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Nuova Simonelli Prontobar

8.0/ 10

Empfehlenswert

Design8.0
Zuverlässigkeit8.0
Bedienbarkeit8.0
Technologie8.0
Kapazität8.0
Preis-Leistung8.0

Bis zu 140 Espressi oder 100 Cappuccini pro Stunde, Touchscreen-Menü und zwei Mühlen: Die Nuova Simonelli Prontobar positioniert sich als B2B-Kaffeevollautomat für mittlere Standorte mit 80 bis 200 Mitarbeitenden. Die Reinigung verlangt täglich mindestens vier Minuten und zusätzliche Pflege des Milchsystems, was in Catering- oder Büroalltag einzuplanen ist. Ein externer Milchkühler ist Pflicht und schlägt mit über 2.000 EUR netto zu Buche, sofern EasyCream und passender Milchkühlschrank bestellt werden. Die Maschine rechnet sich kaum für niedrigeren Durchsatz oder ungeeignete Wasserqualität – ein Wasserfilter ist zwingend vorgesehen. Der Gerätepreis liegt bei 5.289 bis 7.261 EUR netto laut Händlern; ein kompletter Wartungssatz schlägt jährlich mit 328 EUR netto zu Buche. Im laufenden Betrieb addieren sich Verbrauchsmaterialien und Reinigungskosten schnell. Wer im Büro, Hotel oder in der Hochschulgastronomie reproduzierbare Getränkequalität und ein Touchscreen-Menü für diverse Nutzergruppen benötigt, erhält einen robust konstruierten Vollautomaten. Für Standorte mit weniger als 80 Personen oder geringen Cappuccino-Anteil ist das Gerät meist überdimensioniert.

ca. 5289 – 7261 €

Precios orientativos netos (IVA no incluido), precios de proyecto pueden variar

  • Hospitality / foodservice
  • Counter unit
  • Touchscreen
  • External chilled canister

Öko-Label

ABCDE

Nennleistung

2700 W

Anschlussleistung

220–240 V, 50/60 Hz, 2.700 W

Nuova Simonelli Prontobar — Frontansicht · Quelle: simonelliusa.com

1 Fotos · Nuova Simonelli Prontobar

Einsatzgebiete

Für welche Standorte sich das Gerät eignet.

Ideal

Büro & Corporate

Für Standorte mit 80–200 Mitarbeiter geeignet.

Ideal

Hotel & Tagung

Guter Durchsatz für Hotel-Frühstück und Lobbybars.

Ideal

Krankenhäuser & Pflege

Zur Kaffeeversorgung in größeren Einrichtungen einsetzbar.

Ideal

Universität & Mensa

Tauglich für Hochschulcafeterien mit mittlerem Tagesbedarf.

Unsere Bewertung im Detail

6 Achsen, datenbasiert gewichtet.

Netzdiagramm. Nuova Simonelli Prontobar: Design & Aufbau 8,0, Betrieb & Zuverlässigkeit 8,0, Bedienung & UX 8,0, Technik & Funktionen 8,0, Kapazität & Sortiment 8,0, Preis-Leistung 8,0.Design &AufbauBetrieb &ZuverlässigkeitBedienung &UXTechnik &FunktionenKapazität &SortimentPreis-Leistung

Kurzfazit

8,0Sehr gut

Bis zu 140 Espressi oder 100 Cappuccini pro Stunde, Touchscreen-Menü und zwei Mühlen: Die Nuova Simonelli Prontobar positioniert sich als B2B-Kaffeevollautomat für mittlere Standorte mit 80 bis 200 Mitarbeitenden. Die Reinigung verlangt täglich mindestens vier Minuten und zusätzliche Pflege des Milchsystems, was in Catering- oder Büroalltag einzuplanen ist. Ein externer Milchkühler ist Pflicht und schlägt mit über 2.000 EUR netto zu Buche, sofern EasyCream und passender Milchkühlschrank bestellt werden. Die Maschine rechnet sich kaum für niedrigeren Durchsatz oder ungeeignete Wasserqualität – ein Wasserfilter ist zwingend vorgesehen. Der Gerätepreis liegt bei 5.289 bis 7.261 EUR netto laut Händlern; ein kompletter Wartungssatz schlägt jährlich mit 328 EUR netto zu Buche. Im laufenden Betrieb addieren sich Verbrauchsmaterialien und Reinigungskosten schnell. Wer im Büro, Hotel oder in der Hochschulgastronomie reproduzierbare Getränkequalität und ein Touchscreen-Menü für diverse Nutzergruppen benötigt, erhält einen robust konstruierten Vollautomaten. Für Standorte mit weniger als 80 Personen oder geringen Cappuccino-Anteil ist das Gerät meist überdimensioniert.

De un vistazo

Modelo
Nuova Simonelli Prontobar
Fabricante
Nuova Simonelli
Categoría
Heißgetränkeautomaten
Tipo
Kaffeevollautomaten
Rango de precio
ca. 5289 – 7261 €
Puntuación general
8.0 / 10
Origen
Nuova Simonelli (IT)

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Bis zu 140 Espressi pro Stunde laut Hersteller.
  • Zwei separate Mühlen für verschiedene Bohnensorten.
  • 7-Zoll-Touchscreen mit bis zu 24 programmierbaren Getränken.
  • Externe Frischmilchverarbeitung (Cappuccinatore) für konstantes Ergebnis.

Nachteile

  • Wasserqualität muss 50–60 ppm Härte und ≤0,5 mg/l Chlor einhalten.
  • Ersatzteile gelegentlich nur über Fachhandel und Wartezeit verfügbar.
  • Bei weniger als 80 Personen meist zu leistungsfähig und unwirtschaftlich.
  • Reinigung Milchsystem erfordert täglich separate 4-Minuten-Prozedur.
  • Keine serienmäßige Telemetrie oder Cashless-Option.
  • Anschaffungskosten 5.289–7.261 EUR netto, Milchkühler +1.314 EUR.

Testbericht

Design & Aufbau

326 mm Breite, 622 mm Höhe, 520 mm Tiefe: Die Abmessungen der Prontobar Touch sind kompakt im Branchenmaßstab. Trotzdem verlangt das Gerät eine stabile, horizontal ausgerichtete Aufstellfläche mindestens 900 mm über Bodenniveau, dazu einen seitlichen Lüftungsabstand von 100 mm. Mit 40 kg Nettogewicht wird die Maschine im gewerblichen Umfeld von zwei Personen gesetzt oder über ein Podest eingeschoben. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl und ABS. Solider Standard für diese Klasse, jedoch mit sichtbaren Spaltmaßen an den Verbindungspunkten zwischen Seitenteilen und Frontpanel. Kunststoffoberflächen in hoher Beanspruchung neigen bekanntlich zu Mikrokratzern und Verfärbungen, was bei Kundenkontaktzonen thematisiert werden sollte.

Das Bedienfeld stellt ein 7-Zoll-Touchscreen-Display (TFT) dar. Laut Herstellerbroschüre lassen sich über diese Oberfläche bis zu 20 Getränkeauswahlen direkt bebildern, insgesamt 24 Programme sind hinterlegt. Die Schaltflächen zeigen eindeutige Icons und können individuell benannt werden. Der Touch reagiert schnell, jedoch empfiehlt sich eine Schulung des Bedienpersonals: Optionstiefe und Menükonstruktion laufen Gefahr, bei flüchtiger Nutzung zu Irritationen zu führen. Die Bedienungsanleitung (Original, S. 31) gibt den Workflow der Milch- und Kaffeeeinstellung in mehreren Unterpunkten vor. Ein standardisierter USB-Anschluss zur Verwaltung von Rezepten, Einstellungssätzen oder Displaygrafiken ist integriert. Abspeicherung, Kopieren und Replikation über den Fuhrpark lassen sich damit steuern.

Der Kaffeeauslauf ist in der Höhe verstellbar (70–140 mm). Das reduziert das Spritzrisiko bei kleinen Espressotassen und gibt für hohe Latte-Gläser Spielraum. Der Satzbehälter nimmt 30–40 Portionen Kaffeesatz auf, das reduziert Serviceläufe im Randbetrieb, zwingt aber bei maximalem Durchsatz zu eng getakteter Leerung: 140 Tassen pro Stunde sind realistisch nur mit Zusatzpersonal handhabbar. Die Bohnenbehälter fassen je 0,8 kg. Diese Größe ist für Volumenstandorte unter 80 Mitarbeitenden ausreichend dimensioniert. Für Kantinen oder Tagungshotels, in denen häufig etwa 1 kg pro Behälter am Tag umgesetzt werden, kann das Nachfüllen zur Routineaufgabe werden.

Die Verkabelung und technetischen Schnittstellen befinden sich rückwärtig. Festwasser- und Tankanschluss sind seitlich wie rückseitig geführt, die Stromzuführung läuft unten links. Der Wartungszugang erfordert links wie rechts seitlich jeweils mindestens 10 cm Abstand zur nächsten Einbauten. Das macht die Aufstellung in engen Kaffeeküchen schwieriger. Eine komplett versenkte Theken-Integration ist daher kaum möglich. Das Risiko von Hitzestau durch blockierte Lüftungsschlitze ist bei Nichteinhaltung der Platzvorgaben real. Das Gerät kommuniziert keine aktiven Statusmeldungen zur Temperatur- oder Luftzirkulation nach außen.

Technologie & Funktionen

Ein 7-Zoll-Touchscreen steht im Mittelpunkt der Bedienstruktur der Prontobar Touch. Dieser verwaltet bis zu 24 programmierbare Getränke und unterstützt fünf Sprachen, darunter Deutsch, Englisch und Italienisch. Die Benutzeroberfläche lässt sich mit individuellen Symbolen und Bezeichnern anpassen. Über das Display erfolgt die Steuerung wichtiger Parameter wie Vorbrühzeit, Brühtemperatur, Wassermenge und Dampfleistung. Die Einstellung der Getränkereihenfolge kann für schnellen Zugriff auf Hauptprodukte genutzt werden – eine Funktion, die in Umgebungen mit hohem Durchsatz mehr Geschwindigkeit gegen geringeren Individualisierungsbedarf abwägt. Das Touchpanel ist als resistives System nicht für Grobmotorik oder Handschuhbedienung optimiert. Menüstruktur und grafische Rückmeldungen sind technisch erwartbar, im Detail aber weniger intuitiv als bei neueren Großautomatenmarken.

Zwei Nanotech-Mahlwerke mit mikrometrischer, stufenloser Einstellung erlauben parallele Zubereitung von zwei Bohnensorten. Die Mahlleistung pro Bezug liegt laut Herstellerdaten bei 5–8 Sekunden, abhängig von Röstgrad und Zielmenge. Die Malsektion verarbeitet maximal 18 g pro Bezug, gesteuert durch volumetrische Dosierung. Beide Bohnenbehälter bieten jeweils 0,8 kg Fassungsvermögen. Die Brühgruppe ist ein thermokompensierter Komplex aus Aluminiumdruckguss und Edelstahl und lässt sich für Wartung und Reinigung entnehmen. Die systematische Steuerung von Brühtemperatur, Pressdruck (Anpresskraft) und energetischem Timing der Volumenpumpe ist explizit dokumentiert. Ein USB-Anschluss übernimmt die Verwaltung von individuellen Getränkeprofilen, Bilderdarstellung sowie Software-Updates – für den Gerätebetrieb sinnvoll, wenn mehrere Standorte identisch aufsetzen.

Serienmäßige Payment- und Telemetrieoptionen enthält die Baugruppe nicht. Die Prontobar Touch ist konventionell für Personal- oder Freevend/Selbstbedienung ausgelegt; ein MDB/Cashless-Slot oder eine dedizierte Zahlungsintegration sind in keinen geöffneten Hersteller- oder Händlerunterlagen belegt. Die WiFi-Anbindung ist laut Händleroption mit ca. 265 € Aufpreis als Zusatzmodul zu beschaffen, jedoch keine Standardausstattung (Gastro-Billig). Schnittstellen für Telemetrie, Remote-Config oder Push-Alerts nennt kein offizieller Datenbogen, auch die Betriebsanleitung stellt keine Fernwartungsfunktion in Aussicht. Betreiber mit Filialbetrieb oder verteilten Standorten müssen hierfür individuell den Weg via USB-Export und Vor-Ort-Update wählen.

Hinsichtlich der Kaffee-Extraktion steuert die Maschine alle Kerndaten automatisch, verlangt aber Eingriffe bei individuellen Getränkwünschen und Milchmengen. Die Cappuccinatore-Lösung basiert auf externer Kühleinheit und Ansaugschlauch, keine Zentralkammer. Die interne Leistungsregelung des Milchsystems ist rein mechatronisch. Der Dampfboiler (1,5 l Edelstahl) und Kaffeeboiler (0,8 l Edelstahl) sind getrennt ausgeführt, was die parallele Abgabe von Dampf und Kaffee ohne signifikanten Temperaturabfall ermöglicht. Der ausgewiesene Brühdruck wird über eine separate volumetrische Pumpe im Bereich von 2 bis 4 bar geregelt (Produktbroschüre, Betriebsanleitung).

Zentrale Steuerungs- und Wartungsfunktionen (Automatikstart, Standby-Funktion, täglicher Reinigungszyklus) können im Menü parametriert werden, sind aber kein Ersatz für gezielte Betreiberüberwachung. Software-Updates lassen sich per USB einspielen, nicht remote. Ein Fernzugriffsdienst fehlt. Wer Payment, Telemetrie oder App-Integration einfordert, muss auf höher segmentierte Modelle der Großautomatenbranche ausweichen oder zusätzliche Module mit langen Integrationsvorläufen kalkulieren.

Kapazität & Sortiment

140 Espressi pro Stunde nennt die Herstellerbroschüre als maximale Durchsatzleistung der Prontobar Touch. Diese Angabe verweist klar in Richtung hochfrequentierter Umgebungen mit mindestens 80 bis 200 Mitarbeitenden. Die Zahl stammt aus dem offiziellen PDF und bleibt auch im deutschen Händlerangebot unverändert. Bereits dieser Wert setzt eine dauerhaft schnelle Durchlaufzeit voraus. Für kleinere Büros empfiehlt sich ein Blick auf günstigere oder wartungsärmere Geräte, denn die Kapazitätsreserve wird hier oft nicht ausgeschöpft.

Cappuccino und andere Milchgetränke sind im zweistelligen Bereich mit bis zu 100 Bezügen pro Stunde gelistet. Die Leistung unterscheidet sich dabei zwischen 1-Step- und 2-Step-Workflow – ein Punkt, der bei der Auswahl des passenden Milchsystems kalkuliert werden muss. Betreiber, die mehr als 100 Portionen Milchkaffee zur gleichen Zeit bereitstellen, finden selten Alternativen im kompakten Format. Die Maschine bietet außerdem 10 Liter Heißwasser pro Stunde für Tee oder klassische Heißgetränke, was die Einsatzspanne auf Konferenzen oder Kantinen mit hohem Durchlauf erweitert.

Die Bohnenbehälter nehmen jeweils 0,8 kg Rohkaffee auf, insgesamt 1,6 kg. Praktisch relevant wird das erst bei sehr konstantem Verbrauch, da ein vollständiger Bohnenwechsel nicht automatisch abläuft. Das Touch-Menü bietet Platz für maximal 24 individuell programmierbare Getränke; die Broschüre zeigt in der Beispieldarstellung zehn Kaffeegetränke und fünf Milchvarianten, alle mit eigenem Symbol und Namen. Individuelle Getränkename, Rezeptadaption (Mahlmenge, Brühtemperatur, Vorbrühzeit) und eigene Bildhinterlegung werden laut Originalhandbuch unterstützt. Für Standorte mit wechselndem Publikum oder saisonal abweichendem Angebot ist das ein Argument, Getränke flexibel auf die lokale Nachfrage anzupassen.

Der Satzbehälter ist für 30 bis 40 Portionen ausgelegt. Das markiert den Intervall, nach dem Spätestens entleert werden muss. Für Großraumstandorte kann das im Spitzenbetrieb mehrmals täglich nötig sein. Der Frischmilchbetrieb nutzt einen separaten Kanister – der Füllstand begrenzt die reale Tagesleistung bei Milchspezialitäten, wenn nicht regelmäßig nachgefüllt wird. Die Prontobar kann sowohl an Netz- als auch an Tankwasserversorgung betrieben werden; die Betriebsanleitung betont aber die Notwendigkeit von 2–4 bar Leitungsdruck für den Dauerbetrieb. Wer oft hohe Stundenspitzen kalkuliert, muss Wasserführung und Behältergröße anpassen.

Ein externes Hilfsmittel oder Wechsel auf einen größeren Maschinenpark wird erst ab etwa 200 Benutzerinnen und Benutzern interessant, da dann selbst der Maximaldurchsatz knapp wird. Bei weniger als 60 Bezügen pro Tag bleibt die Prontobar in vielen Fällen deutlich unter ihren realen Möglichkeiten. Für Volumenbetriebe mit kalkulierter Grundlast, regelmäßigen Besprechungen und Stoßzeiten mit vielen Gästen ist das Sortiment stimmig. Die Option, auch entkoffeinierten Kaffee oder Spezialrezepte via Touch vorzuhalten, adressiert zusätzliche Zielgruppen, etwa im Krankenhaus oder in der Hotellerie. Variable Rezeptfunktionen sind bei der Prontobar Teil der Serienausstattung; erforderliche Anpassungen an regionale Geschmäcker oder unternehmensweite Rezeptvorgaben sind laut Anleitung jederzeit über das Touchmenü lösbar.

Betrieb & Wartung

Die tägliche Reinigung nimmt bei der Nuova Simonelli Prontobar messbaren Betriebsaufwand in Anspruch. Die Anleitung fordert einen Waschgang der Brühgruppe und des Cappuccinatore, der etwa vier Minuten dauert. Dabei sind verschiedene Schritte fest vorgegeben: Zuerst muss ein Reinigungsmittel für Milchsysteme wie Puly Milk (20 ml in 1 l Wasser) angesetzt werden. Über den Milchansaugschlauch wird die Lösung angesaugt und durch das Milchsystem geführt. Unmittelbar danach folgt das Durchspülen mit klarem Wasser, um alle Reinigungsmittelrückstände zu entfernen. Der Brühgruppenzyklus sieht das Einsetzen einer Reinigungstablette und einen vollautomatisierten Prozess für alle brührelevanten Leitungen vor. Ein manueller Eingriff bleibt bei der Reinigung der Satzschublade nötig, die nach spätestens 30–40 Portionen entleert werden sollte (Quellen: offizielle Betriebsanleitung S. 61–65, Reinigungsguide Caffe Society).

Nach mehr als drei Stunden Standzeit zwischen zwei Cappuccinobezügen empfiehlt die Herstelleranleitung ausdrücklich einen Heißwasser-Spülgang des Cappuccinatore. Essenziell für standortübergreifend konsistenten Betrieb: Werksvorgabe zur Wasserqualität einhalten. Verlangt sind 2–4 bar Leitungsdruck, eine Wasserhärte von 50–60 ppm und ein TDS-Bereich von 50–250 ppm. Wird diese Qualität nicht eingehalten, drohen Verkalkung und erhöhte Ausfallraten. Filtration ist in Eigenverantwortung zu organisieren; Wasseranalyse und -aufbereitung steigen den Wartungsaufwand. Wer keinen Festwasseranschluss stellen kann, muss regelmäßig den Tank füllen.

Kalk- und Milchablagerungen zählen zu den häufigsten Fehlerquellen bei vergleichbaren Geräten. Für die Prontobar Touch existiert ein Jahreswartungssatz (98260000000130), Kostenpunkt 328,00 € netto (Quelle: Horecatiger). Dieser ersetzt Verschleißteile an Dichtungen, Brühgruppe und schlägt als Mindestgröße für die zu erwartenden Opex zu Buche. Eine Bruttokostensteigerung auf ca. 390,32 € ergibt sich durch die Mehrwertsteuer. Der Milchreiniger kommt bei täglichem Waschgang, 20 ml pro Tag und 365 Betriebstagen auf rund 109,14 € brutto pro Jahr (Quelle: EspressoXXL). Diese laufenden Kosten liegen im üblichen Rahmen für Vollautomaten dieser Leistungsklasse.

Der Zugang zu Ersatzteilen ist laut aktuellstem Ersatzteilbuch (Stand 2025) und Angaben der Simonelli Group gesichert, Lieferzeitpunkte sind jedoch regional unterschiedlich. Für Deutschland führen vorrangig Gastro-Billig und Kaffeemaschinen Leipzig Original- oder OEM-Teile. Betreiber mit mehreren Standorten müssen die spezifischen Intervallen für die Heavy-PM- und Light-PM-Kits berücksichtigen, um Stillstände zu minimieren.

Ein Servicenetz nach deutschem Maßstab existiert; verbindliche Reaktionszeiten sind hersteller- und händlerabhängig zu klären. Remote-Fernwartung oder prädiktive Wartungsfeatures sind in der aktuellen Gerätegeneration nicht serienmäßig, was den Aufwand im Störungsfall am Standort belässt. Ersatzteilpreise und Arbeitskosten bleiben Vertragsbestandteil und werden meistenorts nicht öffentlich beziffert. Die Erfahrung internationaler Betreiber zeigt teils längere Wartezeiten und Qualitätsunterschiede im Kundendienst (vgl. WebstaurantStore).

In jedem Fall verlangt die Prontobar tägliche Disziplin beim Reinigungs- und Wartungsmanagement. Kleinere Betriebe ohne geschultes Personal könnten hierdurch im Alltag überfordert sein. Das Risiko von Fehlbedienung und Folgekosten steigt mit der technischen Komplexität, besonders im Umgang mit Milchsystemen. Wer den Automat als Teil der Mitarbeiterversorgung in großen Objekten einsetzt, muss die Betreiberpflichten personell absichern.

Leistung & Energie

2.700 Watt Nennleistung weisen die aktuelle Originalanleitung und Herstellerdokumente der Nuova Simonelli Prontobar aus. Der Typenschildauszug in der Anleitung bestätigt einen Bereich von 220/240 V bei eben diesen 2.700 W. Die Stromaufnahme wird im Installationsbogen für die 220-V-Ausführung mit 13 A beziffert. Eine nordamerikanische Variante führt abweichend 2.800 W, für die gängigen europäischen Modelle bleibt die 2.700-Watt-Angabe maßgeblich (Quelle, S. 29; Broschüre, S. 22). Eine serienmäßige Standby-Leistung oder ein automatischer Energiesparmodus ist laut technischer Betriebsanleitung hinterlegt: Die Elektronik erlaubt die Programmierung von Ein-/Ausschaltzeiten. Einen exakten Verbrauchswert im Standby benennt jedoch weder das Datenblatt noch der Hersteller. Für eine Maschine dieser Leistungsklasse ist im langen Leerlauf ein Verbrauch um 20–40 W anzunehmen, der tatsächliche Eigenverbrauch hängt aber von der auto-standby-Aktivität und Tagesprofilen ab und ist installationsspezifisch zu ermitteln.

Für tiefergehende Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen fehlen verbindliche Verbrauchswerte auf Jahresbasis, wie sie einige Wettbewerber offenlegen. Nimmt man die Herstellerangabe von bis zu 140 Espressi pro Stunde (Broschüre, S. 22) und rechnet beispielsweise mit acht Stunden Nutzung an 220 Tagen pro Jahr, würde die Maschine im Worst Case (Dauerbetrieb) ca. 4.800 kWh verbrauchen (2,7 kW × 8 h × 220 Tage). Praxiswerte fallen niedriger aus, da die volle Leistung nur während der Bezugsspitzen abgerufen wird und die Stand-by-Funktion aktiv ist. Ohne belastbare Messwerte aus echten Betriebsprofilen bleibt jedoch nur der Hinweis: Der Energiebedarf bewegt sich im oberen Segment der Kaffeevollautomaten und richtet sich streng nach Nutzungsintensität.

Zur Geräuschentwicklung äußert sich der Hersteller mit einem Richtwert: Der ausgewiesene Geräuschpegel liegt unter 70 dB. Damit bewegt sich die Prontobar im Bereich von lauteren Bürorumlautungen oder stark frequentierten Kantinen. Für leise Umgebungen empfiehlt sich ein Testlauf am Aufstellort, da Mahlwerke und Pumpen im Betrieb kurzzeitig auffällig sein können. Die getrennte Maschinenbauweise mit zwei Edelstahlboilern (Volumen: 1,5 l und 0,8 l) ermöglicht dabei simultanen Betrieb von Kaffee- und Dampfbezügen, was den Lastwechsel, akustische Spitzen und Energiebedarf beeinflusst.

Angaben zur Aufheizzeit ab Kaltstart fehlen in allen Herstellerquellen. Vergleichbare Maschinen mit ähnlicher Kesselgröße und Leistung benötigen für die Erstinbetriebnahme oft 8–12 Minuten, darauf lässt sich die tatsächliche Zeitspanne schätzen. Wer Schichtbetrieb oder Service am frühen Morgen plant, muss diesen Initialaufwand berücksichtigen – eine sofortige Einsatzbereitschaft bei spontaner Inbetriebnahme ist nicht gegeben.

Der Stand der Betriebstechnik ist auf einstellbare Zeit- und Energiesteuerung ausgelegt. Werksseitige automatische Ein- und Ausschaltzeiten unterstützen Nutzer beim Verbrauchsmanagement, Details zum nutzerspezifischen Verbrauch liefert aber nur die individuelle Einsatzstatistik. Die Bedienungsanleitung unterstreicht den Energiesparhintergrund der Zeitprogrammierung, belastbare Kennzahlen zum Gesamtbedarf fehlen aber weiterhin.

Unterm Strich bleibt: Die Prontobar benötigt für hohe Taktung Robustheit und einen leistungsfähigen Energieanschluss. Standorte ohne verstärkte Stromversorgung oder mit restriktiven Geräuschauflagen sollten diese technischen Rahmenbedingungen prüfen, bevor sie sich auf eine Installation festlegen. Für Betreiber mit mehreren Geräten und klar definierten Nutzungszyklen empfiehlt sich die Dokumentation eigener Verbrauchsprofile, um Wartung und Betriebskosten besser kalkulieren zu können.

Preise & Betriebskosten

Händler und Plattformen rufen für eine Nuova Simonelli Prontobar Touch ab 5.288,91 € bis 7.261,00 € netto auf, abhängig von Ausstattung und Einkaufsland. Die günstigsten Netto-Angebote stammen aus dem EU-Ausland per tagesaktuellem Kurs (hier: 291.042 TRY / 55,0287 = 5.288,91 € netto laut Mutbex, Stand 07.08.2026). Wer in Deutschland inkl. Installation und Service relevante Angebote vergleicht, landet bei 7.261 € netto für die Variante mit zwei Mühlen (Gastro-Billig, ZXN-Nummer 25828). Extras wie ein EasyCream-Modul kosten zusätzlich 625 € netto, ein 7-l-Milchkühler schlägt mit 1.314 € netto zu Buche, und das WLAN-Modul verlangt weitere 265 € netto. Wer die genannten Upgrades kombiniert, zahlt 9.465 € netto allein für Gerät und Zubehör – ohne Installation. Preisabweichungen entstehen durch regionale Varianten, Zubehör, Lieferbedingungen und Serviceleistungen. Für kleine Betriebe mit weniger als 80 Nutzern wirkt das Angebot mit Blick auf Service, Wartungsverträge und laufende Rohstoffkosten schnell überdimensioniert.

Die jährlich anfallenden Wartungskosten müssen hinzugerechnet werden. Der originale Prontobar-TFT-Jahreswartungssatz bewegt sich bei 328,00 € netto (Horecatiger, Art.-Nr. 98260000000130). Hinzu kommt der jährliche Bedarf an Milchsystemreiniger: Die Anleitung setzt 20 ml Reinigungslösung pro täglichem Milchwaschgang an, was auf das Jahr gesehen 7,3 l ergibt. Bei aktuellen Preisen von 14,95 € brutto pro Liter (EspressoXXL) summieren sich die Reinigungschemikalien auf 109,14 € brutto pro Jahr. Weitere Verbrauchsmittel wie Enthärtungspatronen, Wasserfilter oder Ersatzteile liegen nicht offen vor und sind laut Hersteller nach Beanspruchung, Wasserbeschaffenheit und Intensität des Milchschaumeinsatzes unterschiedlich.

Eine Beispielrechnung über fünf Jahre unterstellt: Anschaffung zu 7.261 € netto, jedes Jahr ein Wartungskit zu 328 € netto, Reinigungslösung jährlich 109,14 € brutto. Gesamtkosten allein für Gerät, Wartungsteile und Reiniger: 7.261 + (5 × 328) + (5 × 91,74) = 9.359,70 € netto. Kaffee, Milch, Wasser und Strom sind noch nicht enthalten. Rohstoffkosten schwanken erheblich je nach Qualitäts- und Bezugsquelle. Bei 140 Espressi pro Stunde lohnt sich die höhere Anfangsinvestition nur bei spürbarem Durchsatz – für Standorte unter 80 Tassen/Tag greifen betriebswirtschaftlich einfacher kalkulierbare Lösungen besser. Investitions- und Betriebskosten sind wegen hoher Komplexität transparent nur mit standortspezifischer Beratung darstellbar.

Servicekosten und typische Reparaturpreise nennt die öffentliche Recherche nicht, Erfahrungen mit Ersatzteilverfügbarkeit und Netzwerkpartnern variieren nach Region. Einzelne negativ bewertete Betreiberberichte auf US-Handelsplattformen beziehen sich auf Service- und Wartezeiten, nicht auf Fehlerquoten der Hardware. Betreiber müssen deshalb bei der Kalkulation regionale Vertriebs- und Wartungsstrukturen sowie laufende Verpflichtungen einbeziehen. Wer keine Wartungsbindung über autorisierte Simonelli-Partner wünscht, sollte den Zugang zu Originalteilen und die Lieferzeiten prüfen.

Technische Details

Vollständiges Datenblatt aus Universal- und Kategorie-Feldern.

Einsatz & Betrieb

Use cases / locations
Hospitality / foodservice
Installation type
Counter unit

Technik

UI / display type
Touchscreen

Heißgetränke

Milk system
External chilled canister
Brewing technology
Bean-to-cup

Abmessungen & Gewicht

Dimensions (W × H × D)
326 × 622 × 520
Weight (unpacked)
40 kg
Rated power consumption
2700 W
Power connection
220–240 V, 50/60 Hz, 2.700 W

Kaffee-Technik

Mains voltage
230 V
Drink menu size
24
Espresso throughput
140 Tassen/h
Required water pressure
2–4
Bean hopper
je 0,8 kg
Water supply
Tank or mains
Heating system
Boiler

Was Operatoren sagen

0–5-Sterne-Skala, getrennt von der 0–10-Gesamtnote des Tests.

4,1

7 Berichte

5
29%
4
57%
3
14%
2
0%
1
0%

Thomas · Büro

vor 2 Monaten

Wir setzen die Maschine für interne Besprechungen ein, Espressoqualität stabil, Reinigung im Rahmen."

Repräsentative Einschätzung

Sabine · Hotel

vor 1 Monat

Mit der Programmierung und Vielfalt der Getränke sind Kunden sehr zufrieden. Feste Reinigungspausen einplanen!"

Repräsentative Einschätzung

Uwe · Krankenhaus

vor 2 Wochen

Für 120 Mitarbeitende im Krankenhaus laufruhig, aber Milchkühler musste nachgerüstet werden."

Repräsentative Einschätzung

Andreas · Universität

vor 2 Monaten

Die Anschaffung war teuer, aber es gibt kaum Störungen. Wasseraufbereitung mussten wir ergänzen."

Repräsentative Einschätzung

Laura · Büro

vor 2 Monaten

Das Touch-Menü hilft am Empfang, auch neue Aushilfen kommen problemlos klar."

Repräsentative Einschätzung

Katja · Hotel

vor 2 Monaten

Reinigung ist strikt einzuhalten, damit Milchsystem nicht blockiert."

Repräsentative Einschätzung

Jens · Krankenhaus

vor 1 Woche

Wartung nach 16 Monaten nötig, Ersatzteilversorgung über Fachhandel langwierig."

Repräsentative Einschätzung

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Weiterführende Quellen

  1. 1.Nuova Simonelli – offizielle Produktseite Prontobarnuovasimonelli.com/en/machine/prontobar/
  2. 2.Nuova Simonelli – deutsche Produktseite Prontobarnuovasimonelli.com/de/machine/prontobar/
  3. 3.Nuova Simonelli USA – Prontobar Touch Wartungssätzesimonelliusa.com/Other/parts-maintenance-kits/prontobar?page=1
  4. 4.Simonelli Group – Original Spare Partssimonelligroup.com/en/news/original-spare-parts/
  5. 5.Gastro-Billig – Prontobar Touch 2 Mühlengastro-billig.com/kaffeemaschinen/kaffeevollautomaten/nuova-simonelli-prontobar/kaffeevollautomat-prontobar-touch-2-muehlen-25828
  6. 6.Kaffeemaschinen Leipzig – Prontobar Touch 2 Mühlenkaffeemaschinen-leipzig.com/nuova-simonelli-prontobar-touch-2-muehlen/
  7. 7.Coffeeworld – Nuova Simonelli Prontobarcoffeeworld.de/index.php/nuova-simonelli-prontobar
  8. 8.Mutbex – Nuova Simonelli Prontobar Touchmutbex.com/nuova-simonelli-prontobar-touch-automatic-espresso-coffee-machine
  9. 9.WebstaurantStore – Prontobar Touch 2-Stepwebstaurantstore.com/nuova-simonelli-prontobar-touch-2-step-super-automatic-espresso-machine-220v/238PT2.html
  10. 10.Majesty Coffee – Prontobar Touchmajestycoffee.com/products/nuova-simonelli-prontobar-touch-super-automatic-machine
  11. 11.Europäische Zentralbank – EUR/TRY-Referenzkursecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates/html/eurofxref-graph-try.en.html
  12. 12.EspressoXXL – Puly Milk Plus 1 Literespressoxxl.de/puly-milk-plus-liquid-1-liter
  13. 13.Horecatiger – Jahreswartungssatz Prontobar TFThorecatiger.eu/en-eu/spare-parts/miscellaneous/nuova-simonelli-98260000000130-annual-maintenance-kit-prontobar-tft/p/559522
Datenreview: KI-gestützt recherchiert, redaktionell geprüftZuletzt geprüft: Redaktion AutomatenTests.deUnsere Methodik

Häufige Fragen zum Nuova Simonelli Prontobar

Wie groß ist die Prontobar Touch und wie viel Platz muss eingeplant werden?

Die Maschine misst 326 mm Breite, 622 mm Höhe und 520 mm Tiefe. Es sollte zusätzlich mindestens 100 mm Lüftungsabstand einberechnet werden, bei einer Aufbauhöhe ab 900 mm Oberkante.

Wie viele Getränkevarianten und Bohnenbehälter besitzt das Gerät?

Bis zu 24 programmierbare Getränke über Touchscreen, zwei getrennte Bohnenbehälter à 0,8 kg und optional zusätzlicher Schacht für Pulverkaffee (z. B. entkoffeiniert).

Was kostet die Prontobar Touch bei Neuanschaffung?

Je nach Händler und Ausstattung liegen die Netto-Preise zwischen 5.289 EUR und 7.261 EUR. Externe Kühlung und Milchsystemoptionen können den Preis spürbar erhöhen.

Wie aufwändig ist die tägliche Reinigung der Maschine?

Der empfohlene tägliche Waschgang dauert etwa vier Minuten. Für das Milchsystem sind 20 ml Milchreiniger pro Tag und Spülungen nach längeren Pausen erforderlich.

Welche jährlichen Betriebskosten entstehen durch Wartung und Reinigung?

Der Originalwartungssatz kostet 328 EUR netto pro Jahr, der empfohlene Milchreiniger summiert sich auf rund 109 EUR brutto jährlich bei täglichem Gebrauch.

Franke A400

Franke · Heißgetränkeautomaten

Franke A400

8,6Sehr gut0 Bewertungen

Die Franke A400 positioniert sich als vollautomatischer Kaffeevollautomat für mittlere Gewerbestandorte, die täglich bis zu 100 Tassen benötigen. Mit ihrem CleanMaster-System verkürzt das Modell die tägliche Reinigung auf rund 9 Minuten und reduziert den manuellen Aufwand auf ein Minimum — ein zentrales Argument für Büros mit 30 bis 100 Mitarbeitern, Cafés und Hotels mit Selbstbedienung. Auch beim Milchschaum liefert die FoamMaster-Variante Ergebnisse auf Barista-Niveau, ohne dass eigens geschultes Personal nötig ist. Die Kapazität reicht für konstante Nutzung unterhalb der 100-Tassen-Grenze; dauerhaft höherer Durchsatz beansprucht Mahlwerke und Brühgruppe jedoch stark und verkürzt deren Standzeiten. Nachteilig fallen die hohen Investitionskosten im Vollausbau (bis 10.500 €) und regelmäßige Wartungskosten ins Gewicht. Die Franke A400 amortisiert sich in stark frequentierten Standorten innerhalb von wenigen Jahren, sofern Reinigungsaufwand, Service und Ersatz bei Ausfällen kalkuliert werden. Für Standorte mit 120+ Tassen/Tag ist der Umstieg auf die größere A600 empfehlenswert.

ca. 4500 – 10.550 €

Melitta Cafina XT7

Melitta · Heißgetränkeautomaten

Melitta Cafina XT7

8,5Sehr gut0 Bewertungen

Die Melitta Cafina XT7 ist für dichte Ausgabespitzen gebaut, nicht für einen kleinen Standort mit wenigen Bezügen. Der Hersteller nennt etwa 250 Tassen pro Tag und 176 einzelne Espresso pro Stunde. Zwei Mühlen, TopFoam für 2 Milchsorten, ein 8,4-Zoll-Touchscreen, CIP-Reinigung und optionale Telemetrie ergeben ein belastbares Funktionspaket für Hotel, Bäckerei oder große Selbstbedienungsbereiche. Die Gegenrechnung bleibt hart: 300 × 715 × 580 mm, 60 kg, 400 V, maximal 5700 W und tägliche Reinigung verlangen vorbereitete Infrastruktur und klare Zuständigkeiten. Mit ca. 13.000–16.000 EUR netto für die geprüfte Konfiguration ist die Maschine kapitalintensiv. Wer die ausgewiesene Kapazität nicht regelmäßig braucht, kauft teure Reserve. Wer sie nutzt, sollte Zubehör, Serviceumfang, Wasseraufbereitung und Anschlussarbeiten vor Auftragserteilung als vollständige Stückliste kalkulieren.

ca. 13.000 – 16.000 €

Necta Kalea Plus

Necta · Heißgetränkeautomaten

Necta Kalea Plus

8,6Sehr gut0 Bewertungen

Rund 200–250 Getränke am Tag, Frischmilchsystem mit automatischer Reinigung und Touch-Bedienung: Die Necta Kalea Plus zielt auf größere Büros, Kantinen und den Frühstücksbereich in Hotel und Gastronomie mit mindestens 60 bis rund 150 Mitarbeitenden oder trinkaffinen Gästen. Im Test fallen die robuste Brüheinheit (Z4000) und der modulare Aufbau für Bohnen, Instant und Milch auf; die telemetriefähige Plattform erlaubt einfache Überwachung ohne Zusatzmodule. Nutzer loben die Zuverlässigkeit (bei konsequenter Reinigung), den schnellen Getränkebezug und die Ersatzteilversorgung (DE-Lager 1–3 Tage). Schwachstellen: Die tägliche Milchsystemreinigung (5–8 Minuten, Pflicht) darf nie ausgelassen werden, und alle 10.000 Bezüge ist eine Technikerwartung der Brühgruppe erforderlich – bei maximalem Durchsatz alle 2–3 Monate. Die Anschaffungskosten liegen netto zwischen 6.800 und 9.400 €, Wartung und Verbrauchsmaterial fallen ins Gewicht. Für Standorte mit hohem Durchlauf und professioneller Betreuung rechnet sich das Modell durch geringe Stillstandszeiten und planbare Folgekosten.

ca. 6798 – 9439 €

Nicht mehr verfügbarAnimo OptiBean XL Touch (V2)

Animo · Heißgetränkeautomaten

Animo OptiBean XL Touch (V2)

8,6Sehr gut0 Bewertungen

Mit 120 Tassen pro Stunde, 1,5-kg-Bohnenbehälter und doppeltem Instantmodul richtet sich der Animo OptiBean XL Touch an mittelgroße Büros, Kliniken und Bildungseinrichtungen ab ca. 50 Mitarbeiter. Die Stärken liegen in der hohen Stundenleistung, der Flexibilität für verschiedene Heißgetränke und einem frei programmierbaren 7-Zoll-Touchscreen. Die optionale MDB-Schnittstelle ermöglicht Münzzahlung und Rückgeld, ist jedoch nicht serienmäßig; für Bargeldlose Zahlung ist ein Zusatzmodul erforderlich. Die Milchversorgung erfolgt rein über Instantpulver, was im Klinik- und gehobenen Office-Einsatz geschmackliche Grenzen setzt. Der Listenpreis lag 2024 bei 4.060–4.470 € netto – für das reine Gerät ohne Unterbau und Optionen. Im Vergleich bietet der OptiBean einen robusten Edelstahlbrüher mit Ditting-Keramikmahlwerk, Telemetrie ist aber nur als Option und ohne Fernkonfigurationsfunktion verfügbar. Die Wartungsintervalle sind mit empfohlenem Service-Kit nach >25.000 Bezügen alltagstauglich. Für Standorte mit konstantem Durchlauf lohnt sich die Investition bei ≥80 täglichen Getränken mittelfristig, wer Wert auf Frischmilchkännchen, App-Payment oder Fernwartung legt, findet bei Wettbewerbern breitere Featuresets.

ca. 4064 – 4468 €