Design & Aufbau
326 mm Breite, 622 mm Höhe, 520 mm Tiefe: Die Abmessungen der Prontobar Touch sind kompakt im Branchenmaßstab. Trotzdem verlangt das Gerät eine stabile, horizontal ausgerichtete Aufstellfläche mindestens 900 mm über Bodenniveau, dazu einen seitlichen Lüftungsabstand von 100 mm. Mit 40 kg Nettogewicht wird die Maschine im gewerblichen Umfeld von zwei Personen gesetzt oder über ein Podest eingeschoben. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl und ABS. Solider Standard für diese Klasse, jedoch mit sichtbaren Spaltmaßen an den Verbindungspunkten zwischen Seitenteilen und Frontpanel. Kunststoffoberflächen in hoher Beanspruchung neigen bekanntlich zu Mikrokratzern und Verfärbungen, was bei Kundenkontaktzonen thematisiert werden sollte.
Das Bedienfeld stellt ein 7-Zoll-Touchscreen-Display (TFT) dar. Laut Herstellerbroschüre lassen sich über diese Oberfläche bis zu 20 Getränkeauswahlen direkt bebildern, insgesamt 24 Programme sind hinterlegt. Die Schaltflächen zeigen eindeutige Icons und können individuell benannt werden. Der Touch reagiert schnell, jedoch empfiehlt sich eine Schulung des Bedienpersonals: Optionstiefe und Menükonstruktion laufen Gefahr, bei flüchtiger Nutzung zu Irritationen zu führen. Die Bedienungsanleitung (Original, S. 31) gibt den Workflow der Milch- und Kaffeeeinstellung in mehreren Unterpunkten vor. Ein standardisierter USB-Anschluss zur Verwaltung von Rezepten, Einstellungssätzen oder Displaygrafiken ist integriert. Abspeicherung, Kopieren und Replikation über den Fuhrpark lassen sich damit steuern.
Der Kaffeeauslauf ist in der Höhe verstellbar (70–140 mm). Das reduziert das Spritzrisiko bei kleinen Espressotassen und gibt für hohe Latte-Gläser Spielraum. Der Satzbehälter nimmt 30–40 Portionen Kaffeesatz auf, das reduziert Serviceläufe im Randbetrieb, zwingt aber bei maximalem Durchsatz zu eng getakteter Leerung: 140 Tassen pro Stunde sind realistisch nur mit Zusatzpersonal handhabbar. Die Bohnenbehälter fassen je 0,8 kg. Diese Größe ist für Volumenstandorte unter 80 Mitarbeitenden ausreichend dimensioniert. Für Kantinen oder Tagungshotels, in denen häufig etwa 1 kg pro Behälter am Tag umgesetzt werden, kann das Nachfüllen zur Routineaufgabe werden.
Die Verkabelung und technetischen Schnittstellen befinden sich rückwärtig. Festwasser- und Tankanschluss sind seitlich wie rückseitig geführt, die Stromzuführung läuft unten links. Der Wartungszugang erfordert links wie rechts seitlich jeweils mindestens 10 cm Abstand zur nächsten Einbauten. Das macht die Aufstellung in engen Kaffeeküchen schwieriger. Eine komplett versenkte Theken-Integration ist daher kaum möglich. Das Risiko von Hitzestau durch blockierte Lüftungsschlitze ist bei Nichteinhaltung der Platzvorgaben real. Das Gerät kommuniziert keine aktiven Statusmeldungen zur Temperatur- oder Luftzirkulation nach außen.



