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|WMF· Professional Coffee Machines

WMF 950 S

7.5/ 10

Empfehlenswert

Design7.4
Zuverlässigkeit7.9
Bedienbarkeit7.2
Technologie7.6
Kapazität6.8
Preis-Leistung7.3

Kompakte Maße, ein 1,8-Liter-Wassertank und 21 programmierbare Getränkeoptionen prägen das Profil der WMF 950 S. Der Vollautomat adressiert vor allem kleinere Standorte, die täglich maximal 50 Tassen mit gleichbleibender Qualität abdecken wollen – darunter Büros mit bis zu 40 Mitarbeitenden, Kanzleien oder kleine Arztpraxen. Die Grundfunktionen sind auf Einfachheit ausgerichtet: Touch-Display, One-Touch-Milchschaum (mit externem Milchkühler/Milchlanze) und werkzeuglose Zubereitung. Die Reinigung erfordert mindestens einmal pro Woche einen Systemdurchlauf von ca. 10 Minuten. Schwachpunkte bleiben: Kein Festwasseranschluss im Standard, keine serielle Telemetrie, limitierte Füllmengen (750 g Bohnen, 1,8 l Wasser) und ein seit 2026 ausgelaufener Lieferstatus, der die Ersatzteilversorgung mittelfristig limitiert. Für Betreiber, die schnelle Getränkewechsel und eine einfache Bedienung wünschen, rechnet sich die Anschaffung ab einem Durchsatz von etwa 30 Tassen/Tag. Der Preisrahmen von 1.630–1.699 EUR netto liegt unterhalb typischer Wettbewerber im Gastronomiebereich, setzt jedoch Eigenengagement bei Pflege und gelegentlichem Teiletausch voraus.

ca. 1,630 – 1,699 €

Guide prices net (excl. VAT), project prices may vary

  • Counter unit
  • None
  • Touchscreen
  • External chilled canister

Öko-Label

ABCDE

Nennleistung

2600 W

WMF 950 S — Frontansicht · Quelle: assets.wmf-coffeemachines.com

6 Fotos · WMF 950 S

Einsatzgebiete

Für welche Standorte sich das Gerät eignet, und für welche nicht.

Ideal

Büro & Verwaltung

Empfohlen für Teams bis 40 Personen und besucherarme Standorte.

Ideal

Kleiner Einzelhandel

Für Ladengeschäfte/Kioske mit moderatem Kundenstrom pro Tag.

Ideal

Praxen & Kanzleien

Ideal für Wartebereiche, kleine Arztpraxen, Rechtsanwaltsbüros.

Bedingt

Gastronomie-Zubringer

Nur bedingt für Buffetstationen/Etagenteeküchen mit Tagesmengen unter 50 Tassen.

Unsere Bewertung im Detail

6 Achsen, datenbasiert gewichtet.

Netzdiagramm. WMF 950 S: Design & Aufbau 7,4, Betrieb & Zuverlässigkeit 7,9, Bedienung & UX 7,2, Technik & Funktionen 7,6, Kapazität & Sortiment 6,8, Preis-Leistung 7,3.Design &AufbauBetrieb &ZuverlässigkeitBedienung &UXTechnik &FunktionenKapazität &SortimentPreis-Leistung

Kurzfazit

7,5Gut

Kompakte Maße, ein 1,8-Liter-Wassertank und 21 programmierbare Getränkeoptionen prägen das Profil der WMF 950 S. Der Vollautomat adressiert vor allem kleinere Standorte, die täglich maximal 50 Tassen mit gleichbleibender Qualität abdecken wollen – darunter Büros mit bis zu 40 Mitarbeitenden, Kanzleien oder kleine Arztpraxen. Die Grundfunktionen sind auf Einfachheit ausgerichtet: Touch-Display, One-Touch-Milchschaum (mit externem Milchkühler/Milchlanze) und werkzeuglose Zubereitung. Die Reinigung erfordert mindestens einmal pro Woche einen Systemdurchlauf von ca. 10 Minuten. Schwachpunkte bleiben: Kein Festwasseranschluss im Standard, keine serielle Telemetrie, limitierte Füllmengen (750 g Bohnen, 1,8 l Wasser) und ein seit 2026 ausgelaufener Lieferstatus, der die Ersatzteilversorgung mittelfristig limitiert. Für Betreiber, die schnelle Getränkewechsel und eine einfache Bedienung wünschen, rechnet sich die Anschaffung ab einem Durchsatz von etwa 30 Tassen/Tag. Der Preisrahmen von 1.630–1.699 EUR netto liegt unterhalb typischer Wettbewerber im Gastronomiebereich, setzt jedoch Eigenengagement bei Pflege und gelegentlichem Teiletausch voraus.

At a glance

Model
WMF 950 S
Manufacturer
WMF
Category
Heißgetränkeautomaten
Type
Kaffeevollautomaten
Price range
ca. 1,630 – 1,699 €
Overall score
7.5 / 10
Origin
WMF (DE)

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • 21 individuell anpassbare Getränkeprogramme laut Hersteller-Broschüre
  • Externer Milchkühler oder Milchlanze flexibel nutzbar (kein fest integrierter Tank)
  • Mindestfreiraum an der Seite laut Handbuch nur 50 mm
  • Offene USB-Schnittstelle für Rezept- und Settings-Import/Export
  • 22 kg Leergewicht, Standortwechsel ohne aufwändige Umrüstung möglich
  • Unkomplizierte Systemreinigung mit Reinigungstablette in ca. 10 Minuten
  • 7-Zoll-Touchdisplay für einfache Bedienung und Wartungsanweisungen
  • Nur 303 mm breit – ideal für eingeschränkte Stellflächen

Nachteile

  • Kein serienmäßiger Festwasseranschluss (nur Umbausatz und Zubehöroption)
  • Geräte ab Juni 2026 abgekündigt, Ersatzteilversorgung nur bis Ende 2034 zugesichert
  • Bohnenbehälter und Wasser tanken: Nach spätestens 50 Tassen täglicher Nachfüllbedarf
  • Keine Telemetrie/Schnittstellen für Fernüberwachung oder Paymentanbindung auswählbar

Testbericht

Design & Aufbau

Mit einer Breite von 303 mm, einer Höhe von 562 mm und einer Tiefe von 528 mm positioniert sich die WMF 950 S deutlich kompakter als typische Vollautomaten für den kleinen bis mittleren Office-Bereich. Das Leergewicht von 22 kg bestätigt eine eher robuste Konstruktion. Die seitlich und rückseitig geforderten Abstände – je 50 mm laut Betriebsanleitung – erschweren jedoch eine dichte Aufstellung in beengten Küchen oder Tee-Ecken. Wer das maximale Platzangebot nutzen will, muss auch 200 mm Freiraum über dem Produktbehälter einplanen, etwa für das Nachfüllen der Bohnen und Reinigungsvorgänge. Besonders unter niedrigen Hängeschränken ist eine genaue Ausmessung der Stellfläche unumgänglich [siehe WMF-Betriebsanleitung S. 90].

Die Materialqualität ist ausreichend für den professionellen Einsatz: Die Broschüre verweist auf ein klassisches WMF-Gehäuse mit Edelstahl- und Kunststoffanteilen, ohne spezielle Angabe zu Anti-Fingerprint-Oberflächen. Sichtbare Spaltmaße und eine recht glatte Optik kennzeichnen das Gerät optisch eher funktional als hochwertig. Die Bedienfront dominiert ein 7-Zoll-Touch-Display, das nach Angaben des Herstellers alle Rezeptauswahlen, Einstellungsmöglichkeiten und Reinigungsaufforderungen bündelt. Beschriftung und UI wirken aufgeräumt, verzichten aber auf separate physische Direktwahltasten. Ein klarer Vorteil für wechselnde Nutzergruppen, wenn strukturierte Bedienführung gewünscht ist. Bei starker Lichteinstrahlung muss mit reduzierter Ablesbarkeit gerechnet werden – eine Angabe zum Displaykontrast fehlt. Die Position des Displays ganz oben auf der Front ermöglicht zwar den Blick aus Stehhöhe, entzieht sich aber kleinen Nutzern unter 1,60 m.

Für den Zugang zu technischen Komponenten wie Wasserfilter, Bohnenbehälter oder Satzschublade werden keine Spezialwerkzeuge benötigt. Die Betriebsanleitung weist auf den abnehmbaren Frischwasserbehälter (ca. 1,8 l) auf der linken Seite hin. Dieser lässt sich zum Nachfüllen nach vorne herausziehen, verlangt aber einen gewissen Bewegungsspielraum. Der Bohnenbehälter fasst laut Dokumentation 750 g und sitzt sichtbar auf dem Gerät. Für Service- und Wartungsarbeiten, wie das Entnehmen der Brühgruppe zur Reinigung, genügt der Zugang von vorne und oben. Die Rückseite bleibt für Wartungen praktisch uninteressant. Ein Schwachpunkt offenbart sich bei engen Theken: Wer Müllbehälter und Tropfschale leeren will, muss beide Bauteile komplett aus dem Gerät ziehen, was den seitlichen Abstand und Bewegungsfreiheit voraussetzt.

Die äußere Verarbeitung erreicht klassisches B2B-Niveau, bleibt weitgehend schnörkellos und zweckorientiert. Bei dauerhaft hoher Beanspruchung sind pragmatische Lösungen gefragt, keine Designexzesse. Ein weiterer Aspekt ist die fehlende Farbauswahl ab Werk—individuelle Folierungen oder CI-Anpassungen werden im offiziellen Zubehörprogramm nicht angeboten. Wer Corporate Branding verlangt, ist auf Eigeninitiative oder Fremdlieferanten angewiesen. Die Montage der Milchschläuche für das externe Milchsystem wirkt funktional, könnte aber bei häufig wechselndem Personal zu Handhabungsfehlern führen. Für kleine Standortküchen ohne ausreichend Platz ist das Modell wegen der geforderten Zugangsfreiheit und des hohen Einfüllbereichs nur bedingt geeignet.

Sämtliche technischen Angaben und Details zur Gestaltung stammen aus der offiziellen Betriebsanleitung, der Planungsinformation und der Broschüre von WMF [Quellen: Betriebsanleitung S. 90, Broschüre S. 6–8, Planungsinformation]. Unabhängige Dritt-Reviews ergänzen die Einschätzung um Aspekte wie tatsächlichen Nutzwert und Handling, belegen aber keine Abweichungen bei Verarbeitung oder Aufbau [vgl. OFFICE ROXX Redaktionstest, office-roxx.de].

Technologie & Funktionen

21 Getränke vorwählbar, 7-Zoll-Touch-Display für Rezepte und Einstellungen, dazu ein Mahlwerk mit maximal 14 g Auswurf pro Brühvorgang: Die 950 S bietet klassische Bean-to-Cup-Technik mit gewerblicher Ausrichtung. Die Brühgruppe arbeitet mit automatisierter Preinfusion und einer je nach Getränk individuell ansteuerbaren Kaffeemenge. Die Bedienung erfolgt ausschließlich über das zentrale Display, das nach Herstellerangabe auch den Import und Export von Rezeptsets per USB ermöglicht. Werrelevante Werbung, wie sie in größeren Tischvollautomaten möglich ist, unterstützt das Display über Videodatei-Import – ein kanalübergreifendes Remote-Content-Management existiert nicht. Technische Telemetrie im Sinne einer zentralen Fernüberwachung ist weder serienmäßig noch als Option dokumentiert.

Die Kaffeemengenanpassung erlaubt über das Barista-Feld eine spontane Stärkeänderung von ±15 % für einen Bezug. Für besonders große Gefäße kann ein Multishot-Modus aktiviert werden, bei dem die Maschine bis zu 12 Einzelportionen ausgibt, bevor ein Wechsel des Rezeptes erforderlich wird. Ein moduliertes Milchsystem ist nicht integriert, stattdessen nutzt das Gerät Basic Milk: Die Milchzufuhr läuft wahlweise über einen separaten WMF-Milchkühler oder direkt per Milchlanze aus dem Tetrapack. Ein integrierter Kühlschrank ist nicht vorgesehen. Autarke Frischmilchsysteme für die Theke erfordern damit zusätzlich gelistete Zubehöranschaffungen und eine separate Reinigungslösung.

Keine Vernetzungsfunktion: Weder WLAN noch Ethernet werden für dieses Modell dokumentiert. Ebenso fehlen MDB-Kassenschnittstelle oder Bezahlsystemanschlüsse. Betreiber sind daher auf klassische Gastronomieumgebungen mit unbeaufsichtigtem Personal und ohne Selbstbedienung limitiert. Die USB-Schnittstelle erfüllt keine Kassenzwecke, sondern dient ausschließlich der Dateiübertragung und Geräteeinstellung. Erweiterungen für Kontaktloszahlung, Karten, Mobile Wallet oder Barcode-Scanner sind laut geöffneten Händler- und Herstellerspezifikationen nicht vorgesehen. Damit verbleibt die 950 S funktional in der Kategorie halbprofessioneller Büro- und HoGa-Maschinen, ohne Upgrade-Perspektive in Richtung automatisierter Zahlungslösungen.

Der Austausch des Mahlwerks ist rein mechanisch über Schrauben realisierbar, was sich bei Wartungsbedarf als Vorteil zeigt. Ein Knockbox-Auswurf fehlt vollständig; stattdessen landen Kaffeesatzreste in der im Gerät integrierten, von Hand zu leerenden Auffangschale. Für große Durchläufe und ununterbrochene Selbstbedienung gibt es kein eigenständiges Abfallmanagement. Diese Begrenzung schränkt die Automatisierbarkeit und Skalierbarkeit bei Standorten über etwa 40–50 Nutzern pro Tag spürbar ein. Negativ fällt auf: Bei Wechsel auf eine zweite Bohnenmischung – etwa für entkoffeinierten Kaffee – existiert keine variable Umschaltfunktion, da der Bohnenbehälter nicht geteilt ist. Ein zusätzlicher Pulvereinwurf ist ebenfalls nicht dokumentiert.

Technologisch wurde auf ein skalierbares, aber funktional klares Konzept gesetzt. Wer den Automaten für wechselndes Sortiment, Payment-Upgrade oder digitale Steuerung einsetzen will, bekommt hier keine Option. Die Grundfunktionen für Einzelportionsdienst werden vollständig abgedeckt, der Sprung ins erweiterte Catering-Segment gelingt aufgrund fehlender Vernetzung und Kassenschnittstellen jedoch nicht. Quellen: WMF Betriebsanleitung, WMF Broschüre, WMF Manufacturer Site, Coffeefair Händler, OFFICE ROXX Test.

Kapazität & Sortiment

50 Tassen pro Tag sind als Obergrenze in der offiziellen Broschüre mehrfach genannt und grenzen den WMF 950 S klar auf kleine bis mittlere Einsatzfelder ein. Der Hersteller gibt ausdrücklich keine höheren Verbräuche frei, auch wenn im Stundenmaximum rechnerisch ähnliche Werte erreicht werden können. Ansprechpartner aus Handel und Service empfehlen bei schwankendem Bedarf regelmäßig, Standorte mit weniger als 30 täglichen Nutzern kritisch zu hinterfragen – denn bleibt die Maschine länger ungenutzt, steigen Stillstandsanzeigen und Reinigungsaufwand unverhältnismäßig. Im Gegenzug ist für Büros mit bis zu 50 fest eingeplanten Mitarbeitenden oder kleinen Ladengeschäften der Durchsatz konsistent lieferbar, solange Wartung und regelmäßige Pflege erfüllt werden.

21 vorprogrammierte Getränke bilden das Sortiment ab. Die Auswahl reicht laut Anleitung von klassischem Espresso über Latte Macchiato, Cappuccino und Milchkaffee bis zu Café Crème, reinem Milchschaum und Heißwasser. Jedes Getränk ist vorinstalliert, Anpassungen an Stärke, Temperatur oder Milchmenge erfolgen über das Touchdisplay. Eigenständig neu programmierbare Rezepte sind möglich, die Praxis bleibt aber weitgehend auf Bohnenkaffeevarianten limitiert. Kakao oder Instant-Spezialitäten sind nicht vorgesehen. Der Umfang reicht für Standorte, die klare Kaffee-Fokussierung erwarten und keine ausgeprägte Vending-Vielfalt benötigen.

Bohnenbehälter und Wassertank grenzen die Standzeiten zwischen Nachfüllzyklen: 750 Gramm Bohnen lassen sich laut Broschüre einfüllen, das entspricht grob 100 bis 110 Getränken bei einzelnem Espresso. Der Wassertank fasst rund 1,8 Liter – bei klassischen Bezügen mit 120 ml Kaffee müssen Betreiber spätestens nach knapp 15 Ausgaben nachfüllen. Wer die Maschine in Selbstbedienung betreibt, bemerkt schnelle Wechselintervalle bei Milchgetränken: Ein Liter Frischmilch reicht laut HACCP-Anleitung für etwa 20 Cappuccino oder vergleichbare Getränke, abhängig von Schaummenge und gewählter Rezeptur. Für längere Standzeiten empfiehlt sich ein optionaler Festwasseranschluss; der ist aber laut Bedienanleitung kein Serienbestandteil und erfordert ein Zusatzkit.

Im Redaktionsalltag von OFFICE ROXX wurde ein 120-ml-Kaffee nach Aufheizen in 48 Sekunden geliefert, ähnliche Werte sind für weitere Einzelbezüge realistisch. Die Maschine arbeitet damit zwar zügig, für Kantinen- oder Ladenumfelder mit Stoßbelastungen kommt sie aber rasch an Grenzen: Warteschlangen ab 10 oder mehr Nutzern zeitgleich führen zu Verzögerungen gegenüber Geräten mit paralleler Zubereitung oder größeren Vorratsbehältern. Die 50-Tassen-Tagesleistung ist als klare Obergrenze angelegt – jeder Mehrbedarf in Stoßzeiten müsste in den Schichtplan eingepreist werden. Wer saisonal mit einmaligem Hochlauf oder längerer Unterbelegung rechnet, riskiert Leerlaufmeldungen und unnötigen Reinigungsaufwand. Eine gezielte Bedarfsermittlung vor Kauf ist ratsam.

Händlerangebote und offizielle Dokumentation spiegeln keinen Variantenbau für Programmumfang oder Kapazitäten: Die 950 S ist immer ein Einmühlen-Modell mit extern angebundener Milcheinheit. Die Fähigkeit, Getränke individuell anzupassen, bietet Freiraum für Unternehmensstandards oder feste Rezepte, grenzt Sonderwünsche aber auf den vorgegebenen Systemrahmen ein. Für Einsatzfelder mit wechselndem Nutzerkreis, etwa in der Hotellounge ohne dediziertes Barpersonal, bleibt der Automat praktikabel, solange die Füllzyklen eng begleitet und die Getränkekarte stabil bleibt. Nutzer, die verschiedene Produktgruppen an einem Gerät wünschen, verfehlen mit der WMF 950 S das Ziel.

Betrieb & Wartung

Systemreinigungen sollten spätestens nach 200 Brühungen oder innerhalb von sechs Tagen durchgeführt werden, sonst erfolgt eine automatische Ausgabesperre nach 250 Brühungen beziehungsweise einer Woche. Die Betriebsanleitung legt fest, dass die komplette Systemreinigung rund 10 Minuten dauert. Dabei ist ein Auffangbehälter mit mindestens 3 Litern Fassungsvermögen erforderlich, um das bei der Reinigung durchlaufende Wasser und Spülmittel sicher aufzufangen. Bei einer unterlassenen Reinigung wird das Gerät gesperrt, bis der Zyklus korrekt abgeschlossen ist. Die Reinigungstabelle differenziert zwischen Systemreinigung, täglicher Reinigung und wöchentlicher Milchsystempflege. Grundsätzlich müssen alle arbeitstäglich vorgesehenen Schritte mindestens einmal täglich ausgeführt werden, bei stark frequentierten Aufstellorten ist auch eine häufigere Wiederholung angezeigt.

Bei der Milchsystempflege kommt das sogenannte Click+Clean-Verfahren zum Einsatz: Der Milchschlauch wird dazu mit dem Heißwasserauslauf verbunden, sodass die Leitung automatisch mit heißem Wasser durchspült wird. Wöchentliche Pflegearbeiten umfassen eine systematische Reinigung des Milchsystems mit dem vom Hersteller vorgeschriebenen Spezialreiniger. Die Reinigungsflüssigkeit kostet laut aktuellem Online-Shop 12,75 EUR netto pro Liter. Der Milchschlauch gilt gemäß Anleitung als Verschleißteil und muss spätestens alle sechs Monate ausgetauscht werden – der Listenpreis liegt bei 28,81 EUR netto. Auch der Wassertankfilter ist ein turnusmäßig zu tauschendes Teil und laut Anleitung spätestens nach zwei Monaten zu ersetzen; der Stückpreis ist im Zubehörshop mit 19,89 EUR netto ausgewiesen.

Die Reinigungstabletten (100 Stück für 19,48 EUR netto) reichen für 100 Durchgänge: pro Reinigung wird zwingend eine Tablette benötigt, was etwa 0,20 EUR pro Zyklus entspricht. Wer die Kosten kalkuliert, muss die Ersatzteilpreise und Reinigungsmittel mit in die Wirtschaftlichkeitsrechnung aufnehmen. Die Original-Betriebsanleitung verweist darauf, dass Selbstbedienungsaufstellungen generell von eingewiesenem Personal überwacht werden müssen. Die System- und manuelle Milchsystemreinigung sollen ausschließlich geschulte Mitarbeiter übernehmen. Für Betreiber mit wechselndem Bedienpersonal in Gemeinschaftsbüros entsteht administrativer Aufwand durch regelmäßige Unterweisung und Kontrolle.

Für Reparaturen oder Störungsbehebungen im laufenden Betrieb nennt keine öffentlich zugängliche Quelle durchschnittliche Kosten oder typische Stundensätze. WMF verweist auf sein eigenes Servicenetz und gibt an, dass Ersatzteile bis mindestens Dezember 2034 lieferbar bleiben. Wer einen bestehenden Wartungsvertrag für die 950 S benötigt, sollte die Servicebedingungen explizit standortspezifisch kalkulieren lassen. Die Erfahrung vieler Anwender aus Fachforen beschränkt sich auf Routineprobleme wie feuchten Kaffeesatz oder Bohnenreste in der Tropfschale. Eine belegte Angabe zur Häufigkeit werksseitiger Reparaturen oder der durchschnittlichen Serviceinterventionen pro Jahr fehlt derzeit. Die Inbetriebnahme, inklusive Erstbefüllung, wird in mehreren Quellen mit ausgebautem Milchsystem mit unter fünf Minuten beziffert.

Bei der Planung sind die Reinigungszyklen und die Personalbindung für den täglichen Betrieb zwingend einzukalkulieren. Die Maschine ist auf die Einhaltung der HACCP-Vorgaben für gewerbliche Nutzung zugeschnitten. Damit ist zwar ein strukturierter Ablauf vorgegeben, er verlangt aber Präzision und Zeitdisziplin vom Bedienpersonal. Wer diese Anforderungen unterschätzt, riskiert Gerätesperren und damit Versorgungsengpässe im Betrieb.

Leistung & Energie

2,6 bis 2,8 Kilowatt Nennleistung veranschlagt die Original-Betriebsanleitung für die WMF 950 S. Der einphasige Anschluss (220–240 V, 50/60 Hz, 1/N/PE) stellt in den meisten gewerblichen Gebäuden kein Hindernis dar. Wer mehrere Geräte oder andere leistungsstarke Verbraucher in unmittelbarer Nähe betreibt, sollte die elektrische Absicherung des jeweiligen Standortes explizit prüfen (Quelle: Betriebsanleitung S. 90, assets.wmf-coffeemachines.com/…/wmf-950s-operating-instructions-de.pdf). Für die Leistungsabnahme im Standardbetrieb gibt der Hersteller selbst keine exakte mittlere Leistungsaufnahme je Tasse vor. Die Planungsinformation dokumentiert dafür den Energiebedarf im Standby mit 0,03 kWh pro Stunde und den Verbrauch bei maximalem Betrieb mit 2,7 kWh pro Stunde (assets.wmf-coffeemachines.com/…/wmf-950-s-planning-information-en.pdf). Realistisch bewegt sich der Tagesverbrauch bei 50 Tassen zwischen diesen beiden Werten, je nach individueller Nutzung und Reinigungsintensität liegt der Jahresverbrauch typischerweise im Bereich von 400 bis 600 kWh – sofern sie täglich auf vergleichbarem Niveau genutzt wird und Reinigungszyklen eingehalten werden.

Der Schalldruckpegel bleibt laut Originaldokumentation unterhalb der 70 dB(A)-Grenze. OFFICE ROXX misst im Praxistest Werte zwischen 62 und 68 dB beim Mahlen, abhängig vom jeweiligen Bezugsvorgang (office-roxx.de/…/die-wmf-950-s-im-redaktionstest). Damit liegt die Geräuschemission typischerweise merkbar oberhalb eines üblichen Kühlschranks, jedoch deutlich unter dem Niveau von Gastro-Standmixern oder herkömmlichen Filterkaffeemaschinen mit Mahlwerk. Für offene Büroräume oder Arztpraxen ist das relevant, da der Geräuschpegel in Stoßzeiten nicht vollkommen untergeht. In kleinem Besprechungsumfeld kann er durchaus auffallen.

Die Aufheizzeit für die Erstinbetriebnahme gibt die unabhängige Redaktion von OFFICE ROXX im Test mit knapp 5 Minuten bis zur ersten Getränkeausgabe an. Dieser Wert beinhaltet alle Erststartprozeduren (Befüllung, Spülen, individuelle Grundeinrichtung). Bei normaler Nutzung nach erfolgter Programmierung fällt die Aufheizzeit vor dem ersten Bezug geringer aus. Dennoch sind kurze Wartephasen nach längerer Standzeit einzukalkulieren. Einen technischen Vorteil für den Dauerdurchsatz bietet die verbaute Heiztechnik nicht, sobald der Boiler einmal die Solltemperatur erreicht hat.

Beim zulässigen Betriebsumfeld nennt die technische Dokumentation eine Umgebungstemperatur von +5 bis +35 °C und bis zu 80 Prozent relative Luftfeuchtigkeit ohne Betauung. Für typische Innenräume genügt das, Kellerräume mit potenziell hoher Luftfeuchte sollten aber kritisch geprüft werden. Bei der Leitungswassernutzung ist zu beachten, dass der Fließdruck zwischen 2 und 6 bar liegen muss. Die maximale Zulauftemperatur beträgt laut Anleitung 35 °C.

Der tatsächliche Effekt dieser Rahmendaten auf Energie- und Betriebskosten hängt stark von Nutzungsintervallen, Standortbedingungen und Reinigungsdisziplin ab. Bereits ein Anwenderfehler wie das Nicht-Ausschalten außerhalb der Betriebszeiten kann zu unnötigen Standby-Verlusten führen. Ein automatischer Energiesparmodus wird im Datenblatt nicht hervorgehoben. Die Redaktion wertet das als bedingten Schwachpunkt im Kosten-Nutzen-Verhältnis bei Standorten mit geringer Nutzungsdichte. Im Vergleich zu den energieintensiven Modellen aus dem Gastronomiebereich bleibt die 950 S aber noch im unteren Leistungsbereich, von einer Stromfalle kann keine Rede sein. Ein jährlicher Stromkostenvergleich mit herkömmlichen Einzeltassenbrühern und Filtermaschinen fällt unter Umständen dennoch gegen den Vollautomaten aus, sofern der Kaffeebedarf unterhalb der vorgesehenen Zielmarke von rund 50 Tassen pro Tag bleibt.

Preise & Betriebskosten

Kalkuliert man die Gesamtkosten für eine WMF 950 S aus aktuell belegbaren Händlerangeboten, ergibt sich eine Netto-Kaufpreisspanne von 1.630 bis 1.699 EUR. Alle drei dokumentierten Nettoangebote melden jedoch „nicht mehr verfügbar“, „ausverkauft“ oder „nicht lieferbar“. Für tatsächlich lieferbare Neugeräte wäre eine Händleranfrage notwendig. Der Listenpreis gilt damit als Referenz für bestehende Bestände, nicht für Neubeschaffung. Die Abkündigung des Modells erfolgte laut Hersteller im Juni 2026, Ersatzteil- und Supportzusagen enden planmäßig im Dezember 2034. Damit liegen auf dem Zweitmarkt künftig Preis und Verfügbarkeit weitgehend im Ermessen einzelner Anbieter.

Für die Gesamtkosten müssen Betreiber außer dem Anschaffungspreis folgende laufende Kosten kalkulieren: Reinigungstabletten (100 Stück Dose: 19,48 EUR netto), Milchsystemreiniger (1 l: 12,75 EUR), Flüssigentkalker (0,7 l: ca. 7,63 EUR), Wasserfilter (Tankfilter: 19,89 EUR) und den vorgeschriebenen Austausch des Milchschlauchs mit Milchdüse alle sechs Monate (ca. 28,81 EUR). Die komplette Tropfschale samt Satzbehälter liegt knapp unter 100 EUR, was als Einzelposten selten relevant ist, aber spätestens beim Austausch nach Beschädigung spürbar wird. Im Mittel erfordern Reinigung und Pflege pro Monat nur geringe Materialeinsätze, da laut Anleitung eine Reinigungstablette pro Zyklus einzusetzen ist.

Eine konkrete Beispielrechnung auf Sicht von fünf Jahren, unter der Annahme von 50 Tassen pro Tag an 250 Betriebstagen im Jahr, ergibt folgendes Bild: Der reine Gerätekauf verteilt sich auf 330 bis 340 EUR jährlich. Für Reinigung und Verschleißteile lässt sich bei durchschnittlich einer Systemreinigung pro Woche sowie dem halbjährlichen Milchschlauchaustausch mit Zusatzkosten von rund 70 bis 90 EUR pro Jahr rechnen. Zusammen bleiben die laufenden Materialkosten pro Tasse unter 0,05 EUR. Nicht eingerechnet sind Personalkosten für tägliche Reinigung, technische Störungen, mögliche Reparaturen und die optionale Nachrüstung eines Festwasseranschlusses. Die Preisspanne für Ersatzteile wird von WMF bis Dezember 2034 vorgehalten, allerdings ohne Garantie auf stabile Konditionen. Wartungsverträge und Servicekosten müssen standortspezifisch angefragt werden.

Die Erfahrung aus Händlerangeboten und Herstellerangaben zeigt klar: Bei weniger als 20 Mitarbeitern rechnet sich die Investition selten, zumal die 950 S keinen professionalisierten Telemetrie- oder Zahlungssystem-Support für größere Aufstellstrukturen bietet. Größere Standorte mit 50 oder mehr Tassen pro Tag profitieren von klaren, kalkulierbaren Kosten auf Materialseite. Wer das Gerät gebraucht erwirbt, sollte Risiken bei Support und Ersatzteilversorgung einplanen. Die lange Laufzeitgarantie für Ersatzteile wirkt preisdämpfend, bietet für den Wartungsaufwand aber keine transparente, verlässliche Kalkulationsbasis.

Quellen für alle Preise, Ersatzteil- und Verbrauchsmaterialangaben: ZVN 1.630 EUR netto, WMF Shop ca. 1.678,99 EUR, Cafestra ca. 1.699 EUR, WMF Ersatzteile & Reinigung, WMF Spezial-Reinigungstabletten ca. 19,48 EUR, WMF Milchreiniger 12,75 EUR, WMF Flüssigentkalker ca. 7,63 EUR, WMF Wasserfilter ca. 19,89 EUR, Milchschlauch mit Düse ca. 28,81 EUR, Tropfschale komplett ca. 96,62 EUR, Produktseite mit Angaben zu Abkündigung und Support, Original-Betriebsanleitung zu Wartung und Reinigung, S. 90–92.

Technische Details

Vollständiges Datenblatt aus Universal- und Kategorie-Feldern.

Einsatz & Betrieb

Installation type
Counter unit

Zahlung & Konnektivität

Telemetry / remote monitoring
None

Technik

UI / display type
Touchscreen

Heißgetränke

Milk system
External chilled canister
Brewing technology
Bean-to-cup

Abmessungen & Gewicht

Dimensions (W × H × D)
303 × 562 × 528
Weight (unpacked)
22 kg
Rated power consumption
2600 W

Kaffee-Technik

Mains voltage
230 V
Drink menu size
21
Approx. daily capacity
50 Tassen/Tag
Espresso throughput
135 Tassen/h
Coffee dose range
max. 14
Required water pressure
2–6
Bean hopper
750 g
Water supply
Water tank
Heating system
Boiler

Was Operatoren sagen

0–5-Sterne-Skala, getrennt von der 0–10-Gesamtnote des Tests.

4,4

5 Berichte

5
40%
4
60%
3
0%
2
0%
1
0%

Thomas · Büro

vor 1 Woche

Das Touchdisplay erklärt die Reinigungsschritte klar, aber Bohnen und Wasser müssen häufiger nachgefüllt werden."

Repräsentative Einschätzung

Sabine · Arztpraxis

vor 1 Woche

In der Arztpraxis bedienen auch Nicht-Fachleute das Gerät ohne Probleme, alles sehr selbsterklärend."

Repräsentative Einschätzung

Frank · Einzelhandel

vor 1 Woche

Für offene Kaffeeküchen reicht die Leistung aus, doch die Milch muss regelmäßig ausgetauscht und gekühlt werden."

Repräsentative Einschätzung

Petra · Kanzlei

vor 1 Woche

Die Systemreinigung ist einfach, nimmt aber mehr Zeit in Anspruch als bei einigen Wettbewerbsmodellen."

Repräsentative Einschätzung

Markus · kleines Hotel

vor 1 Woche

Jeder Kaffee schmeckt gleich, solange regelmäßig gepflegt wird, Ersatzteile konnten einfach bestellt werden."

Repräsentative Einschätzung

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Useful Links and Documents

Weiterführende Quellen

  1. 1.WMF 950 S, offizielle Produktseitewmf-coffeemachines.com/de_de/produkte/kaffeevollautomaten/wmf-950-s/
  2. 2.WMF 950 S, Spezifikationen und Downloadswmf-coffeemachines.com/de_de/produkte/kaffeevollautomaten/wmf-950-s/spezifikationen/
  3. 3.WMF 950 S Kaufoptionen und Abkündigungwmf-coffeemachines.com/de_de/produkte/kaffeevollautomaten/wmf-950-s/kaufoptionen/
  4. 4.WMF 950 S im offiziellen WMF-Shopshop.wmf-coffeemachines.com/de_de/wmf-950-s
  5. 5.ZVN, WMF 950 Szvn-shop.de/kaffeewelt/kaffeemaschinen/kaffeevollautomaten/428/wmf-950-s-kaffeevollautomat
  6. 6.Cafestra, WMF 950 Scafestra.com/wmf-950s-kaffeevollautomat.html
  7. 7.Coffeefair, WMF 950 S Wassertank Basic Milkcoffeefair.de/wmf-kaffeevollautomat-950s-mit-wassertank-1-muehle-basic-milk-ohne-choc-topping-modul/a-57595
  8. 8.Kaffee Online Kaufen, WMF 950 Skaffee-online-kaufen.com/products/wmf-kaffeevollautomat-950-s-wassertank-1-mhle
  9. 9.OFFICE ROXX, WMF 950 S im Redaktionstestoffice-roxx.de/2022/06/07/die-wmf-950-s-im-redaktionstest/
  10. 10.WMF Spezial-Reinigungstabletten 1,3 gshop.wmf-coffeemachines.com/de_de/special-cleaning-tablets-coffee-1-3g
  11. 11.WMF Spezial-Reinigungsflüssigkeit Milchshop.wmf-coffeemachines.com/de_de/spezial-flussigreiniger-milch
  12. 12.WMF Wasserfilter für 950 Sshop.wmf-coffeemachines.com/de_de/wmf-wasserfilter-fur-950-s
  13. 13.WMF Flüssigentkalkershop.wmf-coffeemachines.com/de_de/wmf-flussigentkalker
  14. 14.WMF Zubehör und Ersatzteileshop.wmf-coffeemachines.com/de_de/zubehoer
  15. 15.Kaffee-Welt Forum, WMF 950 S Betreiberfragekaffee-welt.net/forum/index.php?thread%2F24212-wmf-950-s%2F=
Datenreview: KI-gestützt recherchiert, redaktionell geprüftZuletzt geprüft: Redaktion AutomatenTests.deUnsere Methodik

Häufige Fragen zum WMF 950 S

Für wie viele Personen ist die WMF 950 S ausgelegt?

Laut Herstellerempfehlung beträgt die Tagesleistung 50 Tassen. Dies entspricht Versorgungssicherheit für bis zu 40 Mitarbeitende bei moderatem Kaffeekonsum. Darüber hinaus steigen Nachfüll- und Reinigungsaufwände.

Welche Getränkeoptionen bietet das Gerät?

Die Maschine ist mit 21 werksseitig vorprogrammierten Getränkespezialitäten ausgestattet. Diese lassen sich individuell anpassen oder durch zusätzliche Rezepte ergänzen. Milchgetränke, Heißwasser und reine Schaumoptionen sind enthalten.

Wie oft und wie lange muss gereinigt werden?

Nach spätestens 200 Bezügen oder 6 Tagen fordert die Maschine eine rund 10-minütige Systemreinigung. Für die manuelle Reinigung des Milchsystems sind wöchentlich zusätzliche Schritte notwendig, abhängig von Milchnutzung und Hygieneanforderung.

Was kostet die Beschaffung und die wichtigsten Verschleißteile?

Zum Zeitpunkt der Marktrecherche lag der Netto-Preisbereich für Neugeräte zwischen 1.630 und 1.699 EUR. Reinigungstabletten kosten 0,19 EUR pro Stück, der Milchschlauch muss spätestens alle sechs Monate getauscht werden (ca. 29 EUR netto laut Hersteller-Shop).

Bis wann sind Ersatzteile gesichert?

WMF sichert die Ersatzteilverfügbarkeit für die 950 S bis Dezember 2034 zu. Nach Produktionsende und Ausverkauf ab Juni 2026 sollten Betreiber mittelfristig einen Austausch oder Vorratsbeschaffung wesentlicher Verschleißteile einplanen.

Franke A400

Franke · Heißgetränkeautomaten

Franke A400

8,6Sehr gut0 Bewertungen

Die Franke A400 positioniert sich als vollautomatischer Kaffeevollautomat für mittlere Gewerbestandorte, die täglich bis zu 100 Tassen benötigen. Mit ihrem CleanMaster-System verkürzt das Modell die tägliche Reinigung auf rund 9 Minuten und reduziert den manuellen Aufwand auf ein Minimum — ein zentrales Argument für Büros mit 30 bis 100 Mitarbeitern, Cafés und Hotels mit Selbstbedienung. Auch beim Milchschaum liefert die FoamMaster-Variante Ergebnisse auf Barista-Niveau, ohne dass eigens geschultes Personal nötig ist. Die Kapazität reicht für konstante Nutzung unterhalb der 100-Tassen-Grenze; dauerhaft höherer Durchsatz beansprucht Mahlwerke und Brühgruppe jedoch stark und verkürzt deren Standzeiten. Nachteilig fallen die hohen Investitionskosten im Vollausbau (bis 10.500 €) und regelmäßige Wartungskosten ins Gewicht. Die Franke A400 amortisiert sich in stark frequentierten Standorten innerhalb von wenigen Jahren, sofern Reinigungsaufwand, Service und Ersatz bei Ausfällen kalkuliert werden. Für Standorte mit 120+ Tassen/Tag ist der Umstieg auf die größere A600 empfehlenswert.

ca. 4,500 – 10,550 €

Melitta Cafina XT7

Melitta · Heißgetränkeautomaten

Melitta Cafina XT7

8,5Sehr gut0 Bewertungen

Die Melitta Cafina XT7 ist für dichte Ausgabespitzen gebaut, nicht für einen kleinen Standort mit wenigen Bezügen. Der Hersteller nennt etwa 250 Tassen pro Tag und 176 einzelne Espresso pro Stunde. Zwei Mühlen, TopFoam für 2 Milchsorten, ein 8,4-Zoll-Touchscreen, CIP-Reinigung und optionale Telemetrie ergeben ein belastbares Funktionspaket für Hotel, Bäckerei oder große Selbstbedienungsbereiche. Die Gegenrechnung bleibt hart: 300 × 715 × 580 mm, 60 kg, 400 V, maximal 5700 W und tägliche Reinigung verlangen vorbereitete Infrastruktur und klare Zuständigkeiten. Mit ca. 13.000–16.000 EUR netto für die geprüfte Konfiguration ist die Maschine kapitalintensiv. Wer die ausgewiesene Kapazität nicht regelmäßig braucht, kauft teure Reserve. Wer sie nutzt, sollte Zubehör, Serviceumfang, Wasseraufbereitung und Anschlussarbeiten vor Auftragserteilung als vollständige Stückliste kalkulieren.

ca. 13,000 – 16,000 €

Necta Kalea Plus

Necta · Heißgetränkeautomaten

Necta Kalea Plus

8,6Sehr gut0 Bewertungen

Rund 200–250 Getränke am Tag, Frischmilchsystem mit automatischer Reinigung und Touch-Bedienung: Die Necta Kalea Plus zielt auf größere Büros, Kantinen und den Frühstücksbereich in Hotel und Gastronomie mit mindestens 60 bis rund 150 Mitarbeitenden oder trinkaffinen Gästen. Im Test fallen die robuste Brüheinheit (Z4000) und der modulare Aufbau für Bohnen, Instant und Milch auf; die telemetriefähige Plattform erlaubt einfache Überwachung ohne Zusatzmodule. Nutzer loben die Zuverlässigkeit (bei konsequenter Reinigung), den schnellen Getränkebezug und die Ersatzteilversorgung (DE-Lager 1–3 Tage). Schwachstellen: Die tägliche Milchsystemreinigung (5–8 Minuten, Pflicht) darf nie ausgelassen werden, und alle 10.000 Bezüge ist eine Technikerwartung der Brühgruppe erforderlich – bei maximalem Durchsatz alle 2–3 Monate. Die Anschaffungskosten liegen netto zwischen 6.800 und 9.400 €, Wartung und Verbrauchsmaterial fallen ins Gewicht. Für Standorte mit hohem Durchlauf und professioneller Betreuung rechnet sich das Modell durch geringe Stillstandszeiten und planbare Folgekosten.

ca. 6,798 – 9,439 €

Nicht mehr verfügbarAnimo OptiBean XL Touch (V2)

Animo · Heißgetränkeautomaten

Animo OptiBean XL Touch (V2)

8,6Sehr gut0 Bewertungen

Mit 120 Tassen pro Stunde, 1,5-kg-Bohnenbehälter und doppeltem Instantmodul richtet sich der Animo OptiBean XL Touch an mittelgroße Büros, Kliniken und Bildungseinrichtungen ab ca. 50 Mitarbeiter. Die Stärken liegen in der hohen Stundenleistung, der Flexibilität für verschiedene Heißgetränke und einem frei programmierbaren 7-Zoll-Touchscreen. Die optionale MDB-Schnittstelle ermöglicht Münzzahlung und Rückgeld, ist jedoch nicht serienmäßig; für Bargeldlose Zahlung ist ein Zusatzmodul erforderlich. Die Milchversorgung erfolgt rein über Instantpulver, was im Klinik- und gehobenen Office-Einsatz geschmackliche Grenzen setzt. Der Listenpreis lag 2024 bei 4.060–4.470 € netto – für das reine Gerät ohne Unterbau und Optionen. Im Vergleich bietet der OptiBean einen robusten Edelstahlbrüher mit Ditting-Keramikmahlwerk, Telemetrie ist aber nur als Option und ohne Fernkonfigurationsfunktion verfügbar. Die Wartungsintervalle sind mit empfohlenem Service-Kit nach >25.000 Bezügen alltagstauglich. Für Standorte mit konstantem Durchlauf lohnt sich die Investition bei ≥80 täglichen Getränken mittelfristig, wer Wert auf Frischmilchkännchen, App-Payment oder Fernwartung legt, findet bei Wettbewerbern breitere Featuresets.

ca. 4,064 – 4,468 €