Design & Aufbau: Countertop-Gerät für die Gastronomie-Theke
350 mm breit, 765 mm hoch, 580 mm tief: Mit einem Stellflächenbedarf kleiner als ein DIN-A1-Blatt ordnet sich die Cafina XT8 in die Klasse kompakter Countertop-Geräte ein. Das Aufstellgewicht von 70 kg setzt eine stabile, ebene Arbeitsfläche voraus. Standard-Gastro-Anrichten aus Edelstahl tragen dieses Gewicht; bei Umbautischen oder Regalböden sollte die Tragkraft vorab geprüft werden.
Der Rahmen ist in Edelstahl gehalten, die Frontpartie in mattschwarz ausgeführt. Wischdesinfektion mit handelsüblichen Flächendesinfektionsmitteln ist zulässig (Betriebsanleitung DE 2022-01, S. 5). Spaltmaße oder aufstehende Kanten, die Reinigungsmittel ansammeln könnten, sind in den Unterlagen nicht als Problemzonen markiert.
Das 10,4-Zoll-Touchdisplay sitzt hinter 3 mm starkem, thermisch gehärtetem Glas. Ob es kapazitiv oder resistiv ausgeführt ist, geht aus den veröffentlichten Unterlagen nicht hervor. Für Handschuhbetrieb sollte das vor der Bestellung direkt beim Hersteller abgeklärt werden. Als kontaktlose Alternative ermöglicht das optionale Telemetriemodul die Bedienung über QR-Code im Smartphone-Browser ohne App-Installation (Hersteller-Angabe, Melitta Professional Hygiene, 2026-08-10).
Der elektrische Getränkeauslauf überbrückt Gefäßhöhen von 70 bis 185 mm. Das deckt Espressotassen (ca. 70 mm) bis To-Go-Cups (ca. 120 mm) ab. Gefäße über 185 mm passen nicht unter den Auslauf.
Raumplanung: Mindestens 50 mm Freiraum nach hinten für Kabelführung und Wasseranschluss, mindestens 200 mm oberhalb. Mit optionalen vergrößerten Bohnen- und Instantbehältern wächst die Bauhöhe von 765 auf 910 mm (Datenblatt EN 08/2022). In Büfett-Umgebungen mit Hängeschränken muss das vor der Bestellung gegen die Raumhöhe geprüft werden.
Zwei Bohnenbehälter à ca. 1.000 g und eine Satzschublade für ca. 40 Portionen sind die primären Verbrauchs-Schnittstellen des Personals. Bei 370 Tassen täglich und 9 g Einwaage je Bezug werden ca. 3.330 g Bohnen verbraucht; die Behälter müssen mindestens einmal täglich nachgefüllt werden. Die Satzschublade muss bei 370 Tassen rechnerisch 9-mal geleert werden. Das ist bei belebten Mittagsspitzen kein Selbstläufer und gehört in den Schichtplan.
Für den Betrieb mit zwei Bohnensorten ist die Zweimühlen-Konfiguration serienmäßig erhältlich. Eine Einzel-Mühlen-Variante existiert, ist aber für Standorte mit mehr als 150 Tassen täglich nicht die empfohlene Wahl.




