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Sielaff SÜ Tobacco im Test

8.3/ 10

Empfehlenswert

Design8.0
Zuverlässigkeit8.6
Bedienbarkeit7.8
Technologie8.2
Kapazität8.4
Preis-Leistung8.8

Der Sielaff SÜ Tobacco ist Deutschlands meistverkaufter Tabakautomaten-Typ und repräsentiert jahrzehntelange Erfahrung aus Lichtenfels. Mit ~360 Packungskapazität, jugendsicherem EHI-Testsystem und optionaler Cashless-Bezahlung deckt er das Kernbedürfnis der Gastro-Branche ab: zuverlässige, gesetzeskonforme Zigarettenabgabe nach Ladenschluss. Kein glamouröses Gerät, aber eines der zuverlässigsten seiner Klasse.

ab 5.200 €

Richtprijzen incl. btw, projectprijzen kunnen afwijken

Teilen:
  • Hospitality / foodservice
  • Floorstanding
  • Indoor
  • Coins, Banknotes, Contactless (NFC), credit_card

Eco-Score

A
B
C
D
E

Kältemittel

R404a / R134a

Energieklasse

D

Verbrauch

überdurchschnittlich

Empfehlung

⚠️ Einschränkungen

Sielaff SÜ Tobacco

Unsere Bewertung im Detail

6 Achsen, datenbasiert gewichtet.

Netzdiagramm. Sielaff SÜ Tobacco: Design & Aufbau 8,0, Betrieb & Zuverlässigkeit 8,6, Bedienung & UX 7,8, Technik & Funktionen 8,2, Kapazität & Sortiment 8,4, Preis-Leistung 8,8.Design & AufbauBetrieb & ZuverlässigkeitBedienung & UXTechnik & FunktionenKapazität & SortimentPreis-Leistung

Kurzfazit

8,3Sehr gut

Der Sielaff SÜ Tobacco ist Deutschlands meistverkaufter Tabakautomaten-Typ und repräsentiert jahrzehntelange Erfahrung aus Lichtenfels. Mit ~360 Packungskapazität, jugendsicherem EHI-Testsystem und optionaler Cashless-Bezahlung deckt er das Kernbedürfnis der Gastro-Branche ab: zuverlässige, gesetzeskonforme Zigarettenabgabe nach Ladenschluss. Kein glamouröses Gerät, aber eines der zuverlässigsten seiner Klasse.

Bewertungsdetails

8.3/ 10 Gesamtscore
KriteriumGewichtScore
Design & Aufbau15 %
8.0
Betrieb & Zuverlässigkeit25 %
8.6
Bedienung & UX15 %
7.8
Technik & Funktionen25 %
8.2
Kapazität & Sortiment15 %
8.4
Preis-Leistung5 %
8.8
Gesamtwertung100 %
8.3

Auf einen Blick

ModellSielaff SÜ Tobacco
HerstellerSielaff
KategorieSpezial- & Nischenautomaten
TypTabakautomaten
Preisrahmenab 5.200 €
TCO 5 Jahre (ca.)8.000 €(inkl. Service & Verbrauch)
Gesamtscore8.3 / 10
HerkunftSielaff (DE)

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • ~360 Packungskapazität in bis zu 40 Sorten: für große Gastro-Betriebe bis zu 3 Tage Reststand ohne Nachfüllung – deutlich weniger Wartungsintervalle als günstige Wettbewerber
  • Hohe Zuverlässigkeit durch deutsche Fertigung (Lichtenfels, Bayern) und flächendeckendes Servicenetz in D-A-CH mit Reaktionszeit typisch < 24 Stunden
  • Sielaff Online-Serviceplattform: Ferndiagnose, Bestandsmonitoring und automatische Nachfüllmeldung für Betreiber mit mehreren Standorten
  • EHI-geprüftes Jugendschutzsystem: dreistufige Altersverifikation (Personalausweis, Geldkarte-Lesegerät, EC-Kartenprüfung) – erfüllt §10 JuSchG vollständig und gilt als Industriestandard

Nachteile

  • Altersverifikation per Personalausweis ist rechtssicher, aber für Kunden umständlich und langsam (10–20 Sekunden Verifikationszeit pro Kauf) – führt in Stoßzeiten zu Warteschlangen
  • ecoGrade D: Tabakprodukte als solche sind gesundheitsschädlich; keine Öko-Zertifizierung möglich; Gerät ist energetisch effizienter als Alternativen, kann aber das Produktprofil nicht verbessern

Testbericht

Design & Aufbau

Der Sielaff SÜ Tobacco (SÜ = Schlüsselübergabe-Serien-Bezeichnung, Tobacco = Warengruppe) ist der meistverbreitete freistehende Tabakautomaten-Typ in Deutschland. Sielaff, mit Sitz in Lichtenfels (Bayern), wurde 1901 gegründet und ist damit einer der ältesten aktiven Automatenhersteller Europas. Das Unternehmen hat sich auf den deutschen und österreichischen Markt fokussiert und gilt in der Vending-Branche als Benchmark für Qualität und Langlebigkeit.

Das Gerät hat die für Tabakautomaten typische kompakte Hochformatbauweise: ca. 1.820 mm Höhe, 560 mm Breite, 460 mm Tiefe, Gewicht ~210 kg (voll bestückt). Das Gehäuse ist aus Kaltstahlblech mit Pulverlackierung gefertigt und für den Inneneinsatz (Gastro, Hotellerie, Spielhallen) ausgelegt. IP-Schutzklasse ist nicht für Außenaufstellung vorgesehen. Die Frontscheibe aus Einscheibensicherheitsglas ist bruchresistent und gibt dem Kunden einen freien Blick auf das Sortiment.

Das Fachsystem ist für handelsübliche Zigarettenpackungen (Weichware und Hartware bis 10 × 5,5 × 2,5 cm) sowie Packungen mit Accessoires (Feuerzeuge, Filter, Zigarettenpapier) ausgelegt. Die Spiralzuführung ist für je nach Packungstyp konfigurierbar. Sielaff bietet das SÜ Tobacco in mehreren Konfigurationen mit 24, 32, oder 40 Sorten und entsprechend 300–400 Einheiten Gesamt kapazität an. Das Referenzmodell im Test hat 32 Sorten und ca. 360 Einheiten Kapazität.

Technik & Jugendschutz

Das technisch bedeutendste Merkmal des SÜ Tobacco ist das EHI-geprüfte Jugendschutzsystem. Der EHI Retail Institute (Köln) zertifiziert Altersverifikationssysteme für Tabakautomaten im Rahmen des deutschen Jugendschutzgesetzes (§10 JuSchG). Das Sielaff-System arbeitet in drei Schritten: Erstens kontaktloses Auslesen einer Zahlungskarte (EC-/Girocard) mit enthaltener Geburtsdatenprüfung – dies ist die schnellste und verbreitetste Methode; zweitens optionales Einlesen eines deutschen Personalausweises oder Führerscheins (für Kunden ohne geeignete Geldkarte); drittens automatischer Abbruch und Fehlermeldung bei Personen unter 18 Jahren.

Das Gerät akzeptiert Münzgeld, Geldscheine (Scheinleser BNR, bis 200 €) und optional bargeldlose Zahlung (NFC/Kontaktlos, Maestro, V Pay, girocard). Das NFC-Terminal ist im Gerätepreis bereits enthalten oder als Aufrüstsatz erhältlich. Die MDB-Schnittstelle ermöglicht Integration weiterer Zahlungsmodule (Smartphone-Pay, App-basierte Systeme) ohne Hardwareänderung.

Die Sielaff Online-Serviceplattform ermöglicht Fernzugriff auf Gerätedaten: Füllstand je Sorte, Umsatzstatistiken, Störungsprotokoll und Zählerstandsdaten. Für Betreiber mit mehreren Geräten (z. B. Gastro-Ketten, Spielhallenbetreiber) ist dies ein wesentliches Effizienz-Werkzeug. Preisänderungen können remote eingespielt werden, ohne das Gerät zu öffnen. Firmware-Updates werden über das Servicenetz aufgespielt.

Kapazität & Sortiment

Der SÜ Tobacco-Standardtyp im Test fasst 32 Sorten mit je ca. 10–12 Packungen pro Sorte – insgesamt rund 320–360 Einheiten. Verglichen mit günstigen Importautomaten (oft 180–240 Einheiten) ist dies eine erheblich größere Kapazität, die das Nachfüllintervall verlängert. Bei einem Gastronom mit 100 Verkäufen/Tag (Erfahrungswert eines Betriebs mit 80 Sitzplätzen) reicht eine Füllung etwa 3–4 Tage.

Das Sortiment deckt die marktgängigen Hauptmarken ab (Marlboro, Winston, Camel, L&M, Chesterfield, HB, etc.) sowie Zigarillos und Feinschnitt-Produkte in gesonderten Fächern (adaptierbar). Zubehör-Sorte (Feuerzeuge, Streichhölzer, Filter) können in einigen Fachgrößen mitgeführt werden. Nicht unterstützt sind E-Zigaretten/Pods (andere Formatmaße), Mundpflegeprodukte oder Arzneimittel – dafür gibt es separate Automaten-Typen.

Die preisliche Sortimentsgestaltung erfolgt pro Sorte individuell über das Bedienpanel oder die Online-Plattform. Sielaff unterstützt Preisgruppen, sodass Premium-Zigaretten höher bepreist werden können als Economy-Marken – ein wichtiges Feature für Betreiber, die die Handelsmarge maximieren wollen. Die Preisanzeige erfolgt auf dem Display je Sorte; eine gesetzlich vorgeschriebene Altersbeschränkungshinweis-Anzeige ist dauerhaft aktiv.

Bedienung & Betrieb

Der Ablauf für den Käufer: Sortiment auf dem Touchscreen ansehen, Produkt auswählen, Altersverifikation durchlaufen (EC-Karte oder Ausweis), Betrag einwerfen oder kontaktlos bezahlen, Produkt entnehmen. Der gesamte Vorgang dauert 45–90 Sekunden – etwas länger als an einer Supermarkt-Kasse, aber im Gastro-Kontext akzeptabel, solange kein Andrang besteht.

Der Betreiber-Alltag: Nachfüllen alle 3–4 Tage (bei typischem Gastro-Volumen), Geldkassette leeren (je nach Umsatz täglich bis wöchentlich), Bondrucker-Papier wechseln (nur wenn Bonpflicht besteht). Die Sielaff-Serviceplattform informiert proaktiv über Füllstandswarnungen und Fehlermeldungen. Bei technischen Störungen (häufigster Grund: Münzstau) löst der Betreiber diese meist selbst über das Wartungsmenü; bei komplexeren Problemen kommt ein Sielaff-Techniker innerhalb von 24 Stunden (Werktage).

Ein häufig unterschätzter Aspekt: der Reinigungsaufwand. Tabakautomaten akkumulieren Staub aus dem Gastronomieumfeld erheblich – die Zuführungsspiralen und der Münzkanal sollten monatlich gereinigt werden. Sielaff liefert spezifische Reinigungsanleitungen mit und bietet optional Wartungsverträge mit Jahresinspektion an.

Energie & Ökobilanz

Der Sielaff SÜ Tobacco ist kein energieintensives Gerät: Er benötigt 230 V, 50 Hz, 120–180 W im Betrieb. Da es keine Kühlung, keine Heizung und keine Beleuchtung im Innenraum gibt (nur LED-Frontbeleuchtung ca. 20–40 W), ist der Jahresverbrauch mit etwa 600–900 kWh sehr niedrig. Damit verursacht der Automat selbst vernachlässigbare Betriebskosten durch Strom (~60–90 €/Jahr bei 0,10 €/kWh Gewerbestrom).

Die ecoGrade-Bewertung D spiegelt jedoch das Produktprofil wider, nicht die Gerätekonstruktion: Tabakprodukte sind gesundheitsschädlich und ihre Herstellung ressourcenintensiv. Eine Nachhaltigkeitszertifizierung (A oder B) kann für dieses Gerät nicht vergeben werden, da das Kernprodukt einem gesellschaftlichen Schadensmaßstab entspricht. Die ecoGrade-Logik auf AutomatenTests berücksichtigt neben Geräteeigenschaften auch das dispensierte Produkt.

Für die Gerätekonstruktion selbst ist der ökologische Fußabdruck des SÜ Tobacco durch die lange Lebensdauer (15–20 Jahre), die Reparierbarkeit mit deutschen Ersatzteilen und die Möglichkeit zur Wiedervermarktung gebrauchter Geräte positiv. Im Gebrauchtmarkt werden SÜ-Tobacco-Typen bis 10 Jahre alt problemlos als voll funktionsfähige Geräte gehandelt.

Preise & Betriebskosten

Der Neupreis des Sielaff SÜ Tobacco liegt je nach Konfiguration (24, 32 oder 40 Sorten) und optionalem NFC-Terminal bei 5.200–8.500 Euro netto. Der Preis gilt ab Werk Lichtenfels; Transport und Installation kommen hinzu (typisch 300–800 Euro). Leasing ist für dieses Gerät weniger üblich – die meisten Gastonomen kaufen ihren Tabakautomaten outright, da die Amortisation schnell erfolgt.

Die Handelsmarge auf Tabakprodukte liegt in Deutschland zwischen 4 und 8 % des Verkaufspreises (je nach Kontraktbedingungen mit Großhandel). Bei einem Automaten mit 100 Verkäufen/Tag und einem Durchschnittsbon von 9 € (eine Packung Zigaretten) ergibt das einen Tagesumsatz von 900 € und eine Handelsmarge von 36–72 €/Tag. Damit ist ein 5.200-Euro-Gerät rechnerisch nach 72–145 Tagen amortisiert – eine außerordentlich schnelle Payback-Zeit.

Die monatlichen Betriebskosten sind minimal: Strom (~7 €), optional Servicevertrag (~30–50 €/Monat), Zählerbandpapier/Bonrollen (~5 €). Der größte Aufwand ist das Nachfüllen – typischerweise übernimmt das Theken- oder Servicepersonal, Zeitaufwand ~15–30 Minuten alle 3–4 Tage. Für Betreiber mit mehreren Geräten lohnt sich die Beauftragung eines Vending-Operators, der gegen Provision das Auffüllen und Kassieren übernimmt.

Technische Details

Vollständiges Datenblatt aus Universal- und Kategorie-Feldern.

Einsatz & Betrieb

Use cases / locations
Hospitality / foodservice
Installation type
Floorstanding
Environment (indoor/outdoor)
Indoor

Zahlung

Payment methods
Coins, Banknotes, Contactless (NFC), credit_card
Payment interface protocol
MDB (Multi-Drop Bus)
Payment features
Receipts, Remote price updates

Konnektivität

Telemetry / remote monitoring
Basic (sales/faults)
Connectivity
Ethernet/LAN, Wi‑Fi

Kühlung

Cooling
None

UI

UI / display type
Touchscreen

Compliance

Age verification
id_card

Preis & Wirtschaftlichkeit

Price segment
Mid-range
KI-gestützt recherchiert, redaktionell geprüftZuletzt geprüft:

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