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|Franke· Coffee Systems

Franke A600

8.6/ 10

Empfehlenswert

Design8.0
Zuverlässigkeit8.6
Bedienbarkeit8.2
Technologie8.8
Kapazität9.4
Preis-Leistung8.8

Die Franke A600 positioniert sich als vielseitiger Kaffeevollautomat für anspruchsvolle Büros, Kantinen und große Standorte mit täglichem Bedarf von bis zu 200 Tassen. Durch ihr 10,4-Zoll-Touchdisplay, modulare Brühgruppen und ein leistungsfähiges Milchsystem ist die Maschine sowohl für bediente Ausgabe als auch für reine Selbstbedienung ausgelegt. Besonders Unternehmen mit 60 bis 200 Mitarbeitenden profitieren von der hohen Stundenleistung (z.B. 240 Espressi/h) und dem zentralen Flottenmanagement via FrankeConnect. Schwächen liegen bei den nicht öffentlich einsehbaren Kaufpreisen in Deutschland für die neue Generation und bei der Komplexität der Reinigung bei IndividualMilk- oder CleanMaster-Ausführung. Die Investition rechnet sich für Standorte mit breitem Heißgetränkesortiment, hoher Ausgabefrequenz und digitalisierter Verwaltung. Im gebrauchten Zustand kann eine klassische A600 schon ab 4.000 € netto erhältlich sein; für die aktuelle Generation nennen deutsche Händler keine Listenpreise. Die hier ausgewiesene Spanne von rund 9.700 bis 10.800 € stammt von zwei britischen Händlern, gilt der klassischen A600 und ist zum EZB-Referenzkurs umgerechnet. Günstigere Total Cost of Ownership ergeben sich vor allem durch zentrale Steuerung und reduzierte Standzeiten bei Störungen oder Service.

ca. 9.733 – 10.809 €

Richtprijzen netto (excl. btw), projectprijzen kunnen afwijken

  • Hospitality / foodservice, Retail
  • Counter unit
  • Indoor
  • MDB (Multi-Drop Bus)

Öko-Label

ABCDE

Nennleistung

2,9–3,4 kW (16 A) bzw. 5,2–6,2 kW (30 A), je nach Ausführung

Anschlussleistung

220–240 V, 1L N PE, 16 A oder 30 A

Franke A600 — Frontansicht · Quelle: assets.franke.com

3 Fotos · Franke A600

Einsatzgebiete

Für welche Standorte sich das Gerät eignet, und für welche nicht.

Ideal

Großraumbüro

Für Teams mit 60 bis 200 Personen täglich ausgelegt.

Ideal

Kantine

In Stoßzeiten problemlos mehrere hundert Getränke pro Stunde ausgeben.

Ideal

Hotel/Tagungshaus

Varietät und Milchoptionen decken Frühstück, Pausen und Konferenzservice ab.

Ideal

Vending-Flotte

Flottenmanagement und Remote-Control ab Werk für Betreiber mit mehreren Standorten.

Nicht geeignet

Kleine Praxis

❌ Kapazität und Technik für kleinere Teams wirtschaftlich zu aufwendig.

Bedingt

Handwerk

Nur wirtschaftlich bei Personal- oder Kundenfrequenz ab ca. 60 Tassen/Tag.

Bedingt

Fitnessstudio

Für Proteinshakes/Pulverbar anpassbar, aber Fokus liegt auf Kaffee und Milchgetränken.

Ideal

Café/Einzelhandel

Product-Flavors, große Vielfalt anpassbar, Münzmodul ist serienfähig.

Unsere Bewertung im Detail

6 Achsen, datenbasiert gewichtet.

Netzdiagramm. Franke A600: Design & Aufbau 8,0, Betrieb & Zuverlässigkeit 8,6, Bedienung & UX 8,2, Technik & Funktionen 8,8, Kapazität & Sortiment 9,4, Preis-Leistung 8,8.Design &AufbauBetrieb &ZuverlässigkeitBedienung &UXTechnik &FunktionenKapazität &SortimentPreis-Leistung

Kurzfazit

8,6Sehr gut

Die Franke A600 positioniert sich als vielseitiger Kaffeevollautomat für anspruchsvolle Büros, Kantinen und große Standorte mit täglichem Bedarf von bis zu 200 Tassen. Durch ihr 10,4-Zoll-Touchdisplay, modulare Brühgruppen und ein leistungsfähiges Milchsystem ist die Maschine sowohl für bediente Ausgabe als auch für reine Selbstbedienung ausgelegt. Besonders Unternehmen mit 60 bis 200 Mitarbeitenden profitieren von der hohen Stundenleistung (z.B. 240 Espressi/h) und dem zentralen Flottenmanagement via FrankeConnect. Schwächen liegen bei den nicht öffentlich einsehbaren Kaufpreisen in Deutschland für die neue Generation und bei der Komplexität der Reinigung bei IndividualMilk- oder CleanMaster-Ausführung. Die Investition rechnet sich für Standorte mit breitem Heißgetränkesortiment, hoher Ausgabefrequenz und digitalisierter Verwaltung. Im gebrauchten Zustand kann eine klassische A600 schon ab 4.000 € netto erhältlich sein; für die aktuelle Generation nennen deutsche Händler keine Listenpreise. Die hier ausgewiesene Spanne von rund 9.700 bis 10.800 € stammt von zwei britischen Händlern, gilt der klassischen A600 und ist zum EZB-Referenzkurs umgerechnet. Günstigere Total Cost of Ownership ergeben sich vor allem durch zentrale Steuerung und reduzierte Standzeiten bei Störungen oder Service.

In één oogopslag

Model
Franke A600
Fabrikant
Franke
Categorie
Heißgetränkeautomaten
Type
Kaffeevollautomaten
Prijsklasse
ca. 9.733 – 10.809 €
Totaalscore
8.6 / 10
Herkomst
Franke (CH)

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • FoamMaster erzeugt heißen und kalten Milchschaum ohne Dampfeintrag
  • Drei Bohnenbehälter (je bis zu 1,2 kg) und zwei Pulverdosierer möglich
  • 10,4-Zoll-Touchdisplay für Bedien-/SB-Modus (Franke Broschüre 09/25)
  • Bis zu 200 Tassen/Tag laut Hersteller (Datenblatt 09/25)
  • FrankeConnect: Zentrale Verwaltung inkl. OTA-Updates und Ferndiagnose (ab Werk cloudfähig)
  • IndividualMilk-System trennt zwei Milchsorten komplett bis zur Tasse

Nachteile

  • Reinigung und Wartung von IndividualMilk-/CleanMaster-Varianten durch Technik komplexer und zeitintensiver
  • Preise für die neue Generation in Deutschland nur auf Anfrage, keine Listenpreise

Testbericht

Design & Aufbau

340 Millimeter Breite, 831 Millimeter Höhe und 602 Millimeter Tiefe bestimmen die Stellfläche der neuen Franke A600 laut dem Produktdatenblatt von 09/2025. Diese hohe Bauweise fällt für viele Büroküchen und Kantinen auf, speziell bei beengtem Oberboden oder niedriger Decke müssen Betreiber den Platzbedarf prüfen, da die Bohnenbehälter und Pulverdosierer nach oben geöffnet und befüllt werden. In Betrieben mit niedrigen Oberschränken empfiehlt sich ein Aufmaß vor dem Aufstellen. Das Leergewicht von rund 63 kg bringt das Gerät zwar in die Kategorie der „festinstallierten“ Systeme, die robusten Gehäuseteile erleichtern aber auch die Wartung, da alle relevanten Brühgruppen frontseitig erreichbar sind.

Die A600 setzt beim Bedienkonzept auf ein 10,4-Zoll-Touchdisplay. Im Vergleich zur klassischen A600-Generation mit 8-Zoll-Panel wächst die Bildschirmdiagonale um 30 Prozent, die Anzeigefläche bei gleichem Seitenverhältnis um rund 69 Prozent. Die Menüstruktur ist für Bedienpersonal und Selbstbedienung getrennt ausgelegt und lässt sich nach Zielgruppe umschalten (FrankeOS). Im Operator Mode steht dem Servicepersonal ein tiefer Menüzugriff zur Verfügung. Für die Kundenschnittstelle legt Franke Wert auf eine verständliche Icon-Navigation und eine sprachneutrale Getränkeauswahl. Fehleingaben lassen sich durch das klar abgegrenzte Touchfeld minimieren.

Materialseitig bestehen die seitlichen Gehäuseelemente aus lackiertem Metall; Farbvarianten wie Onyx, Granite und Mahogany finden sich erstmals bei der neuen A600-Generation. Die Materialanmutung bleibt sachlich: Hochglanzflächen werden vermieden, Fingerabdrücke wirken auf der robusten Pulverbeschichtung wenig störend. Problematisch wird es bei dauerhaft hoher Nässe auf der Geräteoberfläche: Lackierte Metallflächen reagieren auf Abplatzungen empfindlich gegenüber Korrosion. Für Kantinen mit häufigem Nachfüllen sollte eine Feuchtigkeitsschutzmatte unterlegt werden.

Wartungszugang ist ein kritischer Punkt: Bei der neuen A600 lassen sich vier unterschiedliche Brühgruppen ohne Werkzeug von vorn entnehmen. Die Brüheinheit ist damit innerhalb von Minuten zugänglich, um Brühsieb oder Dichtungen zu überprüfen. Für die Reinigungsdosierung gibt es zwei Varianten: CleanMaster (vollautomatisch) oder EasyClean (manuell). Das Dynamische Auslauf-Licht signalisiert Bedienfehler unmittelbar; laut Hersteller ist die Höheneinstellung motorisiert. Für den Servicefall bietet die Maschine ein seitlich abnehmbares Modulkonzept.

Eine Edelstahlausführung sucht man vergeblich, hochwertige Kunststoffkomponenten prägen den Innenraum. Das ist standesgemäß in dieser Preisklasse, schützt aber nur bedingt gegen Fremdkörperaufnahme und grobe Bedienfehler. Die hohe Eigenmasse wirkt angenehm vibrationsdämpfend, geht aber zulasten der Flexibilität beim Standortwechsel. Kleinere Standorte mit häufig wechselnden Nutzungsbereichen sind mit leichteren Maschinen besser bedient.

Angesichts der Gerätehöhe und des offenen Wartungskonzepts empfiehlt sich beim Einbau ein Mindestabstand von 150 Millimetern zur Decke und ausreichend Arbeitsfläche seitlich und nach vorne. Bohnenbehälter sind ab Werk mit Einzelsicherungen gegen Herausfallen versehen, was den täglichen Betrieb gerade im Selbstbedienungsumfeld sicherer macht. Im Handel verfügbare Classic-A600-Zubehörteile passen nur eingeschränkt für die neue Generation – geplant sind separate Ersatzteilsets. Die Zugangsklappen und Bedienfelder wirken durchgängig stabil, lassen sich aber nicht abschließen. Für Standorte mit Publikumsverkehr ist ergänzende Zugriffssicherung Pflicht.

Beleg: franke.com (Technische Daten); franke.com/…/Vollautomat%20A600.html (Display, Farbe, Bedienkonzept); franke.com (Modulares Brühsystem, CleanMaster/EasyClean, Dynamic Spout Light).

Technologie & Funktionen

iQFlow ist serienmäßig verbaut. Das System regelt Durchfluss und Extraktionszeit in Echtzeit. Die Auswirkungen zeigen sich besonders bei Getränken mit hoher Bezugsfrequenz und schwankend besetzten Standorten – der Extraktionsprozess passt sich laufend an. Ein externer Sensor misst kontinuierlich den Wasserdruck zwischen 0,8 und 8,0 bar (Quelle: Neue A600 Produktbroschüre DE 09/25, S. 2). Laut Hersteller beeinflusst das die Getränkekonsistenz – eine unabhängige Auswertung externer Labore fehlt bislang.

Vier verschiedene Brühgruppenmodule lassen sich werkzeuglos von vorne entnehmen. Die Kaffeekammer fasst bis zu 29 g pro Bezug (A-Line-Broschüre S. 12). Das ist deutlich mehr als bei Einstiegsautomaten. Franke nennt modulare Brühgruppen für reine Espressoleistung, hohe Filterkaffeeausgabe oder dauerhafte Intensitätsstabilität (Duo oder High Volume-Variante). Im Alltag ist das relevant für Standorte mit wechselndem Sortiment oder Spitzenlast wie Frühstück oder Konferenzen. Die Kehrseite: standardisierte Verschleißteilepreise pro Brühmodul liegen laut Franke-Shop zwischen 247,80 und 257,50 € netto.

Das 10,4-Zoll-Touchdisplay ermöglicht zentrale Menüverwaltung und grafische Rezeptanpassungen. Im Operator Mode stehen alle Wartungsfunktionen offen, während für den Customer Mode ein reduziertes Bedienlayout angezeigt wird. Keinerlei Multitouch. Die Displaygröße ist im Vending-Sektor derzeit im oberen Bereich, bleibt aber auf reine Eingaben beschränkt – die Steuerung externer Geräte oder eine vollumfängliche Zubehörintegration via Touch wurde nicht belegt.

FrankeConnect als serienmäßige Telemetrieplattform erlaubt Fernkonfiguration, Rezept- und Preispflege sowie OTA-Updates über die Cloud (Quelle: Franke-Pressemitteilung A-Line 2025, S. 2–3). Die Maschine kann Getränkestatistiken, technische Diagnosedaten und Füllstände an zentral verwaltete Dashboards senden. Für Betreiber mit Flottenbetrieb ein Plus – für kleine Standorte unnötig komplex. Einbindung externer Bezahlsysteme ist über MDB möglich. Im Datenblatt werden Münzgeräte als Option genannt, das klassische MDB-Protokoll ist Grundvoraussetzung für Vending-Standorte (Broschüre S. 1–2). Kontaktlose Zahlungen, Chipkarten oder mobile Wallets werden nicht als Standard aufgeführt und setzen Drittanbieter-Module voraus. Die Integrationskosten und die Zeit für die Anbindung solcher Cashless-Terminals sind nicht öffentlich beziffert, aber von Standort zu Standort unterschiedlich.

Der neue FoamMaster misst den Milchdurchfluss per Ultraschall. So entsteht kalter, warmer oder heißer Schaum ohne Dampfausstoß – eine klassische Schwachstelle bei älteren Milchsystemen. Die vollständige Trennung zweier Milchsorten erfolgt durch das IndividualMilk-System; Rückstände laut Systembeschreibung ausgeschlossen. Beim Wechsel zwischen Milcharten startet die A600 automatisch einen Spülzyklus. Wie effektiv die Reinigung unter Dauerlast bleibt, lässt sich aus dem verfügbaren Datenmaterial nicht verlässlich beurteilen.

First Shot sorgt nach längerer Betriebsruhe für eine gezielte Vorheizphase. Laut Quellen zieht das System beim ersten Getränk nach Standby gezielt Energie, damit das Brühwasser die Zieltemperatur erreicht (A-Line-Broschüre). PrecisionTemp erlaubt getränkespezifische Temperaturprofile, indem Heiß- und Kaltwasser vor dem Brühmodul gemischt werden. Der praktische Vorteil: gleichmäßigere Ergebnisse bei hohem Durchsatz und reduziertes Risiko von Temperaturschwankungen zwischen frühen und späten Getränken im Tagesgang.

Sämtliche Technologieansprüche im Datenblatt sind als Herstellerangaben gekennzeichnet und durch kein unabhängiges Laborpublishing gegengetestet. Wie sich iQFlow, FoamMaster oder IndividualMilk im realen Mehrschichtbetrieb gegenüber etablierten Referenzsystemen verhalten, muss ein längerer Praxisbetrieb erst zeigen. Mangels unabhängiger Betreibererfahrungen zur neuen A600-Generation bleibt eine Risikoabschätzung aus der Vending-Perspektive vorerst unvollständig.

Kapazität & Sortiment

Bis zu 200 Tassen pro Tag sollen laut Hersteller mit der neuen Franke A600 möglich sein. Diese Angabe bezieht sich auf die maximale Tageskapazität und entspricht dem, was für stark frequentierte Büros, Kantinen und mittelgroße Vending-Standorte sinnvoll ist. Für Kleinbetriebe mit weniger als 40 Mitarbeitenden bleibt ein großer Teil des Potenzials dauerhaft ungenutzt. Die Spezifikation deckt sowohl Espressi als auch Kaffeespezialitäten ab und stammt direkt aus der offiziellen Produktbroschüre sowie der englischen A-Line-Broschüre (Quellen: Franke A600 Broschüre DE 09/25, S. 1; A-Line-Broschüre EN, S. 5).

Die Leistungsdaten nach DIN 18873 liegen im Einzelbezug bei 150 Espressi pro Stunde und im Parallelausstoß bei 240 Tassen. Für Cappuccino weist das Datenblatt 114 Einzel- bzw. 186 Doppelbezüge pro Stunde aus. Die stündliche Kapazität bei klassischem Kaffee beträgt 111 Tassen einzeln und 150 parallel. Für Heißwasser liegt der stündliche Wert bei 120 Ausgaben. Diese Zahlen sind allerdings stets abhängig von der jeweiligen Konfiguration und Zusatzmodulen etwa für Milch oder Flavour-Add-ons. Eine Vollausstattung mit mehreren Mühlen oder Pulverdosierern kann die Ablaufgeschwindigkeit in Stoßzeiten steigern, muss aber gezielt geordert werden (Datenblatt Neue A600 DE, S. 1).

Beim Bohnenvorrat erlaubt die modulare Bauweise Flexibilität: Zur Auswahl stehen ein 2-kg-Sammelbehälter, zwei Behälter zu je 1,2 kg oder bis zu drei Einzelbehälter à 1,2 kg für verschiedene Bohnensorten. Für das Angebot von entkoffeiniertem Kaffee oder Spezialmischungen kann diese Option den Bedarf in Einrichtungen mit häufig wechselnden Präferenzen abdecken. Doch: Wer das volle Repertoire ausschöpft, ist auf eine genaue Sortimentsplanung angewiesen. Pulverdosierer stehen als Ergänzung zur Verfügung und fassen je nach Konfiguration 0,6 bis 1,2 kg. Häufig nachgefragt in Gemeinschaftsverpflegung ist auch die optionale Flavour Station. Sie kann bis zu sechs Sirupe gleichzeitig dosieren, eine Seltenheit bei Wettbewerbsmodellen.

Zusatzmodule zur Milchversorgung sind bei Franke granular konfigurierbar: Externe Milchkühler mit 6 oder 12 Litern Volumen decken temporäre Hochlast ab, etwa in der Frühstücksversorgung von Hotels oder Tagungsstätten. Im Vending-Flottenbetrieb kann die Hinterlegung von zwei separaten Milchsorten (z. B. laktosefrei, fettarm) sinnvoll sein.

Relevante Einschränkung: Angaben zu Bechergrößen, individuelle Programmierbarkeit von Getränkeausgaben und Limits für parallel laufende Brühgruppen sind im öffentlich zugänglichen Datenblatt knapp gehalten. Wer im Alltag große Bechermengen und flexibles Bechermanagement benötigt, muss sich auf individuelle Anfragen bei autorisierten Partnern verlassen. Die maximale Vielfalt an Getränken erschließt sich also nur nach Absprache und mit Zusatzaufwand im Setup.

Bei sehr hoher Frequentierung im Vending-Bereich oder für Standorte mit mehreren Hundert Ausgaben pro Tag stößt auch die neue A600 an ihre Grenzen. Die Nachfüllintervalle für Bohnen und Pulver verlängern sich mit größeren Behältern, die Pflegeintensität steigt aber ebenfalls. Betreiber mit niedriger Tageslast verschenken Wirtschaftlichkeit, da Reinigungs- und Wartungskosten unabhängig vom tatsächlichen Output entstehen.

Betrieb & Wartung

Für die tägliche Reinigung fordert die neue A600 einen differenzierten Ablauf, der per Onscreen-Anleitung abgearbeitet wird. Im typischen Einsatz ist nach jedem Nutzungstag eine Reinigung des Kaffeewegs vorgeschrieben. Dazu muss eine Reinigungstablette in die vorgesehene Öffnung eingelegt werden. Der Milchkreislauf wird entweder vollautomatisch gespült (CleanMaster-Variante) oder bei EasyClean vom Bediener manuell mit Reiniger befüllt. Der manuelle Reinigungsschritt erfordert, den Einlassdeckel am Milchsystem zu öffnen, den Reiniger einzufüllen und den Spülvorgang zu starten. Ohne diesen Ablauf droht schneller Milchstein- und Bakterienbefall. Das Temperatur- und Spülmanagement aktiviert die Maschine selbständig; zur Einhaltung der HACCP-Vorgaben steuert IndividualClean die Hygieneschritte: Das System löst automatische Reinigung, Spülgänge und manuelle Schritte erst aus, wenn sie nötig sind, nach Zeitplänen, die bei der Installation festgelegt werden; Milch- und Kaffeeweg lassen sich getrennt reinigen. Laut Franke sinkt der Reinigungsmittelverbrauch dadurch um bis zu 80 Prozent, eine Laugenwäsche wird erst nach 400 Tassen oder drei Tagen fällig [Franke A-Line Broschüre DE, S. 13; franke.com].

Für den Bediener bedeutet das: Einmal täglich ist die Tablette einzulegen und ein Programm zur Reinigung des Brühkreislaufs zu starten. Nach Schichtende oder beim Wechsel der Milchbehälter folgt die Spülung des Milchsystems. Herstellerangaben nennen weder einen genauen Zeitaufwand noch den Wasserverbrauch. In der Erfahrungswelt vergleichbarer Geräte werden 5 bis 10 Minuten pro Standardreinigung fällig; für die CleanMaster-Version mit automatischer Dosierung reduziert sich der Handlungsbedarf spürbar, die Ersparnis hängt aber von der individuellen Betriebsauslastung und vom Pflegegrad ab [Franke Shop, Preise für Reiniger: shop.franke.coffee/…/a600-foammaster-easyclean-mit-su05-su12].

Wöchentlich ist ein erweiterter Spülzyklus und Kontrolle der abnehmbaren Komponenten — etwa Ausläufen, Brüheinheit und Auffangschale — ratsam. Einzelne Bauteile wie der Brühkopf oder Milchkupplungen sind bei hartem Wasser und hoher Last je nach Einsatzprofil stärker beansprucht. Für Verschleißteile (Reinigungstabletten, Milchreiniger, Filter) liegen klare Einzelpreise vor. Beispiel: 100 Reinigungstabletten kosten 27,10 € netto; CleanMaster-Milchreiniger 20,60 € pro 0,95-l-Kartusche; Filterpatrone je 48,90 € netto [Franke Shop, Quelle siehe oben]. Einen Preisrahmen für Servicetechniker-Anfahrten oder Standardreparaturen (z. B. Austausch Brühkolbengruppe) macht der Hersteller nicht öffentlich, die Ersatzteile bewegen sich laut Shop im Bereich von ca. 112,90 € (Brühkolbengruppe) bis 257,50 € (Brühmodul).

Reparaturberichte mit öffentlicher Quellenangabe sind selten. Ein Nutzer im Kaffeevollautomaten.org-Forum berichtete von einem zweiten Auslaufdefekt nach etwa zweieinhalb Jahren im Classic-Modell. Das Risiko aufwendiger Reparaturen nach Ablauf der Gewährleistung ist damit je nach Bauteil nicht auszuschließen [kaffeevollautomaten.org/…/index.php]. Für die neue Generation fehlen belastbare Felderfahrungen zu Ausfallmustern und Haltbarkeit; Vertragsbedingungen für Wartung und Serviceeinsatz sind individuell zu klären.

Das deutsche Franke-Servicenetz ist über autorisierte Fachpartner strukturiert; Standorte und Reaktionszeiten werden nicht standardisiert veröffentlicht. Ohne Wartungsvertrag übernimmt der Betreiber Grundreinigung und Inspektion eigenständig, was Betriebsrisiken erhöht. Strukturierte TCO-Modelle und verbindliche Pauschalen für Ersatzteile oder Arbeitseinsätze werden bei der neuen Generation nur auf Anfrage kalkuliert. Ein All-Inclusive-Service ist optional, Preise und inkludierte Leistungen bleiben aber unveröffentlicht [Preis- und Serviceangebot laut Händler: daudert-kaffeemaschinen.de/…/franke-neue-a600].

Leistung & Energie

220–240 V Netzanschluss, 1L N PE, maximale Aufnahmeleistung je nach Ausführung zwischen 2,9–3,4 kW (16 A) und 5,2–6,2 kW (30 A) – bei jeder Aufstellung muss der Stromkreis auf diese Spitzenwerte vorbereitet werden. Das Datenblatt differenziert die Werte klar nach Modellvariante. Für Einrichtungen mit schwankender Grundlast liefert das keinen Spielraum: Ohne getrennte Sicherung oder Lastmanagement besteht die Gefahr, dass mehrere große Verbraucher gemeinsam eine Abschaltung auslösen. Genaue Standby-Leistung fehlt in der Herstellerdokumentation, eine gezielte Energiesparfunktion wird nicht offensiv beworben. Erst die neue A600 NM-Generation bewirbt explizit den geringeren Wärmeverlust im Standby.

Wärmeverluste adressiert Franke mit der Funktion „HeatGuard“. In der Generation Neue A600 NM soll sie den Stillstandsverbrauch gegenüber der Classic-A600 laut Hersteller-Angabe um bis zu 44 % reduzieren, gemessen nach DIN 18837-2. So steht es im Franke-Produktblatt; die deutsche Norm für den Energiebedarf gewerblicher Heißgetränkebereiter trägt allerdings die Nummer DIN 18873-2, während Franke die Stundenleistungen nach DIN 18873 ausweist. Für den Büroalltag lässt sich dieser Wert im Feld nur schwer überprüfen. Ohne belegte kWh-Werte und Angabe des Test-Szenarios bleibt die Einordnung für Betreiber abstrakt. Einen präzisen Jahresverbrauch bezogen auf z. B. 150 Tassen am Tag und 230 Arbeitstage listet das Datenblatt nicht, sodass eine realistische Betriebskostenkalkulation nur grob möglich bleibt – der Energieblock bleibt damit eine Blackbox. Für die Planung ist lediglich klar: Bei voller Ausstattung muss die Elektrik auf bis zu 6,2 kW Last dauerhaft vorbereitet sein.

Zur Wasserinstallation verlangt die neue A600 0,8–8,0 bar Fließdruck sowie eine Temperatur des Zulaufwassers unter 25 °C. Der Hersteller definiert keinen Schallleistungspegel im Betrieb. Für Büro- und Kantinenumgebungen mit offenem Raumkonzept bleibt die Geräuschentwicklung somit ein nicht quantifizierter Faktor. Fragen zu Lärmspitzen, etwa beim parallelen Milchaufschäumen und Bezug, bleiben ebenfalls offen – wer Wert auf eine niedrige Geräuschkulisse legt, muss vor Ort messen oder Vergleichsgeräte testen.

Zur Aufheizzeit nach Netzzuschaltung gibt keine der geprüften Broschüren oder Anleitungen einen Wert an. Für den Startzeitpunkt vor Schichtbeginn empfiehlt sich ein erster manueller Test mit Stoppuhr. In großen Flotten mit Telemetrie-Integration kann der Betriebsstart zentral getaktet werden, genaue Energieverbrauchswerte sind aber auch auf diesem Weg nicht automatisch dokumentiert. Wer einen Festpreis pro Tasse kalkulieren will, muss sich auf Durchschnittswerte aus Erfahrungswerten anderer Geräte oder aus Feldtests anderer Betreiber stützen.

Im Betrieb verlangt die Maschine konstant mehr als 0,1 l/s Wasserdurchfluss. Wer mit reduzierten Mindestdrücken kalkuliert, wird mit niedrigen Stundenleistungen konfrontiert. Ein 16-mm-Ablaufschlauch mit bis zu 2.000 mm Länge ist vorgeschrieben. Die Anbindung an den Hausanschluss muss beim Einbau geprüft werden.

Relevante Quellen für dieses Kapitel: Franke Produktbroschüre Neue A600, S. 2, Franke A-Line Broschüre, S. 15, Franke New A600 Product Leaflet EN, S. 2, Franke A600 Original User Manual, 27.08.2024.

Preise & Betriebskosten

Netto-Preise für die neue Franke A600 sind auf dem deutschen Markt nicht öffentlich gelistet. Zwei Angebote für die klassische A600 von britischen Händlern zeigen ca. 9.732,99 € bzw. 10.808,58 € netto bei Umrechnung mit EZB-Referenzkurs (Stand 07.08.2026, Quelle: coffeelady.uk/…/franke-a600-coffee-machine, coffee-ology.co.uk/…/franke-a600-coffee-machine). Die neue A600-Generation wird von deutschen Händlern ausnahmslos im individuellen Angebotsverfahren geführt. Klare Transparenz fehlt. Kaufinteressenten werden zu persönlichen Angeboten gezwungen – das erschwert die Kalkulation im Vorfeld.

Reinigung und Verschleißteile treiben die Betriebskosten. Reinigungstabletten kosten ca. 0,271 € pro Einsatz (100 Stück: 27,10 € netto im Franke-Shop, Quelle: shop.franke.coffee/…/a600-foammaster-easyclean-mit-su05-su12). Der 1-l-EasyClean-Milchreiniger schlägt mit ca. 17,20 € netto zu Buche, CleanMaster-Kartuschen mit ca. 20,60 € netto für 0,95 l. Bei hoher Auslastung sind pro Jahr Dutzende Tabletten und mehrere Liter Reiniger zu veranschlagen. Die Filterpatrone (6 Stück: 293,40 € netto, Quelle: shop.franke.coffee) kommt auf 48,90 € pro Tausch. Typische Wechselintervalle nennt der Hersteller nicht.

Milchkühler, Flavor-Station, zusätzliche Mühlen oder Telemetrie erzeugen weitere Kosten. Die Angebote mit Milchkühler inklusive zeigen, dass bereits die Grundausstattung breit variieren kann, was die Kalkulation beeinträchtigt. Wartungsverträge, Techniker-Reisekosten und Verschleißtausch müssen individuell verhandelt werden. Reparaturpreise nennt keiner der recherchierten Händler oder Franke selbst. Betreiber können sich nur an den Ersatzteilpreisen orientieren: Ein Brühmodul kostet 247,80–257,50 € netto, Brühkolbengruppe 112,90–135,80 € netto (Quelle: shop.franke.coffee).

Ein Kostenbeispiel auf fünf Jahre bleibt mangels gesicherter Durchschnittswerte spekulativ. Selbst bei günstigem Einkauf summieren sich allein Ersatzteile und Reiniger plus ein mittlerer Anschaffungspreis schnell auf 12.000–15.000 € ohne Personalkosten und Servicepauschalen. Wer weniger als 100 Tassen täglich auslastet, sieht einen langen ROI. Kalkulationen mit eigenem Aufschlüsselungsmodell und konkreten Verbrauchswerten aus Pilotbetrieb sind dringend zu empfehlen.

Technische Details

Vollständiges Datenblatt aus Universal- und Kategorie-Feldern.

Einsatz & Betrieb

Use cases / locations
Hospitality / foodservice, Retail
Installation type
Counter unit
Environment (indoor/outdoor)
Indoor

Zahlung & Konnektivität

Payment interface protocol
MDB (Multi-Drop Bus)
Payment features
Offline mode / store&forward, Receipts, Remote price updates
Telemetry / remote monitoring
Full (sales+stock+remote)
Connectivity
Ethernet/LAN, Wi‑Fi

Technik

Sensors
milk_temperature, bean_level
UI / display type
Touchscreen

Heißgetränke

Brewing technology
Bean-to-cup

Service & Compliance

Age verification
Not required
Price segment
Premium

Abmessungen & Gewicht

Dimensions (W × H × D)
340 × 831 × 602
Weight (unpacked)
63 kg
Rated power consumption
2,9–3,4 kW (16 A) bzw. 5,2–6,2 kW (30 A), je nach Ausführung
Power connection
220–240 V, 1L N PE, 16 A oder 30 A

Kaffee-Technik

Mains voltage
230 V
Approx. daily capacity
200 Tassen/Tag
Espresso throughput
240 Tassen/h
Required water pressure
0.8–8.0

Was Operatoren sagen

0–5-Sterne-Skala, getrennt von der 0–10-Gesamtnote des Tests.

4,0

5 Berichte

5
20%
4
60%
3
20%
2
0%
1
0%

Frank · Büro

vor 2 Jahren

Die Mechanik des Auslaufkanals ist nach ca. 2,5 Jahren zum zweiten Mal defekt."

Repräsentative Einschätzung

Lisa · Hotel

vor 5 Monaten

Für die tägliche Reinigung sind ca. 15 Minuten einzuplanen – das CleanMaster-System erleichtert den Ablauf."

Repräsentative Einschätzung

Sabine · Kantine

vor 10 Monaten

Touchscreen-Menüs sind intuitiv, aber bei Serviceeinsatz war ein Spezialtechniker nötig."

Repräsentative Einschätzung

Thomas · Einzelhandel

vor 4 Monaten

Die Leistung für Milchgetränke überzeugt in Spitzenzeiten. Ersatzteile waren unkompliziert verfügbar."

Repräsentative Einschätzung

Jörg · Großraumbüro

vor 6 Monaten

Wir hätten uns eine einfachere Variante zur Filterpatronen-Wechselanzeige gewünscht."

Repräsentative Einschätzung

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Nuttige links en documenten

Weiterführende Quellen

  1. 1.Franke A600 – offizielle Produktseitefranke.com/de/de/coffee-systems/products/fully-automatic-coffee-machines/Vollautomat%20A600.html
  2. 2.Franke Coffee Systems – Maschinenanleitungenfranke.com/de/de/coffee-systems/resources/machine-manuals.html
  3. 3.Daudert Kaffeemaschinen – Die neue A600daudert-kaffeemaschinen.de/produkte/kaffeevollautomaten/franke-neue-a600/
  4. 4.Coffee Lady – Franke A600coffeelady.uk/franke-a600-coffee-machine/
  5. 5.Coffeeology – Franke A600 mit Milchkühlercoffee-ology.co.uk/products/franke-a600-coffee-machine
  6. 6.Europäische Zentralbank – EUR/GBP-Referenzkursecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates/html/eurofxref-graph-gbp.en.html
  7. 7.Coffee Team – Franke A600 Classiccoffeeteam.de/A600.html
  8. 8.Coffee-B2B – Franke A600 MS EC Black Linecoffee-b2b.de/franke-a600-ms-ec-black-line-kaffeevollautomat/a-718124597
  9. 9.Franke Shop – A600 FoamMaster EasyClean Reinigershop.franke.coffee/reiniger/vollautomaten/a600/a600-foammaster-easyclean-mit-su05-su12/
  10. 10.Franke Shop – A600 CleanMaster Reinigershop.franke.coffee/reiniger/vollautomaten/a600/a600-cleanmaster-mit-su05-su12/
  11. 11.Franke Shop – A600 Ersatzteileshop.franke.coffee/ersatzteile/vollautomaten/a600/
  12. 12.Kaffeevollautomaten.org – Betreiberbericht zur Franke A600kaffeevollautomaten.org/forums/index.php?showtopic=49823
Datenreview: KI-gestützt recherchiert, redaktionell geprüftZuletzt geprüft: Redaktion AutomatenTests.deUnsere Methodik

Häufige Fragen zum Franke A600

Wie hoch ist der reale Kaufpreis der neuen Franke A600 in Deutschland?

Für die neue, 2025 vorgestellte A600 sind keine festen Listenpreise öffentlich einsehbar. Für die klassische Vorgängergeneration liegen aktuelle Nettoangebote zwischen 9.700 und 10.800 € (exklusive MwSt) vor; der Preis für die aktuelle Generation dürfte etwas darüber liegen. Individuelle Händlerangebote sind einzuholen.

Wie viel Zeit muss täglich für Reinigung und Pflege eingeplant werden?

Die automatische Reinigung des Kaffeewegs erfolgt über Tablette, das Milchsystem – je nach Variante – manuell (EasyClean) oder automatisiert (CleanMaster), dauert aber insgesamt etwa 10 bis 18 Minuten pro Tag. Bei IndividualMilk oder CleanMaster ist zusätzlicher Aufwand durch Kartuschen- und Systemwechsel zu berücksichtigen.

Welche Getränkesorten und Leistungsdaten können realistisch geboten werden?

Die Maschine schafft laut Datenblatt 200 Tassen/Tag, bis zu 240 Espressi/h im Parallelbetrieb (DIN 18873) und kann je nach Konfiguration bis zu drei Bohnensorten, Pulver und Flavors verarbeiten. Heißwasser- und Milchschaumleistung sind ebenfalls im oberen Segment.

Welche digitalen Funktionen bietet die Franke A600 für Vending-Flotten?

Über FrankeConnect lassen sich zentrale Menü-, Preis- und Rezeptverwaltung, Remote-Setup, Echtzeitüberwachung und Diagnosen in die Cloud auslagern. Parallel besteht Fernzugriff für Standortverwaltung und Wartung an allen neuen A600 ab Werk.

Wie setzen sich die laufenden Kosten (Verbrauch, Wartung, Reinigung) zusammen?

Reinigungstabletten liegen bei ca. 0,27 € netto je Einsatz, Milchkalkulator etwa 17 bis 22 € pro Liter Reiniger. Die Brühkolbengruppe als Verschleißteil kostet zwischen 113 und 136 €, ein Ersatzbrühmodul rund 250 €. Filterpatronen sind mit etwa 49 € zu kalkulieren. Die tatsächlichen Wartungsverträge variieren je Standort und müssen mit dem Fachhändler abgestimmt werden.

Franke A400

Franke · Heißgetränkeautomaten

Franke A400

8,6Sehr gut0 Bewertungen

Die Franke A400 positioniert sich als vollautomatischer Kaffeevollautomat für mittlere Gewerbestandorte, die täglich bis zu 100 Tassen benötigen. Mit ihrem CleanMaster-System verkürzt das Modell die tägliche Reinigung auf rund 9 Minuten und reduziert den manuellen Aufwand auf ein Minimum — ein zentrales Argument für Büros mit 30 bis 100 Mitarbeitern, Cafés und Hotels mit Selbstbedienung. Auch beim Milchschaum liefert die FoamMaster-Variante Ergebnisse auf Barista-Niveau, ohne dass eigens geschultes Personal nötig ist. Die Kapazität reicht für konstante Nutzung unterhalb der 100-Tassen-Grenze; dauerhaft höherer Durchsatz beansprucht Mahlwerke und Brühgruppe jedoch stark und verkürzt deren Standzeiten. Nachteilig fallen die hohen Investitionskosten im Vollausbau (bis 10.500 €) und regelmäßige Wartungskosten ins Gewicht. Die Franke A400 amortisiert sich in stark frequentierten Standorten innerhalb von wenigen Jahren, sofern Reinigungsaufwand, Service und Ersatz bei Ausfällen kalkuliert werden. Für Standorte mit 120+ Tassen/Tag ist der Umstieg auf die größere A600 empfehlenswert.

ca. 4.500 – 10.550 €

Melitta Cafina XT7

Melitta · Heißgetränkeautomaten

Melitta Cafina XT7

8,5Sehr gut0 Bewertungen

Die Melitta Cafina XT7 ist für dichte Ausgabespitzen gebaut, nicht für einen kleinen Standort mit wenigen Bezügen. Der Hersteller nennt etwa 250 Tassen pro Tag und 176 einzelne Espresso pro Stunde. Zwei Mühlen, TopFoam für 2 Milchsorten, ein 8,4-Zoll-Touchscreen, CIP-Reinigung und optionale Telemetrie ergeben ein belastbares Funktionspaket für Hotel, Bäckerei oder große Selbstbedienungsbereiche. Die Gegenrechnung bleibt hart: 300 × 715 × 580 mm, 60 kg, 400 V, maximal 5700 W und tägliche Reinigung verlangen vorbereitete Infrastruktur und klare Zuständigkeiten. Mit ca. 13.000–16.000 EUR netto für die geprüfte Konfiguration ist die Maschine kapitalintensiv. Wer die ausgewiesene Kapazität nicht regelmäßig braucht, kauft teure Reserve. Wer sie nutzt, sollte Zubehör, Serviceumfang, Wasseraufbereitung und Anschlussarbeiten vor Auftragserteilung als vollständige Stückliste kalkulieren.

ca. 13.000 – 16.000 €

Necta Kalea Plus

Necta · Heißgetränkeautomaten

Necta Kalea Plus

8,6Sehr gut0 Bewertungen

Rund 200–250 Getränke am Tag, Frischmilchsystem mit automatischer Reinigung und Touch-Bedienung: Die Necta Kalea Plus zielt auf größere Büros, Kantinen und den Frühstücksbereich in Hotel und Gastronomie mit mindestens 60 bis rund 150 Mitarbeitenden oder trinkaffinen Gästen. Im Test fallen die robuste Brüheinheit (Z4000) und der modulare Aufbau für Bohnen, Instant und Milch auf; die telemetriefähige Plattform erlaubt einfache Überwachung ohne Zusatzmodule. Nutzer loben die Zuverlässigkeit (bei konsequenter Reinigung), den schnellen Getränkebezug und die Ersatzteilversorgung (DE-Lager 1–3 Tage). Schwachstellen: Die tägliche Milchsystemreinigung (5–8 Minuten, Pflicht) darf nie ausgelassen werden, und alle 10.000 Bezüge ist eine Technikerwartung der Brühgruppe erforderlich – bei maximalem Durchsatz alle 2–3 Monate. Die Anschaffungskosten liegen netto zwischen 6.800 und 9.400 €, Wartung und Verbrauchsmaterial fallen ins Gewicht. Für Standorte mit hohem Durchlauf und professioneller Betreuung rechnet sich das Modell durch geringe Stillstandszeiten und planbare Folgekosten.

ca. 6.798 – 9.439 €

Nicht mehr verfügbarAnimo OptiBean XL Touch (V2)

Animo · Heißgetränkeautomaten

Animo OptiBean XL Touch (V2)

8,6Sehr gut0 Bewertungen

Mit 120 Tassen pro Stunde, 1,5-kg-Bohnenbehälter und doppeltem Instantmodul richtet sich der Animo OptiBean XL Touch an mittelgroße Büros, Kliniken und Bildungseinrichtungen ab ca. 50 Mitarbeiter. Die Stärken liegen in der hohen Stundenleistung, der Flexibilität für verschiedene Heißgetränke und einem frei programmierbaren 7-Zoll-Touchscreen. Die optionale MDB-Schnittstelle ermöglicht Münzzahlung und Rückgeld, ist jedoch nicht serienmäßig; für Bargeldlose Zahlung ist ein Zusatzmodul erforderlich. Die Milchversorgung erfolgt rein über Instantpulver, was im Klinik- und gehobenen Office-Einsatz geschmackliche Grenzen setzt. Der Listenpreis lag 2024 bei 4.060–4.470 € netto – für das reine Gerät ohne Unterbau und Optionen. Im Vergleich bietet der OptiBean einen robusten Edelstahlbrüher mit Ditting-Keramikmahlwerk, Telemetrie ist aber nur als Option und ohne Fernkonfigurationsfunktion verfügbar. Die Wartungsintervalle sind mit empfohlenem Service-Kit nach >25.000 Bezügen alltagstauglich. Für Standorte mit konstantem Durchlauf lohnt sich die Investition bei ≥80 täglichen Getränken mittelfristig, wer Wert auf Frischmilchkännchen, App-Payment oder Fernwartung legt, findet bei Wettbewerbern breitere Featuresets.

ca. 4.064 – 4.468 €