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Bianchi Aria L EVO

7.2/ 10

Empfehlenswert

Datenreview — recherchiert aus Quellen, nicht physisch getestet. Wie wir bewerten

Design & Aufbau7.6
Technik & Funktionen6.8
Betrieb & Wartung6.4
Kapazität & Sortiment8.1
Preis / Leistung7.0

Der Aria L EVO von Bianchi Vending ist ein freistehender Spiral-Verkaufsautomat für Dosen, Flaschen, Snacks und über ein Zubehör-Kit auch Sandwiches, mit 44 Verkaufsfächern und einer Gesamtkapazität von bis zu 356 Produkten auf sechs bis sieben Tabletts. Anders als die kleinere Baureihe Aria S EVO, die laut Hersteller-Datenblatt ausschließlich als Slave-Modul zusammen mit einem Heißgetränkeautomaten arbeitet, ist die Master-Version des Aria L EVO ein eigenständiges Gerät mit eigenem Münzprüfer, beleuchteter Tastatur und 3,5-Zoll-Farbdisplay. Zielgruppe sind Standorte mit rund 100 bis 250 Personen täglicher Frequenz, etwa Bürogebäude, Werkskantinen oder Fitnessstudios vergleichbarer Größe. Schwachpunkte: Die garantierte 3-°C-Kühlung gilt laut Datenblatt nur für die beiden unteren Fächer, und Kartenzahlung samt Telemetrie sind keine Serienausstattung, sondern kostenpflichtige Nachrüstoptionen des Fachhandels. Bei einem Nettopreis von rund 3.800 bis 6.500 Euro je nach Ausstattung amortisiert sich die Anschaffung an einem gut frequentierten Standort über den laufenden Warenverkauf üblicherweise innerhalb von zwei bis drei Jahren, sofern zumindest Kartenzahlung nachgerüstet wird.

ca. 3.800 – 6.500 €

Richtpreise netto (zzgl. MwSt.), Projektpreise abweichend

  • Münzen
  • 356 Einheiten
  • LCD
  • R290 (Propan)
🌿

Kein EU-Energielabel
für diese Kategorie

Kältemittel

R290 (Propan)

EU-Energielabel

F

Nennleistung

300 W

Bianchi Aria L EVO — Frontansicht · Quelle: kave24.de

5 Fotos · Bianchi Aria L EVO

Einsatzgebiete

Für welche Standorte sich das Gerät eignet, und für welche nicht.

Ideal

Bürogebäude

Passt zu Standorten mit 100-250 Mitarbeitenden und zentraler Pausenzone

Ideal

Werkskantinen/Produktion

Eignet sich für Schichtbetrieb mit rund-um-die-Uhr-Zugriff auf Kaltgetränke

Bedingt

Schulen/Hochschulen

Möglich, aber Sortiment an Schulautomaten-Richtlinien für Zucker/Fett anpassen

Ideal

Fitnessstudios

Gute Ergänzung für Studios mit etwa 300 oder mehr Mitgliedern

Bedingt

Bahnhöfe/Wartebereiche

Eher Einstiegsgröße; Vandalismusschutz und Aufsicht separat klären

Ideal

Kliniken/Krankenhäuser

Personalräume und Wartebereiche mit 24/7-Bedarf gut geeignet

Ideal

Logistikzentren/Lager

Schichtbetrieb mit hohem Kaltgetränkebedarf profitiert von großer Kapazität

Nicht geeignet

Kleine Standorte

❌ Für unter 50 Personen überdimensioniert und wirtschaftlich unattraktiv

Unsere Bewertung im Detail

5 Achsen, datenbasiert gewichtet.

Design & Aufbau
7,6 / 10
Technik & Funktionen
6,8 / 10
Betrieb & Wartung
6,4 / 10
Kapazität & Sortiment
8,1 / 10
Preis / Leistung
7,0 / 10

Kurzfazit

7,2Gut

Der Aria L EVO von Bianchi Vending ist ein freistehender Spiral-Verkaufsautomat für Dosen, Flaschen, Snacks und über ein Zubehör-Kit auch Sandwiches, mit 44 Verkaufsfächern und einer Gesamtkapazität von bis zu 356 Produkten auf sechs bis sieben Tabletts. Anders als die kleinere Baureihe Aria S EVO, die laut Hersteller-Datenblatt ausschließlich als Slave-Modul zusammen mit einem Heißgetränkeautomaten arbeitet, ist die Master-Version des Aria L EVO ein eigenständiges Gerät mit eigenem Münzprüfer, beleuchteter Tastatur und 3,5-Zoll-Farbdisplay. Zielgruppe sind Standorte mit rund 100 bis 250 Personen täglicher Frequenz, etwa Bürogebäude, Werkskantinen oder Fitnessstudios vergleichbarer Größe. Schwachpunkte: Die garantierte 3-°C-Kühlung gilt laut Datenblatt nur für die beiden unteren Fächer, und Kartenzahlung samt Telemetrie sind keine Serienausstattung, sondern kostenpflichtige Nachrüstoptionen des Fachhandels. Bei einem Nettopreis von rund 3.800 bis 6.500 Euro je nach Ausstattung amortisiert sich die Anschaffung an einem gut frequentierten Standort über den laufenden Warenverkauf üblicherweise innerhalb von zwei bis drei Jahren, sofern zumindest Kartenzahlung nachgerüstet wird.

Auf einen Blick

Modell
Bianchi Aria L EVO
Hersteller
Bianchi Vending
Kategorie
Kaltgetränkeautomaten
Typ
Flaschenautomat (PET/Dose)
Preisrahmen
ca. 3.800 – 6.500 €
Gesamtscore
7.2 / 10
Herkunft
Bianchi Vending (IT)

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Master-Version funktioniert als eigenständiges Gerät ohne zwingende Kopplung an einen Heißgetränkeautomaten
  • Kühlaggregat mit dem Kältemittel R290 und werkzeuglos zugänglichem Staubfilter erleichtert die Wartung
  • Serienmäßiger Münzprüfer mit Rückgabefunktion ist bereits ab Werk enthalten
  • Bis zu 356 Produkte auf 44 Fächern bieten Platz für ein breites Sortiment aus Snacks, Dosen, Flaschen und Frischeprodukten
  • Höhenverstellbare Fächer im 7,5-mm-Raster erlauben flexible Sortimentsanpassung ohne Schienentausch

Nachteile

  • Aktive 3-°C-Kühlung ist laut Datenblatt nur für die beiden unteren Fächer zugesichert, nicht für das gesamte Sortiment
  • Energieklasse F (Master) beziehungsweise G (Slave) liegt im unteren Bereich der herstellereigenen Skala
  • Kartenzahlung und Telemetrie sind keine Serienausstattung, sondern kostenpflichtige Extras des Fachhandels
  • Kein öffentlich dokumentiertes, flächendeckendes Bianchi-eigenes Servicenetz in Deutschland – Service läuft über Drittanbieter

Testbericht

Design und Aufbau

Der Aria L EVO ist als freistehender Spiralautomat mit einer Gesamthöhe von 1.830 mm, einer Breite von 870 mm und einer Tiefe von 798 mm ausgelegt, zuzüglich 90 mm für den rückseitigen Montagebügel; das Leergewicht der Master-Version gibt Bianchi mit 250 kg an, die Slave-Version wiegt 200 kg (Quelle: Bianchi-Datenblatt ARIA L EVO, Ausgabe 04/2023). Auf den Herstellerfotos zeigt sich ein überwiegend schwarz gehaltenes Gehäuse mit silberfarbener Außenzarge; in der abgebildeten Beispielbefüllung sind die oberen Fachreihen mit Chips- und Snacktüten bestückt, die unteren mit Dosen und PET-Flaschen – eine Anordnung, die zur weiter unten beschriebenen Kühlzone passt. Der Türrahmen besteht laut Hersteller aus eloxiertem Aluminium, ein Detail, das dem sonst funktional gehaltenen Korpus eine etwas hochwertigere Anmutung verleiht als einfache Blechfronten im unteren Preissegment. Blickfang ist das große Schaufenster aus Einscheiben-Sicherheitsglas mit Anti-Kondensations-Beschichtung, das über weiße LED-Leisten beleuchtet wird und die Ware auch bei ungünstigem Umgebungslicht gut sichtbar hält. Diese Beleuchtung lässt sich über einen sogenannten Energy Saving Mode zeitgesteuert ein- und ausschalten, um Standby-Verluste außerhalb der Kernnutzungszeiten zu reduzieren.

Bedient wird die Master-Version über eine beleuchtete alphanumerische Tastatur mit zwölf Tasten sowie ein 3,5 Zoll großes, farbiges TFT-LCD-Display, das sich laut Datenblatt konfigurieren lässt. Eine Variante mit zusätzlichen elektronischen Preisschildern für Beschreibungen und Aktionen führt Bianchi als eigene Ausführung mit dem Zusatz „DISP“. Für die Warenausgabe ist eine geräumige, beleuchtete Entnahmeklappe mit Diebstahlsicherung vorgesehen, die auch sperrige Produkte wie größere Flaschen oder Sandwich-Packungen aufnehmen soll. Die Fächer selbst sind im 7,5-mm-Raster höhenverstellbar, was dem Aufsteller erlaubt, das Innenlayout an wechselnde Verpackungsgrößen anzupassen, ohne die Schienen komplett auszutauschen.

Für die Aufstellung ist die Stellfläche mit rund 0,7 m² Grundfläche laut Herstellermaßen überschaubar; bei der Standortplanung sollte jedoch zusätzlicher Wartungsabstand für die rückseitige Kühlaggregat-Entnahme eingeplant werden. Das Kühlaggregat ist laut Hersteller leicht zugänglich und entnehmbar konstruiert, der Staubfilter lässt sich ohne Werkzeug herausziehen, was die Wartung im Vergleich zu fest verbauten Kompressorlösungen vereinfacht. Ein Blick ins Innere zeigt sechs bis sieben Fachreihen mit insgesamt acht Spiralen; das mitgelieferte Zubehörset umfasst laut Datenblatt acht Warenhalter und einen Flaschenanschlag, mit denen sich die Spiralen an unterschiedliche Produktdurchmesser anpassen lassen. In Summe wirkt der Aufbau durchdacht und wartungsfreundlich, auch wenn das Gehäusedesign selbst eher zweckmäßig als designorientiert bleibt – für ein B2B-Gerät dieser Preisklasse ist das allerdings kein Ausreißer, sondern eher die Regel. Zur Konformität macht der Hersteller im Datenblatt konkrete Angaben: Der Aria L EVO entspricht demnach den europäischen Richtlinien RoHS zur Beschränkung gefährlicher Stoffe und WEEE zur Elektrogeräte-Entsorgung (Quelle: Bianchi-Datenblatt ARIA L EVO).

Technologie und Funktionen

Kernstück des Aria L EVO ist die klassische Spiralausgabe: Jedes Fach ist mit einer motorbetriebenen Spirale bestückt, die sich beim Kaufvorgang um die für ein Produkt nötige Zahl an Windungen dreht und die Ware nach vorne an die Abwurfkante schiebt. Der Hersteller nennt dafür zwei Spiralvarianten: die einfache Spirale für Standardprodukte sowie einen Doppelspiral-Kit mit zwei Motoren für breitere oder schwerere Artikel, etwa größere Snackpackungen oder Mehrwegflaschen (Quelle: Bianchi-Datenblatt ARIA L EVO). Ein Sensor am Fachboden erkennt, ob das Produkt tatsächlich gefallen ist; das Datenblatt beschreibt diesen „Products drop sensor“, ohne die konkrete Fehlerbehandlung im Detail auszuführen.

Bei der Kühlung geht Bianchi einen für die Geräteklasse typischen Mittelweg: Das halb-PS-starke Kühlaggregat mit automatischer Abtausteuerung arbeitet mit dem Kältemittel R290, einem natürlichen Kältemittel mit niedrigem Treibhauspotenzial, das in neueren Automaten viele ältere HFKW-Kältemittel abgelöst hat. Laut Datenblatt hält das Aggregat 3 °C in den beiden unteren Fächern ein; dort ist zugleich eine Sicherheitssensorik verbaut, die den Verkauf sperrt, sobald die Temperatur den für verderbliche Ware zulässigen Grenzwert überschreitet. Für die übrigen vier bis fünf Fächer macht das Datenblatt keine gesonderte Temperaturzusage. In der Praxis bedeutet das: Aufsteller sollten kühlpflichtige Ware wie Milchprodukte oder Sandwiches gezielt in die unteren, zertifizierten Fächer einsortieren, während Dosen und Flaschen mit längerer Haltbarkeit auch in den oberen Reihen Platz finden können. Die Energieeffizienz stuft Bianchi selbst mit Klasse F für Master- und Klasse G für Slave-Modelle ein (Quelle: Bianchi-Datenblatt ARIA L EVO) – Werte, die im Vergleich zu modernen A- bis C-Kühlgeräten aus dem Haushaltsbereich niedrig ausfallen, für gewerbliche Verkaufsautomaten mit Glasfront und permanentem Warenzugriff aber keine Seltenheit sind.

Bei der Zahlungstechnik bleibt der Aria L EVO werkseitig zurückhaltend ausgestattet: Laut Hersteller-Datenblatt ist bei den Master-Modellen lediglich ein Münzprüfer mit Rückgabefunktion serienmäßig verbaut. Kartenterminals, Banknotenleser oder Telemetrie-Module führt das Datenblatt selbst nicht als Standard; der deutsche Fachhandel (KaVe24) bietet sie als kostenpflichtige Nachrüstoptionen an, etwa Kartenzahlung über Card4Vend, ONYX oder Currenza C² Blue MDB sowie ein Telemetrie-Bundle auf Basis von Vensolutions VENCUBE (Quelle: kave24.de). Wer bargeldlose Zahlung oder eine Fernüberwachung des Warenbestands benötigt, muss diese Optionen also gezielt mitbestellen und einkalkulieren – ein Punkt, der bei einem reinen Grundpreisvergleich zwischen Anbietern leicht übersehen wird, weil Einstiegspreise ohne diese Module naturgemäß niedriger ausfallen. Zum Vergleich: Die kleinere Kombi-Baureihe LEI300 EVO / Aria S EVO weist im eigenen Datenblatt explizit „Standard multi-protocol electronics“ und Telemetriekompatibilität aus – eine Angabe, die für den Aria L EVO in dieser Form nicht vorliegt und die beiden Baureihen technisch klar voneinander trennt. Bei der Wärmedämmung setzt Bianchi laut eigenen Angaben auf ein Gehäusematerial mit hohem Wärmedämmkoeffizienten, das den Energieaufwand des Kühlaggregats begrenzen soll (Quelle: Bianchi-Datenblatt ARIA L EVO); eine genaue Dämmwert-Kennzahl nennt das Datenblatt allerdings nicht.

Kapazität und Sortiment

Für die Sortimentsplanung nennt Bianchi für den Aria L EVO 44 Verkaufsfächer bei einer Gesamtkapazität von 356 Produkten, verteilt auf sechs bis sieben Fachreihen mit insgesamt acht Spiralen (Modellcode „ARIA L EVO 6-44“, Quelle: Bianchi-Datenblatt). Diese Kombination aus vielen kleinen und wenigen breiteren Fächern erlaubt ein durchmischtes Sortiment aus klassischen Snackformaten, Dosen, PET-Flaschen und – über ein optionales Sandwich-Tray-Kit mit sieben zusätzlichen Fächern – auch kühlpflichtigen Frischeprodukten wie Sandwiches oder Joghurt. In der offiziellen Produktbeschreibung führt Bianchi den Automaten entsprechend für „snacks, cans & bottles, sandwiches, yogurts and other fresh perishable foodstuffs“.

Distributoren nennen für real ausgelieferte Konfigurationen teils abweichende Stückzahlen: KaVe24 beziffert eine Beispielkonfiguration mit bis zu 247 Snackplätzen, 136 Dosen oder 68 Flaschen, je nachdem, wie die Fächer belegt werden (Quelle: kave24.de). Die 356 Einheiten aus dem Bianchi-Datenblatt sind also ein rechnerisches Maximum bei optimaler Durchmischung und kein Fixwert für jede denkbare Warenkombination. Das deckt sich mit dem grundsätzlichen Funktionsprinzip von Spiralautomaten: Je nach Produktdurchmesser und -höhe passen mehr oder weniger Einheiten auf eine Spiralwindung, sodass die tatsächliche Kapazität immer vom gewählten Sortiment abhängt. Der spanische Vertriebspartner Servigroup führt für ein gebrauchtes Gerät ebenfalls 44 Selektionen und 356 Einheiten Kapazität an, was die Herstellerangabe zusätzlich stützt (Quelle: servigroupvending.com).

Die Fachhöhen sind im 7,5-mm-Raster verstellbar, sodass sich auch wechselnde Verpackungsgrößen – etwa der Umstieg von 0,33-l- auf 0,5-l-Dosen – ohne kompletten Schienentausch abbilden lassen. Für besonders sperrige oder schwere Artikel steht der bereits erwähnte Doppelspiral-Kit mit zwei Motoren zur Verfügung. Im Vergleich zu reinen Getränke-Spiralautomaten mit häufig nur 20 bis 30 Fächern liegt der Aria L EVO mit 44 Fächern und der Möglichkeit, Frischeprodukte in den unteren, gekühlten Reihen zu führen, im oberen Mittelfeld der Kategorie Kaltgetränke- und Kombiautomaten für Dosen und Flaschen. Er eignet sich damit eher für Standorte, die ein breiteres Sortiment aus Getränken, Süßem, Herzhaftem und einzelnen Frischeprodukten in einem einzigen Gerät bündeln wollen, als für reine Getränkeautomaten mit sehr hoher Facheinheit-Zahl bei nur einem Produkttyp. Wer stattdessen ausschließlich Dosen und Flaschen in möglichst hoher Stückzahl anbieten möchte, kann die Spiralen entsprechend durchgehend mit passenden Warenhaltern bestücken; die Zahl unterschiedlicher Sorten sinkt dann allerdings zugunsten der Einzelkapazität je Sorte. Für Aufsteller, die ihr Sortiment häufig wechseln, bietet die DISP-Variante mit elektronischen Preisschildern einen praktischen Vorteil: Produktbezeichnungen, Preise und Aktionen lassen sich darüber zentral aktualisieren, ohne jedes Fach einzeln neu zu beschriften (Quelle: Bianchi-Datenblatt ARIA L EVO).

Betrieb und Wartung

Für die Reinigung gelten bei spiralbasierten Kalt- und Snackautomaten branchenübliche Abläufe, die sich unmittelbar auf den Aria L EVO übertragen lassen: Außenreinigung von Glasscheibe und Gehäuse, Auswischen der Fachböden und Spiralen, Leerung und Reinigung der Abwurfklappe sowie Kontrolle des Kühlaggregat-Staubfilters, der laut Hersteller ohne Werkzeug entnehmbar ist. Für eine gründliche Reinigung inklusive Nachfüllung ist bei einem Automaten dieser Größenordnung mit etwa 30 bis 60 Minuten pro Servicebesuch zu rechnen; die genaue Dauer hängt stark vom Füllstand und der Sortenzahl ab. Ein Bianchi-eigenes Reinigungsintervall für den Aria L EVO ist öffentlich nicht dokumentiert. Branchenübliche Serviceverträge für vergleichbare Kühl-Snackautomaten sehen zwei Wartungsbesuche pro Jahr vor und kosten zwischen 432 und 720 Euro jährlich beziehungsweise 36 bis 60 Euro monatlich, Reinigung eingeschlossen (Quelle: bostakaffee.de).

Bei den Reparaturkosten verweisen mehrere unabhängige Fachquellen auf ähnliche Größenordnungen für Kühl-Snackautomaten dieser Klasse: Ein Münzprüfertausch liegt bei 80 bis 150 Euro, Eingriffe an Motor oder Spirale bei 60 bis 120 Euro, während größere Probleme am Kühlsystem mit 150 bis 400 Euro sowie an Steuerung oder Display mit 200 bis 500 Euro zu Buche schlagen können (Quelle: bostakaffee.de). Über ein Jahr gerechnet nennen Fachportale für Wartung und Reparatur an Snackautomaten allgemein eine Bandbreite von 100 bis 500 Euro (Quelle: maschinenpartner.de). Diese Werte sind allgemeine Branchenwerte für die Geräteklasse und keine von Bianchi selbst veröffentlichten Zahlen für den Aria L EVO; für belastbare Zusagen empfiehlt sich der konkrete Servicevertrag mit dem jeweiligen Fachhändler.

Ein flächendeckendes, Bianchi-eigenes Servicenetz für Deutschland ist über die verfügbaren Quellen nicht im Detail dokumentiert. Am Markt aktiv sind stattdessen mehrere spezialisierte Fachhändler und Ersatzteilanbieter, etwa KaVe24, Avola Coffee Systems, IQ Vending oder Valvotec, die sowohl Ersatzteile als auch Vor-Ort-Service für Bianchi-Vending-Geräte anbieten. Wer den Aria L EVO über einen dieser Händler bezieht, sollte den Umfang der Vor-Ort-Reaktionszeit vorab vertraglich klären, da Bianchi Industry als italienischer Hersteller keinen eigenen, öffentlich dokumentierten Direktservice in Deutschland betreibt.

Zum Energieverbrauch macht Bianchi im Datenblatt keine kWh-Angabe, sondern nur die Einstufung in Energieklasse F für die Master- und Energieklasse G für die Slave-Version sowie eine interne elektrische Anschlussleistung von 0,3 kW (Quelle: Bianchi-Datenblatt ARIA L EVO). Der deutsche Fachhändler KaVe24 nennt für die Gesamtkonfiguration einen Anschlusswert von bis zu 650 W. Eine belastbare Jahresverbrauchszahl speziell für den Aria L EVO liegt nicht vor. Branchenweite Vergleichswerte für gekühlte Verkaufsautomaten ähnlicher Größe liegen bei 0,4 bis 0,8 kWh pro Stunde im Kühlbetrieb (Quelle: verkaufsautomaten.de) beziehungsweise bei 80 bis 150 kWh pro Monat für gekühlte Standardmodelle (Quelle: bostakaffee.de, vendy1.de) – hochgerechnet auf ein Jahr ergäbe das grob 1.000 bis 1.800 kWh, wobei der Aria L EVO durch die auf zwei Fächer begrenzte aktive Kühlung eher am unteren Ende dieser Bandbreite liegen dürfte. Diese Einordnung ist eine Schätzung auf Basis allgemeiner Branchenwerte und keine Herstellerangabe für dieses konkrete Modell. Einen dB-Wert zum Betriebsgeräusch des Kompressors veröffentlicht Bianchi nicht; dieser Wert wird daher hier bewusst weggelassen statt geschätzt.

Preis und Leistung

Der Nettopreis für den Aria L EVO bewegt sich nach den hier ausgewerteten Händlerdaten zwischen rund 3.800 und 6.500 Euro. Die Basis bildet der Listenpreis von KaVe24 für die Master-Version mit einfachem Münzprüfer, den der Händler mit „ab 4.492,25 Euro inkl. 19 % USt.“ angibt – umgerechnet entspricht das rund 3.775 Euro netto (Quelle: kave24.de). Wird der Automat mit Kartenzahlung und Telemetrie ausgestattet, addieren sich je nach Kombination – etwa Banknotenleser, Card4Vend-Kartenterminal und Vensolutions-Telemetrie-Bundle – mehrere hundert bis über tausend Euro netto hinzu, sodass ein praxisnah ausgestattetes Gerät real bei etwa 5.000 bis 6.500 Euro netto landet; die von KaVe24 gelistete theoretische Obergrenze bei Kombination aller Einzeloptionen liegt sogar noch darüber. Auf dem Gebrauchtmarkt sind einzelne Geräte deutlich günstiger zu finden: Der spanische Händler Servigroup bot ein aufbereitetes Aria L mit Münzprüfer für 2.500 Euro an (Quelle: servigroupvending.com), ein privates Inserat auf Kleinanzeigen.de nannte einen Aria L Master „in Top-Zustand“ ohne öffentlich einsehbaren Preis.

Für eine Beispielrechnung über fünf Jahre wird von einer mittleren Ausstattung mit Münzprüfer und Kartenterminal zu rund 5.200 Euro netto Anschaffung ausgegangen. Bei einem geschätzten Jahresverbrauch von 1.200 bis 1.800 kWh (siehe Betrieb und Wartung) und einem angenommenen gewerblichen Strompreis von rund 0,30 Euro pro kWh ergeben sich Energiekosten von etwa 360 bis 540 Euro pro Jahr, macht über fünf Jahre rund 1.800 bis 2.700 Euro. Für Wartung und Reparaturen sind nach den ausgewerteten Branchenwerten weitere 100 bis 500 Euro jährlich beziehungsweise 500 bis 2.500 Euro über fünf Jahre zu veranschlagen. In Summe kommt eine solche Beispielrechnung auf ungefähr 7.500 bis 10.200 Euro Gesamtkosten über fünf Jahre, exklusive Wareneinsatz, Standortmiete oder Umsatzbeteiligung, die je nach Aufstellvertrag zusätzlich anfallen.

Haupttreiber dieser Gesamtkosten ist die Anschaffung selbst, die je nach Zahlungssystem-Ausstattung um bis zu rund 50 Prozent variieren kann: Wer auf Kartenzahlung verzichtet, spart beim Kauf, riskiert aber geringere Umsätze durch die im deutschen Kaltgetränke- und Snackgeschäft mittlerweile übliche Erwartungshaltung an bargeldlose Zahlung. Zweiter relevanter Kostentreiber ist die Energieeffizienz: Mit Energieklasse F für die Master-Version liegt der Aria L EVO im unteren Bereich der vom Hersteller selbst angegebenen Skala, was die laufenden Stromkosten gegenüber effizienteren Neugeräten spürbar erhöhen kann, auch wenn die absolute Differenz bei einem Gerät dieser Größe im Jahresvergleich überschaubar bleibt. In Relation zum Sortimentsumfang von bis zu 356 Produkten und der Möglichkeit, Frischeprodukte in den gekühlten unteren Fächern zu führen, bewegt sich der Aria L EVO preislich im Mittelfeld vergleichbarer Kombi-Spiralautomaten für Kaltgetränke, Snacks und einzelne Frischeprodukte. Zum Vergleich nennt ein Fachportal für Snackautomaten im Allgemeinen Anschaffungskosten von 5.000 bis 15.000 Euro für Neugeräte und ab rund 1.500 Euro für gebrauchte Modelle (Quelle: maschinenpartner.de); der Aria L EVO reiht sich mit seinem Einstiegspreis von rund 3.800 Euro netto damit eher im unteren bis mittleren Bereich dieses Gesamtmarkts ein, wobei direkte Vergleiche wegen unterschiedlicher Gerätegrößen und Ausstattungen nur eingeschränkt aussagekräftig sind.

Technisches Datenblatt

Alle erfassten Datenpunkte im Überblick.

Zahlung & Konnektivität

Zahlungsarten
Münzen

Technik

Gesamtkapazität
356 Einheiten
Bedienoberfläche
LCD

Kühlung

Kältemittel
R290 (Propan)
EU-Energielabel
F

Abmessungen & Gewicht

Abmessungen (B × H × T)
870 x 1830 x 798 mm
Gewicht (unverpackt)
250 kg
Nennleistung
300 W

Nutzerstimmen

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Nützliche Links und Dokumente

Weiterführende Quellen

  1. 1.Bianchi Vending – offizielle Homepagebianchivending.com/en/
  2. 2.Aria L EVO - Bianchi - KaVe24.dekave24.de/Aria-L-EVO
  3. 3.Markenhersteller BIANCHI bei KaVe24.dekave24.de/Bianchi
  4. 4.Bianchi ARIA S Slave für Gewerbe, Büro, Produktion – KaVe24.dekave24.de/ARIA-S-Slave
  5. 5.Bianchi Aria - Servigroupservigroupvending.com/producto/bianchi-aria/
  6. 6.Bianchi Vending - Lei 300 und Aria S - Drink Maticdrinkmatic.ch/ch/heissgetraenkeautomaten/lei-300/
  7. 7.Laufende Kosten beim Betrieb eines Automaten - VENDY1vendy1.de/blog/laufende-kosten-beim-betrieb-eines-automaten/
  8. 8.Snackautomaten & Stromkosten: was kostet der Betrieb? - Ristoverkaufsautomaten.de/blog-details/snackautomaten-stromkosten-was-kostet-der-betrieb/
  9. 9.Was kostet ein Snackautomat? - Preisüberblick und Kostenfaktorenmaschinenpartner.de/was-kostet-ein-snackautomat/
  10. 10.Snackautomat Betriebskosten: Strom, Befüllung, Wartung im Überblick - Bosta Kaffeebostakaffee.de/ratgeber/snackautomat-betriebskosten/
Datenreview: KI-gestützt recherchiert, redaktionell geprüftZuletzt geprüft: Redaktion AutomatenTests.deBewertungskriterien transparent dokumentiert

Häufige Fragen zum Bianchi Aria L EVO

Ist der Bianchi Aria L EVO ein eigenständiges Gerät oder nur ein Zusatzmodul?

Die Master-Version ist ein eigenständiges Gerät mit eigenem Münzprüfer, Tastatur und Display. Nur die Slave-Version benötigt zwingend einen Heißgetränke- oder Snackautomaten als Master (Quelle: Bianchi-Datenblatt ARIA L EVO).

Wie viele Produkte passen in den Aria L EVO?

Laut Hersteller maximal 356 Produkte auf 44 Verkaufsfächern und sechs bis sieben Tabletts. Die real erreichbare Stückzahl hängt vom gewählten Sortiment ab, da Dosen, Flaschen und Snacks unterschiedlich viel Platz pro Spiralwindung benötigen.

Kühlt der Automat das gesamte Sortiment gleichermaßen auf 3 Grad?

Nein. Bianchi garantiert 3 °C inklusive Sicherheitssensorik nur für die beiden unteren Fächer. Für die übrigen vier bis fünf Fächer macht das Datenblatt keine gesonderte Temperaturangabe.

Ist Kartenzahlung beim Aria L EVO serienmäßig verbaut?

Nein. Serienmäßig ist laut Datenblatt nur ein Münzprüfer mit Rückgabefunktion. Kartenterminals wie Card4Vend oder ONYX sowie Telemetrie-Module sind kostenpflichtige Nachrüstoptionen des Fachhandels.

Was kostet der Aria L EVO in der Neuanschaffung?

Je nach Ausstattung etwa 3.800 bis 6.500 Euro netto. Ein Basismodell mit Münzprüfer beginnt laut einem deutschen Fachhändler bei umgerechnet rund 3.775 Euro netto, ein voll ausgestattetes Gerät mit Kartenzahlung und Telemetrie liegt spürbar darüber.

Was unterscheidet den Aria L EVO vom Aria S EVO?

Der Aria S EVO ist laut Hersteller ausschließlich als Slave-Modul zusammen mit der Kaffeemaschine LEI300 EVO erhältlich und deutlich kleiner (30 Selektionen, bis zu 248 Produkte). Der Aria L EVO wird dagegen auch als eigenständige Master-Version mit größerer Kapazität verkauft.

Sielaff SiLine GF L

Sielaff · Kaltgetränkeautomaten

Sielaff SiLine GF L

8,3Sehr gut

Glasfront-Getränkeautomat mit Liftausgabe, 45 bis 72 Wahlpositionen und Bezahltechnik im Lieferumfang, neu ab rund 8.080 Euro netto. Die Kapazität und die Bedienung sind eine andere Liga als beim Schachtautomaten — belegte Telemetriedaten fehlen auch hier.

ca. 8.079 – 8.295 €

Sielaff FK 180/200

Sielaff · Kaltgetränkeautomaten

Sielaff FK 180/200

8,6Sehr gut

Hochkapazitiver Glasfront-Dosenautomat mit bewährter Spiralmechanik, klimafreundlichem R290-Kältemittel und dem dichtesten Servicenetz im DACH-Raum. Wer maximale Zuverlässigkeit über smarte Features stellt, trifft eine gute Wahl.

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Sielaff · Kaltgetränkeautomaten

Sielaff SiVend ST

8,6Sehr gut

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Crane NXT · Kaltgetränkeautomaten

Crane BevMax Media

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Der Crane BevMax Media2 überzeugt als Premium-Kaltgetränkeautomat mit 9" Touchscreen, Elevator-Ausgabe und vollständiger Telemetrie — ideal für frequenzstarke Standorte in Büros, Hotels und Einzelhandel. Mit einer Gesamtwertung von 7,8 bietet das Gerät ein durchdachtes Gesamtpaket, dessen Investition sich vor allem bei hohem täglichem Absatzvolumen auszahlt.

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