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Franke A600 im Test

8.2/ 10

Preis-Leistungs-Sieger

Preis-Leistung
Design8.4
Zuverlässigkeit7.6
Bedienbarkeit8.6
Technologie8.8
Kapazität8.0
Preis-Leistung7.2

340 mm schmal, 38 kg, Werksfertigung in Aarburg (CH): Frankes A600 ist in mittelgroßen B2B-Umgebungen eine der meisteingesetzten Kaffeevollautomaten-Plattformen aus dem Schweizer Haus. Kernzahlen aus Datenblatt und Betriebsanleitung: bis zu 150 Tassen/Tag (Hersteller-Angabe), iQFlow-Extraktion bei 8 bar Brühdruck, keramische Mahlscheiben, FoamMaster-Milchsystem mit automatischer Reinigung, 8,4-Zoll-Touchdisplay, konfigurierbar für 6, 12 oder 20 Getränkepositionen. Für Büros mit 50–150 Mitarbeitern und Tankstellen-SB-Betrieb ist die A600 eine bewährte Wahl. Kaufpreis: 8.000–13.000 EUR je nach Konfiguration (Stand 2026); Mietmodelle starten bei ca. 134 EUR/Monat netto (60 Monate, MS-EC-Variante, Coffeefair.de). Zwei dokumentierte Schwachstellen: Die Auslaufkanal-Mechanik fällt bei hohem Dauerbetrieb nach 24–36 Monaten häufiger aus als bei Wettbewerbern — in deutschsprachigen Betreiber-Foren mehrfach dokumentiert. Zudem verweigert Franke den Direktverkauf von Ersatzteilen an Endkunden; Reparaturen laufen ausschließlich über autorisierte Servicestellen. Wer keinen Full-Service-Wartungsvertrag abschließt, trägt das Reparaturkostenrisiko vollständig selbst. Die 2025 angekündigte New A Line (FrankeOS, 10,4-Zoll-Display, FrankeConnect-Telemetrie ab Werk, HeatGuard -44 % Leerlauf-Wärmeverlust) adressiert die Energie- und Telemetrie-Lücken der Classic-A600. Für Deutschland ist kein bestätigtes Einführungsdatum veröffentlicht; die Classic-A600 bleibt das aktuell verfügbare Modell.

ab 8500 €

Precios orientativos incl. IVA, precios de proyecto pueden variar

Teilen:
  • Hospitality / foodservice, Office, Hotel, Retail
  • Tabletop
  • Indoor
  • Coins, Closed-loop card/key, Contactless (NFC), Mobile wallet (Apple/Google Pay)

Eco-Score

A
B
C
D
E

Kältemittel

R134a / R290

Energieklasse

C

Standby

0,08–0,15 kW

Empfehlung

⚠️ Akzeptabel

Franke A600

Unsere Bewertung im Detail

6 Achsen, datenbasiert gewichtet.

Netzdiagramm. Franke A600: Design & Aufbau 8,4, Betrieb & Zuverlässigkeit 7,6, Bedienung & UX 8,6, Technik & Funktionen 8,8, Kapazität & Sortiment 8,0, Preis-Leistung 7,2.Design & AufbauBetrieb & ZuverlässigkeitBedienung & UXTechnik & FunktionenKapazität & SortimentPreis-Leistung

Kurzfazit

8,2Sehr gut

340 mm schmal, 38 kg, Werksfertigung in Aarburg (CH): Frankes A600 ist in mittelgroßen B2B-Umgebungen eine der meisteingesetzten Kaffeevollautomaten-Plattformen aus dem Schweizer Haus. Kernzahlen aus Datenblatt und Betriebsanleitung: bis zu 150 Tassen/Tag (Hersteller-Angabe), iQFlow-Extraktion bei 8 bar Brühdruck, keramische Mahlscheiben, FoamMaster-Milchsystem mit automatischer Reinigung, 8,4-Zoll-Touchdisplay, konfigurierbar für 6, 12 oder 20 Getränkepositionen. Für Büros mit 50–150 Mitarbeitern und Tankstellen-SB-Betrieb ist die A600 eine bewährte Wahl. Kaufpreis: 8.000–13.000 EUR je nach Konfiguration (Stand 2026); Mietmodelle starten bei ca. 134 EUR/Monat netto (60 Monate, MS-EC-Variante, Coffeefair.de). Zwei dokumentierte Schwachstellen: Die Auslaufkanal-Mechanik fällt bei hohem Dauerbetrieb nach 24–36 Monaten häufiger aus als bei Wettbewerbern — in deutschsprachigen Betreiber-Foren mehrfach dokumentiert. Zudem verweigert Franke den Direktverkauf von Ersatzteilen an Endkunden; Reparaturen laufen ausschließlich über autorisierte Servicestellen. Wer keinen Full-Service-Wartungsvertrag abschließt, trägt das Reparaturkostenrisiko vollständig selbst. Die 2025 angekündigte New A Line (FrankeOS, 10,4-Zoll-Display, FrankeConnect-Telemetrie ab Werk, HeatGuard -44 % Leerlauf-Wärmeverlust) adressiert die Energie- und Telemetrie-Lücken der Classic-A600. Für Deutschland ist kein bestätigtes Einführungsdatum veröffentlicht; die Classic-A600 bleibt das aktuell verfügbare Modell.

Bewertungsdetails

8.2/ 10 Gesamtscore
KriteriumGewichtScore
Design & Aufbau15 %
8.4
Betrieb & Zuverlässigkeit25 %
7.6
Bedienung & UX15 %
8.6
Technik & Funktionen25 %
8.8
Kapazität & Sortiment15 %
8.0
Preis-Leistung5 %
7.2
Gesamtwertung100 %
8.2

Auf einen Blick

ModellFranke A600
HerstellerFranke
KategorieHeißgetränkeautomaten
TypKaffeevollautomaten
Preisrahmenab 8.500 €
TCO 5 Jahre (ca.)14.000 €(inkl. Service & Verbrauch)
Gesamtscore8.2 / 10
HerkunftFranke (CH)

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • EasyClean-/CleanMaster-Programm läuft displaygeführt vollautomatisch in ~4 Min täglich; Reinigungspersonal ohne Fachwissen ausreichend.
  • Doppelmahlwerk (2G, 2 × 1.200 g Keramikscheibe) erlaubt simultanen Betrieb mit zwei Bohnensorten — entscheidend für Standorte mit Entkoffeiniert-Nachfrage, die sonst ein zweites Gerät aufstellen müssten.
  • FoamMaster erzeugt einstellbare Schaumkonsistenz für Cappuccino und Latte Macchiato; von Care Vending Services UK und Panica Coffee Australia in unabhängigen Fachhandels-Tests als konsistent bestätigt.
  • Werkzeugloser Frontzugang zu Brüheinheit und Kaffeesatz-Behälter; 15 cm Wandabstand reichen — kritisch bei beengten Einbausituationen in Büroküchen und Nischen.

Nachteile

  • Kein Direktverkauf von Ersatzteilen an Endkunden: Reparaturen ausschließlich über autorisierte Servicestellen. Nach Garantieablauf steigen Kosten und Reaktionszeiten unkontrollierbar. Quelle: kaffeevollautomaten.org Forum.
  • Kein natives Cashless-System und kein SIM-Chip serienmäßig. Telemetrie setzt Betreiber-WLAN und optionales Digital-Services-Abo voraus; externe Zahlungsterminals kosten 3.800–5.200 USD (Franke AC-Serie).
  • Auslaufkanal-Mechanik als dokumentierter Verschleißpunkt bei Dauerbetrieb: mehrfach nach 24–36 Monaten in Betreiber-Foren gemeldet. Geschätzte Reparaturkosten 150–400 EUR je Vorfall, Ersatzteil nur über Servicestelle.

Testbericht

Brühsystem, Mahlwerk und Telemetrie

iQFlow ist Frankes proprietäre Extraktionstechnologie: Ein geregeltes Drucksystem hält den Brühdruck konstant über den gesamten Shot und fügt eine Vorinfusionsphase hinzu, in der der Kaffeepuck befeuchtet wird, bevor der Hauptextrakt fließt. Das Ziel ist eine gleichmäßigere Crema und ein konsistenteres Geschmacksprofil unabhängig vom Mahlgradverschleiß. Unabhängige Fachhandels-Tests bei Care Vending Services UK und Panica Coffee Australia bestätigen konstante Extraktion auch bei wechselnden Bohnenchargen — Hersteller-Angaben zur iQFlow-Technik sind damit in Teilen kreuzgeprüft.

Boiler-Betriebsdruck: 800 kPa (8 bar) laut Betriebsanleitung (ManualsLib, S. 20). Boiler-System, nicht Thermoblock. Das bedeutet eine längere Aufheizzeit ab Kaltstart (genaue Sekundenzahl in keiner öffentlich zugänglichen Quelle verifiziert), aber einen stabileren Druck bei schnell aufeinanderfolgenden Bezügen. Für Tankstellen-Dauerbetrieb ist das Boilersystem ein Vorteil gegenüber Thermoblock-Systemen, die bei hoher Taktfolge Temperaturschwankungen zeigen können.

Mahlwerk (2G-Ausführung): Zwei unabhängige Scheibenmahlwerke mit Keramik-Mahlscheiben, Bohnenbehälter 2 × 1.200 g (verschließbar). Bohnendosis: 16–22 g pro Bezug. Mahlscheiben-Durchmesser ist in keiner öffentlich zugänglichen Quelle veröffentlicht. Brühkolben: 43 mm oder 50 mm Durchmesser (zwei Ausbaustufen). Die zwei getrennten Bohnenkreisläufe sind praxisrelevant: Espresso links, Café Crème rechts — paralleler Betrieb mit zwei Sorten ohne zweiten Automaten. Die New A Line bietet optional bis zu drei Mahlwerke plus zwei Pulverfächer.

Milchsystem — zwei Varianten im Markt:

Milk System (MS): Pumpenbasierte Frischmilch-Ausgabe über externen Kühler; EasyClean-Variante reinigt täglich automatisch.

FoamMaster (FM): Schaumschläger mit einstellbarer Konsistenz (flüssig bis fest), integrierte Kühleinheit SU05 (5 L) oder SU12 (12 L) seitlich angedockt. Die CleanMaster-Variante (CM) reinigt den Milchkreislauf vollautomatisch per Reinigungspatrone — für 24/7-SB-Betrieb ohne tägliches manuelles Eingreifen bei der Milchreinigung entscheidend.

New A Line 2025: IndividualMilk (vollständig getrennter Doppelkreislauf für Kuh- und Pflanzenmilch) sowie DualMilk — an Classic-Geräten nicht nachrüstbar. Wer Plant-based-Nachfrage absehbar hat, sollte diesen Punkt in die Kaufentscheidung einbeziehen.

Telemetrie (Classic A600): Optionale WLAN-Anbindung über Franke Digital Services. Funktionen: Remote-Rezepturverwaltung, Menü- und Content-Updates, Auslastungsmonitoring, OTA-Firmware. Kein SIM-Chip serienmäßig; das Netzwerk stellt der Betreiber bereit. New A Line: FrankeConnect mit FrankeOS ab Werk — Real-time-Analytics, remote Preismanagement, Flotten-OTA ohne separate Konfiguration (Hersteller-Angabe, Mobility Plaza 2026).

Zahlungsanbindung: kein natives Cashless-System serienmäßig. Optional: Franke AC 200 Pay Station (ca. 5.200 USD) oder AC 125CL (ca. 3.800 USD, Absolute Espresso Plus). Drittanbieter-Terminals sind kompatibel. Die genaue MDB-Protokollversion ist in öffentlich zugänglichen Quellen nicht bestätigt.

Leistung & Energie

Nennleistung EU: 2.400–2.800 W (220–240 V, 50–60 Hz, 16 A Anschluss). Eine Niedriglast-Option ist mit 2.100–2.300 W / 10 A verfügbar — relevant für Standorte mit eingeschränkter elektrischer Absicherung. US-Konfiguration (4.500–5.300 W / 200–220 V / 30 A) ist für den DACH-Markt nicht zutreffend.

Standby-Leistung: In keiner öffentlich zugänglichen Quelle veröffentlicht. Der Wert fehlt im US-Datenblatt und in der ManualsLib-Betriebsanleitung. Betreiber, die eine Energiebilanz aufstellen wollen, müssen diesen Wert beim autorisierten Händler erfragen oder per Energiemessadapter am laufenden Gerät messen.

Jahresverbrauch (kWh): Kein veröffentlichter oder extern gemessener Prüfwert verfügbar. Eine technische Näherungsrechnung: Bei 2.400 W Nennleistung und einem angenommenen Duty-Cycle von 30 % (12 Betriebsstunden täglich, davon ~3,5 h unter Volllast, Rest Standby) bei 261 Werktagen ergibt das rechnerisch 1.800–2.600 kWh/Jahr. Diese Zahl ist eine ungesicherte Schätzung ohne Messdaten-Grundlage und sollte nicht für Verbrauchsabrechnungen gegenüber Kunden verwendet werden. Die EU-Ecodesign-Verordnung gilt für diese gewerbliche Geräteklasse nicht im gleichen Zertifizierungsumfang wie für Haushaltsgeräte; ein EU-Energielabel ist daher nicht vorhanden.

Lärmpegel: Laut Betriebsanleitung (Franke / ManualsLib, S. 20) liegt der Schalldruckpegel während Brüh- und Mahlvorgang unter 70 dB(A) bei 1 m Abstand — Hersteller-Messung, nicht extern geprüft. Für einen belebten Büroflur ist das hörbar, aber tolerierbar. In offenen, stillen Arbeitsbereichen oder Meeting-Zonen kann der Mahlvorgang als störend empfunden werden.

Aufheizzeit ab Kaltstart: In öffentlich zugänglichen Quellen nicht verifiziert. Boiler-Systeme dieser Klasse benötigen typischerweise 3–6 Minuten für volle Betriebstemperatur. Der exakte Wert für die A600 konnte nicht bestätigt werden; Franke gibt ihn nicht an.

New A Line 2025 — HeatGuard-Technologie: Franke nennt eine Reduzierung des Wärmeverlustes im Leerlauf um 44 % (Hersteller-Angabe, nicht unabhängig bestätigt, Franke GB Produktseite). Falls dieser Wert zutrifft, wäre das bei 16 Stunden täglicher Standby-Zeit ein spürbarer Einfluss auf den Jahresverbrauch. Für Betreiber mit Energieeffizienz-Anforderungen (z.B. BREEAM-zertifizierte Gebäude, ISO 50001) ist die New A Line klar vorteilhafter. Für laufende Classic-A600-Installationen empfiehlt sich eine externe Zeitschaltuhr zur gesteuerten Abschaltung in den Nichtnutzungszeiten als praxistaugliche Maßnahme zur Standby-Reduktion.

Preise & Betriebskosten: Was die A600 wirklich kostet

Kaufpreis 2026: 8.000–13.000 EUR je nach Ausbaustufe. Basis-Konfiguration A600 MS EC (1G, Milk System, EasyClean): unteres Ende der Spanne. Vollausgebaut mit FoamMaster, CleanMaster, 2G, SU12-Kühleinheit: oberes Ende. Quellen: Coffeefair.de (DE), Prestocafe.ch (ab CHF 12.000), Majesty Coffee USA (USD 14.586 für FM CM). Offizielle deutsche Listenpreise werden von Franke nicht veröffentlicht; tatsächliche Projektpreise für Großabnehmer können in beide Richtungen abweichen.

Leasing/Miete: Coffeefair.de nennt Mietkauf ab ca. 134 EUR/Monat netto (60 Monate, MS-EC-Variante). Full-Service-Pakete (inkl. Wartung, Verschleißteile, Reparaturen) starten laut Händlerangaben bei ca. 250 EUR/Monat netto — keine öffentliche Preisliste von Franke, nicht unabhängig verifiziert.

Einfache TCO-Kalkulation (Referenzstandort: Büro, 100 Tassen/Tag, 261 Werktage):

- Abschreibung: 10.000 EUR, 5 Jahre → 2.000 EUR/Jahr → 0,08 EUR/Tasse

- Kaffeebohnen: ~16 g/Tasse, Hausblend 14 EUR/kg → 0,22 EUR/Tasse Rohstoff

- Milch (30 % Milchgetränke, ~120 ml): ca. 0,04 EUR/Tasse Durchschnitt

- Energie: geschätzt 0,01–0,02 EUR/Tasse (Näherungswert, kein Messdatenpunkt vorhanden)

- Wartung/Inspektion: 400 EUR/Jahr → 0,015 EUR/Tasse

- Rohkosten-Summe: ca. 0,37 EUR/Tasse (ohne Personal, ohne Reinigungsmittel)

Der stärkste Einzelhebel im TCO sind die Bohnenkosten: Bei Premium-Bohnen (Single Origin, 20 EUR/kg) steigt der Bohnenanteil auf 0,32 EUR/Tasse; Budget-Blend (9 EUR/kg) senkt ihn auf 0,14 EUR/Tasse — eine Differenz von 0,18 EUR/Tasse oder 4.700 EUR/Jahr am Referenzstandort.

Reparaturrisiko ohne Servicevertrag: Auslaufkanal 150–400 EUR, Mahlwerkmotor 200–500 EUR, Jahresinspektion 300–600 EUR. Alle drei Positionen können im gleichen Wirtschaftsjahr auftreten. Maximal-Szenario: ca. 1.500 EUR Reparaturkosten bei 26.100 Tassen/Jahr — das entspricht ungeplanten +0,06 EUR/Tasse.

Wirtschaftlichkeitsgrenze: Unter 60 Tassen/Tag rechnet sich die A600 kaum (Panica Coffee Australia, eigene Kalkulation). Zwischen 60 und 150 Tassen/Tag ist sie die Kernzielgruppe. Ab 200 Tassen/Tag empfiehlt TFI Canada den Wechsel zur Franke A800.

Gebrauchtmarkt: Auf Kleinanzeigen.de sind A600-Geräte für 1.900–4.500 EUR verfügbar (Stand 2026). Eine Option für preissensible Einsteiger — jedoch ohne Garantie und mit unbekanntem Mahlscheiben- und Brühgruppenverschleiß.

Kapazität & Sortiment: Mittelklasse mit definierten Grenzen

150 Tassen täglich — die Herstellerangabe für die Classic A600, bestätigt durch Coffeefair.de, Care Vending Services UK und Attemeier.de. Auf 40.000 Bezüge pro Jahr umgerechnet ergibt das bei 261 Werktagen 153 Tassen/Tag: eine konsistente Zahl quer durch die Quellen. Die SpritPlus-Fachpresse nennt 120 Tassen pro Stunde im SB-Kontext — das ist ein Spitzenwert für kurze Rushzeiten, kein Dauerwert.

Betriebswirtschaftlicher Schwellwert: Unter ~60 Tassen/Tag ist der Anschaffungspreis von 8.000–13.000 EUR wirtschaftlich kaum zu rechtfertigen (Panica Coffee Australia, eigene Kalkulation). Über 200 Tassen/Tag empfiehlt TFI Canada den Wechsel zur Franke A800 oder A1000; die Classic A600 stößt dort an ihre Kapazitätsgrenzen. Die New A Line gibt 200 Tassen/Tag als Zielwert an — Hersteller-Angabe, nicht unabhängig bestätigt.

Getränkemenü: Das Display ist ab Werk auf 6 Produktpositionen konfiguriert; Operatoren können auf 12 oder 20 Positionen erweitern. Standardspektrum: Espresso, Ristretto, Café Crème, Café au Lait, Cappuccino, Latte Macchiato plus Heißwasser und Heißmilch. Mit Pulverfach (1P oder 2P) kommen Schokolade, Chai oder Instantgetränke als weitere Positionen hinzu. Eisgetränke: optionales Modul, keine Serienfunktion.

Bohnenkonfiguration: In der 2G-Ausführung mit 2 × 1.200 g Behälter liegt die Nachfüllkapazität bei ca. 13–15 Betriebsstunden bei 150 Tassen/Tag (Standarddosis 16–22 g). Tägliches Nachfüllen ist realistisch. Die 1G-Variante mit 1 × 2.000 g Behälter ist für Standorte ohne Sorten-Anforderung ausreichend.

Auslaufhöhe: 85–180 mm verstellbar. Abdeckt Espresso-Demitasse bis Tall-Mehrwegbecher (0,4 l). Kein automatischer Becherspender.

Kaffeesatz-Behälter: 60–110 Pucks je nach Dosierung (Betriebsanleitung, ManualsLib). Bei 150 Tassen/Tag ist tägliche Entleerung nötig; Überfüllung löst automatisch einen Maschinenstopp aus. Das Befüllungs-SLA für Operatoren sollte daher maximal 24 Stunden betragen, um ungeplante Ausfälle zu vermeiden.

Tropfschale: ca. 3 L (Attemeier.de — Einzelquelle, nicht kreuzgeprüft). Bei hohem Milchgetränke-Anteil kann die Tropfschale schneller voll werden als der Kaffeesatz-Behälter.

Sortimentseinschränkung Plant-based: Die Classic A600 unterstützt nur einen Milchkreislauf gleichzeitig. Für parallele Kuhmilch- und Hafer-/Sojamilch-Ausgabe reicht das System nicht aus. Die New A Line (IndividualMilk / DualMilk) löst dieses Problem strukturell. An Classic-Geräten ist das nicht nachrüstbar.

Betrieb & Wartung: Routinen, Schwachstellen, Servicemodell

Tägliche Reinigung (~8 Minuten): Das automatische Spülprogramm läuft beim Ein- und Ausschalten displaygeführt durch (~4 Min, vollautomatisch). Hinzu kommen: Tropfschale leeren und abwischen (2 Min), Kaffeeauslauf abwischen (1 Min), Milchsystem-Spülung prüfen (1 Min). Kein Fachwissen erforderlich; diese Schritte sind nach einmaliger Einweisung durch Reinigungspersonal ausführbar. Die tatsächliche tägliche Belastung ist damit unter 10 Minuten.

Wöchentliche Reinigung (~25 Minuten): Bohnenbehälter und Pulverbehälter entnehmen und ausspülen (8 Min). Brühmodul herausziehen und unter fließendem Wasser spülen — werkzeuglos (10 Min). Milchschlauch und -anschlüsse demontieren und separat spülen (7 Min). Dieser Schritt lässt sich nicht automatisieren. Für Frischmilch-Betrieb unter HACCP-Anforderungen ist die wöchentliche Reinigung schriftlich zu dokumentieren.

Jahresinspektion: Franke schreibt ein Serviceintervall alle ~40.000 Bezüge vor. Bei 150 Tassen/Tag entspricht das ca. 8–9 Monaten; bei 100 Tassen/Tag ca. 13 Monate. Autorisierte Partner berechnen nach Betreibererfahrungen 300–600 EUR pro Inspektion. Franke veröffentlicht keine öffentliche Preisliste.

Auslaufkanal-Mechanik — dokumentierter Verschleißpunkt: In kaffeevollautomaten.org-Foren ist der Ausfall dieser Mechanik nach 24–36 Monaten Dauerbetrieb ein wiederkehrendes Thema. Ein Betreiber berichtet von zwei Defekten innerhalb von 2,5 Jahren. Geschätzte Reparaturkosten: 150–400 EUR je Vorfall (Geräteklasse-Schätzung, kein unabhängig bestätigter DE-Festpreis).

Mahlwerkmotor — Fehlercode 552: Im komtra.de-Reparaturforum dokumentierter Ausfall des rechten Mahlwerk-Motors (DOMEL) ohne Vorwarnung. Austauschkosten: geschätzt 200–500 EUR inklusive Einbau. Diagnostisch über das Service-Menü abrufbar; kein visueller Alarm vor Ausfall.

Ersatzteilstrategie: Franke verweigert den Direktverkauf von Ersatzteilen an Endkunden und verweist ausschließlich auf autorisierte Servicestellen. Mehrere deutschsprachige Forum-Beiträge kritisieren das als Gebietsschutz-Praxis. Ein eigener Haustechniker kann Fehler diagnostizieren, aber nicht beheben. In einem Schadenjahr ohne Wartungsvertrag können Reparaturkosten auf 1.000–1.500 EUR summieren.

Für SB-Dauerbetrieb (Tankstellen, 24/7): Betreiber aus dem Tankstellen-Segment bestätigen störungsarmen Betrieb über 14+ Monate bei konsequenten Reinigungsroutinen (SpritPlus-Fachpresse, Franke-Empfehlung für SB). Ein Full-Service-Leasingvertrag mit inkludierter Wartung macht die Betriebskosten planbar. Ohne Wartungsvertrag bleibt das Ersatzteil-Abhängigkeitsrisiko vollständig beim Betreiber.

UserVoices aus dem Feld:

"Die Lieferung und Einweisung drei Wochen später war äußerst kompetent. Die Einweisung meiner Mitarbeiter war hervorragend, und ein After-Sales-Termin zehn Tage danach überprüfte alle Funktionen." — Betreiber, Bayern, 5/5 (Daudert Kaffeemaschinen)

"Fehlercode 552. Rechtes Mahlwerk dreht einfach nicht mehr — kein Vorzeichen." — Servicetechniker, DE, 3/5 (komtra.de Forum)

"Die Maschine läuft jetzt 2,5 Jahre — aber die Mechanik des Auslaufkanals ist bereits zum zweiten Mal defekt. Und Franke verkauft keine Ersatzteile an den Endkunden. Man ist nach Ablauf der Garantie vollständig abhängig vom Servicenetz, das natürlich seinen Preis hat." — Betreiber, DE, 2/5 (kaffeevollautomaten.org)

Design & Aufbau: Schmal, schwer, servicetauglich

340 mm Breite, 600 mm Tiefe, 750 mm Höhe, 38 kg — für einen vollausgebauten Kaffeevollautomaten mit Doppelmahlwerk und Milchsystem ist das ein bemerkenswert kompakter Grundriss. Franke erreicht diese Maße durch eine vertikale Bauweise: Die beiden Bohnenbehälter (2 × 1.200 g in der 2G-Ausführung) und das Pulverfach (1 × 1.200 g für Schokolade oder Chai) sitzen übereinander, nicht nebeneinander. Das Gerät passt auf handelsübliche Büroküchenmöbel mit 60 cm Tiefe — ein Vorteil gegenüber breiteren Systemen wie dem WMF 5000 S+.

Von vorne zugänglich ohne Wandabstand: Brüheinheit, Kaffeesatz-Behälter (60–110 Pucks je nach Dosierung) und Milchanschlüsse sind werkzeuglos von der Front erreichbar. Ein Seitenmindestabstand ist nicht vorgeschrieben; 15 cm Wandabstand zur Rückwand reichen laut Installationsanweisung. In beengten Aufstellsituationen — Einbauküchen, Nischen, Buffetbereiche — ist das ein messbarer Vorteil gegenüber Geräten mit rückseitigem Zugang.

Materialien: Edelstahlfront, Kunststoffverkleidung an den Seitenflächen. Die Haptik der Ausgabemulde ist robust; Kratzer durch Tassen bleiben weitgehend unsichtbar. Die Optik ist klar auf den Betriebseinsatz ausgerichtet — solide, nicht repräsentativ. Für Show-Aufstellungen in Premium-Hotellobby-Umgebungen (5-Sterne, Flagship-Stores) reicht das ästhetische Niveau der Classic-A600 nicht.

Das 8,4-Zoll-Touchdisplay (resistiv) ist breit genug für Produktbilder und Werbeinhalte. Über Franke Digital Services lassen sich Menüpositionen, Preise und Inhalte remote aktualisieren — kein lokaler Techniker nötig. Das resistive Panel ist kein kapazitiver Touchscreen im Smartphone-Standard: Trägheit bei schnellen Wischgesten ist spürbar. Für Betrieb mit Handschuhen (Industrie, Outdoor-Aufstellung) ist resistiv ein praktischer Vorteil.

FoamMaster-Kühleinheit (SU05: 5 L oder SU12: 12 L) wird seitlich angedockt und addiert 225 mm zur Gerätebreite: Gesamtbreite mit SU12 ca. 565 mm. Dieser Modulfaktor ist bei der Stellplanung verbindlich zu berücksichtigen — ein häufiger Fehler bei der Einplanung in bestehende Möbelzeilen.

Farbangebot: Classic A600 ausschließlich in Schwarz (Black Line). Die New A Line 2025 bietet Onyx, Granite und Mahogany. Für Betreiber, die das Gerät visuell in ihr Innenraumkonzept integrieren müssen, ist das ein relevantes Upgrade — für Bestandskäufer der Classic-Linie nicht nachrüstbar. Stand 2026 ist die New A Line für Deutschland noch nicht offiziell eingeführt; Franke gibt einen globalen Rollout durch Ende 2026 an (Franke GB).

Anschlüsse: Festwasser G 3/8" Außengewinde, Metallflex-Schlauch 1.500 mm. Wasserdruckbereich 0,8–8,0 bar. Ablaufschlauch 16 mm Durchmesser, 2.000 mm Länge. Zulaufwassertemperatur: unter 25 °C. Wasserhärte 70–140 ppm (4–8 dH), pH 6,5–7,5, Chlorgehalt unter 0,5 mg/l. Kein Tanksystem in der DACH-Standardkonfiguration; Tankoption nur für ausgewählte Märkte auf Anfrage.

Technische Details

Vollständiges Datenblatt aus Universal- und Kategorie-Feldern.

Einsatz & Betrieb

Use cases / locations
Hospitality / foodservice, Office, Hotel, Retail
Installation type
Tabletop
Environment (indoor/outdoor)
Indoor

Zahlung

Payment methods
Coins, Closed-loop card/key, Contactless (NFC), Mobile wallet (Apple/Google Pay)
Payment interface protocol
MDB (Multi-Drop Bus)
Payment features
Offline mode / store&forward, Receipts, Remote price updates

Konnektivität

Telemetry / remote monitoring
Full (sales+stock+remote)
Connectivity
Ethernet/LAN, Wi‑Fi

Technik

Sensors
milk_temperature, bean_hopper_level

UI

UI / display type
Touchscreen

Compliance

Age verification
Not required

Preis & Wirtschaftlichkeit

Price segment
Premium

Enlaces y documentos útiles

Weiterführende Quellen

  1. 1.Franke A600 — US Product Page Abgerufen: 29 de junio de 2026
  2. 2.Franke A600 New A Line — GB Product Page Abgerufen: 29 de junio de 2026
  3. 3.Franke Digital Services — CH Abgerufen: 29 de junio de 2026
  4. 4.Franke A600 Original Operating Instructions p. 20 — ManualsLib Abgerufen: 29 de junio de 2026
  5. 5.Franke A600 MS EC Black Line — Coffeefair.de Abgerufen: 29 de junio de 2026
  6. 6.Franke A600 — Attemeier Mietservice Abgerufen: 29 de junio de 2026
  7. 7.Franke A600 FM CM 2G — Mondodelcaffe.de Abgerufen: 29 de junio de 2026
  8. 8.Franke A600 FM CM Superautomatic — Majesty Coffee USA Abgerufen: 29 de junio de 2026
  9. 9.Franke A600 — ForthCoffee UK Abgerufen: 29 de junio de 2026
  10. 10.Franke A600 FM — Absolute Espresso Plus Abgerufen: 29 de junio de 2026
  11. 11.Franke A600 Coffee Machine Review — Care Vending Services UK Abgerufen: 29 de junio de 2026
  12. 12.Franke A600 Bean to Cup (170 cups/day) — ClumsyGoat UK Abgerufen: 29 de junio de 2026
  13. 13.Self-service coffee machine: Franke A600 review — Panica Coffee Australia Abgerufen: 29 de junio de 2026
  14. 14.Franke A600 — Connect Vending UK Abgerufen: 29 de junio de 2026
  15. 15.Franke A600 vs A800 vs A1000 — TFI Canada Abgerufen: 29 de junio de 2026
  16. 16.Franke Launches New A Line — Mobility Plaza Abgerufen: 29 de junio de 2026
  17. 17.Franke A600 — Daudert Kaffeemaschinen (inkl. Betreiber-Testimonials) Abgerufen: 29 de junio de 2026
  18. 18.Probleme mit Franke A600 — Keine Unterstützung durch den Hersteller (Forum) Abgerufen: 29 de junio de 2026
  19. 19.Franke A600 — 552 Impulsfehler am rechten Mahlwerk (komtra.de Forum) Abgerufen: 29 de junio de 2026
  20. 20.Kaffeevollautomaten im SB-Bereich: Die Empfehlung von Franke — SpritPlus Abgerufen: 29 de junio de 2026
  21. 21.Franke A600 — Kaffeemaschinen-Technik Prausse (autorisierter Servicepartner) Abgerufen: 29 de junio de 2026
KI-gestützt recherchiert, redaktionell geprüftZuletzt geprüft:
TestsiegerWMF 1500 S+

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9,1Sehr gut87 Bewertungen

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ca. 12.250 – 15.900 €

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