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SandenVendo Vendo G-Drink im Test

7.9/ 10

Empfehlenswert

Design7.8
Zuverlässigkeit8.2
Bedienbarkeit7.4
Technologie7.6
Kapazität8.8
Preis-Leistung7.8

504 Dosen auf 9 Spalten, Catcher-Mechanik aus japanischer Entwicklung, Kältemittel R290 mit GWP 3: Der SandenVendo G-Drink gehört in DACH zu den meistgenutzten Kaltgetränkeautomaten mit einem klar definierten Stärkenprofil. Die patentierte XY-Robotik hebt jedes Produkt einzeln aus dem Regalfach und gibt es in unter 8 Sekunden schonend aus (Hersteller-Angabe). Aufgeplatzte Dosen und aufschäumendes Bier nach der Entnahme sind damit konstruktionsbedingt ausgeschlossen — was Glasflaschen-Sortiment im Hotel- und Gastronomiebereich erst ermöglicht. Schwachstellen sind real: Der Kondensator erfordert manuelle Reinigung alle 3 Monate; wird das Intervall überschritten, steigt die Innentemperatur nachweislich um 2–3 °C. Kein proprietäres Telemetrie-Dashboard im Standard; Cashless-NFC erfordert ein externes Terminal (Referenzpreis ca. GBP 485, Nayax VPOS Touch). Energieklasse C (DV9 Indoor: 817 kWh/Jahr) ist kein Spitzenwert. Gesamtnote 7,9 — stark in Kapazität, Sortimentsflexibilität und Betriebszuverlässigkeit; entwicklungswürdig bei Digitalisierung und nativer Bezahlintegration.

ab 4 500 €

Prix indicatifs TTC, les prix du projet peuvent varier

Teilen:

Eco-Score

A
B
C
D
E

Kältemittel

R134a / R290

Energieklasse

C

Standby

0,08–0,15 kW

Empfehlung

⚠️ Akzeptabel

SandenVendo Vendo G-Drink

Unsere Bewertung im Detail

6 Achsen, datenbasiert gewichtet.

Netzdiagramm. SandenVendo Vendo G-Drink: Design & Aufbau 7,8, Betrieb & Zuverlässigkeit 8,2, Bedienung & UX 7,4, Technik & Funktionen 7,6, Kapazität & Sortiment 8,8, Preis-Leistung 7,8.Design & AufbauBetrieb & ZuverlässigkeitBedienung & UXTechnik & FunktionenKapazität & SortimentPreis-Leistung

Kurzfazit

7,9Gut

504 Dosen auf 9 Spalten, Catcher-Mechanik aus japanischer Entwicklung, Kältemittel R290 mit GWP 3: Der SandenVendo G-Drink gehört in DACH zu den meistgenutzten Kaltgetränkeautomaten mit einem klar definierten Stärkenprofil. Die patentierte XY-Robotik hebt jedes Produkt einzeln aus dem Regalfach und gibt es in unter 8 Sekunden schonend aus (Hersteller-Angabe). Aufgeplatzte Dosen und aufschäumendes Bier nach der Entnahme sind damit konstruktionsbedingt ausgeschlossen — was Glasflaschen-Sortiment im Hotel- und Gastronomiebereich erst ermöglicht. Schwachstellen sind real: Der Kondensator erfordert manuelle Reinigung alle 3 Monate; wird das Intervall überschritten, steigt die Innentemperatur nachweislich um 2–3 °C. Kein proprietäres Telemetrie-Dashboard im Standard; Cashless-NFC erfordert ein externes Terminal (Referenzpreis ca. GBP 485, Nayax VPOS Touch). Energieklasse C (DV9 Indoor: 817 kWh/Jahr) ist kein Spitzenwert. Gesamtnote 7,9 — stark in Kapazität, Sortimentsflexibilität und Betriebszuverlässigkeit; entwicklungswürdig bei Digitalisierung und nativer Bezahlintegration.

Bewertungsdetails

7.9/ 10 Gesamtscore
KriteriumGewichtScore
Design & Aufbau15 %
7.8
Betrieb & Zuverlässigkeit25 %
8.2
Bedienung & UX15 %
7.4
Technik & Funktionen25 %
7.6
Kapazität & Sortiment15 %
8.8
Preis-Leistung5 %
7.8
Gesamtwertung100 %
7.9

Auf einen Blick

ModellSandenVendo Vendo G-Drink
HerstellerSandenVendo
KategorieKaltgetränkeautomaten
TypFlaschenautomat (PET/Dose)
Preisrahmenab 4.500 €
TCO 5 Jahre (ca.)7.000 €(inkl. Service & Verbrauch)
Gesamtscore7.9 / 10
HerkunftSandenVendo (DE)

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Servicenetz in Deutschland dicht: SandenVendo GmbH Düsseldorf als DE-Zentrale; unabhängige Servicebetriebe (Engeltec Sachsenheim/Karlsruhe, Automatenjungs NRW, Hohenloher BW/BY) mit Ersatzteilen aus deutschen Lagern und angegebenen Lieferzeiten von 1–3 Werktagen.
  • Catcher-Mechanik (XY-Roboter, optische Sensorfehlerkorrektur): Ausgabe in unter 8 Sekunden, kein freier Fall — aufgeplatzte Dosen und aufschäumendes Kohlensäuregetränk nach der Entnahme sind konstruktionsbedingt ausgeschlossen. Glasflaschen (Bier, Sekt, Fruchtsäfte) dispensierbar ohne Bruchrisiko —
  • DM9-Kapazität von 504 Dosen (0,33 l) oder 360 PET-Flaschen (0,5 l) hält bei 80–90 Entnahmen täglich rechnerisch 5–6 Tage ohne Nachfüllung — reduziert Tourenfrequenz und variable Betriebskosten pro dispensiertem Produkt direkt.
  • R290-Kältemittel (GWP 3): konform mit aktueller und geplanter EU-F-Gas-Verordnung ohne Umrüstungsbedarf. Energieklasse C für aktuelle HCD-Indoor-Modelle — kein Bestandsrisiko durch kommende Regulierung.

Nachteile

  • MDB-Version nicht öffentlich spezifiziert; NFC-Cashless erfordert externes Terminal (UK-Referenz: Nayax VPOS Touch ca. GBP 485 Aufpreis, 1–2 Wochen Integrationsaufwand). Keine native Cashless-Integration im Gerät.
  • Kein proprietäres Telemetrie-Dashboard im Standard. Füllstand ist nur visuell über die Glasscheibe erkennbar; Remote-Alerts oder automatische Bestellauslösung erfordern ein extern nachgerüstetes Modul — Mehrkosten in öffentlichen Quellen nicht dokumentiert.
  • Kondensator erfordert manuelle Reinigung alle 3 Monate (~15 Min). Wird das Intervall überschritten, steigt die Innentemperatur um 2–3 °C — in der Praxis ein häufig vernachlässigter Punkt an staubigen Standorten, der zu Kühlausfällen und kostenpflichtigen Serviceeinsätzen führt.

Testbericht

Design & Aufbau: Acht Varianten, eine Plattform

Acht Varianten, eine gemeinsame Plattform: Der G-Drink ist als 6-Spalten- oder 9-Spalten-Gerät in den Linien Standard (DM), Design (DV/DC), Design Touch (DT) und Outdoor (OD) lieferbar. Das Kernchassis ist identisch; die Varianten unterscheiden sich in Bedienoberfläche, Gehäusetiefe und Schutzklasse — nicht in der grundlegenden Mechanik.

Die 9-Spalten-Indoor-Variante (DM9/DV9/DT9) misst 1.830 × 1.215 × 845 mm und wiegt 345 kg netto. Touch-Varianten (DT9/DT6) sind mit 880 mm Tiefe statt 845 mm geringfügig tiefer — ein Unterschied, der in engen Stellnischen relevant wird. Die 6-Spalten-Variante (DM6/DC6/DT6) ist 940 mm breit und wiegt 295 kg. Indoor-Modelle haben keine ausgewiesene IP-Schutzklasse. Die Outdoor-Variante (DM9 OD) misst 1.875 × 1.260 × 1.010 mm und wiegt 410 kg; die Aufstellung erfordert einen statisch geprüften Untergrund. Transport durch Standard-Lastenaufzüge mit 800 mm Türbreite schließt schon die Indoor-9-Spalten-Variante (1.215 mm breit) aus — eine Standortbegehung vor der Bestellung ist obligatorisch, keine Option.

Die Glasfront ist das Kernmerkmal der G-Drink-Designsprache. LED-Streifen beleuchten den Innenraum gleichmäßig; Füllstand und Sortiment sind von außen ohne Türöffnung erkennbar. Das vereinfacht die tägliche Sichtkontrolle und erhöht nach Betreibereinschätzungen den Impulskauf. Design-Varianten (DV9/DC6) haben eine aufgeräumtere Frontblende mit reduzierterem Tastenfeld; Standard-Varianten (DM9/DM6) wirken robuster und eignen sich für raue Umgebungen besser, ohne funktional eingeschränkt zu sein.

Die Touch-Varianten (DT9/DT6) ersetzen das beleuchtete Tastenfeld durch ein 7"-Touchscreen-Display und sind 35 mm tiefer als ihre Nicht-Touch-Pendants. Das erhöht die Interaktionsfläche und ermöglicht digitale Produktbilder sowie Promotions. Für Umgebungen mit häufigem Handschuhbetrieb — Produktionshallen, Lager, Kliniken — bleibt das klassische beleuchtete Tastenfeld der Standard-Linie ergonomisch überlegen.

Gehäuse aus pulverbeschichtetem Stahl; Ausgabelade und Catcher-Arm aus hochfestem Kunststoff. Verarbeitung und Spaltmaße liegen im üblichen Niveau dieser Preisklasse. Wartungsöffnungen sind im unteren Rückteil zugänglich; der Kondensator liegt ohne Werkzeugaufwand erreichbar — eine bewusste Konstruktionsentscheidung, die die obligatorische Quartalswartung praxistauglich hält.

Regalschienen sind werkzeuglos umkonfigurierbar. Ein kompletter Umbau von Dosenware auf Glasflaschen-Sortiment benötigt nach Betreibereinschätzungen 20–30 Minuten. Die Innengeometrie erlaubt flexiblen Wechsel zwischen Produkthöhen innerhalb der definierten Maximalmaße: Produkthöhe max. 285 mm, Durchmesser max. 73 mm (Angaben nach Händler automatenprofi.de, kein Hersteller-Direktbeleg). Planogrammplanung ist dabei der zeitaufwändigste Schritt, nicht der mechanische Umbau.

Preise & Betriebskosten

Neue G-Drink-Geräte werden in Deutschland zu folgenden Händler-Netto-Preisen angeboten (Stand 2026-06-30):

— DM6 Indoor (6 Spalten): 6.460–6.820 EUR netto (Automatenjungs, Automatenland Shop)

— DM9 Indoor (9 Spalten): 7.275–8.490 EUR netto (Automatenjungs, Automatenhandel24)

— DM9 OD Outdoor: ca. 9.070 EUR netto (PK Automaten GmbH)

— G-Drink + G-Snack Kombi-Bausatz: ab ca. 11.290 EUR netto

Gebrauchtmarkt: DM6-Geräte ohne Kartenleser sind auf Kleinanzeigen.de ab ca. 1.500–1.900 EUR netto inseriert (ein konkretes Listing gesichtet, Stand 2026-06-30). Händler bieten refurbished Geräte mit frischer Inspektion und MDB-Zahlterminal für ca. 2.500–3.200 EUR netto an. Die Preisspanne basiert auf wenigen Datenpunkten; der tatsächliche Marktwert hängt von Baujahr, Konfiguration und Zustand ab.

TCO-Beispielkalkulation (DM9 Indoor, 8 Jahre Nutzungsdauer, 350 Betriebstage/Jahr):

— Kaufpreis: 7.500 EUR netto (Mittelwert der recherchierten Händlerspanne)

— Jährliche Abschreibung (linear, 8 Jahre): 937 EUR

— Stromkosten (817 kWh × 0,30 EUR): 245 EUR/Jahr

— Wartung (Kondensatorreinigung, jährliche Inspektion, Verschleißteile, Schätzung): 300–500 EUR/Jahr

— Summe Fixkosten: ca. 1.482–1.682 EUR/Jahr

Bei 85 Entnahmen täglich × 350 Betriebstage = 29.750 Entnahmen/Jahr ergibt das ca. 0,05–0,06 EUR Maschinenkosten pro Entnahme — ohne Wareneinsatz, ohne Tourenkosten, ohne etwaige Kreditkartengebühren. Ein nachgerüstetes NFC-Terminal (Nayax VPOS Touch, UK-Referenzpreis ca. GBP 485 Einmalkosten) erhöht die Investitionssumme im ersten Jahr um ca. 6–7 %.

Garantie: 12 Monate Herstellerteile. Full-Service-Verträge werden von UK-Händlern für ca. GBP 800/Jahr angeboten; DE-spezifische Preise sind nicht öffentlich dokumentiert.

Der G-Drink ist am wirtschaftlichsten für Standorte mit mehr als 60 Entnahmen täglich, bei denen die hohe Kapazität die Tourenfrequenz reduziert, und für sortimentssensible Einsatzbereiche (Glasflaschen, Premium-Produkte), bei denen der Preisaufschlag gegenüber einfachen Spiralautomaten durch ein differenziertes Sortiment refinanzierbar ist. Für Standorte mit unter 30–40 Entnahmen täglich rechnet sich die Investition schwerer — hier sind kompaktere Alternativen mit niedrigerem Einstiegspreis wirtschaftlicher.

Betrieb & Wartung

Täglich (~8 Min): Glasscheibe innen und außen mit geeignetem Reiniger wischen; Ausgabebereich und Auffangschale mit sauberem Tuch abwischen; MHD der Bestückung prüfen und nach FIFO-Prinzip auffüllen; optische Sensoren von Staub befreien (Druckluft oder feuchtes Tuch). Das ist der obligatorische Mindestaufwand nach Servicehandbuch — kein Werkzeug erforderlich, kein Fachpersonal nötig.

Wöchentlich (~20 Min): Schubfächer herausnehmen und mit lauwarmem Wasser und neutralem Reiniger ausspülen; Lüftungsgitter mit Druckluft und Tuch reinigen; Türdichtungen auf Verformung und Sauberkeit prüfen; Zahlungssystem-Sensoren nach Herstellerangabe wischen. Werkzeug ist nicht erforderlich.

Alle 3 Monate — Kondensatorreinigung: Das ist der kritischste Wartungsschritt. Kondensator mit Staubsauger und Bürste reinigen; alle Lamellen und Röhren müssen frei sein. Aufwand: ca. 15 Minuten, kein Werkzeug. In staubigen Umgebungen — Lagerhallen, Produktionsstätten, Bäckereien — empfehlen Techniker monatliche Sichtkontrollen. Ein verstopfter Kondensator hebt die Innentemperatur um 2–3 °C an; das ist kein theoretisches Risiko, sondern ein in der Praxis dokumentiertes Schadensbild, das regelmäßig zu kostenpflichtigen Serviceeinsätzen führt. Betreiber, die diesen Schritt konsequent einhalten, berichten kaum von kühlungsbedingten Ausfällen; solche, die ihn auslassen, sind überproportional häufig von teuren Folgeschäden betroffen.

Servicenetz in Deutschland: SandenVendo GmbH hat die DE-Zentrale in Düsseldorf (Kolberger Str. 7, D-40599). Unabhängige Servicebetriebe mit G-Drink-Schwerpunkt sind u.a. Automatenjungs (NRW), Hohenloher Verkaufsautomaten (Baden-Württemberg, Bayern), Engeltec GmbH (Sachsenheim und Karlsruhe) sowie vendoautomatenservice.de. Ersatzteile aus deutschen Lagern sind bei mehreren Händlern verfügbar — angegebene Lieferzeiten liegen bei 1–3 Werktagen.

Typische Reparaturkosten:

— Catcher-Motor / Verriegelungsmotor: 80–220 EUR (nach Händler Hohenloher Automaten; Einzelpreispunkt, keine verifizierte Herstellerliste)

— Kompressoraustausch: 400–900 EUR (Branchenschätzung; kein verifizierter DE-Listenpreis; typischer Anlass: Geräte nach 8–12 Jahren Laufzeit)

Garantie: 12 Monate Herstellerteile. Optionale Full-Service-Verträge werden von UK-Händlern für ca. GBP 800/Jahr angeboten; DE-spezifische Preise sind in öffentlichen Quellen nicht dokumentiert. Servicepartner geben als typische Standzeit nach einer Störung weniger als 48 Stunden an, wenn Ersatzteile aus deutschen Lagern verfügbar sind — eine per SLA garantierte Reaktionszeit ist in öffentlichen Quellen nicht belegt.

Leistung & Energie: Klasse C, R290 und was das im Betrieb bedeutet

Nennleistung der aktuellen HCD-Indoor-Modelle: 370 W. Die ältere HD-Variante, die vereinzelt noch im Gebrauchtmarkt auftaucht, verbrauchte 450 W — ein für Betreiber relevanter Unterschied bei der Bewertung refurbished Geräte. Standby-Leistung ist in keiner öffentlichen Quelle separat ausgewiesen; ein echter Standby-Modus mit reduzierter Kühlleistung ist in den verfügbaren Datenblättern nicht beschrieben.

Jahresverbrauch nach Herstellerangabe (ohne explizit definierten Prüfzyklus in veröffentlichten Quellen):

— DV9 / DT9 HCD Indoor (9-Spalten): 817 kWh/Jahr

— DC6 / DT6 HCD Indoor (6-Spalten): 624 kWh/Jahr

— DM9 OD Outdoor HCD: 1.700 kWh/Jahr

— DM6 OD Outdoor HCD: 1.290 kWh/Jahr

Bei einem Strompreis von 0,30 EUR/kWh entspricht das für die DV9 Indoor: 245 EUR/Jahr Energiekosten. Für die Outdoor-Variante DM9 OD: 510 EUR/Jahr — das sind 265 EUR Mehrkosten pro Jahr allein für Strom gegenüber dem Indoor-Pendant. Dieser Unterschied gehört bei der Standortkalkulation als Pflicht-Input in die Rechnung.

Energieeffizienzklasse: C für aktuelle HCD-Indoor-Modelle (nach sandenvendo.it). Ältere HD-Varianten wurden als Klasse D eingestuft (nach automatenprofi.de) — das ist kein Datenfehler, sondern ein realer Unterschied zwischen Kühleinheitengenerationen. Outdoor-HCD-Modelle erreichen Klasse E. Lärmpegel im Kühlbetrieb ist in keiner öffentlich zugänglichen Quelle dokumentiert; dieser Wert fehlt in den veröffentlichten Datenblättern vollständig. Aufheizzeit ab Kaltstart ist ebenfalls nicht publiziert.

Kältemittel R290 (Propan, GWP 3 nach IPCC AR6): konform mit der aktuellen F-Gas-Verordnung EU 517/2014 und der geplanten EU-Verschärfung bis 2030 — kein Umrüstungsbedarf, kein Bestandsrisiko durch zukünftige Regulierung. R290 erfordert jedoch ausreichende Belüftung am Aufstellort; ein G-Drink darf nicht in luftdicht verschlossenen kleinen Räumen ohne Lüftungsöffnung betrieben werden. Mindestabstände zu Wand und Decke sind im Servicehandbuch spezifiziert; eine kompakte öffentliche Zusammenfassung liegt nicht vor. Die Befüllung des Kältemittelkreislaufs erfordert in jedem Fall einen zertifizierten Techniker.

Für reinen Indoor-Betrieb mit 350 Betriebstagen/Jahr ergibt sich für die DV9 bei 0,30 EUR/kWh ein Energiekostenpunkt von ca. 245 EUR/Jahr. Das ist kalkulierbar und liegt im üblichen Rahmen für Kaltgetränkeautomaten dieser Kapazitätsklasse. Der Schritt von Indoor auf Outdoor verdoppelt diesen Kostenblock — ein Faktor, den Tankstellen- und Outdoor-Betreiber bei der Rentabilitätsrechnung nicht unterschätzen sollten.

Kapazität & Sortiment

504 Dosen oder 360 Flaschen — das ist die Maximalkapazität der DM9 in der 9-Spalten-Vollkonfiguration mit 7 Reihen (63 Selektionen). Standardkonfiguration mit 5 Reihen ergibt 45 Selektionen; bei 0,33-l-Dosen fasst das Gerät dann 504 Stück, bei 0,5-l-PET-Flaschen 360 Stück. Die 6-Spalten-Variante (DM6/DC6/DT6) kommt auf maximal 42 Selektionen (Standard: 30), 336 Dosen oder 240 PET-Flaschen pro Befüllung.

Diese Zahlen sind direkt betriebswirtschaftlich relevant. Bei 80–90 Entnahmen täglich — ein realistischer Richtwert für eine Betriebskantine mit 150 Mitarbeitern — reicht eine DM9-Befüllung rechnerisch 5–6 Tage ohne Nachfüllung. Das reduziert die Tourenfrequenz und senkt die variablen Kosten pro dispensiertem Produkt direkt. Für Operator mit weitläufigen Tourengebieten ist das ein konkreter Kalkulationsvorteil gegenüber kleineren Geräten, die täglich oder jeden zweiten Tag angefahren werden müssen.

Produktkompatibilität ist breiter als bei klassischen Spiralautomaten: 0,33-l-Dosen, 0,5-l-PET-Flaschen, Glasflaschen (Bier, Sekt, Fruchtsäfte) und Tetra-Pak-Packungen sind vom Hersteller ausdrücklich unterstützt. Die Catcher-Mechanik ist der entscheidende Faktor bei Glasflaschen: Das Produkt wird einzeln angehoben und schonend ausgegeben — kein freier Fall, kein Bruchrisiko. Im Hotelbereich eröffnet das Sortimentsmöglichkeiten, die klassische Kaltgetränkeautomaten nicht bieten: Craft-Beer in der Longneck-Flasche, Champagner-Piccolo oder Frischsaft in Glasverpackung — alles ohne Beschädigungsrisiko für Produkt oder Gerät.

Maximale Produkthöhe: 285 mm; maximaler Durchmesser: 73 mm (nach Händler automatenprofi.de; kein Hersteller-Direktbeleg). 1,0-l-PET-Flaschen und Standard-1000-ml-Tetrapack-Formate sind damit ausgeschlossen. Handelsübliche 0,33-l-Dosen (Durchmesser ca. 67 mm) und 0,5-l-PET-Flaschen passen ohne Einschränkung.

Regalschienen sind werkzeuglos umkonfigurierbar. Ein kompletter Umbau von Dosenware auf Glasflaschen-Sortiment liegt nach Betreibereinschätzungen bei 20–30 Minuten. Planogrammplanung — welches Produkt in welcher Reihe und Spalte — ist dabei der zeitaufwändigste Schritt, nicht der mechanische Umbau selbst. Kapazitätsdaten für abweichende Spezialformate (750-ml-Weinflaschen, breite Smoothie-Flaschen, 1,0-l-Energydrink-Dosen) sind in keiner öffentlichen Quelle dokumentiert; vor der Erstbestückung empfiehlt sich ein Testlauf mit dem Servicetechniker oder eine Direktanfrage bei SandenVendo GmbH Düsseldorf.

Catcher-Mechanik, R290-Kühlung und Bezahlprotokolle

Das Ausgabesystem unterscheidet den G-Drink strukturell von klassischen Spiralautomaten: Ein XY-Roboter-Catcher-Arm hebt jedes Produkt einzeln aus dem Regalfach und transportiert es schonend zur Ausgabeöffnung. Ausgabezeit laut Hersteller: unter 8 Sekunden (Hersteller-Angabe; von deutschen Servicetechnikern in der Praxis bestätigt). Optische Sensoren erkennen Greiffehler und lösen eine automatische Neupositionierung aus. Aufgeplatzte Dosen durch freien Fall, aufschäumendes Kohlensäuregetränk nach einem Stoß oder beschädigte Glasflaschen sind damit konstruktionsbedingt ausgeschlossen. Das ermöglicht außerdem das sichere Ausgeben von Glasflaschen — ein Format, das Spiralautomaten konstruktiv ausschließen.

Das Kühlsystem arbeitet mit R290 (Propan, GWP 3 nach IPCC AR6). SandenVendo nennt das System intern HCD — Hydrocarbon Dual Circuit: ein patentiertes Zwei-Kreislauf-Design auf Basis der japanischen Sanden-Muttertechnologie. R290 unterliegt nicht der F-Gas-Verordnung EU 517/2014 und ist von der geplanten EU-Verschärfung der GWP-Grenzwerte bis 2030 nicht betroffen. Die exakte R290-Füllmenge in Gramm ist in keiner öffentlich zugänglichen Quelle dokumentiert; sie steht ausschließlich auf dem Geräte-Typenschild. Wartung und Befüllung des Kühlkreislaufs erfordern zwingend einen zertifizierten Techniker — proprietäre Nachfüllung durch nicht qualifiziertes Personal ist weder zulässig noch sicher. Ausreichende Belüftung am Aufstellort ist vorgeschrieben; Mindestabstände zu Wand und Decke sind im Servicehandbuch spezifiziert, in veröffentlichten Produktdatenblättern jedoch nicht aufgeführt.

Zahlungsprotokolle: Executive und MDB werden nativ unterstützt. Die exakte MDB-Version (4.0, 4.2 oder 4.3) ist in keiner öffentlichen Quelle spezifiziert. Cashless-Zahlung via NFC ist im Standard nicht enthalten; sie erfordert ein externes Zahlterminal. UK-Händler Intelligent Vending führt den Nayax VPOS Touch als kompatible Lösung mit ca. GBP 485 Aufpreis. Integrationsaufwand: 1–2 Wochen inklusive Verdrahtung und Aktivierung (Händlerschätzung, keine Herstellerangabe). Das ist kein marginaler Posten; bei der Budgetplanung für Neuaufstellungen gehört er explizit in die Kalkulation.

Ein proprietäres Telemetrie-Dashboard existiert im Standard nicht. Füllstand und Störungsmeldungen sind nur visuell über die Glasscheibe erkennbar oder über ein extern nachgerüstetes Modul abrufbar — Mehrkosten dafür sind in öffentlichen Quellen nicht dokumentiert. Für Einzelstandorte ist das vertretbar; wer eine Flotte von mehr als 10 Geräten betreibt, sollte Remote-Monitoring als separaten Investitionsposten einplanen.

Die Outdoor-Variante (DM9 OD / DM6 OD) hat IP34-Schutz und ist für Umgebungstemperaturen von -15 bis +38 °C ausgelegt. Eine Antifrosterfunktion aktiviert sich automatisch unterhalb der Untergrenztemperatur. Indoor-Modelle sind für Klimaklasse N (ca. +16 bis +32 °C Umgebungstemperatur) spezifiziert — diese Angabe stammt aus einem älteren australischen Servicehandbuch und ist für aktuelle HCD-Geräte in öffentlichen Quellen nicht explizit neu bestätigt.

Liens et documents utiles

Weiterführende Quellen

  1. 1.SandenVendo G-Drink – Produktübersicht Abgerufen: 29 juin 2026
  2. 2.G-Drink Standard – Technische Daten Abgerufen: 29 juin 2026
  3. 3.G-Drink Design – Technische Daten Abgerufen: 29 juin 2026
  4. 4.G-Drink Design Touch – Technische Daten Abgerufen: 29 juin 2026
  5. 5.G-Drink Outdoor – Technische Daten Abgerufen: 29 juin 2026
  6. 6.SandenVendo G-Drink HC – Pressemitteilung R290-Umstieg Abgerufen: 29 juin 2026
  7. 7.SandenVendo G-Drink Standard – User and Maintenance Manual Abgerufen: 30 juin 2026
  8. 8.SandenVendo G-Drink 6 Indoor – Produktseite mit Technischen Daten Abgerufen: 29 juin 2026
  9. 9.G-Drink Design DM9 – Intelligent Vending Ltd Abgerufen: 29 juin 2026
  10. 10.G-Drink Design DV9 – Intelligent Vending Ltd Abgerufen: 29 juin 2026
  11. 11.SandenVendo DM 9 G-Drink Outdoor – PK Automaten GmbH Abgerufen: 29 juin 2026
  12. 12.SandenVendo G-Drink – Automatenland Shop inkl. Preis Abgerufen: 30 juin 2026
  13. 13.G-Drink 9 Indoor SandenVendo – Automatenjungs (7.275 EUR netto) Abgerufen: 30 juin 2026
  14. 14.G-Drink 6 Indoor SandenVendo – Automatenjungs (6.820 EUR netto) Abgerufen: 30 juin 2026
  15. 15.Sanden Vendo G-Drink – Automatenhandel24 (8.490 EUR netto) Abgerufen: 30 juin 2026
  16. 16.Verkaufsautomaten Service by Hohenloher – SandenVendo Servicepartner DE Abgerufen: 30 juin 2026
  17. 17.SandenVendo G-Drink – Engeltec GmbH Servicezentren Sachsenheim & Karlsruhe Abgerufen: 30 juin 2026
  18. 18.Motor Verriegelung G-Drink SandenVendo – Hohenloher Automaten (Ersatzteilpreis) Abgerufen: 30 juin 2026
KI-gestützt recherchiert, redaktionell geprüftZuletzt geprüft:
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Robuster Flaschen- und Dosenautomat mit klimafreundlichem R290-Kältemittel und starkem Servicenetz im DACH-Raum. Das Bezahlterminal bleibt ein eigenes Projekt.

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Hochkapazitiver Glasfront-Dosenautomat mit bewährter Spiralmechanik, klimafreundlichem R290-Kältemittel und dem dichtesten Servicenetz im DACH-Raum. Wer maximale Zuverlässigkeit über smarte Features stellt, trifft eine gute Wahl.

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Preis-LeistungNecta Kikko

Necta · Kaltgetränkeautomat

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Der Necta Kikko ist der bewährteste Kaltgetränkeautomat im deutschen Markt – zuverlässig, wartungsfreundlich und mit dem breitesten Servicenetz (Evoca Group). Er macht keine technischen Sprünge, löst aber seit Jahrzehnten das Grundproblem: Dosen und Flaschen gekühlt, bezahlt, sofort verfügbar. Die Kikko ES-Version mit Touchscreen modernisiert das Bedienkonzept. Für Büros, Fabriken und Gaststätten ab 30 Produkten/Tag die erste Wahl unter 5.000 €.

ca. 3 200 – 4 500 €

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Der Crane BevMax 4 ist der meistinstallierte Glasfront-Kaltgetränkeautomat in Europa: 480 Plätze, Crane Streamware Telemetrie, Multi-Payment inklusive NFC, dynamische Preissetzung und ENERGY STAR-Effizienz. Für frequenzstarke Standorte (Flughäfen, Bahnhöfe, Büroparks, Krankenhäuser) ist er die erste Wahl unter den Kaltgetränke-Vendingmaschinen.

ca. 8 500 – 11 500 €

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