Kapazität & Sortiment
70 Selektionen bei 7 Ebenen: Im SÜ 2020 sind das theoretisch 10 verschiedene Artikelarten je Ebene — in der Praxis konfigurieren Betreiber häufig 3–5 Spiralen je Bestseller-SKU, um Nachfüllintervalle zu strecken. Bei einem Tabakwarenautomaten mit 5 Zigarettenmarken à 4 Spiralen und 10 Alternativprodukten (Tabakbeutel, Feuerzeuge, Snacks) ergibt sich eine realistische Belegung von 60–65 der 70 Positionen.
Der SÜ 1500 mit 42 Selektionen ist für kleinere Standorte konzipiert: Tankstellen mit begrenzter Stellfläche, Kiosk-Kooperationen, Bahnhofsnischen. Bei 42 Positionen und 3–4 Spiralen je Bestseller bleiben ca. 15–20 Slots für Randsortiment oder Impulskäufe — Kaugummi, Feuerzeuge, Energieriegel.
Eine Einschränkung muss direkt benannt werden: Die Spiralmechanik ist auf formstabile, rechteckige Verpackungen ausgelegt. Dosen, Flaschen oder unverpackte Waren sind ausgeschlossen. Für Betreiber, die Tabak und Kaltgetränke kombinieren wollen, ist ein separater Kaltgetränkeautomat erforderlich — der SÜ Tobacco ist keine Kombi-Maschine.
Der SÜ 2020 bietet mit 70 Selektionen einen klaren Vorteil für Mischstandorte: Tabak als Ankerprodukt, Snacks als Frequenzspender, Non-Food (Feuerzeuge, Papier) als Ergänzung. Für Betreiber, die ausschließlich Tabakwaren verkaufen, reichen 30–40 belegte Positionen oft aus — der Rest bleibt leer oder wird mit schnelldrehenden Snacks aufgefüllt. Leerstand kostet keinen Energie-Mehrbetrieb, ist aber aus Fülllogik-Sicht zu minimieren.
Die 7 Ebenen erlauben unterschiedliche Spiraldurchmesser je Ebene — relevant für die Konfiguration von Tabakbeuteln (flach, breiter Querschnitt) gegenüber Päckchen (kompakt, rechteckig) und Feuerzeugen (zylindrisch, erfordert angepasste Spiraldimension). In der Praxis konfigurieren viele Betreiber die oberen Ebenen für Päckchen (höhere Sichtbarkeit auf Augenhöhe) und die unteren für schwerere oder sperrigere Produkte.
Füllintervall-Kalkulation: Bei einem Standort mit 30 Käufen/Tag und 70 Selektionen à durchschnittlich 8 Einheiten pro Spirale beträgt die theoretische Gesamtkapazität 560 Einheiten. Das ergibt ein maximales Nachfüllintervall von ca. 18 Tagen — allerdings nur bei gleichmäßiger Nachfrage über alle Positionen. In der Realität sind 3–5 Bestseller-SKUs deutlich schneller leer als der Rest; wöchentliche Nachfüllung ist für Standorte mit mehr als 50 Käufen/Tag üblich und wirtschaftlich sinnvoll.
Vergleich mit Wettbewerb im Segment: Crane-Merchant-Reihe und Necta-Spiralautomaten bieten ähnliche Selektionszahlen (60–80 Positionen), aber ohne die spezifische JuSchG-Compliance-Integration als Werksausstattung. Der SÜ Tobacco unterscheidet sich hier klar: Die Altersverifikation ist kein Nachrüst-Kompromiss, sondern Bestandteil der Modell-Konfiguration. Für Tabak-Betreiber, die Compliance ohne Eigenentwicklung sicherstellen wollen, ist das ein relevanter Vorteil.

