert ein, die Maschine erkennt, sortiert und kompaktiert im Hintergrund — kein Einzelhandling.
  • Mehr als 100 Behälter je Minute laut Produktseite, bis zu 120 laut Herstellermeldung — das entspricht 7.200 in der Stunde.
  • Speicherdichte steigt mit der Größe: 1.408 Dosen je Quadratmeter beim Indoor-Gerät, 2.216 beim XXL — 57 Prozent mehr auf derselben Fläche.
  • Vollständige Reihe von unter 400 Behältern am Tag (Compact) bis zur Bulk-Feed-Anlage, dazwischen Flex, Flex Tri, Optima und Ultra.
  • Erkennung nach vier Kriterien: Material, Form, Größe und Gewicht.
  • Sammelbehälter mit Rädern und Anpassung an das örtliche Pfandrecht.
  • Aufstellung laut Hersteller in unter 24 Stunden; Innenausführung auch als Wandeinbau, sodass die Leerung im Lager stattfindet.
  • Selbstdiagnose, Selbstreinigung und selbsttätige Wiederherstellung nach Störungen sind als Ausstattung genannt.
  • Für jede der fünf Quantum-Baugrößen nennt der Hersteller Stellfläche und Speichermenge — die Baugröße lässt sich vorab rechnen.
  • Angenommen werden PET bis drei Liter und Aluminiumdosen bis einen Liter.

Nachteile

  • Widersprüchliche Flächenangabe: XL und XXL sind beide mit vier Parkplätzen angegeben, unterscheiden sich aber um 7,2 Quadratmeter.
  • Keine Wartungsintervalle, obwohl der Kern eine mechanische Presse ist.
  • Keine Temperaturgrenzen, Schutzarten oder Heizungsangaben für die Außenaufstellung.
  • Zerdrückte Behälter werden abgewiesen, weil Form und Gewicht zur Erkennung gehören.
  • Glas nimmt die Bulk-Feed-Reihe nicht — Glas lässt sich nicht kompaktieren und ist nur bei Optima Tri und Flex Tri vorgesehen.
  • Kein öffentlicher Preis für irgendein Modell der Reihe.
  • Keine einzige elektrische Angabe: weder Spannung noch Leistungsaufnahme, Sicherung oder Jahresverbrauch — bei einem Gerät mit Kompaktierpresse eine erhebliche Lücke.
  • Keine Maße in Millimetern, nur Stellflächen in Quadratmetern und Parkplätzen.
  • Der genannte Kundenradius von 50 Kilometern ist eine Marketingaussage ohne Messgrundlage und auf den deutschen Markt mit flächendeckender Rücknahmepflicht nicht übertragbar.

Testbericht

Aufstellung: von 7,1 Quadratmetern bis zu vier Parkplätzen

Envipco misst die Quantum-Reihe nicht in Millimetern, sondern in Parkplätzen. Das klingt beiläufig, ist aber die ehrlichere Angabe, denn diese Geräte stehen auf dem Vorplatz eines Supermarkts und konkurrieren dort mit Stellflächen.

Die Reihe hat fünf Größen, und der Hersteller nennt für jede die Fläche und die Speichermenge. Quantum S, das jüngste Mitglied, belegt zwei Parkplätze oder 15,1 Quadratmeter und nimmt bis zu 30.000 Dosen oder 10.500 PET-Flaschen auf. Das Standardmodell Quantum braucht drei Parkplätze und 21,6 Quadratmeter für 40.000 Dosen oder 14.000 Flaschen. Quantum XL kommt mit einer dritten Kammer auf vier Parkplätze und 28,9 Quadratmeter für 60.000 Dosen oder 21.000 Flaschen. Quantum XXL hat vier Kammern, 36,1 Quadratmeter und schafft 80.000 Dosen oder 28.000 Flaschen. Die fünfte Variante ist Quantum Indoor für die Aufstellung im Innenraum oder durch die Wand: 7,1 Quadratmeter für 10.000 Dosen oder 3.500 Flaschen.

An dieser Aufstellung ist eine Unstimmigkeit, die man beim Angebot ansprechen sollte: XL und XXL sind beide mit vier Parkplätzen angegeben, unterscheiden sich in der Quadratmeterzahl aber um 7,2 Quadratmeter. Eine der beiden Angaben ist ungenau, und für die Planung zählt der Quadratmeterwert, nicht die Parkplatzzahl.

Rechnet man die Speicherdichte aus, ergibt sich ein klares Bild: Das kleinste Gerät ist das schlechteste seiner Klasse. Quantum Indoor speichert 1.408 Dosen je Quadratmeter, Quantum S 1.987, das Standardmodell 1.852, XL 2.076 und XXL 2.216. Wer Fläche hat, bekommt sie also überproportional in Speicher zurück — zwischen Indoor und XXL liegen 57 Prozent mehr Dosen auf derselben Fläche.

Ein Detail dieser Zahlenreihe verrät die Rechenlogik dahinter: Das Verhältnis von Dosen zu Flaschen ist bei allen fünf Modellen exakt 2,86 zu 1. Envipco rechnet also mit einem festen Umrechnungsfaktor, nach dem eine PET-Flasche knapp das Dreifache des Platzes einer kompaktierten Dose belegt. Für die eigene Kalkulation heißt das: Wer überwiegend Flaschen erwartet, kann die Dosenzahl durch 2,86 teilen und liegt richtig.

Für den Innenraum gibt es die Ausführung als Wandeinbau. Das Herstellerfoto zeigt sie mit dem Bedienfeld und der Einwurfwanne auf der Kundenseite, während Technik und Sammelbehälter hinter der Wand liegen. Für einen Supermarkt ist das die aufwendigste, aber betrieblich sauberste Lösung: Die Leerung findet im Lager statt, nicht im Verkaufsraum.

Aufgestellt wird laut Envipco in unter 24 Stunden. Das ist eine Zusage, die bei einem Gerät dieser Größe erklärt werden muss — sie bezieht sich auf die Aufstellung selbst, nicht auf Fundament, Stromanschluss und Genehmigung.

Technik: Erkennung nach vier Kriterien, 120 Behälter in der Minute

Der Unterschied zwischen der Quantum-Reihe und allem anderen im Programm ist der Einwurf. Beim Quantum schüttet der Kunde seine Behälter unsortiert in eine Wanne und geht; die Maschine erkennt, sortiert und kompaktiert im Hintergrund. Envipco nennt das Bulk-Feed und hebt hervor, dass der Verbraucher keinen einzelnen Behälter mehr in der Hand hält.

Die Geschwindigkeit dieser Betriebsart ist der eigentliche Verkaufsgrund. Envipco gibt auf der Produktseite mehr als 100 Behälter je Minute an, in der Meldung zur ersten Rund-um-die-Uhr-Installation in den Niederlanden bis zu 120. Zum Vergleich: Ein Einzeleinwurfgerät verarbeitet einen Behälter, wartet auf den nächsten und ist damit an das Tempo des Kunden gebunden.

Erkannt wird nach vier Kriterien, und das ist mehr, als die meisten Hersteller nennen: Material, Form, Größe und Gewicht. Die Kombination aus Form und Gewicht ist der Grund, warum ein zerdrückter Behälter nicht durchgeht — auf dem Bedienfeld der Innenausführung steht deshalb ausdrücklich „No crushed containers". Wer sein Pfandgut zu Hause platt tritt, um es leichter zu tragen, bekommt es zurück. Das ist keine Schwäche der Erkennung, sondern ihre Voraussetzung, aber es gehört an das Gerät geschrieben.

Für den Betrieb interessanter sind drei Eigenschaften, die Envipco im Verkaufsblatt zusammenfasst: Selbstdiagnose, Selbstreinigung und selbsttätige Wiederherstellung nach einer Störung. Bei einem Gerät, das auf dem Vorplatz steht und dessen Ausfall den Pfandbetrieb eines ganzen Marktes lahmlegt, ist die letzte Eigenschaft die wichtigste — eine Maschine, die sich nach einem Stau selbst freifährt, spart den Servicebesuch.

Angebunden wird über das enVision-Portal, das Envipco bei allen Reihen nennt. Was es im Einzelnen liefert, führt der Hersteller auf den Produktseiten nicht aus.

Der Blick auf die Optima zeigt die andere Bauart. Dort legt der Kunde den Behälter einzeln in die Öffnung; erfüllt er die Formanforderungen nicht, gibt das Gerät ihn zurück, statt ihn anzunehmen. Envipco bietet die Optima als Zwei- oder Drei-Materiallösung an: Optima Dual für Dose und PET, Optima Tri für Dose, Glas und PET sowie eine Variante, die Glas und PET getrennt nimmt und Dosen vermischt sammelt. Glas ist hier der entscheidende Punkt, denn Glas lässt sich nicht kompaktieren und braucht deshalb eine eigene Behandlung.

Beide Reihen haben einen Leser für Bons und Kundenkarten. Das ist im Pfandgeschäft der Hebel, mit dem aus einer Rückgabe ein Einkauf wird: Der Bon wird an der Kasse eingelöst, die Kundenkarte verbindet die Rückgabe mit dem Kundenkonto.

Kapazität: 80.000 Dosen im größten Gerät — und 11 Stunden bis zur Leerung

Die Speicherzahlen der Quantum-Reihe klingen groß, und sie sind es auch. Aber sie müssen gegen die Geschwindigkeit gerechnet werden, und dann entsteht das eigentliche Betriebsbild.

Bei 120 Behältern je Minute nimmt ein Quantum 7.200 Behälter in der Stunde auf. Der Speicher des größten Modells, Quantum XXL mit 80.000 Dosen, ist damit rechnerisch nach elf Stunden Dauerbetrieb voll. Beim Standardmodell mit 40.000 Dosen sind es fünf bis sechs Stunden, bei Quantum S mit 30.000 Dosen gut vier, und beim Quantum Indoor mit 10.000 Dosen ist der Speicher nach 83 Minuten erreicht.

Diese Rechnung ist theoretisch, und genau das ist ihr Wert: Sie zeigt, dass die Spitzenleistung für Stoßzeiten gedacht ist, nicht für Dauerlast. Envipco selbst liefert die Gegenprobe. Für eine Installation nennt der Hersteller mehr als 680.000 gesammelte Behälter in weniger als fünf Monaten. Auf 150 Tage gerechnet sind das rund 4.500 Behälter am Tag — also gut 38 Minuten Maschinenzeit bei voller Geschwindigkeit. Der Rest des Tages ist Wartezeit.

Für die Auswahl der Baugröße heißt das: Nicht die Geschwindigkeit entscheidet, sondern die Frage, wie oft jemand die Behälter leeren kann. Ein Markt, in dem das Personal zweimal täglich Zeit hat, kommt mit einem kleineren Gerät aus als einer, bei dem nur der Nachtdienst leeren kann. Envipco nennt für die Sammelbehälter ausdrücklich Ausführungen mit Rädern, um schwereres Material sicher zu transportieren — ein Hinweis darauf, dass die Leerung körperlich anspruchsvoll ist.

Angenommen werden PET-Behälter bis drei Liter und Aluminiumdosen bis einen Liter. Die Drei-Liter-Grenze ist für den deutschen Markt großzügig, weil hier die Ein-Liter-Klasse und die 1,5-Liter-Flasche dominieren.

Nach unten ist das Programm breiter, als die Quantum-Reihe vermuten lässt. Der Envipco Compact nimmt Behälter einzeln, fasst laut Hersteller bis zu 500 gemischte Behälter im Sammelbehälter und ist für Standorte mit weniger als 400 Behältern am Tag gedacht — Kiosk, Apotheke, Tankstelle, Schule. Er passt unter ein Standardregal und lässt sich ohne feste Installation umstellen. Der Flex liegt dazwischen: platzsparend, mit Kompaktierung, der Flex Tri als kleinstes Gerät für drei Materialien mit doppelter Kompaktierungstechnik. Darüber stehen Optima und Ultra, letzteres als vermischte PET- und Dosenlösung.

Wer die Zahlen ordnet, erkennt eine durchgehende Reihe von 400 Behältern am Tag bis zu 7.200 in der Stunde. Das ist ungewöhnlich vollständig, und es macht die Auswahl zu einer Rechenaufgabe statt zu einer Geschmacksfrage.

Betrieb: was Envipco nennt — und was nicht

Hier muss dieser Bericht deutlich werden: Envipco veröffentlicht auf den Produktseiten keine Anschlusswerte. Es gibt keine Angabe zu Spannung, Leistungsaufnahme, Sicherung oder Jahresverbrauch, weder für die Quantum-Reihe noch für Optima, Flex oder Compact. Für ein Gerät mit Kompaktierung, Förderbändern und Kühlung der Elektronik ist das eine erhebliche Lücke, und es lässt sich daraus auch nichts ableiten: Eine Kompaktierpresse zieht in Spitzen ein Vielfaches ihrer Dauerlast, und ohne Herstellerangabe wäre jede Zahl hier geraten.

Was sich sagen lässt, sind Betriebsmerkmale. Selbstdiagnose, Selbstreinigung und selbsttätige Wiederherstellung nennt Envipco im Verkaufsblatt der Innenausführung als Ausstattung. Die Sammelbehälter sind laut Hersteller gut zugänglich, in Ausführungen mit Rädern erhältlich und lassen sich je nach örtlichem Pfandrecht anpassen — der Hinweis auf das lokale Recht ist bemerkenswert, weil er zeigt, dass Envipco die Behälter an die Vorgaben des jeweiligen Marktes anpasst und nicht umgekehrt.

Für die Außenaufstellung ist die Frage nach Frost, Regen und Vandalismus die naheliegende. Envipco führt die Quantum-Reihe ausdrücklich für den Außenbereich und nennt eine Ausführung für die Aufstellung durch die Wand. Temperaturgrenzen, Schutzarten und Angaben zur Beheizung stehen auf den Produktseiten nicht.

Ebenso fehlen Wartungsintervalle. Bei einem Gerät, dessen Kern eine mechanische Presse ist, sind das die Zahlen, die über die Betriebskosten entscheiden — Verschleiß der Pressplatten, Wechselintervalle der Erkennungsoptik, Reinigung der Wanne. Wer beschafft, sollte sie im Servicevertrag festschreiben lassen, statt sie im Angebot zu suchen.

Optisch lässt sich das Gerät an den Standort anpassen: Envipco bietet für alle Reihen eine Folienbeklebung an und nennt sie ausdrücklich als Kommunikationsfläche gegenüber dem Kunden. Bei einem Gerät, das auf dem Vorplatz eines Markts steht, ist das mehr als Kosmetik — es entscheidet mit darüber, ob die Rückgabestelle als Teil des Markts wahrgenommen wird.

Eine unabhängige Gegenprüfung ist bei diesen Zahlen möglich und lohnt sich. Ein britischer Anbieter, der die Quantum vertreibt, nennt für die Innenaufstellung 6.000 bis 10.000 Behälter und im Freien bis zu 60.000 — Envipco selbst gibt 10.000 innen und bis zu 80.000 außen an. Die Abweichung erklärt sich wahrscheinlich aus der Mischung: 10.000 gilt für reine Dosen, und sobald PET dazukommt, sinkt die Zahl. Für die Planung heißt das, mit dem unteren Wert zu rechnen und die 80.000 als Bestwert einer einzigen Bestückung zu lesen. Die Geschwindigkeit von 120 Behältern je Minute und die Aufstellung an einem Tag bestätigt dieselbe Quelle.

Der Werbewert, den Envipco für die Quantum-Reihe angibt, gehört mit Vorsicht gelesen. Der Hersteller schreibt, Kunden kämen aus einem Radius von 50 Kilometern, und nennt das Gerät ein Ziel, nicht nur eine Maschine. Das ist eine Marketingaussage ohne genannte Messgrundlage — plausibel für ein Land mit wenigen Bulk-Feed-Standorten, nicht übertragbar auf einen deutschen Markt mit Rücknahmepflicht in jedem Supermarkt.

Einordnung: Bulk-Feed gegen Einzeleinwurf — die eigentliche Entscheidung

Einen Preis nennt Envipco für keines der Geräte. Diese Seite gibt deshalb keine Zahl weiter, auch nicht als Spanne.

Die Entscheidung innerhalb des Programms ist trotzdem klar strukturiert, und sie hat wenig mit der Größe zu tun. Sie lautet: Bulk-Feed oder Einzeleinwurf.

Bulk-Feed, also die Quantum-Reihe, kauft man für den Kundenfluss. Wer 120 Behälter je Minute annimmt, löst die Schlange vor dem Rückgabeautomaten auf, und genau das ist an einem Samstagvormittag der Engpass. Der Preis dafür ist Fläche: mindestens 7,1 Quadratmeter für die Innenausführung, 15,1 bis 36,1 Quadratmeter im Freien.

Einzeleinwurf, also Optima, Flex, Ultra und Compact, kauft man für den Standort, an dem die Fläche fehlt oder die Menge sie nicht rechtfertigt. Der Compact ist dafür der Maßstab am unteren Ende: unter 400 Behälter am Tag, unter ein Regal passend, ohne feste Installation.

Der Punkt, an dem beide Bauarten sich sachlich unterscheiden, ist Glas. Glas lässt sich nicht kompaktieren, und deshalb bietet Envipco es nur bei den Einzeleinwurfgeräten an — Optima Tri und Flex Tri nehmen Dose, PET und Glas. Wer Glas zurücknehmen muss, kommt an einem Einzeleinwurfgerät nicht vorbei, unabhängig von der Menge. Das ist die härteste Randbedingung im ganzen Programm.

Was für Envipco spricht, hängt nicht am Preis: eine vollständige Reihe von 400 Behältern am Tag bis 7.200 in der Stunde, eine Erkennung nach vier Kriterien statt nach zwei, Selbstdiagnose und selbsttätige Wiederherstellung als genannte Ausstattung, Sammelbehälter, die an das örtliche Pfandrecht angepasst werden, und für jede Baugröße eine belastbare Angabe aus Fläche und Speichermenge. Letzteres ist selten und erlaubt, die Baugröße vorab zu rechnen, statt sie sich empfehlen zu lassen.

Was fehlt, ist ebenso benennbar und wiegt schwer: kein Preis, keine einzige elektrische Angabe, keine Maße in Millimetern, keine Temperatur- oder Schutzangaben für die Außenaufstellung, keine Wartungsintervalle und eine widersprüchliche Flächenangabe bei XL und XXL. Für eine Ausschreibung reicht das nicht; es reicht, um die richtige Baugröße und Bauart zu bestimmen und dann gezielt nachzufragen.

Öffentlich nachprüfbare Betreiberstimmen ließen sich nicht finden. Envipco zitiert auf der Quantum-Seite einen Nachhaltigkeitsverantwortlichen einer Handelskette, aber ein Zitat auf der Herstellerseite ist keine unabhängige Betreiberstimme; der Abschnitt dazu bleibt deshalb leer.

Stand: Letzte Aktualisierung am 8. September 2026. Alle Angaben von den Envipco-Modellseiten zu Quantum, Optima, Compact, Flex, Flex Tri und Ultra sowie aus dem Verkaufsblatt zur Quantum-Innenausführung.

Technisches Datenblatt

Alle erfassten Datenpunkte im Überblick.

Einsatz & Betrieb

Aufstellung / Bauform
Standgerät

Technik

Bedienoberfläche
Touchscreen

Nutzerstimmen

Verifizierte Community-Bewertungen und klar gekennzeichnete externe Betreiberstimmen, getrennt von unserer 0–10-Redaktionsnote.

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Nützliche Links und Dokumente

Weiterführende Quellen

  1. 1.Envipco, Produktseite Quantum — fuenf Baugroessen mit Stellflaeche und Speichermenge: Quantum S 2 Parkplaetze/15,1 m² fuer 30.000 Dosen oder 10.500 PET; Quantum 3 Parkplaetze/21,6 m² fuer 40.000/14.000; Quantum XL 4 Parkplaetze/28,9 m² fuer 60.000/21.000 mit drei Kammern; Quantum XXL 4 Parkplaetze/36,1 m² fuer 80.000/28.000 mit vier Kammern; Quantum Indoor 7,1 m² fuer 10.000/3.500 zur Aufstellung innen oder durch die Wand. Bulk-Feed mit mehr als 100 Behaeltern je Minute, Kompaktierung im Hintergrund, kein Einzelhandling durch den Verbraucher, Aufstellung in unter 24 Stunden. OHNE Preis, OHNE elektrische Angaben, OHNE Millimeterangabenenvipco.com/en/reverse-vending-machines/quantum
  2. 2.Envipco, Verkaufsblatt Quantum Indoor — Erkennung nach Material, Form, Groesse und Gewicht; fortgeschrittene Selbstdiagnose, Selbstreinigung und selbsttaetige Wiederherstellung; mehr als 100 Behaelter je Minute; flexibler Speicher fuer kompaktiertes Material; ausgewiesen als RVM-Modell fuer groessere Ruecknahmezentren, Supermaerkte und Hypermaerkteenvipco.com/hs-fs/hubfs/Quantum%20sales%20sheet.png
  3. 3.Envipco, Meldung zur ersten Quantum-Installation mit Rund-um-die-Uhr-Betrieb in den Niederlanden — bis zu 120 Behaelter je Minuteenvipco.com/news-updates/first-quantum-bulk-feed-netherlands
  4. 4.Envipco, aeltere Quantum-Produktseite — mehr als 680.000 gesammelte Behaelter in weniger als fuenf Monaten an einer Installation, Kundenradius von 50 Kilometern als Herstellerangabe ohne genannte Messgrundlageenvipco.com/en/reverse-vending-machines/quantumold
  5. 5.Envipco, Produktseite Optima — Einzeleinwurf mit Formpruefung: erfuellt der Behaelter die Anforderungen nicht, wird er dem Kunden zurueckgegeben. Ausfuehrungen Optima Dual (Dose und PET), Optima Tri (Dose, Glas und PET) und Optima Tri (Glas, PET und Dose vermischt). Leser fuer Bons und Kundenkarten, Sammelbehaelter mit Raedern, Anpassung an oertliches Pfandrecht, Folienbeklebungenvipco.com/reverse-vending-machines/optima
  6. 6.Envipco, Uebersicht der Ruecknahmeautomaten — vollstaendige Reihe Compact, Flex, Flex Tri, Optima, Ultra und Quantum mit Einordnung nach Standortgroesseenvipco.com/reverse-vending-machines
  7. 7.Envipco, Produktseite Compact — Einzeleinwurf, Sammelbehaelter fuer bis zu 500 vermischte Behaelter, ausgelegt fuer Standorte mit weniger als 400 Behaeltern am Tag, passt unter ein Standardregal, ohne feste Installation umstellbar, Bon- und Kundenkartenleserenvipco.com/reverse-vending-machines/compact
  8. 8.Envipco, Produktseite Flex — platzsparendes Geraet mit Kompaktierungstechnik fuer Standorte mit begrenztem Platz wie Kioske, Apotheken, Tankstellen und Schulen; Ausfuehrungen Commingle, Tri Soft-drop, Tri Wheelie-bin, PET und Dose sowie Tri mit Glasenvipco.com/reverse-vending-machines/flex
  9. 9.Envipco, Produktseite Flex Tri — kleinstes Geraet des Herstellers fuer drei Materialien mit doppelter Kompaktierungstechnikenvipco.com/reverse-vending-machines/flex-tri
  10. 10.Envipco, Produktseite Ultra — Einzeleinwurfgeraet in der Ausfuehrung fuer vermischte PET- und Dosensammlungenvipco.com/reverse-vending-machines/ultra
  11. 11.Envipco, Envipcopedia — Begriffssammlung des Herstellers zu Pfandsystemen und Rueckgabetechnikenvipco.com/envipcopedia
  12. 12.Envipco, Unternehmensseite — Einordnung des Anbieters von Ruecknahmesystemenenvipco.com/about-us
  13. 13.Envipco, Startseite — Ruecknahmeloesungen als Programm, Verweis auf das enVision-Portal fuer die digitale Verwaltungenvipco.com/
  14. 14.Options Management (britischer Anbieter, UNABHAENGIG vom Hersteller) — nennt fuer die Quantum 120 Behaelter je Minute, Aufstellung an einem Tag ueber Plug-and-play-Kammern und eine Speichermenge von 6.000 bis 10.000 Behaeltern bei Innenaufstellung sowie bis zu 60.000 im Freien; die Werte liegen unter den Herstellerangaben von 10.000 innen und 80.000 aussenoptions-management.co.uk/machine/quantum/
  15. 15.BWG Foods, Meldung zur ersten Envipco-Quantum-Installation in Irland bei EUROSPAR Hartstown — unabhaengige Bestaetigung eines Einsatzes im Lebensmitteleinzelhandelbwg.ie/eurospar-hartstown-unveils-irelands-first-envipco-quantum-reverse-vending-machine/
  16. 16.PR Newswire, Ankuendigung der Bulk-Feed-Technologie von Envipco — ordnet die Quantum als patentierte Loesung fuer grosse Supermaerkte, Hypermaerkte und kommunale Recyclingzentren einprnewswire.com/news-releases/envipco-announces-launch-of-revolutionary-rvm-bulk-feed-technology-300049965.html
Herstellerdaten-Review: Basiert auf HerstellerangabenZuletzt geprüft: Redaktion AutomatenTests.deBewertungskriterien transparent dokumentiert

Häufige Fragen zum Envipco Quantum / Optima

Was bedeutet Bulk-Feed bei einem Rücknahmeautomaten?

Der Kunde schüttet seine Behälter unsortiert in eine Wanne, statt sie einzeln einzulegen. Die Maschine erkennt, sortiert und kompaktiert im Hintergrund. Envipco gibt für die Quantum-Reihe mehr als 100 Behälter je Minute an, in einer Herstellermeldung bis zu 120 — das entspricht 7.200 in der Stunde. Ein Einzeleinwurfgerät ist dagegen an das Tempo des Kunden gebunden.

Welche Baugrößen gibt es und wie viel fassen sie?

Fünf. Quantum S braucht zwei Parkplätze oder 15,1 Quadratmeter für bis zu 30.000 Dosen oder 10.500 PET-Flaschen. Das Standardmodell Quantum drei Parkplätze und 21,6 Quadratmeter für 40.000 oder 14.000. Quantum XL 28,9 Quadratmeter für 60.000 oder 21.000. Quantum XXL 36,1 Quadratmeter für 80.000 oder 28.000. Quantum Indoor kommt mit 7,1 Quadratmetern aus und fasst 10.000 Dosen oder 3.500 Flaschen.

Wie oft muss geleert werden?

Das ergibt sich aus Speicher und Tempo. Bei 120 Behältern je Minute wäre ein Quantum XXL nach elf Stunden Dauerbetrieb voll, das Standardmodell nach fünf bis sechs Stunden, ein Quantum Indoor nach 83 Minuten. In der Praxis liegt die Menge deutlich darunter: Für eine Installation nennt Envipco mehr als 680.000 Behälter in unter fünf Monaten, also rund 4.500 am Tag oder gut 38 Minuten Maschinenzeit. Die Spitzenleistung ist für Stoßzeiten gedacht, nicht für Dauerlast.

Nimmt ein Envipco Quantum auch Glas?

Nein. Glas lässt sich nicht kompaktieren, und die Bulk-Feed-Reihe ist auf Kompaktierung ausgelegt. Envipco bietet Glas nur bei den Einzeleinwurfgeräten an: Optima Tri nimmt Dose, Glas und PET, Flex Tri ist das kleinste Gerät für drei Materialien. Wer Glas zurücknehmen muss, kommt daran nicht vorbei, unabhängig von der Menge.

Warum weist das Gerät zerdrückte Behälter ab?

Weil die Erkennung nach vier Kriterien arbeitet: Material, Form, Größe und Gewicht. Ein platt getretener Behälter erfüllt die Formanforderung nicht mehr. Auf dem Bedienfeld der Innenausführung steht deshalb ausdrücklich der Hinweis, keine zerdrückten Behälter einzuwerfen. Bei der Optima gibt das Gerät einen nicht passenden Behälter an den Kunden zurück.

Wie viel Strom braucht ein Envipco-Rücknahmeautomat?

Das lässt sich nicht sagen. Envipco veröffentlicht auf den Produktseiten keine Anschlusswerte — weder Spannung noch Leistungsaufnahme, Sicherung oder Jahresverbrauch, und das gilt für alle Reihen. Ableiten lässt sich es auch nicht, weil eine Kompaktierpresse in Spitzen ein Vielfaches ihrer Dauerlast zieht. Diese Werte müssen im Angebot erfragt werden.

Was kosten die Envipco-Rücknahmeautomaten?

Envipco nennt für kein Modell einen Preis. Preistreibend sind die Bauart (Bulk-Feed oder Einzeleinwurf), die Zahl der Sammelkammern, die Materialkombination samt Glasannahme, die Aufstellung innen, außen oder durch die Wand sowie die Folienbeklebung.

Sielaff RVS 800

Sielaff · Pfandautomaten (RVM)

Sielaff RVS 800

8,0Sehr gut

Der Sielaff RVS 800 ist die durchdachte Alternative zu Tomra im mittelständischen Einzelhandel. 800 Behälter/Stunde, integrierter Kompressor und ein Servicenetz, das in DACH-Regionen kürzere Reaktionszeiten als der Marktführer bietet. Für Märkte bis 5.000 m² Fläche die wirtschaftlichere Wahl.

ab 8.900 €

Sielaff SiCompact 2020

Sielaff · Pfandautomaten (RVM)

Sielaff SiCompact 2020

7,7Gut

Die große Rücknahmebaureihe von Sielaff: bis 60 Gebinde pro Minute, kamerabasierte 360-Grad-Erkennung serienmäßig, Sammlung in halben Europaletten-Rollbehältern. Der Haken ist der Anschluss — 400 Volt Drehstrom statt einer Steckdose.

Auf Anfrage

Sielaff SiCompact ECO

Sielaff · Pfandautomaten (RVM)

Sielaff SiCompact ECO

7,2Gut

Einphasiger Rücknahmeautomat für Einweg-PET und Dosen, 0,80 Quadratmeter Stellfläche, drei Baugrößen inklusive einer niedrigen barrierefreien Variante. Der Haken: Die Gebindeerkennung ist bei dieser Serie eine Option, keine Serienausstattung.

Auf Anfrage

Tomra T9

Tomra · Pfandautomaten (RVM)

Tomra T9

8,7Sehr gut

Der Tomra T9 ist die Referenzmaschine für die Leergutrücknahme im deutschen Einwegpfandsystem. Mit ~80 % Marktanteil in Europa, 15-Zoll-Touchscreen, Tomra-Insight-IoT-Plattform und bis zu 2.000 Einheiten/Stunde setzt er den Industriestandard. Für Supermärkte ab ~300 m² Verkaufsfläche die erste Wahl – Alternativlosigkeit ist gleichzeitig Schwäche und Stärke.

ab 8.500 €