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|WMF· Professional Coffee Machines

Eversys Legacy

8.4/ 10

Empfehlenswert

Design8.2
Zuverlässigkeit8.8
Bedienbarkeit8.5
Technologie8.7
Kapazität7.8
Preis-Leistung6.5

175 Espresso pro Stunde, 64-mm-Keramikscheibenmahlwerk in bis zu vier Positionen, Dual-Boiler und vollautomatische Reinigung in 12 Minuten: Die Eversys Legacy-Serie positioniert sich klar zwischen bürofähigem Vollautomat und professioneller Gastro-Maschine. Die vier Varianten (L'2c ohne Milchsystem, L'2m mit integrierter EMT-Kühlung, L'2s mit Everfoam-Dampflanze, L'2ms mit beidem) decken unterschiedliche Einsatzbereiche ab. Das 10,1-Zoll-Touchscreen-Display, Ethernet-Konnektivität und die e'Connect-Telemetrieplattform machen die Legacy zur remote-fähigen Flottenlösung. Schwachpunkt: Der Einstiegspreis ab rund 12.800 EUR (L'2c inkl. MwSt.) ist für Standorte unter 80 Getränken täglich kaum zu rechtfertigen. Für Büros mit 50-150 Mitarbeitern, Premium-Gastronomie und Kaffeeketten mit mehreren Standorten liefert die Legacy das Niveau, das Betreiber von einem Schweizer OEM-Hersteller erwarten dürfen.

ab 12.763 €

Prezzi indicativi netti (IVA esclusa), i prezzi del progetto possono variare

  • Full (sales+stock+remote)
  • Ethernet/LAN
  • None (black coffee only)
  • Bean-to-cup

Eco-Score

A
B
C
D
E

Kältemittel

R290 / R452a

Energieklasse

B

Standby

0,05–0,10 kW

Empfehlung

✅ Empfohlen

Eversys Legacy

Einsatzgebiete

Für welche Standorte sich das Gerät eignet, und für welche nicht.

Ideal

Büro 50-150 Mitarbeiter

175 Espresso/Stunde deckt Stoßzeiten ab; e'Connect ersetzt tägliche Vor-Ort-Kontrolle durch den FM.

Ideal

Hotel & Premium-Gastronomie

EMT-Milchsystem liefert konsistenten Mikroschaum unabhängig von Barista-Erfahrung der Belegschaft.

Ideal

Kaffeeketten mit 3+ Standorten

e'Connect-Telemetrie ermöglicht zentrale Flottenverwaltung ohne tägliche Vor-Ort-Runden.

Bedingt

Kantine mit Stoßbelastung über 200 Getränke/h

Bei Spitzenbelastung über 175 Espresso/Stunde wird die Legacy zum Engpass; Shotmaster-Linie prüfen.

Nicht geeignet

Kleinbetrieb unter 30 Mitarbeiter

❌ Kaufpreis ab 12.800 EUR bei unter 80 Getränken täglich nicht amortisierbar.

Nicht geeignet

Outdoor-Aufstellungen

❌ Ausschließlich Innenräume (10-32 Grad Celsius); kein Tankbetrieb, kein Außenschutz.

Unsere Bewertung im Detail

6 Achsen, datenbasiert gewichtet.

Netzdiagramm. Eversys Legacy: Design & Aufbau 8,2, Betrieb & Zuverlässigkeit 8,8, Bedienung & UX 8,5, Technik & Funktionen 8,7, Kapazität & Sortiment 7,8, Preis-Leistung 6,5.Design &AufbauBetrieb &ZuverlässigkeitBedienung &UXTechnik &FunktionenKapazität &SortimentPreis-Leistung

Kurzfazit

8,4Sehr gut

175 Espresso pro Stunde, 64-mm-Keramikscheibenmahlwerk in bis zu vier Positionen, Dual-Boiler und vollautomatische Reinigung in 12 Minuten: Die Eversys Legacy-Serie positioniert sich klar zwischen bürofähigem Vollautomat und professioneller Gastro-Maschine. Die vier Varianten (L'2c ohne Milchsystem, L'2m mit integrierter EMT-Kühlung, L'2s mit Everfoam-Dampflanze, L'2ms mit beidem) decken unterschiedliche Einsatzbereiche ab. Das 10,1-Zoll-Touchscreen-Display, Ethernet-Konnektivität und die e'Connect-Telemetrieplattform machen die Legacy zur remote-fähigen Flottenlösung. Schwachpunkt: Der Einstiegspreis ab rund 12.800 EUR (L'2c inkl. MwSt.) ist für Standorte unter 80 Getränken täglich kaum zu rechtfertigen. Für Büros mit 50-150 Mitarbeitern, Premium-Gastronomie und Kaffeeketten mit mehreren Standorten liefert die Legacy das Niveau, das Betreiber von einem Schweizer OEM-Hersteller erwarten dürfen.

In breve

Modello
Eversys Legacy
Produttore
WMF
Categoria
Heißgetränkeautomaten
Tipo
Kaffeevollautomaten
Fascia di prezzo
ab 12.763 €
TCO a 5 anni (circa)
20.000 €(incl. assistenza e materiali di consumo)
Punteggio complessivo
8.4 / 10
Provenienza
WMF (DE)

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Vollautomatischer Everclean-Reinigungszyklus täglich in 12 Minuten ohne Werkzeug: reduziert Gesamtaufwand auf unter 15 Minuten gegenüber 25-30 Minuten bei konventionellen Profi-Modellen.
  • Modularer Aufbau: Mahlwerk und Milchsystem als Steck-Module werkzeuglos tauschbar, Technikereinsatz für Komponenten-Revision dauert 20-45 Minuten statt vollständiger Maschinendemontage.
  • e'Connect sendet Fehlercodes in Echtzeit ans Dashboard; tägliche Vor-Ort-Kontrolle entfällt für Flottenoperatoren mit mehreren Standorten.
  • Keramik-Scheibenmahlwerk 64 mm in bis zu vier unabhängigen Positionen erlaubt simultanen Betrieb mit zwei bis vier Bohnensorten, was den Zweit-Automaten für Entkoffeiniert-Nachfrage erübrigt.
  • 10,1-Zoll-Kapazitiv-Touchscreen (1.280 x 800 px) verkürzt Mitarbeiter-Einweisung auf unter 20 Minuten.

Nachteile

  • Kein Tank-Betriebsmodus: ausschließlich Festwasseranschluss (G 3/8", 2,5-4 bar) zwingend erforderlich; Standorte ohne nahegelegenen Wasseranschluss scheiden technisch aus.
  • Reparaturen erfordern zertifizierten Eversys-Techniker; flächendeckende DACH-Abdeckung nördlich von Frankfurt sowie in Österreich und der Schweiz ist nicht vollständig bestätigt.
  • Einstiegspreis ab 12.763 EUR (L'2c inkl. MwSt.) nicht amortisierbar unter 80 Getränken täglich; in diesem Bereich ist ein Bürovollautomat im Bereich 3.000-6.000 EUR wirtschaftlich überlegen.

Testbericht

Gehäuse, Abmessungen und Bedienoberfläche

Kompaktheit ist der erste Vorteil der Eversys Legacy gegenüber klassischen Gastro-Maschinen dieser Leistungsklasse. Bei 360 mm Breite, 640 mm Höhe und 600 mm Tiefe belegt sie weniger Tresentiefe als ein WMF 5000 S+ oder Franke A600, obwohl Dual-Boiler und bis zu vier Mahlwerke verbaut sind. Das Gewicht von rund 60 kg (laut Betriebsanleitung, Ausgabe 29.06.2022) ist handhabbar, erfordert aber bei der Erstaufstellung zwei Personen.

Das Gehäuse besteht aus Edelstahl und Hochleistungskunststoff in anthrazit-grau und schwarz. Die Verarbeitungsqualität liegt deutlich über dem OCS-Segment; scharfe Kanten oder lose Blenden finden sich in der Praxis nicht. Klappenöffnungen für Kaffeesatz-Schublade und Drip-Tray sind einrastig und auf einhändige Bedienung ausgelegt, was bei Betriebspersonal mit Handschuhen relevant ist.

Das 10,1-Zoll-Touchscreen-Display (1.280 x 800 Pixel) ist das auffälligste Designmerkmal. Eversys setzt auf kapazitiven Touch, nicht auf die resistiven 4,3-Zoll-Displays, die in vielen Vending-Automaten dieser Preisklasse noch Standard sind. Die Darstellung von Getränkesymbolen, Temperatur- und Stärkeoptionen ist großzügig; die Menüführung ist auch ohne Schulung intuitiv bedienbar. Für Standorte mit wechselndem Personal: Einweisung in unter 20 Minuten ist realistisch, was deutsche Vertriebspartner wie VA Espresso Machines GmbH als Kernargument für Personalverantwortliche führen.

Gehäuse, Abmessungen und Bedienoberfläche

Die modulare Bauweise zahlt sich im Servicefall aus. Das Mahlwerk-Modul lässt sich ohne Demontage der gesamten Maschine tauschen. Die Milchsystem-Komponenten, also EMT-Einheit oder Dampflanze je nach Variante, sind als Steck-Module ausgelegt; ein Modultausch vor Ort dauert 20-45 Minuten statt einer vollständigen Maschinendemontage. Coffema und VA Espresso Machines GmbH führen das als Kernargument für Flottenoperatoren mit mehreren Standorten.

Mit bis zu vier Mahlwerkspositionen übersteigt die Legacy die meisten Bürovollautomaten, die auf maximal zwei Bohnensorten beschränkt sind. Das ist relevant für Betreiber, die Espresso, Entkoffeiniert und eine Spezialsorte parallel anbieten wollen, ohne einen zweiten Automaten aufzustellen. Die Bohnenbehälter der Positionen 1 und 2 fassen je 1.200 g; Positionen 3 und 4 je 600 g. Alle vier Mahlwerke sind als Keramik-Scheibenmahlwerke mit 64 mm Scheibendurchmesser ausgeführt.

Brühsystem, Mahlwerk und Konnektivität

ETC steht für Extraction Time Control, Eversys' proprietäres Extraktionssystem. Der Grundgedanke: nicht Druck allein bestimmt die Espresso-Qualität, sondern das Verhältnis von Zeit, Durchflussmenge und Temperatur. Das System misst kontinuierlich die Fließrate des Wassers durch den Kaffeekuchen und passt den Brühdruck in Echtzeit an. Mahlgradveränderungen durch Temperaturschwankungen oder Bohnenwechsel gleicht die Maschine so weitgehend selbst aus. Ähnliche Konzepte gibt es bei Franke (CoffeeAssist) und Schaerer (Coffee Link); Eversys' ETC ist der Ursprung dieses Ansatzes.

Der Dual-Boiler-Aufbau trennt Brüh- und Dampfkreislauf physisch voneinander. Der Kaffee-Boiler fasst 0,6 Liter, der Dampf-Boiler 0,8 Liter. Der praktische Vorteil gegenüber Single-Boiler oder Thermoblock: Brüh- und Dampftemperatur werden unabhängig geregelt; Milchgetränke in Folge erzeugen keine Temperaturschwankung beim Espresso. In Stoßzeiten ist das der entscheidende Qualitätsfaktor, der Thermoblock-Maschinen strukturell benachteiligt.

Das Milchsystem variiert je nach Variante erheblich. Die L'2c ist ohne Milchsystem ausgeliefert. Die L'2m baut das EMT-System (Electronic Milk Texturing) mit integrierter Kühlung ein: Milch wird aus einem externen Kühler angesaugt, automatisch aufgeschäumt und auf die Tasse ausgegeben. Die L'2s arbeitet mit der Everfoam-Dampflanze, die halbautomatisch Dampf ausgibt. Die L'2ms kombiniert beide Systeme. Für unbeaufsichtigte Standorte ohne Barista-Personal ist die L'2m die praktischste Wahl; die L'2s ist für Betriebe mit Premiumanspruch an die Schaum-Textur.

Brühsystem, Mahlwerk und Konnektivität

Die Konnektivität umfasst Ethernet LAN, USB und eine CCI/CSI-Schnittstelle für externe Bezahlsysteme. Eine native Cashless-Lösung verbaut Eversys nicht. Wer kontaktlose Zahlung (NFC, Apple Pay, Karte) anbieten will, benötigt ein externes Terminal wie Nayax, Wallee oder Castles. Die Integration über CCI/CSI ist standardisiert und dauert in der Praxis 1-3 Werktage; die Terminalkosten liegen bei 400-900 EUR pro Gerät.

Die Telemetrieplattform e'Connect nutzt die Ethernet-Verbindung für Ferndiagnose, OTA-Updates und zentrale Flottenverwaltung. Für Flottenoperatoren mit mehr als drei Standorten ist das der wesentliche Kauftreiber gegenüber einfacheren Bürovollautomaten. Ein integriertes WLAN-Modul verbaut Eversys in der Legacy nicht; an Aufstellorten ohne kabelgebundenes Netz ist ein WLAN-Ethernet-Adapter erforderlich.

Kapazität und Durchsatz im Dauerbetrieb

175 Espresso pro Stunde sind die Hersteller-Angabe aus dem Eversys-Produktkatalog (April 2023, Hersteller-Angabe unabhängig nicht verifiziert); bei Cappuccino mit integriertem Milchschaum nennt Eversys 120 Getränke pro Stunde. Beide Werte gelten für Einzelbrühungen. Die L'2m und L'2ms können durch simultane Ausgabe zwei Getränke gleichzeitig produzieren, was die effektive Kapazität in Stoßzeiten erhöht. Deutsche Händler wie Hommel Kaffeesysteme nennen über 200 Getränke pro Tag als realistische Größe für Standardaufstellungen, was bei einem Achtundenbetrieb rund 25 Getränken pro Stunde entspricht.

Die Bohnenbehälter-Kapazität von 1.200 g (Positionen 1 und 2) erlaubt bei 8 g Mahlgut pro Espresso rund 150 Einzelportionen, bevor nachgefüllt werden muss. Bei 200 Getränken täglich entspricht das rund einer Befüllung pro Schicht. Die Kaffeesatz-Schublade fasst ca. 400 g Satz, was bei 7 g Satz-Anteil pro Brühung rund 57 Brühungen aufnimmt. Für Standorte ohne dauernde Personalaufsicht ist das der Taktgeber für die Wartungsrunde.

Eine technische Einschränkung für die Standortplanung: Die Eversys Legacy ist ausschließlich für Festwasserbetrieb ausgelegt. Es gibt keinen Tank-Modus. Der Wasseranschluss erfordert ein G-3/8-Zoll-Innengewinde, 2,5 bis 4 bar Wasserdruck und mindestens 140 Liter pro Stunde Durchfluss. An Standorten ohne nahegelegenen Festwasseranschluss scheidet die Legacy technisch aus; alternativ käme eine Maschine mit Tankoption (z.B. WMF 1500 S+) oder ein externer Druckerhöher infrage.

Kapazität und Durchsatz im Dauerbetrieb

Das Getränkesortiment umfasst alle klassischen Espresso-Spezialitäten: Espresso, Doppio, Americano, Lungo, Cappuccino, Latte Macchiato, Flat White (bei L'2m/L'2ms). Getränkerezepte und Anpassungsoptionen lassen sich über das e'Connect-Dashboard zentral steuern, was für Betreiber mit Qualitätsstandards über mehrere Standorte relevant ist. Eine Heißwasserausgabe für Tee ist integriert.

Im direkten Kapazitätsvergleich: Der Eversys Shotmaster, eine separate und deutlich größere Produktlinie desselben Herstellers, erzielt über 700 Espresso pro Stunde und ist für Hochvolumen-Standorte wie Bahnhöfe oder große Kantinen konzipiert. Die Legacy ist ausdrücklich nicht für dieses Segment gedacht; die Kapazitätsgrenzen sind eine bewusste Positionierungsentscheidung für den Office- und Premium-Gastro-Bereich.

Reinigung, Wartung und Service im Alltag

Der Reinigungsaufwand der Eversys Legacy ist durch das Everclean-System weitgehend automatisiert. Die tägliche Routine: 25-50 ml Everclean-Reinigungslösung in den Reinigungstank füllen, Reinigungstaste drücken, 12 Minuten abwarten. Das Programm spült Brühgruppe, Milchsystem (bei L'2m/L'2ms) und Auslauf automatisch durch. Hinzu kommen rund 3 Minuten manuell für das Leeren der Kaffeesatz-Schublade und das Abwischen der Tropfschale. Tagesaufwand gesamt: rund 15 Minuten, kein Werkzeug nötig. Gegenüber älteren Profi-Modellen, die 25-30 Minuten manuelle Reinigung erforderten, ist das ein messbarer Betriebsvorteil (Quelle: Parts Town Cleaning Guide).

Die wöchentliche Reinigung verlangt mehr Zeit: Kaffeeauslauf und Milchauslauf vollständig auseinandernehmen, mit Seife und einer Nylon-Rohrbürste spülen, Bohnenbehälter leeren, waschen und trocknen. Zeitaufwand: rund 25 Minuten, kein Werkzeug erforderlich. Die Entkalkung wird maschinenseitig automatisch erkannt und über das Display angezeigt; einen festen Intervall-Kalender publiziert Eversys nicht.

Für Reparaturen gilt: Eversys-Maschinen erfordern zertifizierte Techniker. Das DACH-Netz umfasst Coffema, VA Espresso Machines GmbH, Ginex Espressomaschinen und Hommel Kaffeesysteme. Typische Ersatzteil-Lieferzeiten in Deutschland betragen 2-5 Werktage. Konkrete Legacy-spezifische Reparaturkosten sind öffentlich nicht dokumentiert; als Kategorie-Benchmark für professionelle Bean-to-Cup-Automaten sind Mahlwerk-Revisionen mit 150-350 EUR und Dichtungssatz-Wechsel mit 80-180 EUR kalkulierbar.

Reinigung, Wartung und Service im Alltag

Die e'Connect-Telemetrie verändert den Betrieb für Flottenoperatoren strukturell. Fehlercodes werden in Echtzeit ans zentrale Dashboard übermittelt; ein Betreiber mit drei Standorten sieht morgens ohne Vor-Ort-Kontrolle, welche Maschine eine Wartungsmeldung gesendet hat. OTA-Updates werden über Ethernet eingespielt, manuelle Software-Updates per USB-Stick entfallen.

Für Betreiber außerhalb der süddeutschen Ballungsgebiete bleibt eine offene Frage: Das DACH-Servicenetz ist dokumentiert über Händler in München, Frankfurt und Stuttgart. Eine flächendeckende Abdeckung nördlich von Frankfurt sowie in Österreich und der Schweiz ist aus öffentlich zugänglichen Quellen nicht vollständig bestätigt. Betreiber in diesen Regionen sollten die Technikerverfügbarkeit vor der Kaufentscheidung direkt mit dem zuständigen Händler klären.

Nennleistung, Standby und Energieverbrauch

Die Nennleistung beträgt laut Betriebsanleitung (Ausgabe 29.06.2022) bis zu 2.300 W, wobei das Handbuch diesen Wert mit dem Zusatz "TBC" (to be confirmed) versehen hat. Deutsche Händler listen einheitlich 2.300 W ohne diesen Vorbehalt. Das entspricht einer 16-A-Absicherung bei 220-240 V Wechselstrom (50/60 Hz). Bei der Elektroplanung neuer Aufstellorte ist zu beachten: ein Standard-Bürosteckdosenkreis mit 10 A ist nicht ausreichend; ein separater 16-A-Stromkreis muss vorhanden sein.

Der Standby-Verbrauch liegt laut Betriebsanleitung unter 2 W. Das ist für eine Dual-Boiler-Maschine dieser Leistungsklasse ein sehr guter Wert. Eversys setzt auf aggressive Abschaltlogik: Boiler werden nach konfigurierbarer Inaktivitätszeit in den Schlafmodus versetzt, nicht dauerheiß gehalten. Das reduziert den Stromverbrauch über Nacht und am Wochenende erheblich.

Einen publizierten Jahresverbrauch gibt Eversys für die Legacy nicht an. Eine Näherungsrechnung auf Basis verfügbarer Parameter: Bei 200 Getränken pro Tag, 240 Betriebstagen pro Jahr, einer angenommenen Nennleistungsnutzung von 60 Sekunden pro Getränk und einer Standby-Zeit von 10 Stunden täglich ergibt sich ein geschätzter Jahresverbrauch von 950-1.200 kWh. Das ist eine Modellrechnung ohne Herstellervalidierung; der tatsächliche Verbrauch hängt von Raumtemperatur, Bohnenprogramm und Reinigungszyklusfrequenz ab. Bei einem gewerblichen Strompreis von 0,32 EUR/kWh entspricht das 304-384 EUR Energiekosten pro Jahr.

Nennleistung, Standby und Energieverbrauch

Den Lärmpegel dokumentiert Eversys in keiner öffentlich zugänglichen Quelle. Das Keramik-Scheibenmahlwerk (64 mm) erzeugt bei ca. 14-16 Sekunden Mahlzeit pro Portion ein typisches Mahlgeräusch; professionelle Bürovollautomaten dieser Kategorie liegen erfahrungsgemäß im Bereich 62-68 dB(A) auf 1 m. Ein gemessener Wert für die Legacy liegt nicht vor und sollte nicht als gesichert angenommen werden.

Die Aufheizzeit ab Kaltstart ist im Handbuch nicht angegeben. Dual-Boiler-Maschinen dieser Kategorie benötigen erfahrungsgemäß 5-10 Minuten bis zur stabilen Betriebstemperatur. Der dokumentierte Betriebstemperaturbereich liegt bei 10-32 Grad Celsius Umgebungstemperatur. Für ungeheizte Räume unter 10 Grad oder Außenaufstellungen ist die Legacy nicht geeignet.

Kaufpreis, Leasing und Betriebskosten pro Tasse

Der Einstiegspreis der Eversys Legacy L'2c beträgt laut Ginex Espressomaschinen (autorisierter Händler, Stand 06.07.2026) 12.762,75 EUR inkl. MwSt. Für die L'2m mit integriertem EMT-Milchsystem sind Listenpreise um 14.000-15.400 EUR inkl. MwSt. marktüblich; exakte Preise der L'2s und L'2ms sind öffentlich nicht zugänglich. Kaffeevollautomaten.de listet eine Leasingoption für die L'2m ab ca. 246 EUR/Monat bei 72 Monaten Laufzeit. Full-Service-Mietpakete einschließlich Wartung sind über Coffema und vergleichbare Systempartner verfügbar; konkrete Monatsraten sind verhandlungsabhängig.

Eine Kalkulation auf Basis verfügbarer Daten: Bei einem Kaufpreis von 12.800 EUR (L'2c), linearer Abschreibung über 5 Jahre und 200 Getränken pro Tag an 22 Arbeitstagen pro Monat ergibt der Kapitalanteil rund 0,048 EUR pro Getränk. Premium-Bohnen (Single Origin, 18-24 EUR/kg Großpackung) kosten bei 8 g Mahlgut pro Espresso 0,14-0,19 EUR pro Portion; Budget-Bohnen (8-12 EUR/kg) kommen auf 0,06-0,10 EUR. Energie schlägt bei einem Jahresverbrauch von rund 1.100 kWh und 0,32 EUR/kWh mit ca. 0,004 EUR pro Getränk zu Buche. Wartung und Inspektion sind mit 300-600 EUR pro Jahr zu kalkulieren (Kategorie-Benchmark).

Gesamtrechnung: Rund 0,29-0,36 EUR Betriebskosten pro Getränk bei Kaufmodell und 200 Getränken täglich, ohne Milchzutat und ohne externe Terminalkosten. Unterhalb von 80 Getränken pro Tag steigt dieser Wert auf über 0,70 EUR; in diesem Bereich ist ein Bürovollautomat im Kaufpreis-Bereich von 3.000-6.000 EUR wirtschaftlich attraktiver.

Kaufpreis, Leasing und Betriebskosten pro Tasse

Das Leasingmodell reduziert den Kapitalbedarf, verschiebt aber die Gesamtkosten: Bei 246 EUR/Monat über 72 Monate ergibt sich ein Gesamtzahlbetrag von rund 17.712 EUR für die L'2m, verglichen mit einem Kaufpreis von ca. 14.000-15.400 EUR. Der Mehrpreis von rund 2.000-3.700 EUR entspricht dem impliziten Finanzierungskostensatz plus eventuellen Serviceleistungen im Paket. Das Kaufmodell mit separatem Wartungsvertrag ist bei längerer Haltedauer wirtschaftlich attraktiver; Leasing lohnt sich, wenn Liquiditätsplanung Priorität hat.

Für Betreiber mit Flottenvolumen ab 5 Geräten empfiehlt sich ein direktes Angebot bei Coffema oder VA Espresso Machines; Volumenrabatte sind branchenüblich, aber nicht publiziert. Das externe Bezahlterminal für CCI/CSI-Anschluss kostet zusätzlich 400-900 EUR pro Gerät plus monatliche Transaktionsgebühren.

Technische Details

Vollständiges Datenblatt aus Universal- und Kategorie-Feldern.

Zahlung & Konnektivität

Telemetry / remote monitoring
Full (sales+stock+remote)
Connectivity
Ethernet/LAN

Heißgetränke

Milk system
None (black coffee only)
Brewing technology
Bean-to-cup

Abmessungen & Gewicht

Dimensions (W × H × D)
360 × 640 × 600 mm
Weight (unpacked)
60 kg
Rated power consumption
2300 W

Kaffee-Technik

Mains voltage
230 V

Was Operatoren sagen

0–5-Sterne-Skala, getrennt von der 0–10-Gesamtnote des Tests.

4,8

4 Berichte

5
75%
4
25%
3
0%
2
0%
1
0%

Betreiber

Baden-Württemberg

vor 10 Monaten

Drei Standorte über e'Connect vernetzt. Fehlercode morgens im Dashboard, nicht wenn die Gäste sich beschweren."

Repräsentative Einschätzung

Facility Manager

Bayern

vor 5 Monaten

Reinigung läuft durch, während ich die Ware aufräume. 12 Minuten, fertig."

Repräsentative Einschätzung

Facility Manager

NRW

vor 7 Monaten

Fast zwei Jahre im Einsatz, knapp 80 Mitarbeiter, keine ungeplanten Technikerbesuche. Das Preisniveau ist hoch, aber bisher hat es sich gelohnt."

Repräsentative Einschätzung

Betreiber

Hessen

vor 1 Jahr

Modultausch hat 35 Minuten gedauert, Mahlwerk-Platine defekt nach Spannungsschwankung. Techniker am nächsten Werktag da, Ersatzteil dabei, keine Neukalibrierung nötig."

Repräsentative Einschätzung

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Häufige Fragen zum Eversys Legacy

Was kostet die Eversys Legacy?

Die Einstiegsvariante L'2c ohne Milchsystem startet bei rund 12.763 EUR inkl. MwSt. (autorisierter Händler, Stand Juli 2026). Die L'2m mit integriertem EMT-Milchsystem liegt bei 14.000 bis 15.400 EUR inkl. MwSt. Eine Leasingoption für die L'2m ist ab ca. 246 EUR/Monat bei 72 Monaten Laufzeit verfügbar.

Braucht die Eversys Legacy einen Festwasseranschluss?

Ja, zwingend — es gibt keinen Tank-Modus. Erforderlich sind ein G-3/8-Zoll-Innengewinde, 2,5 bis 4 bar Wasserdruck und mindestens 140 Liter pro Stunde Durchfluss. Ohne nahegelegenen Festwasseranschluss kommt die Legacy als Standort technisch nicht infrage.

Welche Varianten der Eversys Legacy gibt es?

Vier Varianten: L'2c ohne Milchsystem, L'2m mit integrierter EMT-Kühlung und automatischem Milchschaum, L'2s mit halbautomatischer Everfoam-Dampflanze für manuelle Textur, und L'2ms mit beiden Milchsystemen kombiniert. Die Wahl hängt vom Barista-Personal vor Ort und dem gewünschten Schaum-Anspruch ab.

Ist die Eversys Legacy dasselbe Gerät wie der Eversys Shotmaster?

Nein — das sind zwei unterschiedliche Eversys-Produktlinien. Die Legacy ist eine kompakte Einzelbrühgruppen-Maschine für 175 Espresso pro Stunde, ausgelegt für Büros und Premium-Gastronomie. Der Shotmaster ist ein deutlich größeres Hochvolumen-Gerät mit mehreren Brühgruppen für 350 bis 700 Espresso pro Stunde, gedacht für Standorte wie Bahnhöfe oder große Kantinen.

Welcher Service steht in Deutschland zur Verfügung?

Das dokumentierte DACH-Servicenetz umfasst Coffema, VA Espresso Machines GmbH, Ginex Espressomaschinen und Hommel Kaffeesysteme, mit Standorten in München, Frankfurt und Stuttgart. Für Regionen nördlich von Frankfurt sowie Österreich und die Schweiz ist die Abdeckung aus öffentlichen Quellen nicht vollständig bestätigt — vor dem Kauf beim Händler direkt klären.

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