Design & Aufbau
Zuerst die Zuordnung, denn bei Crane ist sie verwirrend. Das Gerät wird heute unter craneconvenience.com geführt, taucht aber auch im Katalog von Crane Payment Innovations auf, das zur Crane NXT gehört; historisch kommt die Baureihe von Crane Merchandising Systems, das 2021 mit CPI zusammengelegt wurde. Für den Käufer heißt das vor allem eins: Bei der Suche nach Unterlagen und Service lohnt es sich, alle drei Namen zu kennen.
Die MEDIA2 gibt es in zwei Breiten. Die Narrow trägt die Modellnummer 723 und misst 183 × 102 × 86 Zentimeter bei 289 Kilogramm, die Wide heißt 713 und kommt auf 183 × 120 × 86 Zentimeter bei 313 Kilogramm. Dieser Bericht behandelt die Wide, weil sie mit 45 Wahlpositionen die interessantere Konfiguration ist.
Bemerkenswert ist die Tiefe: 86 Zentimeter. Das Servicehandbuch nennt für die zugrundeliegenden Gehäuse 3800 und 5800 nur 81,28 Zentimeter — die Differenz geht auf die Medientür mit dem Bildschirm. Wer eine bestehende Stellfläche nachbesetzt, sollte mit 86 Zentimetern rechnen und die im Handbuch geforderten mindestens 10,5 Zentimeter Abstand zu Nachbarstrukturen dazurechnen, sonst arbeitet die Kühlung nicht wie ausgelegt.
Die Front ist Glas, dahinter liegen Flaschen und Dosen sichtbar auf Ebenen. Rechts sitzt eine Bedienspalte mit einem 9-Zoll-Touchscreen, der laut Hersteller Bewegtbild darstellen kann. Das ist der eigentliche Unterschied zu europäischen Glasfrontautomaten: Der Bildschirm ist nicht nur Bedienelement, sondern Werbefläche.
Zur Aufstellung gehört eine Angabe aus dem Handbuch, die auf keiner Produktseite steht und die vor dem Kauf zu klären ist: Das Gerät ist ausdrücklich nur für Innenräume zugelassen — definiert als Bauwerk mit vier Wänden und Dach. Der zulässige Umgebungsbereich liegt bei 10 bis 32 Grad Celsius bei 45 Prozent Luftfeuchtigkeit ohne Kondensation. Eine unbeheizte Halle im Winter oder ein verglaster Vorbau im Sommer liegen außerhalb dieses Fensters.


